Haarausfall: Ursachen und Behandlungen

Ein gewisser Haarverlust gehört zum Alltag dazu. Die Haare durchlaufen eine Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase, bis der Körper sie am Ende abstößt - bis zu 100 Stück am Tag sind normal. Erst wenn es noch mehr werden, sprechen Mediziner*innen von krankhaftem Haarverlust.

Hinter Haarausfall stecken häufig verschiedene Hormone. Haarausfall kann neben anderen Ursachen auch hormonelle Gründe haben. Daneben können unterschiedliche Hormone auch in Zusammenhang mit der Einnahme oder dem Absetzen der Pille, in und nach der Schwangerschaft sowie während der Wechseljahre dafür sorgen, dass die Haare vermehrt ausfallen.

Der übermäßige Haarverlust rührt häufig von einer Krankheit her, die als hormonell erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) bezeichnet wird: Rund 40 Prozent aller Frauen und 80 Prozent aller Männer sind im Laufe ihres Lebens von dieser Art des Haarausfalls betroffen.

Hormonell erblich bedingter Haarausfall

Den hormonell erblich bedingten Haarausfall bezeichnen Fachleute als androgenetische Alopezie (kurz: AGA). Aufgrund der genetischen Veranlagung ist er auch als erblich bedingter oder anlagebedingter Haarausfall bekannt. Dabei handelt es sich aber nicht um eine hormonelle Erkrankung im eigentlichen Sinne. Das Ausfallen der Haare entsteht aufgrund einer überempfindlichen Reaktion der Haarwurzeln auf ein bestimmtes männliches Geschlechtshormon (Androgen).

Androgenetische Alopezie bei Männern

Es sind mehr Menschen betroffen, als Du vielleicht denkst! Wenn bei Frauen oder Männern die Haare ausfallen, liegt in 95 Prozent der Fälle hormonell erblich bedingter Haarausfall vor. Normalerweise tritt die androgenetische Alopezie zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf.

Ursachen des hormonell erblich bedingten Haarausfalls

Hormonell erblich bedingter Haarausfall entsteht, wenn die Haarwurzeln auf die aktive Form des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, das Dihydrotestosteron (DHT), überempfindlich reagieren: Die Haarfollikel verkleinern sich, die Blutgefäße bilden sich zurück und die Follikel erhalten nicht mehr ausreichend Nährstoffe. Störungen des Haarwachstums fangen dann meist unmerklich an. Anfangs wird das Haar dünner, kraftlos und verliert an Volumen. Die Haarwurzeln sind nur noch in der Lage schwache, kurze Flaumhaare hervorzubringen - die Haare lassen sich zudem schwerer frisieren.

Was können Frauen gegen hormonell erblich bedingten Haarausfall tun?

Obwohl hormonell erblich bedingter Haarausfall nicht heilbar ist, stehen Behandlungsoptionen zur Verfügung, um das Fortschreiten zu verzögern oder zu stoppen. Wenn sich Anzeichen eines hormonell erblich bedingten Haarausfalls zeigen, unterstützt zum Beispiel eine Versorgung mit Mikronährstoffen die anspruchsvolle Stoffwechselaktivität der Haarwurzeln. Die Priorin® Kapseln beinhalten eine Kombination aus Hirseextrakt, Vitamin B5 (Pantothensäure) und L-Cystin (Bestandteil des Haarproteins Keratin). Die natürliche 3-fach-Formel nährt die Haarwurzel von innen und fördert so das Haarwachstum im Rahmen des Diätmanagements. Da sowohl kraftloses und dünner werdendes Haar als auch die Kopfhaut sanft gepflegt werden sollten, schützt die zusätzliche Pflege mit dem Priorin® Shampoo gleichzeitig das Haar von außen und verleiht ihm mehr Glanz und Volumen sowie Widerstandsfähigkeit gegen Haarbruch.

Die besten Tipps gegen Haarausfall | Dr. Johannes Wimmer

Alopecia areata: Kreisartiger Haarausfall

„Bei kreisrundem Haarausfall, in der Fachsprache als Alopecia areata bezeichnet, handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung gegen die in der Haut liegenden Haarbestandteile. Die Ursache dafür ist noch nicht eindeutig geklärt“, sagt Prof. Dr. Michael Tronnier, Chefarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Helios Klinikum Hildesheim.

Die Alopecia areata (AA) tritt zu 80 Prozent der Fälle im Kopfbereich auf. Bei Männern kann zusätzlich der Bartwuchs betroffen sein. Der entzündliche Haarausfall beginnt häufig im Kindes- und jungen Erwachsenalter, kann aber prinzipiell in jedem Alter auftreten.

Alopecia Areata (kreisrunder Haarausfall)

Formen des kreisrunden Haarausfalls

  • Alopecia areata: Kreisartiger Haarausfall. Wimpern, Augenbrauen und restliche Körperbehaarung meist normal vorhanden.
  • Alopecia ophiasis: Kranzartiges Fehlen der Haare im Ohren- und Nackenbereich. Augenbrauen, Haare oben und seitlich am Kopf sowie die restliche Körperbehaarung sind nicht betroffen.
  • Alopecia totalis: Fehlen der gesamten Kopfbehaarung, inklusive Augenbrauen und Wimpern. Diese Form tritt eher selten auf.
  • Alopecia universalis: Komplette Körperbehaarung fällt aus, inklusive Augenbrauen, Wimpern und Nasenhaare.

Ursachen und Diagnose der Alopecia areata

„Die AA ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die körpereigenen Immunzellen gegen die Strukturen der Haarwurzel richten und Antikörper bilden. Als Folge der fehlgesteuerten Immunreaktion entzünden sich die Haarwurzeln, wodurch die Haare nicht mehr richtig wachsen und es zum kreisrunden Haarausfall kommt“, erklärt Prof. Dr.

Auch genetische Faktoren scheinen den kreisrunden Haarausfall zu begünstigen. So ist das Erkrankungsrisiko von Verwandten eines Betroffenen erhöht. Die genauen genetischen Hintergründe sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Kreisrunder Haarausfall tritt oft zusammen mit anderen Erkrankungen auf. Dazu zählen etwa Autoimmunerkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion und die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo), aber auch atopische Erkrankungen, also mit Allergieneigung wie Neurodermitis und Heuschnupfen. Neben diesen können auch ein Vitamin D-Mangel sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen vorliegen.

In der Regel reicht bereits das klinische Bild - die typischen runden kahlen Stellen -für die Diagnose des kreisrunden Haarausfalls aus. "Zunächst schaue ich mir die Haare am Kopf, im Gesicht und an Körper an, danach untersuche ich die Kopfhaut genauer.

Behandlung des kreisrunden Haarausfalls

Die Behandlung einer Alopecia areata ist nicht immer einfach und von verschiedenen Faktoren, wie der Ausprägung der Erkrankung sowie Begleitdiagnosen abhängig.

„Da es sich um eine entzündliche Erkrankung handelt, beobachten wir oft eine Verbesserung unter Kortison. Diese Form der lokalen Therapie kann Betroffenen durchaus helfen und die Haare wieder wachsen lassen.

Jakunkinase (JAK) Inhibitoren können als Entzündungshemmer entzündliche Prozesse unterdrücken, wodurch es wieder zum Haarwachstum kommen kann. Der Wirkstoff Baricitinib ist das erste zugelassene Medikament zur Behandlung der Alopecia areata. Zunächst wurde der Wirkstoff 2020 als Mittel gegen rheumatoide Arthritis zugelassen. Im Juni 2022 erweitere die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung um die Behandlung der Alopecia areata bei Erwachsenen. Krankenkassen sind allerdings bisher nicht verpflichtet, die noch hohen Behandlungskosten zu übernehmen.

Psychische Auswirkungen

Zwar hat der kreisrunde Haarausfall keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung, dennoch ist die psychische Gesundheit oft sehr erheblich beeinträchtigt. Der Verlauf einer Alopecia areata ist schwer vorherzusagen und individuell sehr unterschiedlich. Bei einigen Betroffenen, die nur eine leichte Ausprägung haben, kommt es oft zu einer spontanen Rückbildung. Die kahlen Stellen wachsen wieder zu und kommen nicht mehr zurück.

Prof. Dr. Michael Tronnier: „Zwar hat der kreisrunde Haarausfall keine Auswirkungen auf die Lebenserwartung, dennoch ist die psychische Gesundheit oft sehr erheblich beeinträchtigt.

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