Haarausfall bei Männern: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Bis zu acht von zehn Männern sind von Haarausfall betroffen. Von Haarausfall, den man auch als Effluvium bezeichnet, können prinzipiell beide Geschlechter betroffen sein. Bei Männern kommt er deutlich häufiger vor. Experten schätzen, dass bis zu 80 Prozent aller Männer von übermäßigem Haarverlust betroffen sind. Was mit Geheimratsecken beginnt, kann bis zur Glatzenbildung führen. Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%. Haarausfall oder Alopezie stellt eine Herausforderung dar, welche zahlreiche Männer betrifft und mehr als lediglich das äußere Erscheinungsbild beeinflussen kann. Auch das psychische Wohlbefinden und das Selbstbild sind oftmals betroffen, was zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führen kann. Die gute Nachricht ist, dass es heutzutage viele wirksame Methoden gibt, um diesem Problem zu begegnen.

Haarausfall bei Männern: Häufigkeit, Arten, Ursachen

Als erfahrener Spezialist für Haarchirurgie möchte ich Sie in diesem Beitrag umfassend über Ursachen von Haarausfall bei Männern sowie die Behandlungsmöglichkeiten informieren. Gerne berate ich Sie zudem persönlich zu diesem Thema und stelle einen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungsplan auf.

Ursachen von Haarausfall bei Männern

Haarausfall kann grundsätzlich verschiedene Ursachen haben, sodass es unterschiedliche Formen von Haarausfall gibt. Folgende Faktoren können eine Rolle spielen:

Genetische Faktoren

Viele Männer erleiden einen erblich bedingten Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Hierbei handelt es sich um die verbreitetste Form, bei der der Haarausfall durch das Zusammenspiel von Genen und Hormonen ausgelöst wird. Männer mit einer familiären Vorgeschichte, insbesondere auf der mütterlichen Seite, sind häufiger betroffen. Die Neigung zu anlagebedingtem Haarausfall wird vererbt und kommt daher familiär gehäuft vor. Man nennt sie auch androgenetische Alopezie.

Hormonelle Einflüsse

Das Schlüsselhormon im Prozess des erblich bedingten Haarausfalls ist Dihydrotestosteron (DHT). Hierbei handelt es sich um ein Derivat des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Bei der Reduktion der Haarfollikel spielt es eine entscheidende Rolle. Durch eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT können diese schrumpfen, was zur Verkürzung des Haarwuchszyklus und dadurch zu dünner werdendem Haar und schließlich zum Ausfall der Haare führen kann. Die Ursache des erblich bedingten Haarverlusts ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln auf das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT). Dies führt dazu, dass die Wachstumsphase der Haare verkürzt wird und diese schneller ausfallen und zunehmend dünner werden.

Umwelt- und Lebensstilfaktoren

Umweltbelastungen wie z. B. der Einfluss von Verschmutzung und können die Gesundheit der Kopfhaut beeinträchtigen und zum Haarausfall beitragen. Ebenso gibt es einige Lebensstilfaktoren, die sich negativ auswirken können. Dazu zählen eine unausgewogene Ernährung, die nicht genügend Mineralstoffe und Vitamine liefert, Rauchen und dadurch eine eingeschränkte Durchblutung sowie chronischer Stress, welcher den Haarwuchszyklus stören und dadurch telogenes Effluvium, eine Form des diffusen Haarausfalls, auslösen kann.

Medikamente und Erkrankungen

Einige Medikamente können Haarverlust als Nebenwirkung haben. Dazu zählen beispielsweise Blutverdünner, Antidepressiva sowie Medikamente zur Krebsbehandlung (Chemotherapie). Gleiches gilt für bestimmte Erkrankungen, darunter Pilzinfektionen der Kopfhaut, Schilddrüsenerkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen wie Alopecia areata, bei der es zu plötzlichem, kreisrundem Haarausfall kommt.

Formen des Haarausfalls

Bei Männern ist der erblich bedingte Haarausfall mit Abstand die häufigste Ursache für übermäßigen Haarverlust. Er ist in etwa 95 Prozent von Haarausfall bei Männern die zugrunde liegende Ursache und kommt bei etwa zwei Dritteln aller Männer vor. Manchmal können sogar schon Jugendliche davon betroffen sein, häufig liegt der Beginn des Haarausfalls bei Männern Anfang bis Mitte 20. Andere Formen des Haarausfalls kommen wesentlich seltener vor.

Androgenetische Alopezie

Das klassische Muster des erblich bedingten Haarausfalls beginnt mit der Bildung von Geheimratsecken. Dann weicht das Haar von der Stirn zurück. Im Verlauf konfluieren die Stirnglatze und die kahle Stelle am Hinterkopf, sodass nur noch ein Haarkranz am unteren Hinterkopf bis zu den Schläfen übrig ist. Nicht immer entsteht ein Vollbild - es ist auch möglich, dass sich lediglich Geheimratsecken bilden und der Haarverlust danach nicht weiter voranschreitet. Oft entsteht eine mehr oder weniger ausgeprägte Halbglatze.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia Areata)

Der Name "kreisrunder Haarausfall" oder Alopezia areata beschreibt bereits gut, wie diese Form des Haarausfalls aussieht. Es entstehen am Kopf, manchmal aber auch an den Augenbrauen oder Barthaaren, kahle, runde Stellen. Rundherum sind Haare vorhanden, sodass die kahlen Stellen wie ausgestanzt wirken. Die umgebenden Haare um die kahlen Stellen herum sind meist kurz abgebrochen und lassen sich leicht auszuzupfen. Die Krankheit kommt vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen vor und tritt eher selten jenseits des 30. Als Ursache der Alopezia areata gehen Experten von einer Autoimmunreaktion aus. Es kommt zu einer Fehlregulation des Immunsystems, bei dem sich die Abwehrzellen fälschlicherweise gegen die körpereigenen Haarwurzeln richten. Die Alopezia areata ist häufig mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), Neurodermitis, Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow assoziiert. Häufig heilt die Alopezia areata innerhalb von sechs bis zwölf Monaten spontan aus, kann aber im Laufe der Zeit erneut auftreten. Das Ansprechen auf eine medikamentöse Behandlung ist insgesamt durchwachsen. Wenn sich innerhalb der ersten drei Jahre nach erstmaligem Auftreten keine Besserung zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen chronischen Verlauf sehr hoch.

Diffuser Haarausfall

Während der anlagebedingte Haarausfall und der kreisrunde Haarausfall meist ein charakteristisches Muster bilden, das die Diagnose erleichtert, kommt es beim diffusen Haarausfall insgesamt zu einer Ausdünnung der Haare. Die Kopfhaut schimmert mehr durch, es kommt in der Regel nicht zu einzelnen kahlen Stellen und auch nicht zu einer Glatzenbildung. Als Ursache kommen viele verschiedene Gründe infrage. Um die Ursache herauszufinden, sollten Sie am besten einen Spezialisten für Haarausfall konsultieren.

Weitere Ursachen für diffusen Haarausfall

  • Medikamente: Einige Medikamente haben als mögliche Nebenwirkung Haarverlust. Dazu gehören zum Beispiel Cholesterinsenker, manche Blutverdünner und Betablocker.
  • Mangelernährung: In unserer Ernährung sind viele Vitamine und Spurenelemente enthalten, die für ein gesundes Haarwachstum essenziell sind. Durch Diäten, vegetarische oder vegane Ernährung oder eine verminderte Nährstoffaufnahme bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen kann es auch in Industriestaaten zu einem Nährstoffmangel kommen.
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen: Eine Unterfunktion der Schilddrüse wirkt wie eine Bremse auf den Stoffwechsel.
  • Doping: Mehr als jeder zehnte männliche Sportler gibt an, schon einmal Mittel zur Leistungssteigerung eingenommen zu haben. Dazu gehören auch zunehmend Freizeitsportler.
  • Pilzinfektionen: Eine Pilzinfektion auf dem Kopf nennt man Tinea capitis. Sie kommt vor allem bei Kindern vor, die jedoch auch andere Kontaktpersonen anstecken können. Übertragen wird der Pilz in der Regel durch den Kontakt mit Tieren, vor allem Katzen, Hamster, Hasen und Meerschweinchen.
  • Trichotillomanie/Trichotemnomanie: Bei der Trichotillomanie handelt es sich um eine psychische Erkrankung, bei der sich betroffene Patienten selbstständig die Haare ausreißen. Bei der Trichotemnomanie schneiden sich Betroffene einzelne Haarsträhnen ab, sodass Büschel mit kurzen Haaren entstehen. Betroffene verheimlichen oft, dass sie ihren Haarverlust selbst herbeigeführt haben und geben vor, sich diesen auch nicht erklären zu können.
  • Falsche Haarpflege: Sogar eine falsche Haarpflege oder die falsche Frisur kann Haarausfall verursachen. Wer lange Haare hat und diese als Zopf trägt, sollte darauf achten, diesen nicht zu fest zu binden. Straffe Zöpfe mit starkem Zug an den Haaren können, insbesondere an Stirn und Seiten, zu einem Haarausfall führen - der sogenannten Traktionsalopezie.

Diagnostik von Haarausfall

Um einen Haarausfall bei Männern zu behandeln, muss zunächst festgestellt werden, um welche Form des Haarausfalls es sich handelt. Eine körperliche Untersuchung inklusive Beurteilung des Musters des Haarausfalls gehört dazu. Zeitgleich wird hier die Familienanamnese mit beurteilt. Wie sahen Vater und Großvater des Patienten aus? Bei unklarer Verdachtsdiagnose kommt eine Biopsie der Kopfhaut infrage. Dabei wird unter lokaler Betäubung eine kleine Gewebeprobe genommen. Speziellere Untersuchungen geben einen Hinweis auf das Ausmaß des Hörverlustes.
  • Zupftest: Der Arzt schlingt eine Strähne mit etwa 60 Haaren um Daumen und Zeigefinger und zieht vorsichtig an den Haaren.
  • Phototrichogramm: Eine kleine Stelle der Kopfhaut wird rasiert und fotografiert. Drei Tage später wird erneut ein Foto von der Stelle gemacht.
  • Trichoscan: An einer Stelle der Kopfhaut wird ein kleines Stück frei rasiert.
  • Mikroskopische Untersuchungen: Zunächst wird eine Haarsträhne inklusive Haarwurzeln entfernt. Ein erfahrener Experte kann anhand des Aussehens der Haarwurzeln unter dem Mikroskop die Wachstumsphase des Haars bestimmen und feststellen, ob der Anteil der Haare in der jeweiligen Zyklusphase ungewöhnlich ist. Auch Anomalien der Haarwurzel können festgestellt werden.

Moderne Behandlungsmethoden gegen Haarausfall

Ebenso vielfältig wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall.

Medikamentöse Therapien

* Minoxidil: Minoxidil ist als rezeptfreies topisches Mittel erhältlich. Es wird auf die Kopfhaut aufgetragen und kann sowohl das Haarwachstum fördern als auch bestehendes Haar verdicken. Für eine anhaltende Wirkung muss es kontinuierlich angewendet werden. Der genaue Mechanismus, über den Minoxidil wirkt, ist nicht ganz klar. In der Regel dauert es mehrere Monate, bis sich das Haarwachstum sichtbar verbessert.* Finasterid: Finasterid ist verschreibungspflichtig und wirkt, indem es die Umwandlung von Testosteron in DHT hemmt. Es kann das Voranschreiten des Haarverlustes verlangsamen und manchmal auch das Haarwachstum fördern. Für Männer besteht zusätzlich die Option, das Medikament Finasterid einzunehmen. Durch weniger DHT geht der Haarverlust zurück. Zu den wichtigsten gehören Libidoverlust und Impotenz.

Behandlung des kreisrunden Haarausfalls

Beim kreisrunden Haarausfall wird häufig eine lokale Cortisontherapie in Form von Cremes oder Lösungen angewandt. Dies ist aber nur in etwa bei der Hälfte der Patienten erfolgreich. Bei größeren Lokalbefunden einer Alopezia areata kann eine topische Immuntherapie erfolgen. Dazu werden hochkonzentrierte Lösungen mit dem Wirkstoff Diphencypron aufgetragen, meist wöchentlich über mehrere Monate hinweg. Es kommt zu einer Art allergischen Hautreaktion, die zu einem Haarwachstum führt.

Behandlung des diffusen Haarausfalls

Im Fall eines diffusen Haarverlusts wird in der Regel die zugrunde liegende Ursache behandelt. Eine Mangelerscheinung wird durch Umstellung der Ernährung oder eventuell die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln behandelt. Bei einer Pilzinfektion wird eine Behandlung mit Antimykotika (Antipilzmittel) durchgeführt. In der Regel erfolgt diese systemisch mit Tabletten und zusätzlich lokal mit einer Creme.

Regenerative Therapien

Wenn Medikamente nicht ausreichend gegen den Haarverlust helfen, kommt auch eine regenerative Therapie in Betracht. Dabei stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die der Haarerhaltung dienen.* PRP-Therapie (Eigenbluttherapie): Eine der wirksamsten Behandlungsformen ist die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma), eine Eigenbluttherapie. Dazu wird dem Patienten Blut entnommen, speziell aufbereitet und in die Kopfhaut injiziert. Dadurch werden Mikronährstoffe, Wachstumsfaktoren und Proteine bereit gestellt, die das Haarwachstum und die Durchblutung fördern. Damit können vor allem auch inaktive Haarwurzeln wieder reaktiviert werden Haare ausbilden.* Lasertherapie: Auch infrage kommt eine Lasertherapie der Haarwurzeln. Dadurch wird ebenfalls die Durchblutung stimuliert und die Wachstumsphase der Haare verlängert.* Stammzelltherapie: Ergänzend bietet sich eine Stammzelltherapie an. Dazu werden aus dem Unterhautfettgewebe des Patienten Stammzellen gewonnen und in die Kopfhaut gespritzt. Die von den Stammzellen gebildeten Wachtsumsfaktoren können ebenfalls das Haarwachstum positiv beeinflussen.* Meso-Therapie: Als alternativmedizinische Maßnahme steht die Meso-Therapie zur Auswahl. Durch die Injektion von Hyaluronsäure, Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen oder Aminosäuren in die Kopfhaut wird das Haarwachstum angeregt.

Haartransplantation

Zu den dauerhaften Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall zählt die Haartransplantation. Die sogenannte FUE-Methode zählt stellt die modernste Form dar. Bei dieser minimal-invasiven Behandlung werden einzelne Haarfollikel aus dem Spenderbereich der Kopfhaut entnommen und in die kahlen Bereiche eingepflanzt. Wenn der Haarausfall gestoppt wurde, können kahle Stellen mit einer Haartransplantation aufgefüllt werden. Bei der Haartransplantation wird eigenes Haar aus dem noch bestehenden Resthaar an die kahlen Stellen verpflanzt. Viele Männer interessieren sich für eine Behandlung der Geheimratsecken, lesen Sie Details dazu bitte im Fachbeitrag zur Haartransplantation an den Geheimratsecken.

Natürliche Mittel und Hausmittel gegen Haarausfall bei Männern

Viele Männer suchen auch nach natürlichen Wegen zur Bekämpfung von Haarausfall. Es gibt zumindest einiges, was Sie tun können, um die Haargesundheit zu unterstützen.
Es gibt verschiedene Hausmittel, die bei Haarausfall genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel eine Kopfhautmassage mit Kokos- oder Rizinusöl oder eine lokale Behandlung mit Petersilien- oder Brennnessel-Extrakt.

Ernährung und Vitamine

Setzen Sie auf eine Ernährung, die reich an Vitaminen und Nährstoffen wie Biotin, Zink, Eisen und Omega-3-Fettsäuren ist. Dadurch können Sie dazu beitragen, Ihre Haargesundheit zu verbessern. Möglich ist auch die zusätzliche Unterstützung durch Nahrungsergänzungsmittel, jedoch sollten Sie einen eventuellen Mangel ärztlich abklären lassen.

Ätherische Öle

Zu den natürlichen Mitteln, denen eine Wirkung gegen Haarausfall nachgesagt wird, zählt Rosmarin. Als ätherisches Öl auf die Kopfhaut aufgetragen, soll es die Durchblutung verbessern und das Haarwachstum fördern können.

Wichtige Tipps zur Vorbeugung und Behandlung

* Frühzeitige Behandlung: Je früher eine Behandlung beginnt, umso besser stehen die Erfolgschancen.* Gesunde Ernährung: Neben einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen sollte vor allem auf eine gute Haarpflege geachtet werden.* Expertenrat: Wenn der Haarausfall anhält, suchen Sie sich einen geeigneten Experten zur Hilfe. Zunächst kann für die Basisdiagnostik und Ursachenforschung ein Hausarzt oder Dermatologe aufgesucht werden. Denken Sie aber auch frühzeitig daran, einen Experten für Haarausfallbehandlungen hinzuzuziehen.* Ursachenforschung: Der wichtigste Punkt in der Behandlung von Haarausfall bei Männern ist die Ursachenforschung. Nur wenn die Ursache gefunden ist, kann man sie auch gezielt behandeln.* Persönliche Beratung: Welche Ursache Ihrem Haarverlust auch zugrunde liegt: Wenden Sie sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfallbehandlung. In einem persönlichen Beratungsgespräch können wir Sie sich über die für Sie beste Therapieoption informieren.

Häufige Irrtümer und Mythen rund um Haarausfall bei Männern

Sie haben bestimmt auch schon von verschiedenen Mythen rund um das Thema Haarausfall gehört. Im Folgenden möchte ich mit einigen dieser Irrtümer aufräumen:

Häufiges Tragen von Hüten verursacht Haarausfall

Das Tragen von Kopfbedeckungen hat keinen Einfluss auf Haarausfall, solange die Kopfhaut atmen kann. Ein durch mechanischen Druck ausgelöster Haarausfall ist eher auf sehr straffe Frisuren oder Kopfbedeckungen zurückzuführen, wird jedoch nicht durch gelegentliches Huttragen verursacht.

Nur ältere Männer erleiden Haarausfall

Mit zunehmendem Alter kann Haarausfall häufiger werden. Jedoch kann er grundsätzlich Männer jeden Alters betreffen, auch bereits in den Zwanzigern. Erblich bedingter Haarausfall zeigt sich oftmals bereits in jungen Jahren.

Haarausfall lässt sich durch eine Kopfmassage stoppen

Durch eine Kopfmassage lässt sich die Durchblutung der Kopfhaut verbessern. Jedoch gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass dadurch Haarausfall gestoppt werden kann.

Nur die Gene der mütterlichen Seite sind für Haarausfall verantwortlich

Auch wenn der erblich bedingte Haarausfall oftmals auf Gene zurückgeführt wird, welche von der mütterlichen Seite vererbt werden, spielen tatsächlich die Gene beider Elternteile eine Rolle. Betrachten Sie somit immer die Haargeschichte beider Familienzweige, um Ihr Risiko für Haarausfall besser einzuschätzen.

Optimale Prävention von Haarausfall bei Männern

Die Vorbeugung von Haarausfall kann verschiedene Aspekte umfassen. Wichtig ist, die Ursachen zu verstehen, um richtig handeln zu können. Zu den entscheidenden Faktoren zählen beispielsweise:

Anpassung der Ernährung

Setzen Sie auf Lebensmittel, welche reich an essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen sind. Wichtig für die Haargesundheit sind beispielsweise Biotin, Vitamin D, Eisen, Zink und Vitamin B. auch Omega-3-Fettsäuren können die Kopfhaut gesund halten und das Haarwachstum fördern. Ggf. kann hier mit Nahrungsergänzungsmitteln nachgeholfen werden. Einen möglichen Mangel sollten Sie jedoch immer ärztlich diagnostizieren lassen.

Richtige Haarpflege

Nutzen Sie auf Ihren Haartyp abgestimmte Pflegeprodukte. Vermeiden Sie ein Zuviel an Styling und Hitze; lassen Sie Ihr Haar möglichst lufttrocknen und schützen Sie es im Sommer mit Kopfbedeckung oder speziellem UV-Schutzspray.

Gesunder Lebensstil und Stressmanagement

Neben einer gesunden Ernährung sollten Sie grundsätzlich auch auf einen gesunden Lebensstil achten. Hierzu zählt auch, sich ausreichend zu erholen und Stress zu reduzieren. Gönnen Sie Ihrem Körper Erholung und denken Sie bei Bedarf an Entspannungsmethoden wie Yoga oder Meditation.

Zusammenfassung

Haarausfall bei Männern ist ein weitverbreitetes Problem, das verschiedene Ursachen haben kann, darunter genetische Faktoren, hormonelle Schwankungen sowie Umwelteinflüsse. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und sollten sich stets nach der diagnostizierten Ursache richten. In einigen Fällen kann es bereits reichen, den Lebensstil etwas anzupassen. In anderen Fällen können Medikamente oder spezifische Behandlungen wie die Lasertherapie oder auch eine Haartransplantation nötig werden. Auch wenn Haarausfall keine schwerwiegende Erkrankung ist, kann sie Betroffene stark beeinträchtigen. Hält der Haarausfall an, ist es daher wichtig, frühzeitig einen Haarspezialisten zu kontaktieren. Es gibt Ärzte, die sich speziell auf eine Haarausfalltherapie spezialisiert haben. Als haarerhaltend bezeichnet man regenerative Therapien wie die Eigenbluttherapie oder eine Laserbehandlung. Wenn auch das nicht hilft, ist vielleicht die Haartransplantation eine Möglichkeit. Falls Sie unsicher sind, welche Optionen für Sie infrage kommen, kontaktieren Sie gerne unsere Spezialisten und lassen Sie sich in der Haarsprechstunde beraten. Ob erblich bedingt oder andere Ursachen - wir finden die passende Behandlung für Ihren Haarverlust.
Behandlungsmethode Beschreibung Geeignet für
Minoxidil Rezeptfreies Mittel zur Förderung des Haarwachstums und Verdickung der Haare. Androgenetische Alopezie
Finasterid Verschreibungspflichtiges Medikament zur Hemmung von DHT. Androgenetische Alopezie (Männer)
PRP-Therapie Eigenbluttherapie zur Förderung des Haarwachstums durch Injektion von aufbereitetem Blutplasma. Verschiedene Formen von Haarausfall
Haartransplantation Verpflanzung von Haarfollikeln aus Spenderbereichen in kahle Bereiche. Androgenetische Alopezie (fortgeschritten)
Meso-Therapie Injektion von Wirkstoffen wie Hyaluronsäure, Vitaminen und Spurenelementen in die Kopfhaut. Unterstützende Behandlung

tags: #haarausfall #manner #ursachen #und #behandlung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen