Der heutige Stadtbezirk Aachen-Haaren besteht aus den Ortsteilen Haaren (mit dem Haarener Markt und der Pfarrkirche St. Germanus), Verlautenheide (mit der Kirche St. Hubert) und Quinx (bis 1968 zu Weiden gehörig).
Die Lebensqualität in Haaren wird auch davon geprägt, dass die Dinge, die zum alltäglichen Leben benötigt werden, zum größten Teil im direkten Umfeld besorgt werden können. Ein intaktes Vereinsleben, zahlreiche Versorgungsmöglichkeiten des täglichen Lebens, zwei große Gewerbegebiete mit Gewerbebetrieben aus verschiedenen Branchen, medizinische und gesellschaftlich-soziale Einrichtungen sowie vielseitige kulturelle und sportliche Angebote machen den Bezirk attraktiv.
Nicht zu vergessen ist auch die äußerst gute Anbindung an die Autobahn, die kurzen Wege in die Aachener Innenstadt und die enge Taktung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Neu geschaffene Wohngebiete sowie die Entwicklung einer guten und nahen Versorgung machten den Bezirk schnell auch für junge Familien zu einem attraktiv Wohnort. Inzwischen zählen beide Ortsteile zusammen über 12.000 Einwohnende, von denen etwa ein Viertel in Verlautenheide lebt.
Der Stadtbezirk wird von zwei Hauptverkehrsachsen durchdrungen: die Alt-Haarener Straße, die als Verlängerung der Jülicher Straße bis zum Kaninsberg dient, und die Verlautenheidener Straße. Die Autobahn A4 begrenzt Haaren im Norden gegenüber Würselen, während die Autobahn A44 Verlautenheide im Osten gegenüber dem Gebiet des Reichwaldes begrenzt.
Als kleinere Erholungsoasen bieten sich der alte Friedhof an der Friedenstraße mit weitläufigen Spazierwegen entlang der Wurm, die Wurmbenden mit dem Entenweiher zwischen Jülicher Straße und dem Sportzentrum Haaren an der Neuköllner Straße sowie der außergewöhnlich schöne Spazierweg von der Kalkberstraße an.
Die dem Startpunkt nächstgelgene Haltestelle ist die Haltestelle "Haaren Markt" und wird von verschiedenen Buslinien angefahren.
Haaren hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis in die Römerzeit zurückreicht.
Wichtige prähistorische Funde wurden im Kreis- und Stadtgebiet entdeckt, etwa im Korkus bei Eschweiler-Volkenrath, in Simmerath-Strauch und in Monschau-Kalterherberg. Primitive Faustkeile und Steingeräte zeugen davon, dass dieser Landstrich schon in der Altsteinzeit, also vor mehr als 500.000 Jahren, bewohnt war. Später zogen nomadisierende Völkerschaften durch. Zuerst siedelten hier Kelten, die damals über ganz West- und Südwesteuropa verbreitet waren.
Zwischen Maas und Rhein, von den Ausläufern der Eifel bis ins Jülicher Land hinein, saßen die Eburonen, die schon einen starken germanischen Einschlag aufweisen. Dann eroberten die Römer kurz vor der Zeitenwende das Gebiet. Sie rotteten den Stamm der Eburonen, der zwischen Maas und Rur lebte, im Jahre 53 v. Chr. aus.
In das verödete Land verpflanzte 19 v. Chr. Agrippa den germanischen, aber schon stark von gallischer Kultur beeinflussten Stamm der Ubier. Als Unterstamm dieser Ubier sind vielleicht anzusprechen die Sunuker.
Karte der Provinz Niedergermanien (Germania Inferior)
Haaren gehörte zur Provinz Niedergermanien (Germania inferior) und lag an zwei römischen Fernstraßen, Verlautenheide wurde von mehreren kleinen Verkehrsverbindungen berührt und war bereits besiedelt. Während der 400jährigen Herrschaft der Römer erlebte der Aachener Raum eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Darüber hinaus verbreiteten sie das Christentum.
Das Fränkische Reich war ein Königreich in Mitteleuropa zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert, das sich auf dem westeuropäischen Gebiet des Römischen Reichs bildete. Am nordöstlichen Ende Galliens siedelten die Franken (Franci), ein Volk, das sich seit etwa 200 n. Chr. aus kleinen westgermanischen Stämmen entlang der römischen Grenze zu einem größeren Stammesverband zusammenschloss und sich dann selbst den Namen "die Franken" gab, was soviel bedeutete wie "die Freien" oder "die Kühnen".
Um 250 n. Chr. wurden die Franken erstmals als Francii in römischen Quellen erwähnt. Die Franken nutzten den Zusammenbruch des Weströmischen Reiches (um 476), um ihr Gebiet zu vergrößern. Westlich vom Frankengebiet herrschte der römische Statthalter Syagrius über Gallien (seit 464). Im Jahre 486 siegten die Franken unter dem Herzog Chlodwig I. über Syagrius, den letzten römischen Heerführer und eroberten dessen Herrschaftsgebiet. Dadurch verschob sich die Grenze des Frankenreiches bis an die Loire.
Dieser Sieg machte Chlodwig faktisch zum ersten König der Franken. Durch Geschick und Glück wurde das Reich der Franken innerhalb von drei Jahrhunderten zum wichtigsten Mitteleuropas und im Laufe vieler Jahrhunderte sollten aus ihm Frankreich und das deutsche Reich, neben einer Reihe kleinerer Staaten, hervorgehen.
Das Fränkische Reich entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reichs zum Machtzentrum und später zur Großmacht in Mitteleuropa. Den Höhepunkt seiner Macht und Ausdehnung erreichte es unter Karl dem Großen.
Das Reich bildete sich im 10. Jahrhundert unter der Dynastie der Ottonen aus dem ehemals karolingischen Ostfrankenreich heraus. Heiliges Römisches Reich war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Mittelalter bis zum Jahre 1806. Der Name des Reiches leitet sich vom Anspruch der mittelalterlichen Herrscher ab, die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen.
Der Name „Sacrum Imperium” ist für 1157 und der Titel „Sacrum Romanum Imperium” für 1254 erstmals urkundlich belegt. Seit dem 15. Haaren gehörte von der Karolingerzeit bis zum 12. / 13 Jh. zum königlichen Wildbannbezirk. Im Ursprung spiegelte ein Wildbannbezirk die Forsthoheit als Herrschaftsinstrument wieder.
Im Verlauf des Spätmittelalters wurde der Wildbann nicht mehr nur als Hoheits-, sondern auch als Nutzungsbezirk angesehen. Insgesamt gesehen nahm die Forstherrschaft eine wichtige Rolle im Territorialisierungsprozess und für den Ausbau der Landesherrschaft ein.
Nachdem im Jahre 1166 Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) der Stadt Aachen die Stadtrechte verliehen hatte, wurden diese durch Kaiser Ludwig der Bayer (1282-1347) im Jahr 1336 erneuert und schriftlich bestätigt. Seit diesem Zeitpunkt setzte sich der Begriff „Aachener Reich“ durch.
Die sieben Quartiere, die das Aachener Reich darüber hinaus umfasste, waren Ortschaften und Ländereien vor der Stadt und dazu zählten Berg (das heutige Laurensberg), Haaren, Orsbach, Soers, Vaals, Weiden (ein Teil des heutigen Broichweiden) und Würselen. Verlautenheide gehörte von je her zum Haarener Quartier.
Vor Entstehen des Dorfes war Verlautenheide eine mit Sträuchern sparsam bedeckte Heide, die zu dem Reichs- oder Atscher Wald gehörte. Die Silbe „lauten“ wird wohl „lauter“ heißen, sodass der Name in der Literatur als „lauter Heide“ gedeutet wird. Die Besiedelung von Haaren und Verlautenheide begann mit einigen landwirtschaftlichen Gehöften. Die Bevölkerung war also weitgehend in der Landwirtschaft tätig. Dazu kamen verschiedene Familien, die gewerbliche Arbeiten ausführten.
Haaren bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten:
In Haaren gab es ursprünglich 3 Mühlen, die Hergelsmühle (wurde 1975 abgerissen), die Kahlgrachter Mühle (heute private Nutzung) und die Welsche Mühle.
Die Welsche Mühle in Haaren
Der Adler im oberen Teil des Schildes stellt den Adler der freien Reichsstadt Aachen dar. Haaren gehörte während des Mittelalters ununterbrochen als Quartier zur Reichsstadt Aachen, was durch den Adler angedeutet werden soll.
Das dreiblättrige Kleeblatt im unteren Teil des Wappens stellt das Wappen der Aachener Familie von Pastor in der ursprünglichen Form dar. Die angesehene Familie von Pastor war im Mittelalter in Aachen berühmt. Der Stammvater der Familie, Johann Pastor von Haaren, ist etwa um 1390 in Haaren geboren. Er führte das Motiv als Familienwappen. Die Familie von Pastor ist die älteste bekannte wappenführende Familie in Haaren.
Auf dem Weg in die Pilgerstadt Aachen, eines der Pilgerzentren der westlichen Welt, spielte der jetzige Stadtteil Haaren eine besondere Rolle. In der Nähe der Stele am Marktplatz befand sich ein Hospital, das sog. Gastes oder Gasthaus. Es gehörte zu einer dichten Folge von Versorgungseinrichtungen, die sich entlang der Fernstraße in Jülich, Aldenhoven, Weiden und eben Haaren nachweisen lassen.
Die Haarbachtalbrücke wurde für den Verkehr freigegeben. Nach 18 Monaten Bauzeit wird der Platz um St. Die vollständige Neuinszenierung des Kirchenumfelds St. Germanus in Haaren steht unmittelbar vor ihrer Vollendung. Bezirksbürgermeister Daniel Hecker und der Leiter des Bezirksamtes Aachen-Haaren Michael Geber sprachen unisono von einer enormen Aufwertung des Bezirks und den gesamten Bereich rund um St. Germanus, es sei „die größte Veränderung, die es jemals in einem Außenbezirk der Stadt gegeben hat“.
Am frühen Morgen schlagen die Flammen meterhoch aus der Backstube der Traditionsbäckerei in der Straße "Am Strangenhäuschen". Bei einem Großfeuer wurden die Produktionshallen der Fa. Damm (Metallveredelungsbetrieb) in der Hergelsbendenstraße zu einem großen Teil stark in Mitleidenschaft gezogen.
15,07 Prozent Steigung: Die einzige Straße, die die 15-Prozent-Marke geknackt hat und somit als uneinholbarer Sieger feststeht, ist die Kreuzstraße in Haaren, die mit dem Birkenweg eine Schlaufe bildet. Die Straße führt zum Kaninsberg, auf dem das Haarener Kreuz stand, das vom Haarener Bauunternehmer und Schreiner Johann Georg Gilliam im Jahr 1890 gestiftet wurde.
Die 14. Aachener Fußball-Hallenstadtmeisterschaften finden wieder in Haaren statt. Am 25.1. und 26.1.2025 richten die Vereine DJK FV Haaren und Eintracht Verlautenheide gemeinsam das Turnier aus. Die Hap-Ki-Do Sportler der DJK FV Haaren haben bei den deutschen Meisterschaften Ende April 2023, und auch bei der Europameisterschaft im Juni 2024 herausragende Leistungen gezeigt.
| Wettbewerb | 1. Plätze | 2. Plätze | 3. Plätze |
|---|---|---|---|
| Deutsche Meisterschaften 2023 | 12 | 9 | 8 |
| Europameisterschaft 2024 | 12 | 9 | 8 |
tags: #Haaren #Markt #Aachen #Geschichte
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.