Viele Frauen erleben mit dem Beginn des Winters eine verstärkte Phase von Haarausfall. Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, das durch verschiedene Faktoren wie Kälte, Heizungsluft und Vitamin-D-Mangel verstärkt wird. Doch keine Sorge - dieser Haarausfall im Winter ist häufig ein ganz natürliches Phänomen, der sogenannte saisonale Haarausfall. Dieser ist in der Regel vorübergehend und reguliert sich von selbst wieder.
Falls du vermehrt Haare in der Dusche, auf deinem Pulli oder auf dem Badezimmerboden findest, könnte dies auf saisonalen Haarausfall hinweisen. Verabschieden sich die Haare gefühlt büschelweise, sodass du ihnen nachweinst wie einer verlorenen Liebe in den Kitschliedern einer Boyband? Das nennt man saisonalen Haarausfall.
Ursachen für Haarausfall im Winter
Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Haarausfall im Winter führen:
- Extreme Bedingungen: Im Winter sind Haare und Kopfhaut extremen Bedingungen ausgesetzt. Draußen herrschen eisige Temperaturen, während drinnen die Heizungsluft alles austrocknet. Im Winter sind Haare und Kopfhaut starker Kälte und trockener Heizungsluft ausgesetzt.
- Vitamin-D-Mangel: Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Haarwurzeln. Im Winter sinkt der Vitamin-D-Spiegel durch die geringere Sonneneinstrahlung, was die Kopfhaut und die Haarwurzeln schwächt. Ohne ausreichende Sonneneinstrahlung produziert dein Körper nicht genügend Vitamin D.
- Trockene Kopfhaut: Die kalten Temperaturen im Winter lassen die Kopfhaut oft trockener werden, was zu Reizungen und Schuppen führen kann. Zusätzlich trocknet Heizungsluft die Haut aus und entzieht ihr Feuchtigkeit. Durch die trockene Luft und häufige Temperaturschwankungen zwischen draußen und drinnen kann die Kopfhaut austrocknen und Schuppen bilden.
- Eingeschränkte Durchblutung: Die Kälte verursacht nicht nur Gänsehaut, sonder es zieht sich auch die Kopfhaut zusammen.
- Schäden aus dem Sommer: Starke Hitze, UV-Strahlung, Chlorwasser oder Salzwasser - all diese Dinge strapazieren die Haarwurzel stark. Oft hängt der Haarausfall im Winter auch damit zusammen, dass Deine Haare durch den Sommer sehr stark beansprucht wurden und sie deshalb ausfallen.
Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer
Einige Menschen stellen im Herbst und Winter vermehrten Haarausfall fest. Dieser Zustand ist vorübergehend und dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Die Phase des vermehrten Haarausfalls normalisiert sich nach einigen Wochen von selbst. Frauen sind aufgrund hormoneller Schwankungen und längerer Haarzyklen häufiger betroffen als Männer. Saisonaler Haarausfall kann aber bei beiden Geschlechtern auftreten.
Was kannst du gegen Haarausfall im Winter tun?
Es gibt allerdings ein paar kleine Tricks, die helfen können. Du kannst deine Kopfhaut sanft massieren und nicht nur die Haare, sondern auch die Kopfhaut bürsten. Das sorgt für eine bessere Durchblutung. Auch wenn es schwerfällt: ÜBERWINDE deinen inneren Schweinehund und bewege dich.
Pflegetipps für die Haare im Winter
- Haare nicht zu oft waschen: Es ist empfehlenswert, die Haare nicht zu oft zu waschen und lauwarmes statt heißes Wasser zu verwenden, um die Kopfhaut nicht auszutrocknen. Heißes Wasser entzieht der Kopfhaut Feuchtigkeit und kann zu vermehrter Schuppenbildung führen.
- Sanftes Trocknen: Nach dem Waschen solltest du dein Haar sanft mit einem Handtuch abtupfen, statt es stark zu rubbeln.
- Kopfmassagen: Sanfte Kopfmassagen mit pflegenden Ölen unterstützen die Haarstruktur und helfen, trockene Kopfhaut zu beruhigen.
- Feuchtigkeitspflege: Besonders im Winter benötigt das Haar besondere Aufmerksamkeit.
- Hitze vermeiden: Vermeide hitzebasierte Styling-Tools, die Deine Mähne zusätzlich austrocknen. Beim Föhnen solltest du eine niedrige Hitzestufe verwenden und die Düse ständig in Bewegung halten - so verringerst Du das Risiko, bestimmte Stellen deiner Kopfhaut zu überhitzen. Wichtig sind auch Hitzeschutz-Produkte, um Haarschäden zu minimieren und Haarausfall im Winter vorzubeugen.
- Haare richtig bürsten: Nach dem Waschen solltest Du Deine Haare nie grob durchbürsten. Die Haare sind durch das Wasser aufgequollen und extrem anfällig für Haarbruch. Auch im trockenen Zustand kann zu starkes bürsten die Haarfaser angreifen und zu Haarbruch führen. Das richtige Bürsten der Haare kann vorbeugend bei Haarausfall im Winter helfen. Verwende also lieber eine Bürste mit dicken Kunststoffborsten, sie ist oft haarschonender als stachelige Naturborsten.
Ernährungstipps gegen Haarausfall
- Vitamin D: Ja, besonders Vitamin D kann hilfreich sein, um den Vitamin-D-Mangel auszugleichen und die Haarwurzeln zu stärken. Natürliches Sonnenlicht ist nach wie vor die beste Quelle für Vitamin D. Spaziergänge an sonnigen Tagen, auch im Winter, können helfen, die Vitamin-D-Speicher aufzufüllen.
- Nährstoffreiche Ernährung: Eine nährstoffreiche Ernährung ist wichtig für gesundes Haar. In den dunklen Monaten können Nahrungsmittel mit viel Vitamin D (bspw. Fisch und Meeresfrüchte, einige Pilzarten, Leinsamen, Milchprodukte, Avocados) helfen, dern Mangel vorzubeugen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Sonneneinstrahlung unzureichend ist.
- Ernährung anpassen: Nährstoffmangel ist ein ausschlaggebender Punkt, wenn es um Haarausfall im Winter geht. Daher solltest Du auf eine ausgewogene Ernährung achten. Blattgemüse (z.B. Spinat oder Brokkoli) sind starke Eisenlieferanten und begünstigen ein starkes Haarwachstum. Lachs und Nüsse sind auch super für das Haar, denn sie enthalten wichtige essenzielle Fettsäuren, die dein Haar zum Wachsen braucht.
Weitere Maßnahmen
- Bewegung: In der kalten dunklen Jahreszeit fahren wir unseren Körper runter und bewegen uns weniger. Auch wenn es schwerfällt: ÜBERWINDE deinen inneren Schweinehund und bewege dich. Auch wenn es schwerfällt: ÜBERWINDE deinen inneren Schweinehund und bewege dich. Auch wenn es schwerfällt: ÜBERWINDE deinen inneren Schweinehund und bewege dich. Klar, bei schlechtem Wetter bleiben wir gern in unserem warmen Zuhause. Aber weniger Bewegung heißt auch schlechtere Durchblutung und eine stärkere Gift- und Säuren-Konzentration im Körper. In Bewegung verarbeiten wir schädliche Stoffe nämlich besser.
- Stress vermeiden: Ernährung, Pflege, Vermeiden von Mangelzuständen, Stressvermeidung, Sport: All dies kann die Haarfollikel stärken und widerstandsfähiger gegen die Ursachen des Haarausfalls machen.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Hält der Haarausfall über einen längeren Zeitraum (mehr als 8 bis 12 Wochen) bis zum Frühjahr/Sommer an, kann dies auf eine ernste Ursache hinweisen, insbesondere wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Auch Begleiterscheinungen wie Juckreiz, Rötungen, Schuppen oder sichtbare kahle Stellen sind ein Hinweis darauf, dass der Haarausfall behandlungsbedürftig sein könnte. Der Haarverlust tritt unregelmäßig an bestimmten Stellen auf (z. B. Ein ungleichmäßiges Ausfallmuster, beispielsweise an der Stirn, am Oberkopf oder in Form von kreisrunden kahlen Stellen, sollte ebenfalls fachärztlich untersucht werden. Die oben genannten Symptome können ein Hinweis auf eine andere Form des Haarausfalls wie z.B. androgenetische Alopezie, Krankheiten oder Hauterkrankungen sein.
Saisonaler Haarausfall ist in der Regel ein natürlicher und vorübergehender Vorgang, der meist keinen Grund zur Sorge darstellt. Mit einer ausgewogenen Ernährung, der richtigen Pflege und einem gesunden Lebensstil lässt sich dieser Prozess meist gut in den Griff bekommen. Wenn Sie unsicher sind, ob sich Ihr Haarausfall noch im normalen Bereich befindet oder eine persönliche Beratung wünschen, stehen Ihnen die Experten der Leicester Haar Klinik gerne zur Verfügung.
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