Geheimratsecken, Haarkranz oder gar eine Glatze - viele verbinden diese Anzeichen mit älteren Männern. Doch Haarausfall ist keine Frage des Alters. Auch junge Männer können betroffen sein. In manchen Fällen zeigt sich genetisch bedingter Haarausfall - die häufigste Haarausfallursache bei Männern - schon mit unter 30. Auch Krankheiten und Stress können frühen Haarverlust fördern.
Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall bei Männern. Wenn der Haarausfall beim Mann mit 20 Jahren bereits verstärkt auftritt, kann das gravierende Folgen für den Selbstwert und das Selbstbild des Betroffenen haben.
Androgenetische Alopezie: In 95 Prozent der Fälle liegt männlichem Haarausfall erblich bedingter Haarausfall zugrunde, auch androgenetische Alopezie genannt. Im Alter von 30 Jahren haben geschätzt etwa 30 Prozent aller Männer deutlichen Haarverlust. Manchmal zeigen sich Geheimratsecken und eine lichte Stelle am Oberkopf sogar noch früher. Wann der verstärkte Haarverlust einsetzt, ist, wie der Name bereits andeutet, genetisch vorbestimmt.
Dr. Uwe Schwichtenberg, Hautarzt aus Bremen und Mitglied des Vorstandes des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD), erklärt: "Der Haarausfall beginnt oft in dem Alter, in dem auch der Vater oder die Mutter Haarausfall bekommen haben, und kann sich ähnlich dem der Eltern entwickeln".
Der Hauptauslöser für erblich bedingten Haarausfall ist das männliche Sexualhormon Dihydrotestosteron, kurz DHT. Die Haarfollikel der Betroffenen, welche die Haarwurzeln umgeben, reagieren zunehmend empfindlich auf die Variante von Testosteron. Sie nehmen Schaden und die Haare fallen verstärkt aus oder wachsen unzureichend nach. Anlagebedingter Haarverlust betrifft Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zufolge bis zu 70 Prozent der Männer.
"Je nach genetischer Veranlagung kann die androgenetische Alopezie bei manchen Männern bereits ab dem 16. Lebensjahr beginnen und erste Veränderungen des Haarbildes mit sich bringen. Im weiteren Verlauf steigt die Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT und der Haarverlust wird auffälliger", sagt Schwichtenberg.
Psychischer Stress: Hoher Leistungsdruck und Stress im Alltag, sei es beruflich oder privat, können ebenfalls zu Haarausfall führen. Stress kann die Haarwurzeln schwächen und zu vorzeitigem Haarverlust führen. Wer langanhaltend großen Stress verspürt, kann dadurch Haarausfall provozieren. Auch emotionaler Stress, wie eine Scheidung oder der Tod eines geliebten Menschen, kann vorübergehend zu Haarausfall führen.
Erkrankungen und Nährstoffmangel: Bestimmte Erkrankungen oder ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Aminosäuren und B-Vitaminen können Haarausfall verursachen. Hierbei bleibt die Haarwurzel oft intakt, bekommt jedoch nicht genügend Nährstoffe. Dadurch verkürzt sich die Lebensdauer des Haares und es fällt vorzeitig aus.
Falsche Haarpflege: Zu heißes Wasser, heiße Föhnluft, aggressive Shampoos, reibende Mützen, grobe Kämme und Bürsten. Auch dieser physische Stress im Rahmen des Stylings und die falsche Haarpflege können Ursachen für den Haarausfall bei Männern sein.
Diese vielfältigen Ursachen zeigen, dass Haarausfall bei Männern durch eine Kombination aus genetischen, körperlichen und emotionalen Faktoren ausgelöst werden kann. Für die Behandlung von Haarausfall ist es wichtig, die genaue Ursache zu identifizieren, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Es gibt drei besonders häufige Formen von Haarausfall bei Männern: genetisch bedingten Haarverlust, kreisrunden und diffusen Haarausfall.
Geheimratsecken gelten als erste Anzeichen des erblichen bedingten Haarausfalls bei Männern, der schlussendlich zur Glatze führen kann. Bei Geheimratsecken fallen die Haare nach und nach an einer spitz zulaufenden kahlen Stelle oberhalb der Schläfen aus. Dieser Prozess ist meist genetisch bedingt und kann durch das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) verstärkt werden, das die Haarfollikel schrumpfen lässt. Die psychische Belastung durch Geheimratsecken kann erheblich sein, da Haare oft als Zeichen von Jugend und Attraktivität gelten. Wer den Haarausfall frühzeitig erkennt, kann den Haarausfall im Austausch mit einem Dermatologen durch eine geeignete Therapie stoppen oder zumindest verlangsamen.
Kreisrunder Haarausfall, auch als Alopecia areata bekannt, wird nicht durch genetische Faktoren verursacht. Stattdessen entstehen bei den betroffenen Männern scharf begrenzte, kahle Stellen auf der Kopfhaut. Diese Art des Haarausfalls kann durch Autoimmunerkrankungen oder als Reaktion auf starken Stress ausgelöst werden. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise die Haarfollikel an. Eine genaue Diagnose und Behandlung sollte ein Arzt vornehmen. Obwohl der kreisrunde Haarausfall nicht gefährlich ist, beeinträchtigt er das Leben betroffener Männer durch das veränderte äußere Erscheinungsbild. In vielen Fällen wachsen die Haare nach einer Weile von selbst wieder nach, doch es gibt auch medikamentöse Behandlungen, die den Prozess unterstützen können.
Beim diffusen Haarausfall kommt es zu einem schnellen und gleichmäßigen Haarverlust über den gesamten Kopf hinweg. Diese Art des Haarausfalls kann durch verschiedene Faktoren wie die Einnahme bestimmter Medikamente, Strahlentherapie, Stoffwechselstörungen, Nährstoffmangel oder Schilddrüsenprobleme ausgelöst werden. Diffuser Haarausfall ist oft eine Reaktion des Körpers auf Stress oder gesundheitliche Probleme. Die Behandlung erfordert eine genaue Diagnosestellung durch einen Arzt. Oft reicht es, die zugrunde liegende Ursache zu beheben, um das Haarwachstum bei Männern wieder anzuregen.
Die schlechte Nachricht vorneweg: Erblich bedingter Haarausfall ist bei Männern weder heilbar noch umkehrbar. Die gute Nachricht ist aber: Männer, die frühzeitig mit einer Behandlung der restlichen Haare beginnen, können den Haarausfall stoppen oder zumindest verlangsamen und für mehr Volumen beim verbleibenden Haar sorgen.
Um den Haarausfall aufzuhalten, müssen Sie Ihre Haare sehr sorgfältig behandeln:
Viele Männer wissen nicht, dass eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen und einer gesunden Lebensweise den Haarausfall deutlich verlangsamen kann. Insbesondere die Anwendung von Minoxidil und die Einnahme von Biotin haben in klinischen Studien positive Ergebnisse gezeigt.
Hier sind einige der bekanntesten Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:
Die Forschung bedient sich gern auch bei Heilkräutern und anderen natürlichen Inhaltsstoffen, die seit Jahrhunderten gegen den Haarausfall bei Männern eingesetzt werden:
Es gibt kein universelles „bestes Mittel“ gegen Haarausfall, da die Effektivität stark von der Ursache des Haarausfalls abhängt. Allgemein haben sich einige Mittel und Methoden als wirksam erwiesen. Medikamente wie Finasterid und Minoxidil sind weit verbreitet und können Männern bei erblich bedingtem Haarausfall helfen, indem sie den Haarwachstumszyklus beeinflussen und die Haarausfallrate reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die Vitamine und Mineralstoffe enthalten, können ebenfalls zur Verbesserung der Haargesundheit beitragen.
Je nach Ursache und Form des Haarverlusts gibt es verschiedene Inhaltsstoffe in Haarwuchsmitteln für Männer, die an ganz unterschiedlichen Punkten ansetzen. Diese Produkte können helfen, den Haarausfall zu verlangsamen und das Haarwachstum zu stimulieren.
Ducray hat einige Produkte entwickelt, um Männer beim Kampf gegen den Haarausfall zu unterstützen:
Die Kapseln enthalten essenzielle Mikronährstoffe, wie z. B. Heidelbeerextrakt, Biotin, Aminosäuren und Niacin, die den Haarwurzeln das bieten, was sie brauchen. Auf diese Weise tragen die ANACAPS zum Erhalt normaler Haare und Haut bei, schützen Sie zusätzlich vor den Auswirkungen des oxidativen Stresses und wirken so dem Haarverlust entgegen.
Die therapeutische Behandlung von Haarausfall mit Minoxidil und Finasterid gilt als wenig nachhaltig, weil die Medikamente regelmäßig und dauerhaft eingenommen bzw. auf die Kopfhaut aufgetragen werden müssen. Anderenfalls tritt der Verlust der Haare erneut auf. Die Versorgung mit Nährstoffen (in Kombination mit Minoxidil) via Microneedling sowie die Injektion von Polynukleotiden sind deutlich nachhaltiger. Hier werden zu Beginn mehrere Sitzungen empfohlen.
Die Nebenwirkungen und Risiken bei medizinischen Behandlungen mit Medikamenten sind deutlich größer als bei minimal-invasiven Methoden wie Microneedling oder bei der Anwendung von Polynukleotiden. In der Regel muss man hier höchstens mit Schwellungen und Rötungen rechnen, die normalerweise nicht behandlungsbedürftig sind.
Haarausfall stoppen bei Männern - die Kosten hierfür müssen Betroffene in der Regel selbst bezahlen. Werden Finasterid oder andere Wirkstoffe auf Rezept verordnet, trägt die Krankenkasse die Behandlungskosten. Für minimal-invasive Eingriffe wie Microneedling oder Polynukleotide-Behandlung erfolgt eine individuelle Kostenberechnung.
Haarausfall ist für viele Männer ein sensibles Thema - aber kein Schicksal, dem man sich einfach ergeben muss. Es gibt unterschiedliche Ursachen, und für fast jede gibt es eine passende Lösung. Eine frühzeitige Behandlung kann sich lohnen - so wird der Verlust der Haare für das Umfeld gar nicht erst sichtbar. Die beste Vorgehensweise ist, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und die passende Behandlung zu wählen.
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