Haarausfall ist für viele Menschen ein belastendes Problem. Die Suche nach wirksamen Behandlungsmethoden führt oft zu verschiedenen Optionen, darunter auch die Lasertherapie. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Laserbehandlung gegen Haarausfall, einschliesslich der Erfahrungen von Anwendern, der wissenschaftlichen Studienlage und der unterschiedlichen Therapieansätze.
Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Dr. med. Alice Martin erklärt: "Haarausfall kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Manche sind nicht therapierbar, manche brauchen eine medizinische Therapie. Bei anderen kommt es darauf an, ob ein Ereignis der Auslöser war, wie zum Beispiel eine Entbindung, die Menopause, Medikamenteneinnahme oder anderes." Genetische Ursachen sind ebenfalls möglich.
Bei einigen Gründen von Haarausfall könne die Rotlichttherapie helfen, erklärt die Expertin. Dazu gebe es auch Studien. Zur Erklärung: Sowohl die Rotlichttherapie bei Spezialistinnen und Spezialisten als auch Geräte für den Heimgebrauch sollen die Haarfollikel stimulieren, die Blutzirkulation in der Kopfhaut erhöhen und den Zellstoffwechsel anregen können.
Dabei setzen die Geräte in der Regel auf rotes Licht von 650 nm oder auf eine niedrige Lasertherapie (LLLT). Auch bei Haarausfall kann Rotlicht unterstützend wirken und auf der Kopfhaut den Zellstoffwechsel anregen, was für das Haarwachstum fördernd sein kann.
Ein beliebtes Gerät ist der Haarwachstumshelm von Currentbody. Eine Nutzerin schreibt über ihre Erfahrung mit dem Gerät, dass sie "eine deutliche Verringerung des Haarausfalls und eine deutliche Zunahme des Haarwuchses festgestellt" habe. Sie erklärt, dass sie zusätzlich ihren Eisen- und Vitamin D-Gehalt gesteigert und das Gerät täglich genutzt habe. Das habe zu einer erhöhten Nachwachsgeschwindigkeit ihrer Haare geführt, schreibt sie. Auch viele andere berichten von positiven Erfahrungen.
Dr. med. Alice Martin sagt zu den Geräten für den Heimgebrauch: "Als Ersttherapie würde ich sie nicht empfehlen und bin etwas zurückhaltend, was den Effekt solcher Geräte angeht, wenn die Ursache nicht abgeklärt ist. Wichtig: Solche Geräte müssen regelmäßig genutzt werden, damit sie Ergebnisse liefern können. Mindestens dreimal pro Woche, besser fünfmal und im allerbesten Fall täglich sollten sie zur Anwendung kommen. Dabei wird eine Behandlungszeit von etwa zehn bis 15 Minuten empfohlen." Schaden können solche Geräte in der Regel nicht, sie sollten aber nicht länger genutzt werden als empfohlen und man sollte nie direkt ins rote Licht schauen.
Bei Juckreiz, Rötungen oder anderen Auffälligkeiten sollte stets ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Da Rotlicht-Geräte gegen Haarausfall in der Anschaffung teuer sein können und regelmäßig genutzt werden müssen, ist es wichtig, zu wissen, ob sie wirken können.
Die Lasertechnologie findet in der Medizin bereits hohe Anwendung. Auch im Bereich Haarmedizin erweisen sich Laserbehandlungen in einigen Fällen als wirksames Mittel zur Behandlung von Haarausfall. Hochmoderne Laser werden heute von spezialisierten Fachärzten gegen eine Vielzahl von Haut- oder Kopfhautproblemen eingesetzt.
Neuerdings stehen mit dem Low-Level Diodenlaser und dem fraktionierten Erbium-Glass-Laser zwei Lasersysteme zur Verfügung, mit denen nicht nur bestehender Haarausfall deutlich verbessert, sondern darüber hinaus bei Vorliegen bestimmter Haarprobleme sogar deutlich sichtbares Neuwachstum von Haaren angeregt werden kann.
Der Low-Level Diodenlaser besteht aus einer Vielzahl von (bis zu 200) Laserdioden, die ähnlich einer Trockenhaube beim Friseur in einer Art Hohlspiegel dicht oberhalb der Kopfhaut positioniert werden. Diese Dioden strahlen Laserlicht aus dem Infrarot-Wellenlängenbereich tief in die Kopfhaut ein und regen hierdurch die Mitochondrien (= „Kraftwerke“ des Mikromotors Haarwurzel) zu maximaler Aktivität an.
Hierdurch erhöht sich die Stoffwechselaktivität der einzelnen Haarwurzeln dramatisch, was einerseits zu einer Kräftigung der Haarwurzeln führt und somit einer leichten Ausziehbarkeit der Haare oder Haarausfall entgegenwirkt. Zum anderen wird hierdurch die Wachstumsgeschwindigkeit der einzelnen Haare nachweislich gefördert, sodass es nach einer bestimmten Anzahl von Sitzungen zu einer sichtbaren Haarverdichtung auf der Kopfhaut kommen kann.
Die Behandlung wird in der Anfangsphase zweimal pro Woche durchgeführt. Im weiteren Verlauf reduziert sich die Notwendigkeit der Laserbestrahlung auf circa einmal pro Monat. Die Gesamtbehandlungsdauer kann je nach Behandlung 1 bis 1,5 Jahre dauern. An Kosten muss man circa 60 € pro Sitzung rechnen.
Eine vollständig andere Technik nutzt der fraktionierte Erbium-Glass-Laser, welcher insbesondere beim kreisrunden Haarausfall (Alopezia areata) eingesetzt wird und beeindruckende Wirkungen zeigt. Dieser Laser sendet hunderte von feinsten, hochenergetischen Lichtstrahlen wie Nadelstiche tief in die Kopfhaut bis in die Ebene der Haarwurzeln.
Dort werden mikroskopisch feine, winzige Verletzungen gesetzt, welche die Aktivität der Haarwurzeln maximal anregen. Hier nutzt man die Tatsache aus, dass die Haarwurzeln bei Verletzungen der Haut, z.B. durch Verbrennungen, fast komplett die Reparaturmechanismen übernehmen und neue Hautzellen der heilenden Haut überwiegend aus den Haarfollikeln entstehen.
Zur vollständigen Stimulation des Haarneuwachstums sind 5 bis 8 Sitzungen im Abstand von jeweils 4 Wochen erforderlich.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen beeindruckende Ergebnisse, insbesondere des Diodenlasers gegen den diffusen und hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen und Männern. Auch beobachten wir deutliche Stimulationen des Haarneuwachstums, wobei hierfür eine Mindestzahl von 10 bis 12 Sitzungen erforderlich ist, bis die ersten neuen Haare sichtbar werden.
Aber auch der fraktionierte Erbium-Glass-Laser wird in letzter Zeit zunehmend nicht nur bei kreisrundem Haarausfall, sondern auch bei der androgenetischen Alopezie des Mannes eingesetzt.
Insgesamt stellen Laserbehandlungen gegen Haarausfall eine sehr effektive Möglichkeit dar, durch Einbringen von hochenergetischer Strahlung in tiefe Schichten der Kopfhaut die Haarwurzeln nicht nur zu stabilisieren, sondern darüber hinaus auf maximale Weise zum Neuwachstum anzuregen.
Nebenwirkungen sind extrem selten und beschränken sich beim Diodenlaser auf eine leichte, aber nicht unangenehme Erwärmung der Kopfhaut. Beim fraktionierten Erbium-Glass-Laser wird während der Behandlung ein leichtes Brennen empfunden und im Anschluss an die Lasertherapie können die behandelten Flächen vorübergehend gerötet sein.
Die Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) ist bei uns ein fester Bestandteil im Kampf gegen den Haarausfall. Sie wird bei uns häufig als Teil eines Behandlungsplans eingesetzt, da sie in Kombination mit anderen Therapien die Wirksamkeit erhöht. Seit über 10 Jahren wenden wir die Softlaser-Therapie in Berlin an.
Die gesteigerte ATP-Produktion erhöht die zelluläre Transkriptionsrate, welche durch die vermehrte Proteinsynthese die Zell-Proliferation und Zell-Migration in den Haaren steigert. Zudem wirkt die LLLT-Behandlung positiv auf das Immunsystem, welches immunmodulierend auf entzündliche Prozesse an den Haaren wirkt.
Besonders geeignet ist die Low-Level-Laser-Therapie zur postoperativen Behandlung, nach einer Haartransplantationen.
Die Studienlage zur Wirkung auf bzw. gegen Haarausfall ist eher dünn.
Es gibt verschiedene Studien, die die Wirksamkeit der Low-Level-Laser-Therapie (LLLT) untersucht haben. Hier eine Zusammenfassung einiger wichtiger Ergebnisse:
Diese Studien deuten darauf hin, dass LLLT eine wirksame Behandlungsoption für verschiedene Arten von Haarausfall sein kann.
In mehreren Sitzungen wird die Kopfhaut mit dem leistungsstarken Laser mit einer Wellenlänge von 650 Nanometern bestrahlt. Im Laufe von mehreren Monaten regeneriert die Laserenergie nach und nach die Haarfollikel und lässt das Haar gesünder, dicker und voller nachwachsen. Die Methode ist vor allem für Frauen und Männer mit Haarausfall im Frühstadium geeignet.
Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten. Zum Einstieg in den Behandlungszyklus empfehlen wir alle vier Wochen eine Anwendung.
Eine aufwendige Vorbereitung ist nicht notwendig. Vor der Laserbehandlung sollte die Haut allerdings keiner intensiven UV-Strahlung ausgesetzt werden.
Für die Durchführung ist keine Anästhesie nötig. Die meisten Patienten beschreiben die Behandlung sogar als schmerzfrei und angenehm kühlend.
Mit Ausfallzeiten muss nicht gerechnet werden. Einige Tage nach der Sitzung kommt es lediglich zur Krustenbildung des behandelten Bereichs. Dies lässt sich in der Regel mit dem darüber liegenden Deckhaar bestens kaschieren. Das Auftragen eines hohen Lichtschutzfaktors im Bereich der Stirn-Haar-Grenze ist in der ersten Zeit nach der Behandlung unerlässlich.
Bereits zwei Tage nach dem Bestrahlen können die Haare wieder wie gewohnt gewaschen werden.
Die Low-Laser-Therapie gegen Haarausfall ist deutlich wirksamer, wenn sie mit anderen Behandlungen kombiniert wird. Zudem kann die Phototherapie helfen, die Nebenwirkungen (bspw. Rötungen, Schwellungen) anderer Behandlungen zu reduzieren.
Daher kombinieren wir die Lasertherapie standardmäßig mit PRP- und Mesotherapie:
Eine Haartransplantation ist nicht für jeden Patienten sinnvoll und nur selten als alleinige oder erste Maßnahme geeignet. Denn dabei werden die Haare nur umverteilt, der Haarausfall wird nicht gestoppt. Im Falle einer Haartransplantation bietet sich eine Kombination mit regenerativen Therapoen an.
Viele Patienten berichten von positiven Erfahrungen mit der Lasertherapie gegen Haarausfall. Hier einige Auszüge:
Obwohl es viele Berichte von Menschen gibt, die mit der Haarausfall-Therapie mit Laser Erfolg hatten, ist die Wirksamkeit dieser Methode umstritten. Es gibt keine eindeutigen Beweise dafür, dass die Lasertherapie tatsächlich das Haarwachstum anregen kann, und es gibt auch keine einheitliche Empfehlung für die Dauer oder Häufigkeit der Anwendung.
Einige Studien haben positive Ergebnisse gezeigt, während andere Studien keine signifikante Wirkung feststellen konnten. Die Haarausfall-Therapie mit Laser kann eine Option sein, um das Haarwachstum wiederherzustellen, aber es ist wichtig, realistische Erwartungen an ihre Wirksamkeit zu haben.
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Wirksamkeit |
|---|---|---|
| Rotlichttherapie | Stimuliert Haarfollikel und Zellstoffwechsel | Unterstützend, Ergebnisse variieren |
| Low-Level Diodenlaser | Regt Mitochondrien der Haarwurzeln an | Kräftigung der Haarwurzeln, Förderung des Haarwachstums |
| Fraktionierter Erbium-Glass-Laser | Setzt feine Verletzungen zur Anregung der Haarwurzeln | Wirksam bei kreisrundem Haarausfall |
| LLLT (Low-Level-Laser-Therapie) | Erhöht Durchblutung und Zellaktivität in den Haarfollikeln | Wirksamkeit durch Studien belegt, besonders in Kombination mit anderen Therapien |
| Kombinationstherapien (PRP, Mesotherapie) | Kombination aus Lasertherapie und Injektionen von Wirkstoffen | Deutlich höhere Wirksamkeit |
Die Lasertherapie gegen Haarausfall bietet verschiedene Ansätze, von Geräten für den Heimgebrauch bis zu professionellen Behandlungen. Die Wirksamkeit kann je nach Ursache des Haarausfalls und der gewählten Methode variieren. Es ist ratsam, sich von einem Arzt oder Dermatologen beraten zu lassen, um die passende Therapieform zu finden und realistische Erwartungen zu haben.
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