Haarausfall: Ursachen, Diagnose und Behandlung beim Hautarzt

Leiden Sie unter Haarausfall? Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft und verschiedene Ursachen haben kann, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Krankheiten oder Stress.

In unserer dermatologischen Praxis in Frankfurt bieten wir Ihnen wirksame Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall an. Unser erfahrenes Team untersucht gründlich die Ursachen Ihres Haarausfalls und entwickelt maßgeschneiderte Therapiepläne. Umso größer der Wunsch nach einer effektiven Behandlung, um sich endlich wieder wohl im eigenen Körper zu fühlen. So stellt lichter werdendes Haar keinesfalls nur einen ästhetischen Makel dar. Nicht nur das Aussehen kann darunter leiden, sondern auch das Selbstbewusstsein sowie die Lebensqualität der Betroffenen.

Infografik zu den Ursachen von Haarausfall.

Ursachen von Haarausfall

Die Hauptursachen für Haarausfall umfassen:

  • Erblich bedingten Haarausfall (androgenetische Alopezie): Die androgenetische Alopezie ist die häufigste Form des Haarausfalls. Sie betrifft bis zu 70 % aller Männer und 40 % aller Frauen (8). Bei Männern führt die erhöhte Empfindlichkeit auf männliche Geschlechtshormone zum Haarausfall. Die dicken Terminalhaare des Kopfes werden in dünne Flaumhaare umgewandelt, bis das Haarwachstum schließlich ganz eingestellt wird.
  • Krankheitsbedingten Haarausfall wie Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall): Die Ursache von kreisrundem Haarausfall bleibt weitgehend unklar, obwohl vermutet wird, dass eine Infektion zu einer Aktivierung der körpereigenen Immunzellen führt. Diese Immunzellen attackieren die Haarwurzeln, was letztendlich zu kreisrundem Haarausfall führt.
  • Hormonelle Störungen: Liegen bei Frauen vor der Menopause Zyklusstörungen vor oder tritt parallel zum Haarausfall ein männliches Behaarungsmuster auf, empfehlen wir zusätzlich eine Hormondiagnostik .
  • Nährstoffmangel: Eine Ursache des diffusen Haarausfalls kann ein Eisen- oder Zinkmangel sein. Häufig ist dies bei Vegetariern der Fall, da bei ihnen das Eisen aus dem rotem Fleisch fehlt. Ebenso können Haare durch radikale Fastenkuren ausfallen. Die Haarwurzeln werden hier nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt und verkümmern.
  • Stress: Umwelteinflüsse (z.B. Stress) führen schließlich dazu, dass das Immunsystem gegen die Haarwurzeln vorgeht und sich kahle Stellen bilden.

Weitere mögliche Auslöser sind hormonelle Veränderungen, Krankheiten, Infektionen, bestimmte Medikamente oder starker Stress. Medikamente, bestimmte Krankheiten oder Mangelzustände können Ursachen von diffusem Haarausfall sein.

Ist die Haarwurzel anhaltendem oder häufigen Zug ausgesetzt, können die Haare vorzeitig ausfallen. Tragen Frauen z.B. die entzündlichen Hauterkrankungen oder Hautschäden (z.B. Lupus erythematodes) greifen manchmal die Haarwurzel an, was den Haarausfall bedingt.

Diagnose von Haarausfall

Haarausfall – Ursachen und Behandlung | ZAVA Online-Arztpraxis

Um eine präzise Diagnose zu stellen, ist eine gründliche Ursachenforschung unerlässlich. Wir gehen bei der Suche nach den Ursachen gezielt vor, sodass nicht unnötig Zeit durch „Experimentieren“ verloren geht. Da die notwendigen Analysen sehr individuell sind, empfehlen wir Ihnen eine ärztliche Beratung.

Hierbei können Laboruntersuchungen sowie eine Haaranalyse mittels TrichoLAB durchgeführt werden. Dies ermöglicht uns, die Haarwurzel zu analysieren, die Haarqualität und das Haarausfallmuster zu beurteilen und somit die Ursache einzugrenzen. Durch dieses nicht invasive Diagnoseverfahren und mithilfe unserer auf Haarausfall spezialisierten Experten kann die Ursache von Haarausfall schneller und genauer identifiziert werden. Des Weiteren lässt sich der Haarwachstumszyklus der Haare bestimmen. Dies ermöglicht uns, eine auf Ihren Haarausfall gezielte Therapie festzulegen und den Therapieverlauf auch objektiv zu verfolgen.

Diagnoseverfahren beim Dermatologen

Für die Diagnose durch Ihren Arzt kommen je nach Ausprägung des Haarausfalls verschiedene Verfahren infrage:

  • Kopfhaut-Biopsie: Im Falle von Haarausfall entnimmt der Arzt ein ca. 4 mm großes Stück der Kopfhaut inklusive Haarwurzeln. Die Entnahme wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Das Stückchen Kopfhaut wird anschließend unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird auch die Anzahl der aktiven Haarfollikel festgestellt. Insbesondere bei Kopfhauterkrankungen ungeklärter Ursache sowie bei vernarbender Alopezie kann die Biopsie sinnvoll sein, um weitere Informationen über die Erkrankung zu erhalten.
  • Kopfhautinspektion/ Haarscheitelung: Der Arzt untersucht Ihre Haare meist unter einer hellen Lampe. Dabei prüft er genau die Haarstruktur, die Kopfhaut und die Haardichte. Je nach Art des Haarausfalls oder der Kopfhauterkrankung wird die Haut des gesamten Körpers untersucht und an auffälligen Stellen mit einem Auflichtmikroskop begutachtet. Auch eine Untersuchung der Körperbehaarung kann bei vielen Arten von Haarausfall erforderlich sein.
  • Zupf- oder Epilationstest: Der Arzt greift in Ihre Haare und versucht, diese mit einem sanften Ruck herauszuziehen. Dieser Versuch wird an mehreren Stellen der Kopfhaut durchgeführt, um festzustellen, wie leicht sich die Haare aus der Kopfhaut lösen.
  • Durchstreifung der Haare: Mit dem Durchstreifen der Haare lassen sich vermehrte lose „Telogenhaare“ nachweisen, also solche Haare, die sich in der Ruhephase befinden und am Ende dieser Phase ausfallen. Der Arzt fasst dem Patienten mit gespreizten Fingern entgegen der Wachstumsrichtung ins Haar und führt einen langsamen Zug mit geschlossenen Fingern in Haarwuchsrichtung durch.
  • Haarreibetest: Der Arzt nimmt einige Haare zwischen seine Finger und zerreibt diese. Damit stellt er fest, ob eine erhöhte Brüchigkeit der Haare vorliegt und somit möglicherweise Haarstrukturschäden vorhanden sind.
  • Blutuntersuchung: Medikamente, bestimmte Krankheiten oder Mangelzustände können Ursachen von diffusem Haarausfall sein. Daher nimmt der Arzt Blut ab, um z. B. Schilddrüsen- oder Eisenwerte sowie weitere relevante Nährstoffe (Zink) und Vitamine (u. a. Biotin, Thiamin und Folsäure) zu überprüfen.
  • Trichometrie/TrichoScan: Das TrichoScan-Verfahren ist ein modernes, computergestütztes Analyseverfahren zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus. Für die Analyse wird ein ca. 16-20 mm durchmessendes betroffenes Kopfhautareal an einer Stelle abrasiert, die sich gut verdecken lässt. Das Areal wird mit einem Tusche-Farbstoff eingefärbt und eine Aufnahme in 20-facher Vergrößerung mittels digitaler mikroskopischer Fotografie erstellt.
  • Trichogramm - lichtmikroskopische Haaranalyse: Damit bezeichnet man die lichtmikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln. Der Arzt entnimmt dazu eine Strähne von ca. 50 Haaren aus der betroffenen Region der Kopfhaut, indem er die Haare mit einer gummiarmierten Klemme ausreißt.

Behandlungsmethoden gegen Haarausfall

Wir bieten wir Ihnen moderne, individuell abgestimmte Behandlungsmethoden, um dem Haarausfall wirksam entgegenzuwirken. Dies ermöglicht uns, eine auf Ihren Haarausfall gezielte Therapie festzulegen und den Therapieverlauf auch objektiv zu verfolgen.

Ist ein krankhafter oder übermäßiger Haarausfall festgestellt, bieten sich verschiedene Behandlungsmöglichkeiten an. Dies können anzuwendende Tinkturen, Medikamente zur Einnahme, Nahrungsergänzungsmittel, Mesotherapien (Injektionen mit homöopathischen oder niedrig dosierten Medikamenten) oder die Eigenblutbehandlung mit PRP-Plasma sein.

PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma)

PRP, auch bekannt als Platelet-Rich Plasma, ist eine innovative Eigenbluttherapie, bei der eine kleine Menge Blut (10ml) aus der Vene entnommen wird. Dieses Blut wird anschließend zentrifugiert und gefiltert, um ein konzentriertes Blutplättchenpräparat zu gewinnen, das reich an Wachstumsfaktoren wie VEGF, EDGF und FGF ist.

Das so gewonnene Plasma wird gezielt in die betroffenen Bereiche der Kopfhaut injiziert, wo es die Aktivierung von blutgefäßbildenden Zellen fördert und das Haarwachstum stimuliert. Durch Bildung neuer Blutgefäße werden die Haarwurzeln auch besser durchblutet. Das Haarkleid wächst wieder dichter und kräftiger. Da es sich um Eigenblut handelt, sind keine Nebenwirkungen oder allergischen Reaktionen zu erwarten, wodurch diese Therapie sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet ist.

Die PRP-Therapie eignet sich aufgrund der Verwendung von körpereigenem Blutplasma für jeden Haar-Typ und minimiert gleichzeitig das Risiko allergischer Reaktionen. Die Anwendung fördert die Durchblutung der Kopfhaut, während die in PRP enthaltenen Wachstumsfaktoren „ruhende“ Haarfollikel aktivieren. Für optimale Ergebnisse empfehlen wir mindestens drei Behandlungen im Abstand von jeweils vier Wochen. Ergänzend dazu empfehlen wir rezeptpflichtige Präparate sowie nicht verschreibungspflichtige Lösungen für die Kopfhaut, um den Effekt zu verstärken.

Die sichtbaren Ergebnisse sind etwa drei Monate nach Abschluss der Behandlung zu erwarten. Nach der Behandlung kann die Haardichte und -festigkeit mittels TrichoLAB objektiviert werden.

Mesotherapie

Die Mesotherapie bietet eine schonende und effektive Möglichkeit, Haarausfall zu bekämpfen und die Haargesundheit zu fördern. Diese natürlichen Wirkstoffe der injizierten Nährstofflösung revitalisieren die Haarwurzeln, verlangsamen oder stoppen den Haarausfall und fördern die Blutzirkulation der Kopfhaut.

Patienten mit noch vorhandenen Haarwurzeln profitieren am meisten von der Mesotherapie, daher ist ein frühzeitiges Eingreifen entscheidend. Die Erfolgsquote dieser Behandlung liegt erfahrungsgemäß bei über 80 %. In den meisten Fällen sind 10 Behandlungen in wöchentlichen Abständen erforderlich, um einen anhaltenden Erfolg zu erzielen.

Behandlung von Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)

Es gibt verschiedene therapeutische Ansätze für die Behandlung von Alopecia areata, die jedoch alle darauf abzielen, das eigene Immunsystem zu unterdrücken. Dazu gehören verschiedene Salben und Cremes sowie Systemtherapeutika wie Kortison, Zytostatika oder JAK-STAT-Inhibitoren. Diese sollten jedoch nur in ausgedehnten Fällen von Alopecia areata angewendet werden und nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiken.

In unserer Praxis in Frankfurt bieten wir eine lokale Behandlung mit Triamcinolon an, bei der das Präparat nur in den betroffenen Bereichen injiziert wird. Diese Behandlung zeigt Erfolgsraten von etwa 80 %, wobei die ersten neuen Haare etwa 6-8 Wochen nach der ersten Injektion zu wachsen beginnen.

Weitere Behandlungsmethoden

Neben den genannten Therapien gibt es noch weitere Optionen:

  • Eigenhaartransplantation: Gesunde Haarfollikel werden aus einer Spenderregion entnommen und in kahle oder lichte Bereiche verpflanzt - für ein natürliches und dauerhaftes Ergebnis.
  • Lasertherapie: Durch sanfte Laserimpulse wird die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und die Versorgung der Haarwurzeln optimiert.
  • Exosomen: Exosome wirken als hochaktive Botenstoffe und regen die Regeneration direkt an der Haarwurzel an.

Die Rolle des Hautarztes bei Haarausfall

Bei Haarausfall ist eine Dermatologin oder ein Dermatologe der richtige Ansprechpartner. Fachärzte für Hauterkrankungen analysieren die Ursachen von Haarausfall und empfehlen eine passende Behandlung. Dies umfasst die Diagnose von erblichem, hormonellem oder krankheitsbedingtem Haarverlust und die Beratung zu wirksamen Therapien.

Als Experte in der Dermatologie stehe ich Ihnen zur Verfügung, um Sie umfassend zu beraten und einen individuellen Behandlungsplan aufzustellen. Durch mein umfangreiches Fachwissen auf dem Gebiet der Trichologie kümmere ich mich zudem um die Haargesundheit meiner Patientinnen und Patienten und bin in der Lage, verschiedene Arten von Haarproblemen zu diagnostizieren und zu behandeln. Zögern Sie nicht, mich für einen persönlichen Beratungstermin zu kontaktieren.

Infografik zu den Behandlungsmethoden bei Haarausfall.

Fazit

Haarausfall ist kein Schicksal! Haare sind ein wesentliches Merkmal des äußeren Erscheinungsbildes. Volles Haar steht für Gesundheit und Attraktivität. Dünne Haare, kahle Stellen oder die durchschimmernde Kopfhaut gelten als Makel und als Zeichen von Krankheit. Viele Betroffene versuchen daher, das schwindende Haar zu kaschieren, gerade wenn die Probleme bereits in jungen Jahren auftreten.

Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung durch einen Facharzt sind entscheidend, um das Fortschreiten des Haarverlusts zu verlangsamen. Dabei ist der Dermatologe eine wichtige erste Anlaufstelle, jedoch kann es sinnvoll sein, auch andere Fachärzte mit einzubeziehen. Im HAARZENTRUM AN DER OPER setze ich auf einen ganzheitlichen Ansatz sowie eine individuell abgestimmte Behandlung, um erfolgreich gegen Haarausfall vorzugehen und die Lebensqualität meiner Patientinnen und Patienten zu verbessern. Neben einem ausführlichen Beratungsgespräch stellt die Haaranalyse dabei einen wichtigen Bestandteil dar.

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