Die Sehnsucht nach einer schönen Haarfarbe ist so alt wie die Menschheit selbst. Die heutige Zeit bietet eine unerschöpfliche Anzahl von Weisen, wie man das Haar färben kann. Doch die Bedeutung und Wahrnehmung von Haarfarben, insbesondere von blondem Haar, hat sich im Laufe der Geschichte stark gewandelt.
Die ersten Beweise vom Haarefärben sind mehr als 5000 Jahre alt und stammen aus dem altertümlichen Ägypten. Archäologen entdeckten eine mumifizierte Frau mit Rückständen von Haarfarbe. In Ägypten verwendeten Frauen Henna, um das Haar nicht nur zu färben, sondern es auch vor der Sonne zu schützen und Kupfer-Nuancen zu erzeugen. Später nutzte man Indigo, um schwarzem Haar einen bläulichen Glanz zu verleihen.
Auch im altertümlichen Griechenland und Rom war helles Haar ein Schönheitsideal. Frauen trugen Perücken aus hellem Haar von Sklavinnen oder versuchten, das Haar mit Lösungen aus Kamille und Zitronensaft aufzuhellen. Die Römerinnen bereicherten ihre Versuche, das Haar aufzuhellen, mit Kalt- oder Meerwasser.
Darstellung einer ägyptischen Frau mit blonden Haaren
Bei vielen alten Völkern war das Haar Symbol für die ganze Lebensfülle und Lebenskraft des Menschen. Die Haare als Sitz der Lebenskraft - dieser Mythos hat eine lange Tradition. Sichtbare Zeichen des Alterns oder von Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes zu übertünchen. Der Verlust des Haares bringt ihm dagegen schnell Schwäche und Sklaverei ein.
Henna-Haarfarbe gelangte erst Ende des 19. Jahrhunderts in europäische Länder. Zuvor färbten Frauen das Haar mit Absuden aus Zwiebelschalen oder Kastanienblättern für braune Farbtöne und mit Nussschalen für schwarze Haare. Im 16. Jahrhundert wurde das "venezianische Blond" verwendet, eine Mischung aus Honig, Alaunstein und Schwefel, die das Haar in der Sonne aufhellen sollte.
Im Jahr 1818 wurde die Wirkung von Wasserstoffperoxid entdeckt, das unter anderem das Haar aufhellen kann. Das erste Haarefärben mit Wasserstoffperoxid haben ein Chemiker aus London und ein Friseur aus Paris durchgeführt und sie haben es als „goldene verjüngende Quelle“ bezeichnet. Sie haben im Laufe der Zeit begonnen die Palette an Farbtönen zu erweitern. Zuerst haben sie natürliche Komponenten verwendet, aber später haben sie begonnen die Färbemittel mit Eisensalzen bzw. Metallsalzfarben herzustellen, welche sich jedoch letztendlich als giftig erwiesen haben und aus diesem Grund durch synthetische Farbstoffe ersetzt wurden. Im Jahr 1861 haben die Möglichkeiten der Farbtöne Anilinfarben erweitert, die jedoch im Jahr 1906 verboten wurden. Das Stichjahr, das die Weise des Haarefärbens grundsätzlich geändert hat, ist das Jahr 1907, wo Eugene Paul Louis Schueller die erste Haarfarbe aus gesundheitsunschädlichen chemischen Stoffen entwickelt hat. Zwei Jahr später hat er die französische Marke mit Haarfärben im Visier gegründet, aus der im Jahr 1936 die weltberühmte Marke L´Oreal entstanden ist. Unter dieser Marke wurde auch die Haarfarbe Dream Blond vorgestellt, die den Frauen rund um den ganzen Globus ermöglicht hat den erträumten Blondton zu erzielen. Diese Farbe hat sich auf Wasserstoffperoxid und Ammoniak gestützt.
Von der Gründerzeit bis zum Ersten Weltkrieg wurden natürliche Haarfarben schwer en vogue und aus diesem Grund wurde das Haar kaum gefärbt. Die Einführung der Oxidationsfärbemittel in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts hat für Furore gesorgt. In den 1920er sollte das Haar laut dem Modediktat sündig schwarz sein - das glänzende Schwarz der Haare hat allerdings zum frechen und kecken Flapper-Mädchen-Stil sehr gut gepasst. Kaum sind die 20er-Jahre in die 1930er übergeschwappt, hat die Ära der ,,Wasserstoffblondinen‘‘ angebrochen. Im Jahr 1934 hat Georg Ströher, der Sohn des Wella-Gründers, die Haarfarbe namens Koleston als neues wahrlich "haariges" Patent angemeldet, die 1949 auf den Markt gebracht wurde. Es handelte sich um das erste Haarfärbemittel in Form einer Cremehaarfarbe, in welcher Pflegestoffe integriert wurden. In den 1940er wurde die Palette der Farbtöne der Oxidationshaarfarben erweitert, nicht nur blond, sondern fast alle Farbnuancen und Wunschfarben ließ sich in jener Zeit aufs Haar problemlos zaubern.
Wie in der Mode so ist auch bei Haarfarbentrends im Wandel der Zeit ein ständiges Kommen und Gehen. In den 1940er galten wieder die dunkelhaarigen Vamps als Stilikonen. Genauso wie heute hat es auch in den 1950er berühmte Hollywood Stars gegeben, die in Sachen Haarfarben als Stil-Vorbilder galten: die kurvenreiche Sexbombe Marilyn Monroe war die Verkörperung des platinblonden Girls, während Rita Hayworth die verführerische Rothaarige war. Seit den 1970er gibt es kaum noch Frisuren, die nicht zumindest mit ein paar gefärbten Strähnchen aufgepeppt wären. Und die heutigen Trends in puncto Haarfarbe? Noch nie waren die Haarfarben-Looks so farbenfroh wie heute.
Aktuelle Haarfarben-Trends
Blondinen am attraktivsten finden. "Engel sind eben blond", wie G.B. feststellte. Sie erinnern an Jugend, Unschuld und - sind einfach seltener. Brigitte Bardot bis Sharon Stone. Unschuld und Verführung.
Mit „17 Jahr, blondes Haar“ schaffte Udo Jürgens es 1965 in den deutschen Charts bis auf Platz 4. Allerdings versuchte er zu der Zeit auch, in Italien als Liedermacher Fuß zu fassen, etwa beim San-Remo-Schlagerfestival. Dort trug er den Song zuerst auf Italienisch vor, da war das besungene Mädchen noch ein Jahr älter: „Diciotto Anni, capelli biondi“ - also 18 Jahr.
Sonja Jürgens glaubt, dass ihr berühmter Vater Udo Jürgens sein Lied „17 Jahr, blondes Haar“ für ihre Mutter geschrieben hat. „Ich bin sicher, mein Vater hat damit meine Mutter gemeint. Er fand sie unglaublich schön, Typ Brigitte Bardot“, sagte die 48-jährige dem FOCUS, „aber es wurde nur eine Affäre daraus, ich kam zur Welt - er blieb bei seiner Frau Panja und meinen Halbgeschwistern Jenny und Johnny."
Die Germanen siedelten in einem Gebiet, das im Westen durch den Rhein, im Süden durch die Donau und im Norden durch den Ozean begrenzt war. Nach Osten allerdings erstreckte sich der Siedlungsraum weit in die Steppe hinein und verlor sich, wie es Mischa Meier nennt, "in einer diffusen Märchenwelt".
Im 19. Jahrhundert feierte die Germanen - oder was man darunter verstand. Siegfried, Wotan, aufrechte blonde Recken, oft - archäologisch nicht haltbar - in Rüstung und mit Flügelhelm - wurden in Gemälden, in Gedichten und Romanen, Bühnenstücken und Opern verewigt. Mit der Errichtung des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald wurde Arminius als deutscher Nationalheld gefeiert. Und zunehmend wurde der Mythos um die Germanen völkisch-rassisch ausgedeutet.
Das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald
Die Frisur, die Farbe und Länge der Haare. Lebensabschnitt befinden. in einer momentanen Gefühlskrise zu befinden (z.B. schneiden (wie in der Mythologie!). Identität sind, wechseln ihre Frisur bis zu zwanzigmal im Jahr ( wenn auch oft aus modischen Gründen). Veränderung, eine wichtige Neuentscheidung im Leben sind. 'neue' Persönlichkeit und Identität. selbstverstärkenden Effekt für die innere Veränderung. Zeit zu Zeit so verändern lässt, dass sich der Persönlichkeitstypus nachhaltig wandelt. jedoch nicht so einschneidend verändern wie eine Frisur. speziell eine neue Frisur) können zum Symbol einer neuen Lebenskraft und Lebensfülle werden. sollte bei seiner individuellen Beratung solche persönlichen Veränderungsprozesse nicht ausser acht lassen. berücksichtigen, um so äussere Form (= Frisur) und inneren Zustand (= Identität) zum Einklang zu bringen.
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