Das Schönheitsideal einer Haut ohne lästige Körperhaare ist seit der Antike verbreitet. Schon Ägypter, Griechen und Römer setzten verschiedene Techniken zur Haarentfernung ein, darunter Harze und Bienenwachs. Heutzutage bieten Enthaarungscremes eine schnelle und schmerzlose Alternative zu Rasur, Waxing und Sugaring. Sie sind in verschiedenen Formulierungen für unterschiedliche Hauttypen und Körperregionen erhältlich. Doch welche Enthaarungscreme ist die beste für die Bikinizone? Und welche Inhaltsstoffe sind kritisch?
Eine schonende Möglichkeit der Haarentfernung können Enthaarungscremes bieten. Auftragen, ein paar Minuten warten und schon lassen sich die Haare sanft entfernen. Wer seine Haut nicht durchs Rasieren reizen will und ein wenig Zeit übrig hat, ist mit Enthaarungscreme bestens bedient. Neben der unkomplizierten Anwendung ist ein weiterer großer Vorteil von Enthaarungscreme, dass die Härchen langsamer und feiner als nach dem Rasieren nachwachsen.
Haarentfernungscremes enthalten Chemikalien, die die Keratinstruktur der Haare auflösen. Keratin ist das Protein, das das Haar bildet und es elastisch und widerstandsfähig macht. Der Hauptinhaltsstoff in Enthaarungscreme ist Thioglykolsäure, die in der Lage ist, die chemischen Bindungen des Keratins aufzulösen.
Nach dem Auftragen der Creme lösen sich die Haare innerhalb von fünf bis zehn Minuten von der Hautoberfläche. Zusätzlich kann Enthaarungscreme auch andere Inhaltsstoffe enthalten, die die Haut pflegen und beruhigen sollen.
Enthaarungscremes lösen Haare schmerzfrei unter der Hautoberfläche auf. Sie können jedoch Hautirritationen verursachen und sollten vor der Anwendung getestet werden.
Tipp: Verwenden Sie Enthaarungscreme maximal alle 72 Stunden, um Hautirritationen zu vermeiden.
Mit Enthaarungscreme ist die Haut etwa eine Woche lang haarfrei. Die Zeit kann aber je nach Person und Haarwachstum unterschiedlich sein. Enthaarungscremes entfernen das Haar knapp unter der Hautoberfläche. Dadurch halten die Ergebnisse länger als beim Rasieren, aber kürzer als bei Methoden wie Wachsen.
Enthaarungscremes bieten eine schnelle und einfache Lösung für unerwünschten Haarwuchs. Trotz ihrer Vorteile, haben sie aber auch einige Nachteile, die Sie berücksichtigen sollten.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Schmerzfreie Anwendung | Hautirritationen und allergische Reaktionen möglich |
| Einfache und schnelle Anwendung | Unangenehmer Geruch |
| Längere Haltbarkeit als Rasieren (ca. 1 Woche) | Uneinheitliche Ergebnisse |
| Keine Gefahr von Schnittverletzungen | Nicht für alle Körperbereiche geeignet |
| Vermeidet Rasurbrand und eingewachsene Haare |
Tragen Sie Enthaarungscremes am besten nicht auf empfindlicher oder geschädigter Haut auf. Dazu gehört sonnenverbrannte, gereizte oder verletzte Haut. Auch im Intim- und im Augenbereich ist Vorsicht geboten, obwohl es spezielle Cremes für diese Bereiche gibt. Dennoch können diese Hautreizungen, Allergien oder Pigmentveränderungen hervorrufen.
Rasieren oder Enthaarungscreme? Das hängt von Ihren Vorlieben und dem Hauttyp ab. Enthaarungscremes bieten glattere und länger anhaltende Ergebnisse und vermeiden Rasurbrand. Sie enthalten aber Chemikalien, die die Haut reizen können. Außerdem sind sie oft teurer. Rasieren ist schneller und kostengünstiger.
Um einen guten Überblick zu bekommen, welche Enthaarungscreme empfehlenswert ist, hat „Öko Test“ 17 Enthaarungscremes untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Ausgabe 05/2023 veröffentlicht. Dabei sind namhafte Marken wie Veet, Eigenmarken von Discountern und Produkte aus der Drogerie. Die Preise liegen zwischen rund 1,15 und 11,60 Euro. Die gute Nachricht: Einer der Testsieger kostet gerade mal 1,15 Euro!
Überraschenderweise schmiert ein Markenprodukt komplett ab - und zwar die Veet Pure Haarentfernungscreme Körper & Beine. Die schlechte Benotung „ungenügend“ kommt durch MOAH zustande. Das sind Stoffe (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe), die laut Testern rein gar nichts in Enthaarungscremes zu suchen haben, da „krebserregende Bestandteile [unter ihnen] sein können“, schreibt Öko Test.
Neben kritischen Inhaltsstoffen untersuchte Öko Test die Enthaarungscremes auch auf Mikroplastik, Recyclingmaterial in der Kunststoffverpackung, ausreichend Hinweise zur Anwendung und falsche Deklarationen z.B.: „Auslobungen wie ‚sensitiv‘ oder ‚für empfindliche Haut‘ auf Produkten, die Thioglykolate enthalten“.
Welche Enthaarungscremes die Tester überzeugen konnten, kann man in der kostenpflichtigen Ausgabe von Öko Test nachlesen. Unter den „guten“ sind auch zwei Enthaarungscremes speziell für Männer dabei. Lass‘ dich von dem Siegel „for men“ bloß nicht irritieren oder vom Kauf eines guten Produktes abhalten, denn: „Spezielle Enthaarungscremes für Männer arbeiten mit dem gleichen Wirkprinzip wie die für Frauen.
Ein Beispiel ist die Elkos Body Creme von Edeka. Sie pflegt die Haut mit Mandelöl und Sheabutter-Extrakten und kommt ohne Mikroplastik aus. Da es eine Enthaarungscreme für Männer ist, duftet sie „männlich“ nach Moschus. Wer das nicht stört und eine gute, günstige Creme zur Haarentfernung sucht, ist mit dieser für nur 2,99 Euro bestens bedient, zu finden im Onlineshop und dm-Filialen.
Besonders praktisch: Du kannst sie auf trockener oder nasser Haut, zum Beispiel unter der Dusche anwenden. Für 8,49 bekommst du die Enthaarungscreme unter anderem bei Müller.
Ob du deine Haare entfernen möchtest oder nicht, bleibt ganz dir überlassen! Diejenigen, die es gerne haarfrei mögen, haben mittlerweile die Qual der Wahl. Denn der Markt wirkt regelrecht überschwemmt mit neuen Produkten, die Haaren an den Kragen gehen.
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