Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig und umfassen genetische, umweltbedingte und gesundheitliche Faktoren.
Eine der wichtigsten Ursachen für Haarausfall sind hormonelle Veränderungen. Hormone spielen eine entscheidende Rolle im Haarwachstumszyklus, der aus drei Phasen besteht: Anagen (Wachstumsphase), Katagen (Übergangsphase) und Telogen (Ruhephase).
Androgene, insbesondere Testosteron und sein Derivat Dihydrotestosteron (DHT), sind die am häufigsten mit Haarausfall in Verbindung gebrachten Hormone. Androgenetische Alopezie, auch als erblich bedingter Haarausfall bekannt, ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen.
Mechanismus: Testosteron wird durch das Enzym 5-alpha-Reduktase in DHT umgewandelt. DHT bindet an Androgenrezeptoren in den Haarfollikeln und führt zu einer Miniaturisierung der Follikel, was zu kürzeren Wachstumsphasen und dünnerem Haar führt.
Östrogene haben eine schützende Wirkung auf das Haar. Sie verlängern die Anagenphase und fördern das Haarwachstum.
Mechanismus: Während der Schwangerschaft steigen die Östrogenspiegel, was oft zu dichterem und volleren Haar führt. Nach der Geburt eines Kindes und der Stillzeit fällt der Östrogenspiegel, was zu vermehrtem Haarausfall führen kann.
Schilddrüsenhormone, insbesondere Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), sind ebenfalls entscheidend für den Haarwachstumszyklus.
Mechanismus: Bei Hypothyreose verlangsamen sich die Körperfunktionen, einschließlich des Haarwachstums, was zu diffus ausfallendem Haar führt.
Die Auslöser für plötzlich starken Haarausfall können verschieden sein. Frauen sind häufiger von plötzlichem Haarausfall betroffen als Männer. Hier sind die möglichen Gründe:
Viele Frauen strapazieren ihr Haar auf vielfältige Weise, um es täglich in Bestform zu bringen. Wenn der Haarausfall einsetzt, suchen sie die Ursache häufig in der Haarpflege. Es ist kein Geheimnis, dass Chemikalien und Hitze, die beim Styling häufig zum Einsatz kommen, den Haaren nur bedingt gut tun. Aus diesem Grund befürchten viele Frauen, dass ihr Haarverlust durch eine falsche Pflegeroutine ausgelöst wurde.
Tatsächlich kann die falsche Pflege zu dünnerem Haar führen. Dabei handelt es sich jedoch in der Regel nicht um medizinischen Haarausfall, sondern um Haarbruch und Veränderungen der Haarstruktur.
Heute greifen mehr Frauen denn je zu Tönungen und Haarfarben. Dass man dem Haar damit keinen Gefallen tut, ist hinlänglich bekannt: Haarfarben enthalten aggressive Inhaltsstoffe, besonders Blondiermittel greifen das Haar an. Die Chemikalien verändern die Haarstruktur, so dass das Haar nach der Behandlung dünner wirken kann als zuvor. Färben führt in der Regel aber nicht zu medizinischem Haarausfall.
Auch eine Dauerwelle verändert die Haarstruktur: Mithilfe von scharfen Chemikalien wird die Schuppenschicht vollkommen aufgeweicht, um die natürliche Haarstruktur langfristig in Wellen zu legen. Ein solcher Eingriff strapaziert Haar und Kopfhaut. Die Chemikalien trocknen die Haare aus, wodurch es zu vermehrtem Haarbruch kommen kann, der die Haare dünner erscheinen lässt. In der Regel löst eine Dauerwelle jedoch keinen medizinischen Haarausfall aus.
Viele Frauen stellen nach langfristigem Gebrauch von Haargel fest, dass ihr Haar dünner wird. Gel kann tatsächlich zu einem Haarverlust führen; dieser wird jedoch nicht von richtigem Haarausfall, sondern von der mechanischen Belastung der Haare durch das klebrige Stylingprodukt ausgelöst. Wird Gel nicht nur auf das Haar, sondern auch auf die Kopfhaut aufgetragen und nicht abgewaschen, verstopft es auf Dauer die Poren der Kopfhaut. Auf diese Weise verhindert das Gel, dass die Haare ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, was tatsächlich zum Ausfallen der Haare führen kann.
Immer mehr Frauen sind mit ihrer natürlichen Haarstruktur unzufrieden und greifen zum Glätteisen, um ihre Locken zu bändigen. Nach längerem Gebrauch scheint ein Haarausfall einzusetzen: Das Haar wirkt dünner. Entgegen weitläufiger Vermutungen löst das Glätten jedoch keinen Haarausfall aus. Stattdessen verändert das Glätteisen durch den Einsatz von großer Hitze die Haarstruktur. Die Hitze führt häufig zu Haarbruch in der Nähe des Haaransatzes, wodurch die Haare dünner erscheinen.
Ähnlich wie beim Haargel kann auch der häufige Gebrauch von Haarspray zur Verstopfung der Kopfhautporen führen. Im Gegensatz zum Gel lässt es sich bei Haarspray nicht vermeiden, dass das Stylingprodukt mit der Kopfhaut in Berührung kommt. Auch bei Haarspray richtet die mechanische Belastung den größten Schaden an: Das Haar wird am Ansatz fixiert und versteift, wodurch es seine Flexibilität verliert und leichter abbricht. Wie beim Gel kleben auch bei Haarspray die Längen zusammen, was ebenfalls zu vermehrtem Haarbruch führen kann. Medizinischen Haarausfall löst Haarspray jedoch nicht aus.
Wie kann man Haarausfall bei Frauen stoppen? Besonders bei plötzlich starkem Haarausfall möchte man auf diese Frage schnell eine Antwort haben. Hier sind professionelle Haarpflegeprodukte gegen plötzlichen Haarausfall und noch mehr Tipps:
Viele Kundinnen finden in der Drogerie oder Apotheke kein Shampoo, mit welchem sie zu 100% zufrieden sind, da die Haare mit diesen Haarausfall Shampoos nicht so glänzen und duften wie nach der Verwendung von „normalen“ Shampoos. Professionelle Haarpflege-Marken wie Kérastase, Nioxin oder Plantur 39 schaffen diesen Spagat zwischen Anti-Haarausfall-Wirkung und Wellness-Effekt bei ihren Shampoos.
Zusätzlich zum richtigen Shampoo gegen Haarausfall bei Frauen gibt es weitere wirkungsvolle Produkte wie Sera oder Ampullenkuren. Hierbei ist besonders eine konsequente, tägliche Anwendung über mehrere Wochen oder Monate wichtig, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.
Als Hausmittel bei plötzlich starkem Haarausfall gelten pflanzliche Öle wie Arganöl oder Kokosöl, aber auch Aloe Vera, Kaffee, Bier, Brennessel und Apfelessig. Natürlich kann man versuchen, aus den Lebensmitteln Haarkuren und Haarspülungen herzustellen, um plötzlichem Haarausfall entgegenzuwirken.
Die Diagnose hormonell bedingten Haarausfalls erfolgt durch eine gründliche Anamnese und spezifische Blutuntersuchungen, um Hormonspiegel zu überprüfen.
Männer haben meist dickeres und kräftigeres Haar als Frauen. Dafür reagieren sie empfindlicher auf hormonelle Einflüsse und Umstellungen. Die gute Nachricht: In Sachen Haarpflege haben sich die Herren der Schöpfung mittlerweile von der Wasser-und-Seife-Methode emanzipiert. Denn Männerhaar und vor allem die Kopfhaut haben besondere Bedürfnisse, wenn es um die passende Pflege geht.
Kurzes Haar bedeutet nicht automatisch, dass man(n) es weniger pflegen muss. Auch viele Männer leiden an verschiedenen Haarproblemen. Die lassen sich mit der richtigen Pflegeroutine und passenden Haarpflegeprodukten aber gut in den Griff bekommen. Die gängigsten Probleme und was man dagegen tun kann:
Von fettigen Haaren spricht man, wenn die Frisur schon wenige Stunden oder am Tag nach der Wäsche strähnig aussieht.
Wer fettiges Haar hat, sollte es tiefenwirksam reinigen. Unter anderem Shampoos mit Aktivkohle sind optimal, wenn die Haare rasch nachfetten.
Herren mit feinem Haar haben nicht weniger Haare als andere. Der Durchmesser jedes Einzelhaars ist einfach nur geringer.
Wie dick Haare werden, ist genetisch bestimmt und lässt sich nicht beeinflussen. Feine Strähnen liegt oft eng an der Kopfhaut, wirken kraftlos und werden schneller fettig.
Für Männer mit dünnem Haar sind Volumen-Shampoos die beste Wahl. Sie enthalten Polymere, die jedes Haar umhüllen und künstlich verdicken.
Störrische, trockene Haare sind das Gegenteil einer schnell fettenden Mähne.
Produzieren die Talgdrüsen am Kopf zu wenig Fett, sieht der Schopf trocken, strohig und glanzlos aus. Wenn Sonne und aggressive Colorationen das Haar strapazieren, verliert es zusätzlich an Feuchtigkeit.
Shampoos speziell für strapazierte Haare enthalten weniger austrocknende Schaumbilder, dafür aber mehr rückfettende Substanzen und Proteine.
Juckende Kopfhaut ist kein reines Männerproblem. Da Männer ihre Haare aber häufiger kurz tragen, öfter waschen und trocknen, ist die sensible Haut am Kopf vermehrt UV-Strahlung, trockene Heizungsluft und möglicherweise aggressiven Haarpflegeprodukten ausgesetzt.
Trockene Schuppen sind das Resultat ausgetrockneter Kopfhaut. Fettige Schuppen bilden sich, wenn die sensible Kopfhaut zu viel Talg produziert und die Hautschüppchen verkleben.
Fast jeder zweite Mann muss in seinem Leben mit hormonell bedingtem Haarausfall bis hin zu einer Teilglatze oder Glatze rechnen. Neben einer genetischen Präposition spielt bei Männern das Hormon Testosteron eine entscheidende Rolle.
Diese Maßnahmen regen das Haarwachstum an und beugen erneutem Haarverlust vor:
Die besten Haarpflegeprodukte helfen nichts, wenn sie nicht auf den eigenen Haartyp abgestimmt sind. Was beim Kauf von Shampoo und Spülung sonst noch wichtig ist:
Beim Haarewaschen gilt: so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich. Eine Haarwäsche am Tag ist okay. Vorausgesetzt, man verwendet ein pH-neutrales Haarpflegeprodukt. Wer seinen Schopf mehrmals täglich mit Shampoo behandelt, strapaziert die Kopfhaut hingegen enorm.
Haargel, Haarspray und Styling-Cremes geben der Frisur die richtige Form und festen Halt. Viele Produkte haben zusätzlich eine pflegende Wirkung. Sie versorgen das Haar zum Beispiel mit Feuchtigkeit oder schützen es vor Wind und Wetter. Am schonendsten lässt sich die Frisur mit alkoholfreien Produkten stylen, die Haare und Kopfhaut nicht austrocknen.
Zu Haarpflege gehört bei Männern auch das tägliche Waschen und Pflegen des Barts. Denn in den Haarzwischenräumen sammeln sich Talg, Schweiß und abgestorbene Hautzellen. Für die Bartpflege gibt es spezielle Bartpflege-Sets und Bart-Shampoos.
Ab einer gewissen Bartlänge ist regelmäßiges Schneiden Pflicht. Einen kürzeren Dreitagebart bringt der Scher-Aufsatz des Elektrorasierers auf Länge. Denn nur ein regelmäßig gestutzter oder getrimmter Bart wächst gleichmäßig und sieht gepflegt aus.
Hormone spielen eine zentrale Rolle im Haarwachstumszyklus und können sowohl positiven als auch negativen Einfluss auf die Haardichte und -gesundheit haben. Androgene, Östrogene, Schilddrüsenhormone und andere hormonelle Faktoren tragen wesentlich zum Haarausfall bei, indem sie den Haarwachstumszyklus und die Gesundheit der Haarfollikel beeinflussen.
Die Behandlung von hormonell bedingtem Haarausfall erfordert eine gezielte Diagnose und einen ganzheitlichen Therapieansatz, der medizinische Behandlungen und Lebensstiländerungen umfasst.
| Ursache | Beschreibung | Behandlungsmöglichkeiten |
|---|---|---|
| Androgenetische Alopezie | Erbliche Veranlagung, beeinflusst durch Androgene (DHT) | Minoxidil, Finasterid, spezielle Shampoos |
| Hormonelle Veränderungen | Schwankungen der Östrogen-, Schilddrüsenhormon- oder Prolaktinspiegel | Hormontherapie, Schilddrüsenhormon-Ersatz |
| Stress | Erhöhte Cortisolspiegel, Entzündungen der Haarfollikel | Stressmanagement, Entspannungsübungen, ausgewogene Ernährung |
| Falsche Haarpflege | Chemische Behandlungen, Hitze, aggressive Stylingprodukte | Milde Shampoos, natürliche Pflegeprodukte, Hitzeschutz |
| Nährstoffmangel | Mangel an Vitaminen (B, D, H), Eisen, Zink | Nahrungsergänzungsmittel, ausgewogene Ernährung |
Diese Tabelle bietet einen Überblick über die häufigsten Ursachen von Haarausfall und die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten. Es ist wichtig, die spezifische Ursache zu identifizieren, um eine effektive Behandlung zu gewährleisten.
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