Haarausfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit: Ursachen und Zusammenhänge

Viele Menschen fühlen sich besonders in der dunklen Jahreszeit antriebslos und müde. Wenn die Winterträgheit direkt in die Frühjahrsmüdigkeit übergeht und sich diese auch nicht mehr wegschlafen lässt, kann die ständige Abgeschlagenheit den Alltag belasten.

Es gibt viele Gründe für das Dauergähnen: ein Mangel an Eisen, Vitamin D, Vitamin B12 oder eine Schilddrüsenunterfunktion lassen sich laborchemisch gut nachweisen. Ist die Ursache erst einmal gefunden, kann diese leicht behandelt werden.

Die Schilddrüse (Thyroidea) ist ein kleines Organ, das schmetterlingsförmig unterhalb des Kehlkopfes im Hals liegt.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Von einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) spricht man, wenn der Körper nicht ausreichend mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) versorgt ist. Die Schilddrüsenunterfunktion gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen, wobei die Häufigkeit der Funktionsstörung mit dem Alter zunimmt.

Etwa 0,5 bis 1 % der Erwachsenen leiden daran. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Schilddrüsenhormone regeln eine Vielzahl wichtiger Stoffwechselprozesse. Eine Unterfunktion kann zu vielfältigen Symptomen führen.

Im Erwachsenenalter entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) meist schleichend, anfangs treten häufig keine oder kaum Beschwerden auf. Typische Symptome machen sich manchmal erst bei einer stärkeren und längeren Unterfunktion bemerkbar. Die einzelnen Beschwerden müssen nicht alle auftreten und können jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Zudem muss das Ausmaß der Beschwerden nicht unbedingt mit dem Ausmaß der messbaren Hypothyreose im Blut korrelieren. Bei einer schweren Hypothyreose können die Patienten sogar in ein Koma (Hypothyreotes Koma) fallen, müssen dann intensivmedizinisch behandelt werden und können sogar daran sterben.

Bei einer primären Hypothyreose liegt die Ursache in der Schilddrüse selbst (z. B. unzureichende Hormonproduktion), bei einer sekundären außerhalb (z. B. hormonelle Regulationsstörungen übergeordneter Drüsen, schwerer Jodmangel). Eine angeborene Hypothyreose besteht schon bei Geburt (z. B. Schilddrüsenaplasie), die viel häufigere erworbene Form tritt erst im Laufe des Lebens auf (z. B.

Die mit Abstand häufigste Ursache einer Hypothyreose ist der Verlust von ursprünglich funktionsfähigem Schilddrüsengewebe als Folge einer Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Schilddrüsenentzündung. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch nach einer Radiojodtherapie oder einer Schilddrüsenoperation auftreten, wenn bei der Behandlung viel Schilddrüsengewebe zerstört bzw. entfernt wurde und kein oder ein zu geringer medikamentöser Hormonersatz erfolgt.

Es ist auch möglich, dass Medikamente, die zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Thyreostatika) eingesetzt werden, zu hoch dosiert wurden oder sich die Ursache der Schilddrüsenüberfunktion von selbst gebessert hat (z. B.

Die häufigste Form der Schilddrüsenunterfunktion ist Hashimoto-Thyreoiditis. Typische Symptome sind Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme und trockene Haut.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache der Schilddrüsenunterfunktion. Dabei bildet das Immunsystem irrtümlicherweise Antikörper gegen spezifische Bestandteile der Schilddrüse: zum einen gegen das Enzym Thyreoperoxidase, das auf der Außenwand der Schilddrüsenzellen sitzt (Anti-TPO-Antikörper), zum anderen gegen Thyreoglobulin, ein Vorläuferprotein der Schilddrüsenhormone (Anti-Tg-Antikörper).

Das Immunsystem greift dadurch die eigenen Körperzellen an. Zu Beginn ist Hashimoto-Thyreoiditis meist asymptomatisch. Das liegt daran, dass es einige Zeit dauert, bis die Schilddrüsenzellen durch die chronische Entzündung unwiederbringlich zerstört sind und so keine Hormone mehr produzieren können.

Ein für die Erkrankung typisches Phänomen ist jedoch, dass es zu Beginn vorübergehend auch zu einer Schilddrüsenüberfunktion kommen kann. Man nimmt an, dass durch die Zerstörung des Schilddrüsen-Gewebes plötzlich in den Follikeln gespeicherte Schilddrüsenhormone freigesetzt werden.

Warum es zu der Erkrankung kommt, ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass Genetik, Geschlecht und diverse Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. So sind zum Beispiel Frauen besonders häufig von einer Hashimoto-Thyreoiditis betroffen.

Man nimmt an, das weibliche Geschlechtshormon Östrogen begünstigt die Entstehung, Progesteron und das männliche Geschlechtshormon Testosteron wirken eher entgegen.

Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Die Symptome der Erkrankung treten meist schleichend auf und sind eher unspezifisch. So klagen Betroffene zum Beispiel über Schwäche, Müdigkeit und schnelle Erschöpfung. Auch ein niedriger Puls und Kurzatmigkeit können auftreten, ebenso wie Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme und Verstopfungen.

Die Haut kann kühl und trocken werden. Die Haare können trocken oder brüchig werden und es kann sogar zu Haarausfall kommen. Auch psychische Beschwerden wie Depressivität, Antriebsarmut, Teilnahmslosigkeit oder Konzentrations- und Gedächtnisstörungen können durch die Erkrankung hervorgerufen werden.

  • Müdigkeit und gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Konzentrationsstörungen
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Blasse, trockene Haut
  • Depressive Stimmung
  • Verstopfung
  • Muskelschwäche

Diagnose und Behandlung

Zur Diagnosestellung der Schilddrüsenunterfunktion wird zunächst das TSH bestimmt. Liegt eine Unterfunktion vor, ist der TSH-Wert erhöht, und es werden zusätzlich fT3 und fT4 bestimmt. Um eine Hashimoto-Thyreoiditis auszuschließen bzw. zu bestätigen, kann das Blut auf das Vorhandensein spezieller Antikörper (TPO-Antikörper) untersucht werden.

Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt stufenweise. Zunächst wird der TSH-Wert bestimmt. Dabei handelt es sich um ein Hormon (Thyreoidea-stimulierendes Hormon), das in der Hypophyse produziert wird und die Produktion von T3 und T4 in der Schilddrüse stimuliert.

Ist es erhöht, kann das - vereinfacht gesagt - ein Zeichen dafür sein, dass dem Körper Schilddrüsenhormone fehlen. Laut der Leitlinie "Erhöhter TSH-Wert in der Hausarztpraxis" der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. Zur Diagnose der Hashimoto-Thyreoiditis werden die Anti-TPO- und Anti-Tg-Antikörper bestimmt.

Die Behandlung einer symptomatischen Hypothyreose erfolgt durch die Substitution mit L-Thyroxin (Levothyroxin). Es entspricht dem körpereigenen Schilddrüsenhormon T4. Im Blut und den meisten Körperzellen wird es in T3 umgewandelt. Das ist die biologisch deutlich aktivere und wirksamere Form der beiden Schilddrüsenhormone.

Nebenwirkungen treten bei richtiger Dosierung praktisch nicht auf. In hohen Dosen kann die Einnahme zu Nervosität führen. Nach zwei bis drei Monaten machen Ärztinnen und Ärzte eine erste Verlaufskontrolle und bestimmen den TSH-Wert erneut. So wird festgestellt, welche Dosis auf Dauer die richtige ist.

Mediziner und Medizinerinnen unterscheiden eine sogenannte latente Hypothyreose von einer manifesten. Manifest heißt, die Person hat erhöhte TSH-Werte und leidet unter den Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion. Eine latente Hypothyreose heißt, dass die betroffene Person zwar erhöhte TSH-Werte, aber keine Symptome hat.

Hier soll individuell entschieden werden, ob L-Thyroxin eingenommen werden soll oder nicht. Dagegen spricht, dass die Betroffenen keine Beschwerden durch ihre Erkrankung haben. Dafür sprechen Hinweise, dass bei mäßig oder stark erhöhten TSH-Werten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen könnte.

L-Thyroxin sollte am besten auf nüchternen Magen, 30 Minuten vor dem Essen, am besten vor dem Frühstück, eingenommen werden. Hormonausschüttungen im Körper unterliegen einem tageszeitlichen Rhythmus, deshalb ist es ratsam, auch L-Thyroxin immer zur selben Uhrzeit einzunehmen.

Frauen leiden häufiger als Männer an einer Schilddrüsenunterfunktion und besonders häufig an Hashimoto-Thyreoiditis. Insbesondere im Alter zwischen 30 und 50 tritt die Erkrankung bei ihnen auf. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann bei einer Frau auch spezifische Symptome verursachen:

Zum einen kann sie zu Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus, wie einem Ausbleiben der Monatsblutung oder besonders starken Regelblutungen, führen. Zum anderen kann der Mangel an Schilddrüsenhormonen auch die Fruchtbarkeit einschränken. In der Schwangerschaft sind ausreichende Schilddrüsenhormone auch für das heranwachsende Kind essenziell, denn ein ausgeprägter Mangel kann zu Gedeihstörungen und Intelligenzminderung führen.

Eisenmangel

Eisenmangel ist ein weitverbreitetes Problem, das vielfältige Symptome haben kann. Oftmals werden die Symptome als diffus wahrgenommen und auf Stress oder Schlafmangel zurückgeführt. Doch gerade bei Frauen ist Eisenmangel häufig die Ursache für Beschwerden wie Müdigkeit, Haarausfall und Kopfschmerzen.

Eisen spielt eine entscheidende Rolle im Körper, von der Energiegewinnung bis zur Funktion des Immunsystems. Ein Mangel kann daher zahlreiche Symptome hervorrufen. Eisen verleiht den Blutzellen nicht nur ihre rote Farbe, sondern auch die Fähigkeit,Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen zu transportieren, um daraus Energie zu gewinnen.

Deshalb fühlt man sich bei Eisenmangel müde und schwach. Zudem ist Eisen wichtig für die Muskelfunktion. Fehlt dem Körper Eisen, kann dies zu einer Muskelschwäche führen. Haarausfall bei Eisenmangel tritt auf, weil Eisen entscheidend für die Gesundheit der Haarfollikel ist.

Eisenmangel führt zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Dies führt dazu, dass das das Haarwachstum verlangsamt wird. Zudem stört Eisenmangel den Energiestoffwechsel und die Zellteilung in den Follikeln. Ein Eisenmangel kann zu einer verminderten Sauerstoffversorgung des Gehirns führen.

Bei Eisenmangel kann die Haut blass erscheinen, da weniger Hämoglobin und rote Blutkörperchen vorhanden sind. Wer unter einem Eisenmangel leidet, friert häufiger, weil weniger Sauerstoff ins Körpergewebe gelangt. Zudem leidet der Energiestoffwechsel, wenn nicht genügend Eisen vorrätig ist, wodurch der Körper weniger Wärme produziert.

Ein weiterer Faktor ist die reduzierte Schilddrüsenfunktion, da Eisen für die Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt wird. Der verringerte Sauerstoffgehalt im Blut kann zu einer Unterversorgung des Gehirns beitragen. Das Herz muss härter arbeiten, um genügend Sauerstoff im Körper zu verteilen, wenn der Hämoglobinspiegel niedrig ist.

Durch Eisenmangel wird weniger Hämoglobin produziert. Dies führt dazu, dass das Blut weniger Sauerstoff transportieren kann und der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Eisenmangel kann zu Augenringen führen, weil der Mangel an Hämoglobin und roten Blutkörperchen die Sauerstoffversorgung der Haut verringert.

Die dünne Haut unter den Augen ist besonders empfindlich gegenüber Veränderungen im Blutfluss und Sauerstoffgehalt. Bei Eisenmangel erscheint die Haut blasser und die darunterliegenden Blutgefäße werden sichtbarer. Bei unbehandeltem Eisenmangel kann die Zunge geschwollen, entzündet oder schmerzhaft sein, was als Glossitis bezeichnet wird.

Wenn Sie mehrere der genannten Symptome bei sich feststellen, insbesondere wenn Sie eine Frau sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein Bluttest kann den Eisenspiegel im Körper bestimmen und klären, ob ein Eisenmangel vorliegt.

Eisen hat vielfältige Funktionen im menschlichen Körper. Es ist z.B. ein wesentlicher Bestandteil des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) und damit an der Blutbildung und dem Transport von Sauerstoff beteiligt - Letzterer wird von den Zellen und Geweben des Körpers für den Stoffwechsel benötigt.

Außerdem spielt Eisen z.B. bei vielen enzymatischen Reaktionen, bei der Produktion von Botenstoffen für das Gehirn, bei der Bildung des Muskelproteins Myoglobin oder bei Funktionen des Immunsystems eine Rolle. Damit hat der Eisenstatus direkten Einfluss auf die Blutbildung und zahlreiche weitere Abläufe im Körper.

Ursachen für Eisenmangel

  • Unzureichende Eisenaufnahme durch die Nahrung (z.B. Vegetarier, Veganer, Essstörung)
  • Blutverlust (z.B. starke Menstruation, Magenschleimhautentzündung, Magen-Darm-Geschwüre)
  • Vermehrter Bedarf (z.B. Schwangerschaft, Stillzeit, häufiges Blutspenden, Leistungssportler)
  • Gestörte Eisenresorption (z.B. durch Hemmstoffe)

Symptome von Eisenmangel

  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kurzatmigkeit und Luftnot
  • Blasse Haut
  • Brüchiges, sprödes Haar
  • Haarausfall
  • Eingerissene Mundwinkel
  • Brüchige Nägel
  • Kopfschmerzen
  • Leistungsabfall und körperliche Schwäche
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Schneller Herzschlag

Behandlung von Eisenmangel

Die Therapie des Eisenmangels sollte sowohl die Behandlung der Ursache als auch eine Eisensubstitution mit einschließen. Letztere kann je nach Schwere der Unterversorgung durch eine gezielte Ernährung oder eine medikamentöse Supplementation erfolgen.

Weitere Ursachen für Müdigkeit

Bei allgemeinen Beschwerden wie z. B. Müdigkeit, depressive Verstimmung oder Antriebsmangel kommen außer der Schilddrüse natürlich auch noch andere mögliche Ursachen infrage.

Es gibt viele Gründe für das Dauergähnen, ein Mangel an Eisen, Vitamin D, Vitamin B12 oder eine Schilddrüsenunterfunktion lassen sich laborchemisch gut nachweisen. Ist die Ursache erstmal gefunden, kann diese leicht behandelt werden.

Vitamin-B12-Mangel

Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. In ausreichenden Mengen kommt es nur in tierischen Lebensmitteln vor, z. B. in Milchprodukten, Eiern und Fleisch. Es erfüllt im Körper zahlreiche Funktionen und ist u.a. an der Regeneration von Nervenzellen und der Blutbildung beteiligt.

Vitamin B12 ist von zentraler Bedeutung für unser körperliches und mentales Wohlbefinden. Müdigkeit ist das erste Anzeichen für einen Vitamin-B12-Mangel. Da in der Leber wichtige Reserven an Vitamin B12 angelegt werden, macht sich eine unzureichende Aufnahme an Cobalamin meist erst nach ca. zwei bis drei Jahren bemerkbar.

Erste Symptome sind Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Da diese Anzeichen unspezifisch sind, ist eine Zuordnung zu einem Vitamin-B12-Defizit jedoch oft erschwert. Die Folgen einer längeren Unterversorgung sind schwerwiegend: Neben einer Blutarmut (makrozytäre Anämie), die sich mit Erschöpfung und Müdigkeit äußert, können irreversible Schäden am Nervensystem entstehen.

Vitamin B12 Mangel: 5 Warnzeichen, ob du betroffen bist! (überraschende Anzeichen)

Vitamin-D3-Mangel

Vitamin D ist der Oberbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, die Calciferole genannt werden. Die beiden wichtigsten Vertreter sind Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol). Die bekannteste Funktion von Vitamin D ist die Beteiligung am Knochenstoffwechsel.

So fördert Vitamin D u.a. die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm sowie ihren Einbau in den Knochen. Es nimmt damit eine Schlüsselrolle bei der Knochenmineralisierung ein. Darüber hinaus ist Vitamin D an weiteren Stoffwechselvorgängen, bei der Bildung von Proteinen bzw. der Steuerung einer Vielzahl von Genen beteiligt.

Immer wieder wird eine schützende Rolle von Vitamin D in Zusammenhang von Diabetes mellitus, Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen diskutiert. Vitamin D ist das einzige Vitamin, welches vom Körper selbst gebildet werden kann- mithilfe von Sonnenlicht, genauer UV-B-Strahlung.

In unseren Breitengraden ist die körpereigene Bildung nur von ca. März bis Oktober bei einem Aufenthalt im Freien möglich. Zur akuten Bedarfsdeckung müssen hierbei 30% der Körperoberfläche für ca. 25-30 Minuten der Sonne ausgesetzt werden, wobei die Verwendung von Sonnenschutzmitteln die Eigensynthese erheblich reduziert.

In den dunkleren Monaten kann in unseren Breitengraden keine ausreichende Eigensynthese erfolgen. Die in den Sommermonaten angelegten Reserven an Vitamin D reichen häufig nicht bis zum nächsten Frühling aus.

Die Ernährung trägt nur einen geringen Anteil (ca. 10 - 20%) zur Vitamin-D-Versorgung bei. Ein Grund hierfür ist, dass nur wenige Lebensmittel nennenswerte Mengen an Vitamin D enthalten (fetter Seefisch, bestimmte Innereien, Speisepilze, Eier). Daher ist die Versorgung mit Vitamin D in Deutschland eher schlecht.

Bereits ein latenter Vitamin-D-Mangel kann jedoch langfristig schwerwiegende Folgen haben. Von einem Mangel spricht man, wenn die Blutwerte von 25-Hydroxyvitamin-D <12 ng/ml sind, eine suboptimale Versorgung liegt bei Werten zwischen 12 und < 20 ng/ml vor.

Die bekanntesten Mangelerscheinungen von Vitamin D sind Rachitis bzw. Osteomalazie (Knochenerweichungen bei Kindern bzw. Erwachsenen) und Osteoporose (Knochenschwund). Aber auch bei suboptimalen Werten sind langfristig Folgen für die Knochengesundheit möglich.

Weitere akute Symptome einer Unterversorgung mit Vitamin D sind u.a.:

  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche
  • Depressive Verstimmungen
  • Geschwächte Immunabwehr

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