Haarausfall ist ein häufiges Problem, von dem viele Menschen betroffen sind. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Kräftige und volle Haare stehen für Jugend und Attraktivität. Dementsprechend groß ist der Ärger, wenn die Haare ausfallen.
In den Regalen der Drogerien häufen sich Nahrungsergänzungsmittel, die Hilfe gegen Haarausfall versprechen. Im Supermarkt türmt sich das Superfood für die Haare. Doch welchen Einfluss hat die Ernährung wirklich auf Haarausfall?
Die Haarwurzeln sind wie kleine Organe, die eine hohe Stoffwechselaktivität aufweisen. Um ein Haar zu produzieren und wachsen zu lassen, sind viele Faktoren wichtig. Viele Stoffwechselprozesse erfordern zum reibungslosen Ablauf die Anwesenheit bestimmter Nährstoffe wie Eisen, Zink, Selen oder bestimmten Vitaminen. Denn die Haarwurzeln sind wie kleine Organe, die eine hohe Stoffwechselaktivität aufweisen.
Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Ja! Es ist unbestritten, dass eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mikronährstoffen einen Einfluss auf das Haarwachstum hat. Zudem nehmen viele Patienten, die von Haarausfall betroffen sind, Nahrungsergänzungsmittel ein.
Bei Mangelernährung kann die Funktion der Haarwurzeln gestört werden, was zu brüchigem Haar oder Haarausfall führen kann. Sind die Haarwurzeln unterversorgt, können sie nicht optimal arbeiten. Dadurch wird der Wachstumszyklus der Haarwurzeln gestört. Das kann sich in dünnem, brüchigem oder struppigem Haar äußern und bis hin zum Haarausfall führen. Die Unterversorgung kann sich auch auf andere bestehende Probleme auswirken und zum Beispiel einen erblich bedingten Haarausfall weiter verschlechtern.
Allerdings gibt es weitere Ursachen für einen diffusen Haarausfall wie bestimmte Krankheiten, Hormonstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. Diese Ursachen lassen sich rein anhand des Bildes nicht sicher von ernährungsbedingtem Haarausfall unterscheiden, sodass weiterführende Untersuchungen notwendig sind, um den Hauptgrund zu finden.
Das Haarwachstum hat seinen Ausgangspunkt in der Papille, dem untersten Teil der Haarwurzel. Die Zellen dort teilen sich sehr schnell und lagern sich an das sich bildende neue Haar an. Das Haar wird nach außen in Richtung Kopfhaut gedrückt und verhornt. Für diese hohe Stoffwechselaktivität werden viele Nährstoffe benötigt.
Viele Stoffwechselprozesse erfordern zum reibungslosen Ablauf die Anwesenheit bestimmter Nährstoffe wie Eisen, Zink, Selen oder bestimmten Vitaminen. Hier sind einige der wichtigsten Nährstoffe für das Haarwachstum:
Sind zu wenige Nährstoffe da, kann das verschiedene Gründe haben. Möglich ist, dass zu wenig über die Ernährung aufgenommen wird, zum Beispiel wegen einer bestimmten Diät oder speziellen Ernährungsweisen. Aber auch innerhalb des Körpers kann die Ursache liegen. Besonders bei manchen Magen- oder Darmkrankheiten können Nährstoffe aus der Nahrung nicht richtig vom Körper aufgenommen werden.
Bei manchen Menschen ist ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen offensichtlich, sodass man hier besonders auf eine gesunde Ernährung und ausreichende Nährstoffaufnahme achten sollte. Manche Menschen haben spezielle Essgewohnheiten, die einen Nährstoffmangel begünstigen können. Einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen, der teilweise nur durch Substitution ausreichend gedeckt werden kann, haben insbesondere Schwangere oder Extremsportler.
Die Gründe für eine Mangelerscheinung können sehr individuell sein. Ob ein Mangel vorliegt, kann ein Arzt nachweisen, indem er eine Blutprobe abnimmt. Es ist wichtig, die Interpretation der Testergebnisse einem Experten zu überlassen. Die Auswirkungen von Nährstoffmangel auf den Körper können so komplex sein, dass ein Laie sie nicht vollständig erfassen kann. Bei Frauen kann das Testergebnis zudem vom Zeitpunkt der Blutabnahme abhängig sein, da sich bestimmte Blutwerte zyklusabhängig verändern.
Grundsätzlich sollte eine Ernährungsumstellung in Betracht gezogen werden. Um ein gesundes Haarwachstum zu erreichen, kommt es nicht nur darauf an, gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen, sondern auch schädliche wegzulassen. Insbesondere Alkohol, Zigaretten oder Drogen können sich negativ auf die Haargesundheit auswirken. Es hat sich auch gezeigt, dass eine fettreiche Ernährung insbesondere bei Männern ebenfalls Haarausfall begünstigen kann.
Es gibt einige Geheimtipps zur Ernährung für das Haarwachstum: Lebensmittel, die viele besonders gute Nährstoffkombinationen enthalten:
Hier ist eine Liste von Lebensmitteln, die reich an wichtigen Nährstoffen für das Haarwachstum sind:
| Nährstoff | Lebensmittel |
|---|---|
| Vitamin A | Lebertran, Palmöl, Möhren, Aal, Grünkohl |
| Vitamin B12 | Steckmuscheln, Austern, Camembert, Edamer, Brie, rotes Fleisch, Fisch |
| Vitamin C | Acerola, Camu-Camu, Hagebutte, Sanddornbeeren, Johannisbeeren |
| Vitamin D | Lebertran, Aal und weitere Speisefische, Pilze, Käse, Leber |
| Vitamin E | Sonnenblumenöl und andere hochwertige Öle, Walnüsse, Müsli, Speisekleie, Sojabohnen, Hummer |
| Vitamin H (Biotin) | Sojabohnen, Speisekleie, Erdnüsse, Leber, Ei, Vollmilch |
| Zink | Austern, Leber, Sojabohnen, Emmentaler, Haferflocken |
| Kupfer | Kakaopulver, Cashewkerne, Sojabohnen, Krabben, Hafervollkornflocken |
| Eisen | Leber, Weizenkleie, Kürbiskerne, Sesam, Hülsenfrüchte |
| Eiweiß | Fleisch, Hülsenfrüchte, Eier, Milchprodukte, Nüsse, Fisch |
| Essentielle Fettsäuren | Hochwertige Pflanzenöle wie Leinöl oder Walnussöl, Leinsamen, Heringsöl, Nüsse |
Auch Nahrungsergänzungsmittel sind eine Option, sollten aber nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Denn bei einigen Vitaminen und Spurenelementen ist eine Überdosierung möglich, die bis hin zu einer Vitaminvergiftung mit schweren Krankheitssymptomen führen kann. Da manche Stoffe wie Eisen oder fettlösliche Vitamine in Überdosen vom Körper nicht adäquat ausgeschieden werden können, können sie zu schweren Krankheiten führen. Es ist deshalb wichtig, nicht eigenmächtig hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, sondern nur dann, wenn der Arzt sie aufgrund eines nachgewiesenen Nährstoffmangels empfiehlt.
Wenn Sie von Haarausfall betroffen sind, sollten Sie aber zunächst einmal die Ursache ermitteln. Nur dann ist es möglich, eine wirkungsvolle Therapie zu finden. Generell ist es hilfreich, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und Stress zu vermeiden, um ausfallendem Haar vorzubeugen.
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