Haarausfall oder Wirbel: Ursachen und Lösungen

Nie wieder Stress mit den Haaren! Denn: Kein Problem, für das es nicht mehrere Lösungen gibt. Hier erfahren Sie mehr über die Ursachen von Haarausfall und Haarwirbeln und was Sie dagegen tun können.

Ursachen für verschiedene Haarprobleme

Hier können verschiedene Ursachen vorliegen:

  • Falsche Pflegeprodukte: Neben der Anwendung falscher, für den individuellen Haartyp ungeeigneter Pflegeprodukte (Shampoo, Haarkur, Haarspray oder-gel) können Mangelzustände eine Rolle spielen.
  • Mangelzustände: Mangelzustände nach unsachgemäß durchgeführter Diät, nach Durchfallerkrankungen oder auch im Zusammenhang mit inneren Erkrankungen können eine Ursache sein.
  • Pflegefehler: Auch hier stehen Pflegefehler an erster Stelle.
  • Weitere Ursachen: Zinkmangel, Eisenmangel, ein Mangel an Selen, eine Schilddrüsenstörung oder Situationen nach schweren bakteriellen oder Virusinfekten können eine Ursache sein.

Neben einem Wechsel des Shampoos und anderer Pflegeprodukte macht es auch hier Sinn, mögliche Mangelzustände durch eine Blutuntersuchung beim Facharzt abklären zu lassen, bevor man viel Geld dafür ausgibt.

Weitere Faktoren, die Haarausfall beeinflussen können:

  • Zu heißes Fönen oder aggressive Dauerwelle
  • Zu heiße Kopfwäsche oder stark austrocknende Shampoos
  • Hormonstörungen
  • Bleichende Substanzen z.B. im Chlorwasser von Schwimmbädern sowie das UV-Licht der Sonne oder von Solarien!
  • Stressfaktoren für die Kopfhaut: Zu häufiges Waschen, ständiges Bleichen, Tönen oder Färben der Haare.

Schuppenbildung auf der Kopfhaut

Schuppen der Kopfhaut sind extrem lästig (speziell auf dunkler Kleidung) und können winzig klein, trocken und weiß oder größer, gelblich und klebrig sein.

Natürlich kann zunächst ein Therapieversuch mit einem schuppenlösenden Shampoo unternommen werden, welches ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist und welches in der Regel einen Anti-Pilz-Wirkstoff enthalten wird; nicht etwa, weil eine ansteckende Pilzinfektion der Kopfhaut vorläge, sondern weil viele Kopfhautprobleme durch ein zu starkes Wachstums eines normalen „Bewohners“ unserer Haut und Kopfhaut ausgelöst wird. Der heißt „Pityrosporum ovale“, ist völlig harmlos und nicht ansteckend, löst aber das sog. „seborrhoische Kopfhautekzem aus, welches zu einer Kopfhautrötung, Juckreiz und eben zum Auftreten hartnäckiger, lästiger Schuppenbildung führt.

Es gibt aber auch andere Ursachen für eine Schuppenbildung: Anlagebedingt (durch Vererbung): „Pityriasis simplex capillitii“, man muß an eine Kontaktallergie z.B.auf Shampoo-Inhaltsstoffe oder auf andere Haarkosmetika denken (häufig: Cocamidopropyl-Betain“). Hier kann ein Allergietest den Nachweis erbringen. Auch echte Pilzinfektionen oder bakterielle Haarwurzelentzündungen können die Ursache sein oder chronische Erkrankungen der Haut und Kopfhaut wie die Neurodermitis und die Schuppenflechte.

Kurz: auch bei Kopfhautschuppung ist ein rechtzeitiger Besuch beim Dermatologen sinnvoll.

Fettige Haare

Zu heiße Kopfwäsche, zu stark austrocknende Shampoos sind in erster Linie zu nennen.

Aber auch im Zusammenhang mit Hormonstörungen kann es zu einer schnelleren Durchfettung der Haare und zu an der Kopfhaut anklatschenden Haaren kommen (häufig ist es sogar ein Frühwarnzeichen hierfür!). Grund: immer wenn im Körper der Frau die männlichen Hormone die Oberhand gewinnen, kommt es zu folgenden 4 Problemen:

  1. verstärkte Fettigkeit der Kopfhaut und Haare sowie der Gesichtshaut
  2. Unreine Haut oder Pickel im Gesicht und am Oberkörper
  3. Beginnender Haarausfall auf dem Kopf
  4. Verstärktes Haarwachstum an Stellen, an denen man/frau die Haare ganz bestimmt nicht haben möchte (z.B.

Feines Haar

Feines Haar ist meist angeboren und erfordert eine besonders abgestimmte Haarpflege. Aber feines Haar kann auch eine Folge einer Fehlernährung mit anschließenden Mangelzuständen (Eisen, Zink, Selen, bestimmte Vitamine und Aminosäuren) sein.

Auch eine Störung der Schilddrüse sollte ärztlicherseits ausgeschlossen und ggf. therapiert werden. Ein Feinerwerden der Haare passiert aber auch im Rahmen eines hormonell bedingten Haarausfalles (sog.“androgenetische Alopezie“), in deren Verlauf es zu einer „Miniaturisierung“ der Haarwurzeln kommt, die dann - anstatt ein kräftiges, dickes Terminalhaar zu produzieren, wie sie es vorher getan haben, plötzlich nur noch ein kleineres, verkümmertes Haar produziert, bis diese Haare optisch nicht mehr auftragen, weil sie so fein geworden sind, dass man sie kaum noch sehen kann!

Ist letzteres der Fall (z.B. durch eine Computeranalyse der Kopfhaut, das sog. „TrichoScan“ zu diagnostizieren), hilft eine systemische (innerliche) oder lokale (äußerliche) anti-androgene Therapie; d.h.: eine Behandlung, die den Einfluß der männlichen Hormone auf die Haarwurzeln deutlich reduziert oder sogar komplett blockiert.

Ursache Mögliche Lösung
Falsche Pflegeprodukte Wechsel zu geeigneten Produkten
Mangelzustände Blutuntersuchung und gezielte Nahrungsergänzung
Schuppenbildung Schuppenlösendes Shampoo, Allergietest
Fettige Haare Hormonuntersuchung, mildere Shampoos
Feines Haar Abgestimmte Pflege, Mangelausgleich, Schilddrüsenkontrolle

Haarwirbel

Hat fast jeder Mensch irgendwo auf dem Kopf! Der eine mehr, der andere weniger. Die Tendenz ist angeboren.

Durch spezielle „Weichmacher-Shampoos“ und durch ständiges Fönen und Glätten lassen sich die Haare aber auch an solchen Stellen zumindestens einigermaßen in die gewünschte Richtung lenken. Und außerdem: Wirbel machen interessant - verglichen mit Frisuren jedenfalls, bei denen die Haare ohne jede Kraft platt an der Kopfhaut anklatschen!

Verfärbte Haare

Häufigster Grund hierfür: bleichende Substanzen z.B. im Chlorwasser von Schwimmbädern sowie das UV-Licht der Sonne oder von Solarien!

Hat man getönte oder gefärbte Haare, ist ein Besuch im Schwimmbad mit besonderer Vorsicht zu genießen! Es kann beispielsweise zu einem unkontrollierten Farbumschlag von blonden oder grauweißen Haaren in knatschgrün kommen!! Getönte oder gefärbte Haare verblassen auch durch zu häufiges und zu heißes Haarewaschen sowie durch die Anwendung zu agressiver Shampoos oder Seifen.

Elektrisch aufgeladene Haare

Jeder kennt das Phänomen aus dem Physikunterricht: mit einem Katzenfell wird eine Kunststoffkugel kräftig geschubbert: und die Haare des Fells sträuben sich! So ähnlich verhalten sich unsere Haare auch, z.B. wenn wir mit Gummisohlen über Linoleumböden schlurfen oder mit unserem Wollpullover die Plastikarmlehne unseres Stuhles berühren: unsere Kopfhaare bzw.die Flaumhaare unseres Unterarmes richten sich fühlbar auf.

Locken

Immer dann, wenn unsere Haare nass sind, wellen und kringeln sie sich besonders. Würden wir sie so trocknen lassen, ohne sie zu kämmen oder zu fönen, was wir ja normalerweise tun, könnte man den normalen „Lockungsgrad“ unserer Kopfhaare erkennen. Auch hat das Haar das natürliche Bestreben, sich in Locken zu legen und je weicher die äußere Hornschicht des Haarschaftes durch Einlagerung von Wassermolekülen wird, desto eher kann es dieser Tendenz nachgeben.

Dünner werdendes Haar

Dünner werdendes Haar macht sich in der Regel durch ein verstärktes Durchscheinen der Kopfhaut durch die Haare meistens im oberen Scheitelbereich, den sog. „Geheimratsecken“ sowie im Wirbelbereich des Kopfes bemerkbar und ist meistens eine Folge von schleichendem, chronischem und deshalb kaum merkbarem Haarausfall!

Häufig liegt hier ein erblich bedingter Haarausfall (sog.“androgenetischer Haarausfall“ der Frau oder des Mannes) vor, aber es sind darüber hinaus viele andere Ursachen möglich, wie sie auch zu plötzlichem Haarausfall (siehe weiter oben) führen können. Immer ist hier eine rechtzeitige, genaue hautfachärztliche Untersuchung notwendig (mindestens Inspektion, Laboruntersuchung, TrichoScan), damit ein weiteres Fortschreiten des Dünnerwerdens vermieden und die meist in der Anfangsphase noch vorhandenen Haarwurzeln gerettet und wieder zum Wachsen angeregt werden können.

Auch für dünner werdendes Haar gilt: rechtzeitig erkannt und bekämpft lässt sich nicht nur die Struktur des Einzelhaares langfristig verbessern, sondern es geling in einem nicht unerheblichen Prozentsatz sogar (Frauen: ca.45%; Männer ca.67%!), mit modernen, hochspezifischen Therapeutika bereits verloren gegangene Haare wiederzuerwecken, sodass insgesamt durchaus eine realistische Chance auf ein objektiv sichtbares Dichterwerden der ausgedünnten Haare besteht!

Ergrauen der Haare

Fast alle Menschen (und auch Felltiere wie Hunde oder Katzen) ergrauen mit zunehmendem Alter mehr oder weniger stark. Es gibt sogar ein „vorzeitiges Ergrauen“, welches bereits junge Menschen befallen kann.

Die Ursachen hierfür sind bisher weitgehend unbekannt, jedoch vermutet man eine Abnahme der Produktionsbereitschaft der sog.“Melanozyten“ im Haarbulbus unter der Kopfhaut, welche für die Produktion der Haarfarbe verantwortlich sind. Auch gibt es ein „Ergrauen über Nacht“ z.B. nach extremsten Streß-oder Schocksituationen, welches hierüber erklärt wird, dass durch das Schockereignis sozusagen über Nacht ein Teil der Kopfhaare ganz plötzlich ausfällt.

Übrig bleiben interessanterweise die weißen oder grauen Haare, die offensichtlich fester in der Kopfhaut verankert sind, sodass am nächsten Tag der Eindruck entsteht, die Haare seien weißer oder grauer geworden - eine optische Täuschung! Auch beim kreisrunden Haarausfall („Alopezia areata“) wachsen die neuen Haare zunächst weiß nach, bevor sie sich nach einer langen Übergangszeit ganz allmählich wieder mit Pigment füllen.

Therapien gegen das Ergrauen der Haare sind bis heutenicht bekannt; am effektivsten scheint - zumindestens bei dunkelbraunem oder schwarzem Kopfhaar - die Anwendung eines Spezialshampoos („Poly-Renature“ von Schwartzkopf) zu sein, welches das Haar nicht nur an der Oberfläche, sondern von der Wurzel her wieder mit den natürlichen Pigmenten versorgt.

Haarausfall am Hinterkopf

Für Haarausfall am Hinterkopf sind häufig externe Faktoren verantwortlich. Wollen Sie das Leiden in den Griff kriegen, gilt es, den Auslöser zu identifizieren. Nur auf diese Weise stellen Sie sicher, dass sich Ihre Kopfhaut in jenem Bereich erholt. Wenden Sie sich dafür unbedingt an einen Experten. Dieser kann Ihnen nicht nur die Ursache für den Haarverlust nennen, sondern Ihnen auch eine geeignete Therapie nahe legen.

Die Gene sind nur selten dafür verantwortlich, dass Ihnen die Haare am Hinterkopf ausfallen. Allerdings kommt für dieses Leiden eine Vielzahl an Gründen infrage. Und diese gilt es zu ermitteln, wenn der Haarverlust gezielt und effektiv behandelt werden soll.

Folgende Ursachen kommen für den Haarausfall am Hinterkopf in Frage:

  • Mechanische Belastung: Vor allem dann, wenn Sie Ihre Haare gerne streng zusammenbinden und einen Pferdeschwanz tragen, kann es in diesem Bereich zur sogenannten Traktionsalopezie kommen.
  • Hautkrankheiten: Jene Leiden führen oft zum vernarbenden Haarausfall. Er ist durch Narbenbildung an den kahlen Stellen gekennzeichnet, sodass dort keine Haare mehr wachsen.
  • Kreisrunder Haarausfall: Die Alopecia areata ist durch kreisrunde, scharf abgegrenzte kahlen Stellen gekennzeichnet. Sie tritt oftmals plötzlich auf und schreitet auch schnell voran.
  • Mangelernährung: Pflegen Sie einen ungesunden Lebensstil, indem Sie eher auf Fast Food setzen, kann dies ebenfalls den Ausfall des Kopfhaars begünstigen.

Findet bei Ihnen Haarausfall am Hinterkopf statt, sollten Sie sich sofort mit einem Mediziner in Verbindung setzen. Am besten wenden Sie sich dafür an einen Hautarzt.

Auch wird der Arzt ermitteln, welche Art von Haarverlust bei Ihnen vorliegt. Danach richtet sich nämlich die Behandlung.

Die Therapie richtet sich stets nach der Ursache des Haarverlusts. Wird dieser durch externe Faktoren ausgelöst, gilt es, diese zu unterlassen, um der Kopfhaut und den Haaren Ruhe zu gönnen.

In einigen Fällen lässt sich der Haarausfall am Hinterkopf allerdings nicht behandeln. Wachsen an der kahlen Stelle keine Haare mehr nach, ziehen Sie eine Eigenhaarverpflanzung in Erwägung. Doch dafür müssen Sie sich zeitnah an einen Spezialisten wenden.

Hegen Sie den Verdacht, dass bei Ihnen Haarausfall am Hinterkopf vorliegt, sollten Sie sich rechtzeitig an einen Arzt wenden. Denn viele Leiden lassen sich im Anfangsstadium gut in den Griff kriegen.

Haarausfall bei Frauen: Häufigkeit, Arten, Ursachen

Haarausfall: Was ist Alopezie?

In der Medizin spricht man von Haarausfall (Effluvium capillorum), wenn über mehrere Wochen hinweg täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Führt dieser Verlust dazu, dass das Haar sichtbar dünner wird oder kahle Stellen entstehen, wird dies als Alopezie bezeichnet.

Die häufigste Form des nicht krankheitsbedingten Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt.

Ein gewisses Maß an Haarverlust ist völlig normal, da jedes Haar einem kontinuierlichen Zyklus unterliegt, der drei Phasen umfasst:

  • Wachstumsphase (Anagenphase)
  • Übergangsphase (Katagenphase)
  • Ruhephase (Telogenphase), an deren Ende das Haar ausfällt

Formen von Haarausfall

Es werden verschiedene Formen von Haarausfall unterschieden. Dazu gehören unter anderem:

  • Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie)
  • Hormoneller Haarausfall

Diese Formen zählen zu den sogenannten nicht-vernarbenden Alopezien. Die Haarfollikel an sich bleiben intakt.

Wie häufig ist Haarausfall?

Die mit Abstand häufigste Form des Haarausfalls ist der erblich bedingte Haarausfall:

  • 80 Prozent der Männer sind im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger stark betroffen.
  • 50 Prozent der Frauen verlieren mit dem Alter aufgrund des erblich bedingten Haarausfalls zu viele Haare.

Haarausfall: Gründe für den Haarverlust

Ob Veranlagung, Infektionen oder Eisenmangel: Haarausfall kann viele verschiedene Ursachen haben. Bei starkem, anhaltendem Haarausfall sollte daher immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

  • Erblich bedingter Haarausfall: Beim erblich bedingten Haarausfall spielt vor allem die Genetik eine tragende Rolle.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Die genauen Ursachen der Alopecia areata sind noch nicht vollständig geklärt. Aktuellen Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine Autoimmunreaktion.
  • Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie): Bei diffusem Haarausfall werden die Haare meist gleichmäßig über die gesamte Kopfhaut hinweg dünner. Die Ursachen sind vielfältig.

Symptome bei Haarausfall

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall: Bei manchen Menschen ist der Haarverlust über den ganzen Kopf verteilt. Bei anderen sind es bestimmte Stellen am Kopf, die plötzlich kahl werden. Und auch die Intensität des Haarausfalls schwankt stark. Sie reicht von einem kaum sichtbaren Haarverlust bis hin zur Vollglatze.

  • Erblich bedingter Haarausfall beim Mann: Der erblich bedingte Haarausfall macht sich bei Männern und Frauen unterschiedlich bemerkbar.
  • Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen: Bei Frauen tritt Haarausfall typischerweise entlang des Mittelscheitels auf. Es entstehen nur selten kahle Stellen.
  • Kreisrunder Haarausfall: Kreisrunder Haarausfall beginnt meist abrupt und führt zu kreisrunden bis ovalen, kahlen Stellen am Kopf, die nicht entzündlich sind.
  • Diffuser Haarausfall: Diffuser Haarausfall ist meist nicht auf bestimmte Stellen des Kopfs beschränkt. Vielmehr wird das Kopfhaar insgesamt dünn.

Haarausfall: So erfolgt die Diagnose

Bei länger andauerndem Haarverlust kann ein*e Hautarzt*Hautärztin weiterhelfen. Zunächst wird der Grund des Haarausfalls untersucht. Haarausfall ist zwar meist erblich bedingt, es können aber auch andere Ursachen dahinterstecken - etwa eine bestimmte Erkrankung.

  • Dauer und der genaue Verlauf des Haarausfalls sind von Bedeutung.
  • Ebenfalls von Interesse ist, ob die betroffene Person Medikamente einnimmt und bereits wegen Haarausfall in Behandlung war.

Körperliche Untersuchung

Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Hierbei untersucht der Arzt die Kopfhaut und das Verteilungsmuster der Haare auf Ihrem Kopf.

Der erblich bedingte Haarausfall beispielsweise lässt sich oft schon am Muster der Ausdünnung beziehungsweise Glatzenbildung eindeutig diagnostizieren: Stirnglatze, eine kahle Stelle am Hinterkopf (Tonsur) und Geheimratsecken sind ebenfalls wegweisend.

Rundliche, völlig kahle Stellen auf der Kopfhaut ohne Anzeichen einer Hautveränderung (wie Entzündung oder Narbenbildung) weisen auf kreisrunden Haarausfall hin.

Blutuntersuchung

Eine Blutuntersuchung ist vor allem bei diffusem Haarausfall aufschlussreich. Der Arzt untersucht unter anderem die Eisen- und Zinkwerte, die Schilddrüsenwerte und die Entzündungswerte.

Epilationstest

Mit einem Epilationstest lässt sich ein vermuteter Haarausfall bestätigen: Dabei ergreift der Arzt ein kleines Büschel Haare und zieht daran. Lassen sich auf diese Weise an mehreren Stellen der Kopfhaut Haare ausreißen, liegt wahrscheinlich ein verstärkter Haarausfall vor.

Trichogramm

Das Trichogramm ist ein mikroskopisches Untersuchungsverfahren, mit dem sich krankhafte Vorgänge an Haarwurzeln und Haarschaft erkennen lassen.

Zur Erstellung des Trichogramms legt der Arzt mithilfe eines Haarclips ein geeignetes Kopfhautareal frei. Dann wird eine dichte Reihe von etwa 20 bis 50 Haaren mit einer Arterienklemme dicht über der Kopfhaut gegriffen und mit kurzem, kräftigen Ruck in Wuchsrichtung herausgezogen. Die Haarwurzeln untersucht der Arzt unter dem Mikroskop, um festzustellen, in welchem Stadium des Haarzyklus sie sich gerade befinden.

Computergestützte Haaranalyse

Mittlerweile ist es möglich, ein Trichogramm mithilfe einer Digitalkamera und einer speziellen Computer-Software zu erstellen. Dem Patienten reißt man dafür keine Haare aus. Stattdessen rasiert der Arzt ein kleines Kopfhautareal an einer nicht sichtbaren Stelle. Drei Tage später färbt man das Areal und die nachwachsenden Haare mit einem Haarfarbstoff und fotografiert das Ganze in starker Vergrößerung.

Biopsie

Manchmal ist es nötig, dass der Arzt eine kleine behaarte Kopfhautprobe (mitsamt der Haarfollikel) herausschneidet und genauer unter die Lupe nimmt. Das ist etwa bei vernarbender Alopezie oder bei ungeklärtem diffusen Haarausfall der Fall.

Haarausfall stoppen: Was hilft?

In den meisten Fällen ist eine Therapie bei Haarausfall aus medizinischer Sicht nicht erforderlich. Nur selten steckt eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahinter - wenn doch, ist es wichtig, die Ursache zu beseitigen.

Folgende Maßnahmen können dazu beitragen, Haarausfall zu stoppen:

  • Erblich bedingter Haarausfall: Mittel mit den Wirkstoffen Minoxidil und Finasterid können zum Einsatz kommen.
  • Hormoneller Haarausfall bei Frauen: Ist die natürliche Hormonproduktion aus der Balance geraten, kann eine Therapie mit Hormontabletten in Erwägung gezogen werden.
  • Kreisrunder Haarausfall: Kreisrunder Haarausfall kann nicht geheilt werden. Bei der Mehrzahl der Betroffenen tritt jedoch nach einiger Zeit eine Besserung ein oder die kahlen Stellen wachsen wieder nach.
  • Diffuser Haarausfall: Die Therapie des diffusen Haarausfalls richtet sich nach der jeweiligen Ursache.

Haarausfall: Verlauf und Vorbeugen

Haarausfall kann sich unterschiedlich entwickeln:

  • Bei erblichem Haarausfall gilt: Je später der Haarverlust einsetzt, desto langsamer schreitet er voran.
  • Der Verlauf des diffusen Haarausfalls hängt von der zugrunde liegenden Krankheit ab.
  • Der Verlauf des kreisrunden Haarausfalls ist individuell.

Haarausfall: Wann zum Arzt?

Wenn Sie vermuten, unter vermehrtem Haarausfall zu leiden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Aber zu welchem Arzt geht man bei Haarausfall? Sinnvoll ist es, als erstes den Hausarzt aufzusuchen.

Bei Bedarf überweist er Sie an einen Facharzt. Das ist zum Beispiel ein Dermatologe (etwa bei Verdacht auf eine Hauterkrankung) oder ein Endokrinologe (bei Verdacht auf eine hormonelle Ursache).

Haarausfall: Vorbeugung

Am besten lässt sich Haarausfall vorbeugen, der mechanisch bedingt oder durch eine Mangelernährung verursacht ist. Tragen Sie lange Haare also öfter locker gebunden oder offen und versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralstoffen (Eiweiß, Eisen, B-Vitamine et cetera), um einen Haarausfall durch Mangelernährung zu vermeiden!

Ausgewogene Ernährung

Ein wichtiger Baustein für gesunde Haare ist eine ausgewogene Ernährung. Unser Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen.

Generell sollten Sie viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu sich nehmen. Mageres Fleisch und Fisch sind ebenfalls wichtig, sollten aber in Maßen verzehrt werden. Haferflocken, Leinsamen und Nüsse eignen sich als gesunder Snack.

Gesunde Lebensweise

Ein gesunder Lebensstil ist ein gutes Mittel, um Haarausfall vorzubeugen. Wenn es Ihnen gut geht, zeigt sich das auch an Ihren Haaren!

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