Haarausfall, medizinisch als Alopezie bekannt, ist ein weitverbreitetes Phänomen, das Menschen aller Altersgruppen und Geschlechter betrifft. Trotz seiner Häufigkeit sind viele Missverständnisse und Mythen über Haarausfall verbreitet, die oft zu Verwirrung und falschen Behandlungsmethoden führen. Es besteht ein hartnäckiger Glaube, dass das ständige Tragen von Hüten oder Mützen Haarausfall verursachen kann.
Im Winter greifen die meisten Menschen zu Mütze, Stirnband oder Ohrenschützer, um sich vor der Kälte zu schützen. Diese halten dich aber nicht nur warm, sondern können angeblich deine Haare schädigen. Jedenfalls, wenn man dem Spruch „Von Mützen bekommt man eine Glatze“ glauben mag. Wir klären in diesem Artikel, ob hinter dem Haarausfall-Mythos etwas Wahres steckt oder ob das Unsinn ist.
Die kurze Antwort auf die Frage, ob das Tragen von Mützen Haarausfall verursacht: nein. Denn dafür gibt es keine wissenschaftliche Grundlage.
Viele Leute behaupten, dass Caps und andere Kopfbedeckungen den Haaren die Luft zum Atmen nehmen. In Wirklichkeit werden die Haare aber durch die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt, d.h. Keine Luft? Die geht auch durch die Haare und dem Stoff durch. Glaube ich nicht.
Keine Frage: Viele Männer mit lichtem oder fehlendem Haar sind Mützen- oder Hutträger. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass die Kopfbedeckung den Haarausfall verursacht hat.
Aber herrscht vielleicht unter der Mütze eine Atmosphäre, die diesen Prozess beschleunigt? Es gibt tatsächlich eine Studie, die den Einfluss äußerer Faktoren auf die Glatzenbildung untersucht hat, und zwar an eineiigen Zwillingen.
Diese Annahme beruht auf der Idee, dass Kopfbedeckungen die Kopfhaut ersticken und so das Haarwachstum stören. Jedoch zeigen wissenschaftliche Studien, dass Haarausfall hauptsächlich durch genetische Veranlagung, hormonelle Faktoren und bestimmte Gesundheitszustände beeinflusst wird.
Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass Stress der Hauptgrund für Haarausfall ist. Während es zutrifft, dass extrem hoher Stress zu einer Form des Haarausfalls namens Telogen-Effluvium führen kann, ist der häufigste Haarausfall, die androgenetische Alopezie, genetisch bedingt.
Haarausfall? Diese Mythen sind oft das Ergebnis von Missverständnissen, Halbwissen oder überholten Vorstellungen über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall. Ein besseres Verständnis der wahren Ursachen von Haarausfall kann dazu beitragen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen und realistische Erwartungen zu setzen.
Wenn du viele Haare verlierst und den Grund dafür nicht kennst, solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Konsultiere bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer deinen behandelnden Arzt.
Mützetragen ist ungefährlich für die Gesundheit unseres Heiligtums. Die Haare, die sich dabei verabschieden, wachsen einfach nach.
Ursachen für Haarausfall:
Nun haben wir schon geklärt, dass Mützen nicht dazu beitragen, dass du Haare verlierst. Aber welche Gründe kann es dann haben?
Traktionsalopezie:
Bei der Traktionsalopezie handelt es sich nicht um eine körperliche Erkrankung, sondern um einen Haarausfall durch übermäßige mechanische Belastung des Haars. Meistens sind Frauen betroffen, die häufig enge, straffe Zöpfe tragen. 2. Die Traktionsalopezie ist eine Form von Haarausfall. Traktion bedeutet "Ziehen" oder "Zugkraft". Eine Traktionsalopezie tritt durch eine übermäßige mechanische Belastung der Haare auf. Der Haarausfall tritt dort auf, wo die Haare der Belastung ausgesetzt sind.
Bei engen Haarbändern oder straffen Frisuren ist dies meist der Haaransatz an der Stirn und den Seiten - denn dort liegt die größte mechanische Belastung vor. Wer erste Symptome nicht bemerkt und entsprechend handelt, riskiert ein weiteres Fortschreiten des Haarverlusts.
Das Haar wird an den betroffenen Stellen dünner, es können vermehrt kurze abgebrochene Härchen auftauchen (zum Beispiel am Haaransatz), der Haaransatz kann zurückweichen, es können kahle Stellen entstehen. Wird die Ursache nicht behoben, können die Haarfollikel so stark geschädigt werden, dass sie vernarben und keine neuen Haare mehr bilden können. Auch die Kopfhaut kann glänzend und vernarbt sein.
Meist bemerkt man zuerst, dass die strapazierten Haare am Haarschaft abbrechen und Frizz entsteht - einzelne Härchen, die aus der Frisur abstehen.
3. Eine Traktionsalopezie entsteht durch wiederholte mechanische Reizung bestimmter Haarbereiche. Durch Druck, Zug oder Reibung kommt es zu einer Verkrümmung der Haarwurzel. Dadurch werden die Haare immer dünner und die Wachstumsphase verkürzt sich. Schließlich fällt das Haar aus.
Da Frauen und Mädchen meist längere Haare haben und häufiger engere Frisuren tragen oder die Haare aufwendig stylen, sind sie häufiger betroffen als das männliche Geschlecht. Aber auch Männer mit langen Haaren, die oft einen Pferdeschwanz tragen, können betroffen sein.
4. Die meisten Arten des Haarausfalls bilden ein charakteristisches Muster. Bei der Traktionsalopezie fallen die Haare in den Regionen aus, die mechanisch belastet sind, also meistens an den Haaransätzen der Stirn und der Schläfen.
Manchmal kommt es aber vor, dass nicht nur eine reine Traktionsalopezie vorliegt, sondern die Haare zusätzlich durch Mangelerscheinungen geschwächt sind und dadurch empfindlicher. Mit einer Blutentnahme und anschließender Laboruntersuchung kann festgestellt werden, ob ein Mangel an Vitaminen, Nährstoffen oder Spurenelementen vorliegt, die den Haarausfall verstärken. Besonders häufig kommt ein Eisenmangel vor.
Zusätzlich sollte ausgeschlossen werden, dass eine andere Ursache dem Haarausfall zugrunde liegt.
Neben der Traktionsalopezie gibt es weitere Formen des Haarausfalls, die sich durch ein charakteristisches Muster voneinander unterscheiden. Beim diffusen Haarausfall ist das Haar meist insgesamt ausgedünnt, manchmal auch an einzelnen Stellen verstärkt. Auch der erblich bedingte Haarausfall verläuft immer nach einem ähnlichen Muster, das bei Männern von Geheimratsecken über eine kahle Stirn und schlussendlich in einem Haarkranz am Hinterkopf von Ohr zu Ohr mündet.
5. Prinzipiell ist eine Traktionsalopezie keine Krankheit. Es liegt keine körperliche Ursache vor, die den Haarausfall bedingt. Wenn die Stressbelastung für die Haare frühzeitig behoben wird, solange die Haarwurzeln noch nicht zu sehr geschädigt sind, kann das Haar normal nachwachsen. Meistens setzt innerhalb von sechs Monaten wieder ein normaler Haarwuchs ein.
Die Regeneration der Haare kann gefördert werden, wenn an der Haarwurzel ausreichend Vitamine, Nährstoffe und Wachstumsfaktoren vorhanden sind. Das kann vor allem durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglicht werden.
6. Eine Traktionsalopezie wird behandelt, indem man ihren Auslöser vermeidet. Frisuren oder Kopfbedeckungen sollten so gestaltet sein, dass sie keine Zugkraft oder Druckbelastung auf das Haar und die Haarwurzel ausüben. Das Haar sollte öfter mal einfach locker oder offen getragen werden. Auch das tägliche Styling kann die Haare überstrapazieren.
Auch eine gute Pflege der Kopfhaut ist wichtig, um die Haare zu kräftigen. Bei der Meso-Therapie zum Beispiel handelt es sich um eine Methode aus der Alternativmedizin. Eine weitere Möglichkeit ist die PRP-Therapie.
7. Einer Traktionsalopezie lässt sich vorbeugen, indem man Stress für die Haare so weit wie möglich reduziert. Dazu gehört insbesondere das richtige Styling und der richtige Haarschmuck. Es spricht nichts dagegen, auch mal eine straffe Frisur zu tragen. Das sollte man aber nicht täglich tun.
8. Gehören Sie auch zu denjenigen, die die Haare oft in einem engen Zopf tragen oder schon lange Extensions in den Haaren haben? Und wird Ihr Haar an der Stirn und den Schläfen weniger? Erst einmal ist das kein Grund zur Sorge. Diese Form des Haarausfalls ist meistens reversibel und gut behandelbar.
Haarpflege im Winter:
Shampoos für die Kopfhaut:
Bei gereizter Kopfhaut sind die meisten Shampoos eher ungeeignet. Sie enthalten oft Inhaltsstoffe, die die beanspruchte Kopfhaut zusätzlich irritieren und Schuppen noch intensivieren können. Besonders bei speziellen Anliegen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sollte dein Shampoo sehr mild formuliert sein und die Kopfhaut beruhigen. Unser Vichy DERCOS PSOlution Pflegeshampoo wirkt der übermäßigen Schuppenbildung bei Psoriasis entgegen und mildert die Entzündung auf der Kopfhaut.
Anti-Schuppen-Shampoos sind speziell dafür entwickelt worden, Schuppen auf sanfte Weise zu mildern und einer Neuentstehung entgegenzuwirken. Sie unterstützen die natürliche Abschuppung und versorgen die Kopfhaut mit wichtiger Feuchtigkeit sowie beruhigenden, regenerierenden Wirkstoffen. Das DERCOS 2in1 Anti-Schuppen-Shampoo + Pflegespülung vereint zwei Wirkweisen miteinander. Dank Selenium DS wirkt es Schuppen bereits ab der ersten Anwendung entgegen und kann bei regelmäßiger Anwendung bis zu 100 % der sichtbaren Schuppen entfernen.
Sind deine Haarfollikel geschwächt, können sie die Haare nicht mehr fest in der Kopfhaut halten. Mit dem passenden Shampoo kannst du dieses Problem wortwörtlich an der Wurzel angehen. Das Vichy DERCOS Vital-Shampoo mit Aminexil ist ein kräftigendes Shampoo gegen Haarausfall. Das sanft reinigende Shampoo mit Aminexil und Vitamin-B-Komplex wirkt Haarverlust aufgrund von Haarbruch entgegen.
Neben der passenden Kopfhautpflege spielen auch der Lebensstil und die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene Ernährungsweise mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen kann deine Haarwurzeln stärken und das Haarwachstum fördern.
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