Wenn sich der Haaransatz lichtet, legt sich ein Schatten auf das Gemüt. Die Vielzahl der Ursachen für Haarausfall machen die Suche nicht gerade leicht. Neben Medikamenten, Krankheiten und Stress kann auch eine unausgewogene oder mangelhafte Ernährung zum verstärkten Ausfallen der Haare führen. Daher lohnt es sich bei verstärktem Haarverlust einen Blick auf den Speiseplan zu werfen.
Dass Gesundheit und Ernährung Hand in Hand gehen ist kein Geheimnis. Aber welche Nährstoffe sind für ein gesundes Haarwachstum besonders wichtig? Hier sind einige wichtige Nährstoffe und ihre Rolle:
Bei Mangelernährung kann die Funktion der Haarwurzeln gestört werden, was zu brüchigem Haar oder Haarausfall führen kann. Denn die Haarwurzeln sind wie kleine Organe, die eine hohe Stoffwechselaktivität aufweisen. Um ein Haar zu produzieren und wachsen zu lassen, sind viele Faktoren wichtig. Viele Stoffwechselprozesse erfordern zum reibungslosen Ablauf die Anwesenheit bestimmter Nährstoffe wie Eisen, Zink, Selen oder bestimmten Vitaminen.
Sind die Haarwurzeln unterversorgt, können sie nicht optimal arbeiten. Dadurch wird der Wachstumszyklus der Haarwurzeln gestört. Das kann sich in dünnem, brüchigem oder struppigem Haar äußern und bis hin zum Haarausfall führen. Die Unterversorgung kann sich auch auf andere bestehende Probleme auswirken und zum Beispiel einen erblich bedingten Haarausfall weiter verschlechtern.
Nicht immer ist eine schlechte Ernährung direkt der Grund für Haarausfall. Sie kann aber andere Erkrankungen begünstigen, die wiederum für Haarverlust sorgen können. Häufig ist es möglich, anhand des Musters des Haarausfalls auf die Ursache zu schließen. Der ernährungsbedingte Haarausfall ist typischerweise diffus. Das bedeutet, dass die Haare insgesamt am ganzen Kopf ausdünnen.
Es gibt keine gesicherten Studien, die sagen würden: Wer Soja isst, bekommt Haarausfall. Man sollte nur bedenken, dass zu einem gesunden Haarwachstum schwefeltragende Aminosäuren benötigt werden, und dementsprechend sollte wie oben schon erwähnt auch vor diesem Hintergrund Soja nicht über einen längeren Zeitraum als alleinige Proteinquelle dienen.
Soja hat eine recht gute Proteinqualität und kann für die Versorgung der Menschheit einen wertvollen Beitrag leisten. Wenn man das Sojaprotein allerdings gezielt einzusetzen gedenkt (z.B. im Rahmen einer Unterstützung der Magermasse und Fettreduktion), kommt allerdings der Mangel der Aminosäure Methionin zum Tragen.
Da das Sojaprotein außerdem nur zu etwa 60% verdaulich ist, ergibt sich (im Vergleich zum Milchprotein, welches eine Verdaulichkeit von etwa 90% besitzt) beim Soja eine sehr geringe Verwertbarkeit des enthaltenen Methionins. Methionin ist eine essentielle Aminosäure und kann vom Körper nicht hergestellt werden, muss also über die Nahrung zugeführt werden. Fehlt eine essentielle Aminosäure in der Ernährung dauerhaft, so treten Mangelerscheinungen auf. In diesem Zusammenhang ist Methionin als eine Schwefelatom-tragende-Aminosäure eine limitierende Aminosäure bei der Herstellung körpereigener Stoffe und verbessert die Wundheilung. Auch die Herstellung des körpereigenen Glutathions wird durch Methionin limitiert. Glutathion stellt für Immunprozesse ein zentrales Abwehrelement dar, weshalb ein Mangel dieser Aminosäure sich auf die Funktion des Immunsystems auswirken kann.
Soja zeichnet sich im Weiteren aus durch das hohe Vorhandensein der Aminosäure Glutamin. Glutamin ist eine nicht-essentielle und damit vom Körper selbst herzustellende Aminosäure. Weitere natürliche Quellen mit hohem Glutamingehalt sind Quark und Weizen. Glutamin kommt besondere Bedeutung in Stressphasen zu, in welchen es im Körper erniedrigt ist. Eine hohe Zufuhr dieser Aminosäure in solchen Phasen kann ggf. vorteilhafte Effekte bieten.
Weil Phytoöstrogene sich wie Hormone verhalten - wenn auch weniger potent - kann ein zuviel oder zuwenig dieser Hormone eine Wirkung auf hormonabhängige Körperfunktionen haben - Fortpflanzung, Haut, Krebsformen, Psyche. Es ist anzunehmen, dass ein zuviel dieser Hormone zum falschen Zeitpunkt für den Einzelnen nachteilige Effekte hat. Eine Ernährung sollte generell abwechslungsreich sein, eine Betonung von Soja in der täglichen Nahrungszufuhr sollte aus oben dargestellten Gründen vermieden werden.
Die Soja-Allergie ist eine der häufigsten Lebensmittelallergien. Sie schränkt nicht nur den Speiseplan von Vegetariern und Tofu-Freunden ein: Soja steckt in einer überraschenden Bandbreite von Lebensmitteln. Das liegt vor allem am Trend zur veganen und vegetarischen Ernährung. Seitdem steigt aber auch die Zahl der Menschen, die eine Soja-Allergie feststellen.
Eine allergische Reaktion auf Soja äußert sich in der Regel sofort oder nach wenigen Minuten. Bei einer Soja-Allergie kommen bestimmte IgE-Antikörper vermehrt in Ihrem Körper vor. Man spricht dann von einer Sensibilisierung. Diese lässt sich über einen Pricktest, also einen Hauttest beim Arzt, oder über eine Blutuntersuchung feststellen. Bei der Soja-Allergie ist das entscheidende Allergen in der Regel ein Protein namens Gly m 4, das in der Sojabohne und daraus hergestellten Produkten vorkommt.
Die Symptome treten bei der Soja-Allergie in der Regel innerhalb von wenigen Minuten nach dem Verzehr auf. Eine Lebensmittelallergie kann sich an verschiedenen Körperstellen auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Eine Soja-Allergie kann auch zur schwersten allergischen Reaktion führen, dem anaphylaktischen Schock. Dieser Allergie-Schock äußert sich durch Atemnot und einen heftigen Abfall des Blutdrucks.
Kreuzallergien: Eine Ursache dafür, dass Sie noch im Erwachsenenalter eine Sojaallergie entwickeln, ist eine Kreuzallergie. Zu Kreuzallergien kommt es, weil viele Allergene eine ähnliche chemische Struktur haben. Die Eiweiße im Soja, die die Allergien auslösen, ähneln etwa bestimmten Proteinen in den Pollen von Birke, Erle und Hasel. Deswegen reagieren vor allem einige Birkenpollenallergiker auch auf Soja.
Diagnose: Der erste Schritt bei der Diagnose einer Lebensmittelallergie ist, eine mögliche Sensibilisierung festzustellen. Dabei wird geprüft, ob Sie zu viele spezifische IgE-Antikörper zu einem Allergen im Körper haben. Sind Sie sensibilisiert und merken gleichzeitig Symptome, wenn Sie das entsprechende Lebensmittel zu sich nehmen, stellen Ärzte die Allergie-Diagnose. Die üblichen Methoden, um das zu untersuchen, sind Prick-Test und eine Blutuntersuchung. Um ganz sicherzugehen, können Sie auch einen Provokationstest durchführen. Ärzte verabreichen Ihnen dabei das Soja-Allergen und beobachten, ob es zu Reaktionen kommt.
Therapie: Die Standardtherapie bei einer Lebensmittelallergie ist eine Eliminationsdiät. Dieses schwierige Wort steht für ein ganz einfaches Prinzip: Essen Sie das Lebensmittel nicht mehr, gegen das Sie allergisch sind. Es gibt noch keine Therapie, mit der sich eine Soja-Allergie heilen lässt. Sie können Beschwerden aber kurzfristig mit Medikamenten lindern, mit sogenannten Antihistaminika. Menschen, die bereits einen anaphylaktischen Schock hatten, bekommen zudem ein Notfallset verordnet.
Haarschwund kann vielfältige Gründe haben:
Es ist unbestritten, dass eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mikronährstoffen einen Einfluss auf das Haarwachstum hat. Zudem nehmen viele Patienten, die von Haarausfall betroffen sind, Nahrungsergänzungsmittel ein.
Letztlich sollte bei jedem betroffenen Patienten eine individuelle Einschätzung des behandelnden Arztes und eine Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen, ob der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ist.
| Lebensmittel | Wichtige Nährstoffe | Wirkung |
|---|---|---|
| Eier | Proteine, Biotin, Zink, Selen, Vitamin A und D | Unterstützen die Bildung von Keratin und Kollagen, fördern gesundes Haarwachstum |
| Spinat | Eisen, Vitamin A und C | Wichtig für verschiedene Prozesse im Körper, darunter das Haarwachstum |
| Fermentierte Sojaprodukte (Sojajoghurt, Tempeh, Miso) | Sojaproteine | Sollen Studien zufolge das Haarwachstum anregen |
| Fisch (Lachs, Makrele) | Omega-3-Fettsäuren | Wirken Haarausfall entgegen und können das Haar verdichten |
| Kürbiskerne | Proteine, Zink, Kupfer, Eisen | Wichtig für die Bildung gesunder Haarfasern und die Versorgung der Haarwurzeln |
| Nüsse | Pflanzliche Proteine, Zink, Selen | Unterstützen die Haarstruktur und schützen vor oxidativem Stress |
| Haferflocken | Proteine, Biotin, Zink | Fördern die Bildung von Keratin und unterstützen das Haarwachstum |
Viele Menschen denken, dass es in unseren Breiten keinen relevanten Nährstoffmangel geben kann, da ein reichhaltiges Angebot an Nahrungsmitteln vorhanden ist. Manche Menschen haben spezielle Essgewohnheiten, die einen Nährstoffmangel begünstigen können. Einen besonders hohen Bedarf an Nährstoffen, der teilweise nur durch Substitution ausreichend gedeckt werden kann, haben insbesondere Schwangere oder Extremsportler.
Grundsätzlich sollte eine Ernährungsumstellung in Betracht gezogen werden. Auch Nahrungsergänzungsmittel sind eine Option, sollten aber nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden. Denn bei einigen Vitaminen und Spurenelementen ist eine Überdosierung möglich, die bis hin zu einer Vitaminvergiftung mit schweren Krankheitssymptomen führen kann. Da manche Stoffe wie Eisen oder fettlösliche Vitamine in Überdosen vom Körper nicht adäquat ausgeschieden werden können, können sie zu schweren Krankheiten führen.
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