Haarausfall mit Wurzel: Ursachen, Behandlung und was wirklich hilft

Volles, gesundes Haar steht für Jugend, Vitalität und Selbstbewusstsein. Doch immer mehr Menschen beobachten mit Sorge, dass sie beim Kämmen oder Duschen ganze Haarsträhnen verlieren. Besonders alarmierend wird es, wenn die ausgefallenen Haare noch weiße Knötchen an ihrem Ende tragen. Denn das bedeutet: Es handelt sich um Haarausfall mit Wurzel.

Nicht jeder Haarausfall ist gleich - aber wenn die Haare in Form von Haarausfall mit Wurzel ausfallen, kann das ein ernstes Problem darstellen. In solchen Fällen ist die Haarwurzel direkt betroffen und es könnte eine tieferliegende Störung vorliegen. Ein unbehandelter Haarausfall mit Wurzel kann zu dauerhaftem Haarausfall und Kahlheit führen. Daher sollten die Ursachen sorgfältig untersucht werden.

Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.

Ursachen für Haarausfall mit Wurzel

Die Ursachen für Haarausfall sind dabei vielschichtig. Oft kommen mehrere Gründe zusammen - von Hormonschwankungen über Stress bis hin zu Autoimmunerkrankungen - und müssen erstmal eingegrenzt werden.

Hier sind einige der häufigsten Ursachen:

  1. Telogenes Effluvium (Haarausfall in der Telogenphase): Starker Stress, Infektionen, hormonelle Veränderungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können den Haarzyklus stören.
  2. Alopezie Areata (Kreisrunder Haarausfall): Bei dieser Autoimmunerkrankung greift das Immunsystem die Haarfollikel an.
  3. Nährstoffmangel: Ein Mangel an Eisen, Zink, Biotin oder Vitamin D schwächt die Haarwurzeln.
  4. Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, die Zeit nach der Geburt, die Wechseljahre oder Schilddrüsenerkrankungen können das hormonelle Gleichgewicht stören.
  5. Vergiftungen oder Medikamente: Einige Medikamente - insbesondere Chemotherapeutika - sowie Schwermetallvergiftungen können die Haarfollikel stark schädigen.

Hormonelle Ungleichgewichte, Vitamin- und Mineralstoffmangel, starker Stress oder Infektionen müssen unbedingt erkannt werden.

Veränderungen in der Haarstruktur sind oft die ersten Warnsignale dieses Problems: Das Haar wird stumpf, brüchig und verliert an Glanz und Volumen. Sobald solche Symptome auftreten, ist schnelles Handeln gefragt. Denn solange die Haarwurzeln noch nicht vollständig abgestorben sind, können sie sich regenerieren und neue Haare bilden. Haarausfall mit Wurzel, wenn frühzeitig erkannt und richtig behandelt, kann in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate zu neuem Haarwuchs führen. Damit dies gelingt, müssen nicht nur die Symptome, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen ganzheitlich betrachtet werden.

Wenn der Haarausfall bereits zu sichtbaren kahlen Stellen geführt hat, ist das meist ein Zeichen dafür, dass die Haarwurzeln in diesen Bereichen stark geschädigt oder sogar abgestorben sind.

Besonders bei genetisch bedingtem Haarausfall mit Wurzel verläuft dieser Prozess oft schleichend: Die Haare werden mit der Zeit dünner, schwächer und fallen schließlich ganz aus.

Diagnose und Behandlung von Haarausfall mit Wurzel

Wichtig ist für gesunde Haare, dass man die Haarzellen gesund hält, damit sie weiter Haare produzieren. Dazu gehören Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Botenstoffe, Hormone - und wenig Stress. Hier geht es vor allem um Eisen, Vitamin D und B12, Zink, Selen und ausreichend Proteine.

Wer wegen seiner Haarprobleme ärztlichen Rat sucht, kann je nach Ursache des Problems auch mit Medikamenten behandelt werden. Die Expertin erklärt: “Beispielsweise Minoxidil und Finasterid in örtlicher oder innerlicher Anwendung. Das Finasterid bei Männern. Minoxidil verbessert die Durchblutung um die Haarwurzeln herum und hilft so, die Haare besser mit Nährstoffen zu versorgen.

Wenn keine andere Therapie hilft, kommt als letzte Option eine Haartransplantation infrage. Sie ist jedoch erst dann sinnvoll, wenn der Stress der Haare so weit reduziert wurde, dass der Haarausfall nicht weiter fortschreitet und wenn alle alternativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind.

Sollten dann immer noch kahle Stellen auf dem Kopf verbleiben, ist eine Transplantation möglich. Wir arbeiten mit der modernen IFUE-Methode. IFUE bedeutet Intermittend Follicular Unit Extraction. Aus Bereichen dichten Haarwachstums werden einzelne follikuläre Einheiten als Spenderhaare entnommen. Die Methode ist minimal-invasiv und dadurch sehr schonend und mit wenigen Nebenwirkungen verbunden.

In solchen Fällen bietet eine Haartransplantation eine effektive und dauerhafte Lösung. Dabei werden gesunde Haarfollikel aus dem Hinterkopf entnommen - ein Bereich, der weniger empfindlich auf das Hormon DHT reagiert. Diese Follikel werden dann in die kahlen oder lichten Areale eingesetzt.

Doch auch wenn eine Transplantation erfolgreich verläuft, bleibt die Ursachenforschung entscheidend. Nur so kann verhindert werden, dass auch die verbliebenen aktiven Haarwurzeln geschädigt werden. Eine umfassende Diagnose ist daher unerlässlich. Zudem kann eine gezielte Nachsorge die Ergebnisse der Transplantation deutlich verbessern. Dazu gehören die richtige Pflege der Kopfhaut, eine gesunde Ernährung, die Förderung der Durchblutung sowie der Verzicht auf schädigende Gewohnheiten wie Rauchen.

Bei einer Eigenhaarverpflanzung werden robuste Haare vom Haarkranz am Hinterkopf an die kahlen Stellen transplantieren lassen, wo sie dauerhaft weiterwachsen.

Haartransplantation - Was ist die FUE-Methode?

Traktionsalopezie: Haarausfall durch Zugkraft

Bei der Traktionsalopezie handelt es sich nicht um eine körperliche Erkrankung, sondern um einen Haarausfall durch übermäßige mechanische Belastung des Haars. Meistens sind Frauen betroffen, die häufig enge, straffe Zöpfe tragen. Eine Traktionsalopezie tritt durch eine übermäßige mechanische Belastung der Haare auf. Der Haarausfall tritt dort auf, wo die Haare der Belastung ausgesetzt sind. Bei engen Haarbändern oder straffen Frisuren ist dies meist der Haaransatz an der Stirn und den Seiten - denn dort liegt die größte mechanische Belastung vor.

Wer erste Symptome nicht bemerkt und entsprechend handelt, riskiert ein weiteres Fortschreiten des Haarverlusts. Das Haar wird an den betroffenen Stellen dünner, es können vermehrt kurze abgebrochene Härchen auftauchen (zum Beispiel am Haaransatz), der Haaransatz kann zurückweichen, es können kahle Stellen entstehen.

Wird die Ursache nicht behoben, können die Haarfollikel so stark geschädigt werden, dass sie vernarben und keine neuen Haare mehr bilden können. Auch die Kopfhaut kann glänzend und vernarbt sein. Meist bemerkt man zuerst, dass die strapazierten Haare am Haarschaft abbrechen und Frizz entsteht - einzelne Härchen, die aus der Frisur abstehen.

Eine Traktionsalopezie entsteht durch wiederholte mechanische Reizung bestimmter Haarbereiche. Durch Druck, Zug oder Reibung kommt es zu einer Verkrümmung der Haarwurzel. Dadurch werden die Haare immer dünner und die Wachstumsphase verkürzt sich. Schließlich fällt das Haar aus. Zusätzlich gibt es psychische Faktoren, die eine Traktionsalopezie hervorrufen. Bei einer Erkrankung namens Trichotillomanie reißen sich Betroffene die Haare selbst aus.

Die meisten Arten des Haarausfalls bilden ein charakteristisches Muster. Bei der Traktionsalopezie fallen die Haare in den Regionen aus, die mechanisch belastet sind, also meistens an den Haaransätzen der Stirn und der Schläfen. Mit einer Blutentnahme und anschließender Laboruntersuchung kann festgestellt werden, ob ein Mangel an Vitaminen, Nährstoffen oder Spurenelementen vorliegt, die den Haarausfall verstärken. Besonders häufig kommt ein Eisenmangel vor. Zusätzlich sollte ausgeschlossen werden, dass eine andere Ursache dem Haarausfall zugrunde liegt.

Wenn die Stressbelastung für die Haare frühzeitig behoben wird, solange die Haarwurzeln noch nicht zu sehr geschädigt sind, kann das Haar normal nachwachsen. Meistens setzt innerhalb von sechs Monaten wieder ein normaler Haarwuchs ein. Die Regeneration der Haare kann gefördert werden, wenn an der Haarwurzel ausreichend Vitamine, Nährstoffe und Wachstumsfaktoren vorhanden sind. Das kann vor allem durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglicht werden.

Eine Traktionsalopezie wird behandelt, indem man ihren Auslöser vermeidet. Frisuren oder Kopfbedeckungen sollten so gestaltet sein, dass sie keine Zugkraft oder Druckbelastung auf das Haar und die Haarwurzel ausüben. Das Haar sollte öfter mal einfach locker oder offen getragen werden. Auch das tägliche Styling kann die Haare überstrapazieren. Auch eine gute Pflege der Kopfhaut ist wichtig, um die Haare zu kräftigen.

Einer Traktionsalopezie lässt sich vorbeugen, indem man Stress für die Haare so weit wie möglich reduziert. Dazu gehört insbesondere das richtige Styling und der richtige Haarschmuck. Es spricht nichts dagegen, auch mal eine straffe Frisur zu tragen. Das sollte man aber nicht täglich tun. Wenn die Frisur durch Zug an den Haaren schmerzt, sollte man sie direkt lösen. Auch chemischen Stress für die Haare sollte man vermeiden - dazu gehören vor allem Färben, Tönen und Blondieren. Psychisch mit sich im Reinen zu sein ist auch gut für die Haare - manche Menschen neigen dazu, bei Stress an den Haaren zu ziehen oder sich die Haare auszureißen.

Weitere Arten von Haarausfall

Neben der Traktionsalopezie gibt es weitere Formen des Haarausfalls, die sich durch ein charakteristisches Muster voneinander unterscheiden. Beim diffusen Haarausfall ist das Haar meist insgesamt ausgedünnt, manchmal auch an einzelnen Stellen verstärkt. Auch der erblich bedingte Haarausfall verläuft immer nach einem ähnlichen Muster, das bei Männern von Geheimratsecken über eine kahle Stirn und schlussendlich in einem Haarkranz am Hinterkopf von Ohr zu Ohr mündet.

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.

Die Ursachen von Haarausfall:

  1. Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  2. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Ursachen und Symptome
  3. Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa): Symptome und Haarausfall Ursachen
  4. Vernarbender Haarausfall (Alopecia cicatricalis): Symptome und Ursachen
  5. Weitere wichtige Arten von Haarausfall
  6. Haarausfall bei Männern
  7. Haarausfall bei Frauen

Die vernarbende Alopezie ist selten und für Laien relativ schwer eindeutig zu erkennen. Es handelt sich hierbei um einen meistens langsam voranschreitenden Haarausfall, der zu asymmetrischen kahlen Stellen am Kopf führt. Neben dem Haarausfall kommt es zu Entzündungen und einer verstärkten Narbenbildung an den betroffenen Hautstellen.

Was tun bei Haarausfall mit Wurzel?

Wenn Sie Ihren Körper aufmerksam beobachten, erkennen Sie Haarverlust mit Wurzel schon im Frühstadium. Denn ehe es zu dieser unumkehrbaren Problematik kommt, weist das Haar in der Regel eindeutige Schädigungssymptome auf, falls die eigene Genetik der Haarverlust nicht der eigenen Genetik zugrunde liegt.

Falls Sie in der Bürste, im Abfluss der Dusche und auf dem Kopfkissen eine größere Menge an Haaren vorfinden, werfen Sie außerdem bitte einen genauen Blick auf das untere Ende der Haarlänge. Als weiteres sicheres Anzeichen wird das Durchscheinen der Kopfhaut gewertet. Sie schimmert nur durch, wenn Sie mehr Haare als normal verlieren.

Vermuten Sie diesen Haarverlust, sehen Sie sich die auf dem Kissen oder auf Ihrer Kleidung liegenden Haare genau an. Befindet sich am unteren Ende ein kleiner weißer Abschnitt, handelt es sich um das Follikel.

Sie können Haarschwund mit Wurzel nicht rückgängig machen. Schützen Sie die verbliebenen Haare durch eine Umstellung auf vitalstoffreiche Ernährung und füllen Kahlstellen mit eine Haartransplantation auf.

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