Haarausfall: Die Rolle des Großvaters mütterlicherseits

Haarausfall ist eine der häufigsten ästhetischen und emotionalen Herausforderungen, mit denen Menschen weltweit konfrontiert sind. Die wichtigste Ursache für Haarausfall ist das genetische Material eines Menschen. Diese Art von Haarausfall ist erblich und ist als androgenetische Alopezie bekannt. Forschung an eineiigen Zwillingen hat erwiesen, dass Haarausfall vor allem durch Gene bestimmt wird.

Viele Männer sind betroffen, wenn ihr Haar lichter wird. Manch einer hat noch mit über 50 volles Haar, bei manch anderem lichtet es sich schon mit Anfang 20 merklich. Der Haarwuchs auf dem Männerkopf hängt vor allem von der Veranlagung ab.

Es beginnt mit Geheimratsecken, die Stirn wird immer höher, das Haar am Hinterkopf dünner. Jeder zweite Mann leidet unter mehr oder weniger starkem Haarausfall. Erfolg versprechende Therapien gibt es kaum - trotz eines unübersehbaren Angebots an obskuren Wässerchen und Tinkturen.

Schon lange wird vermutet, dass die Erbanlagen bei der Entstehung des Haarausfalls eine Rolle spielen. Bisher war aber unklar, welche Gene beteiligt sind.

Genetische Grundlagen des Haarausfalls

Menschliche Gene sind verbunden mit den Chromosomen, die sich im Zellkern befinden. Chromosomen sind Strukturen von spiralförmiger DNA, die die genetische Information enthalten. Normalerweise besitzt der Mensch 46 Chromosomen, die in Paaren gruppiert sind. 22 Chromosomenpaare sind die Autosomen. Das 23. Chromosomenpaar unterscheidet sich davon und bestimmt Ihr Geschlecht. Das mütterliche Chromosom ist ein X-Chromosom. Bei der Empfängnis verteilt eine Samenzelle zufällig ein weiteres X-Chromosom oder ein Y-Chromosom. Ein weiteres X-Chromosom hat eine weibliche (XX) zur Folge, während die XY-Kombination männlich ist.

Die Forschung auf diesem Gebiet hat gezeigt, dass das wichtigste Gen, das mit Haarausfall zu tun hat, das X-Chromosom ist. Da es eine fünfzigprozentige Chance gibt, dass dieses X-Chromosom von Ihrem Großvater mütterlicherseits an Ihre Mutter weitergegeben wurde, ist der Haarausfall Ihres Großvaters mütterlicherseits ein verlässliches Anzeichen für Ihre (zukünftige) Kahlheit.

Die Rolle des Großvaters mütterlicherseits

Interessant sind die Befunde auch für die Vererbung der Glatzenbildung. Das Gen für den Androgen-Rezeptor liegt auf dem X-Chromosom. Männer erben das X-Chromosom immer von ihrer Mutter. In vielen Fällen schlagen Männer daher in Puncto Haarausfall eher nach ihrem Großvater mütterlicherseits als nach ihrem Vater.

Dieser Zusammenhang ist als Erfahrungswert seit Jahrzehnten bekannt. Eine Studie von 2005 liefert die Erklärung. Der Zusammenhang ist folgender: Der frühzeitige Haarausfall ist in der Regel hormonell bedingt und wird durch Androgene ausgelöst - eine bestimmte Sorte von männlichen Sexualhormonen. Das besagte Gen fördert die Rezeptoren für diese Hormone in der Kopfhaut.

Nehmen wir also an, Opa hat dieses Glatzen-Gen. Szenario 2: Opa zeugt mit Oma eine Tochter. Die Tochter, nennen wir sie Mama, bekommt zwei X-Chromosomen vererbt - eins von Oma und eins von Opa. Auf dem X-Chromosom von Opa sitzt nun das Glatzen-Gen. Das macht sich aber bei Mama nicht bemerkbar, weil Mama gar nicht so viel von diesen männlichen Sexualhormonen produziert, die für den Haarausfall verantwortlich sind. Bekommt Mama aber einen Sohn, vererbt sie eins ihrer beiden X-Chromosomen. Auf einem davon sitzt das Glatzen-Gen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 50:50 vererbt Mama dieses Chromosom an ihren Sohn, also an Opas Enkel. Dort entfaltet das Gen dann seine Wirkung und macht sich in Form von verfrühtem Haarausfall bemerkbar.

Was aber, wenn Mama eine Tochter bekommt und die dann erst in der nächsten Generation einen Sohn? Auch bei diesem Urenkel kann sich die genetische Veranlagung zu frühzeitigem Haarausfall durchschlagen - dann aber nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent.

Weitere genetische Faktoren

Neben dem X-Chromosom gibt es auch andere Chromosomen, die Kahlheit beeinflussen. Es sind 11 weitere genetische Sequenzen unterschiedlicher Bedeutung, die bisher auf verschiedenen Chromosomen identifiziert wurden. Diese Gene interagieren miteinander und haben eine positive oder negative Wirkung auf männlichen Haarausfall.

Die autosomalen Gene, die mit Haarausfall in Verbindung stehen, können entweder von Ihrem Vater oder Mutter vererbt werden. Da zahlreiche autosomale Gene mit Haarausfall zu tun haben, können sie in vielen verschiedenen Kombinationen Paare bilden, was bedeutet, es gibt eine unbekannte Wahrscheinlichkeit, dass die Haarausfall-Gene Ihres Vaters davon betroffen sind. Da Sie jedoch nur einen Satz Geschlechts-Gene haben, ist das Risiko, dass das X-Chromosom für die Kahlheit verantwortlich ist, groß.

Allerdings trägt nicht nur ein Gen zu der verfrühten Glatzenbildung bei. "Wir haben Hinweise auf weitere Gene, die unabhängig vom elterlichen Geschlecht vererbt werden", betonte der Leiter der Arbeitsgruppe, Markus Nöthen.

Androgene und Haarausfall

Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Düsseldorf haben festgestellt, dass die männlichen Geschlechtshormone tatsächlich eine entscheidende Rolle beim Haarausfall von Männern zu spielen scheinen. Demnach können bestimmte Veränderungen in der genetischen Bauanleitung des Androgen-Rezeptors eine frühe Glatzenbildung zur Folge haben. Androgene sind Hormone, die für die Entwicklung des männlichen Geschlechts eine wichtige Rolle spielen. Das betroffene Gen liegt auf dem X-Chromosom; Männer erben den Defekt daher von ihrer Mutter.

Bonner und Düsseldorfer Mediziner haben ein Gen isoliert, das sie für den frühzeitigen Haarausfall bei Männern verantwortlich machen. Das betroffene Gen liegt auf dem X-Chromosom.

Früherkennung und Behandlung

Es ist wichtig, mit der Behandlung gegen erblich bedingten Haarausfall zu beginnen, sobald Sie feststellen, dass Ihr Haar an den Haaransätzen oder am Scheitel dünner wird. Denn zu diesem Zeitpunkt sind bereits 50-70 % Ihrer Haare verloren gegangen. Wenn Sie schnell eingreifen, ist es einfacher, Ihr vorhandenes Haar zu erhalten, als wenn der Haarausfall schon länger andauert. Außerdem kann das Nachwachsen bei manchen Menschen schneller und leichter erfolgen als bei anderen. Es ist daher sehr empfehlenswert, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen.

Wer wann, wie stark und an welchen Stellen betroffen sein wird, lasse sich medizinisch nicht vorhersehen. Einen Hinweis kann der Blick auf die Vorfahren geben: Wie sah es bei Vater und Großvater aus? Vor allem dem Großvater mütterlicherseits wird eine große Rolle bei der Vererbung des anlagebedingten Haarausfalls zugeschrieben.

Aber wenn man sich aufgrund der familiären Vorgeschichte Sorgen macht, empfiehlt sich aus Sicht von Finner eine Früherkennung in der Haarsprechstunde. Dort werden die Haare ganz genau untersucht - dabei lassen sich auch frühe Hinweise auf Haarausfall erkennen.

Sobald deutlicher Haarausfall mit dem bloßen Auge zu erkennen ist, hat sich unbemerkt schon viel getan. "In dieser Situation ist die Behandlung natürlich schwieriger", sagt Finner. "Je früher man es erkennt, umso besser." Mit Medikamenten lässt sich womöglich gegensteuern - und es gibt noch weitere Optionen.

Das Erkennen früher Anzeichen verschafft Ihnen einen starken Vorteil. Wenn Sie diese Symptome identifizieren, ist frühes Eingreifen die beste Maßnahme. Vollständige Prävention ist möglicherweise nicht für jeden möglich, aber das Verlangsamen oder Stoppen von Haarausfall ist erreichbar.

Neofollics Produkte gegen erblich bedingten Haarausfall

Die haarwuchsfördernden Produkte von Neofollics bieten unter anderem eine wirksame Behandlung gegen erblich bedingten Haarausfall. Das haarwuchsfördernde Shampoo bildet die Grundlage der Behandlung. In Kombination mit der Pflegespülung sind diese Produkte ein wirksames Mittel, um das Haarwachstum zu stimulieren, Haarausfall zu bekämpfen und das Haar zu nähren, zu stärken und ihm Glanz zu verleihen.

Brauchen Sie eine Haarwuchskur mit noch mehr Wirkung? Dann können Sie das Shampoo/Conditioner mit der Neofollics Lotion oder den Tabletten kombinieren. Die Lotion wird auf die Kopfhaut aufgetragen, wo das Haar dünner wird, und sorgt dafür, dass das Haar länger in der Wachstumsphase bleibt und weniger ausfällt. Außerdem schützt die Lotion die Haarfollikel vor dem schädlichen Einfluss des Hormons DHT. Die Tabletten werden 1-3 Mal täglich eingenommen und wirken dem Prozess des erblich bedingten Haarausfalls mit Hilfe verschiedener haarwachstumsfördernder Inhaltsstoffe und DHT-Hemmern entgegen.

Befinden Sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium des erblich bedingten Haarausfalls? Dann raten wir Ihnen, Shampoo/Pflegespülung, Lotion und Tabletten zusammen zu verwenden, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

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