Viele Menschen träumen von gesundem, vollem und schönem Haar. Ein stetiger Verlust von Haaren ist allerdings normal, etwa 100 Haare fallen einem täglich aus. Von richtigem Haarausfall wird daher erst gesprochen, wenn täglich mehr als 100 Haare in der Bürste hängen bleiben. In Deutschland sind nicht wenige Menschen von Haarausfall betroffen.
Gelegentlich ist zu lesen, dass eine Histaminintoleranz auch zu Haarausfall führen kann. Doch was ist Histaminintoleranz eigentlich und wie könnte sie mit Haarausfall zusammenhängen?
Histamin ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter. Es wird im menschlichen Körper hergestellt, ist aber auch in zahlreichen Nahrungsmitteln enthalten. Bei Menschen mit einer Histaminintoleranz, also einer Unverträglichkeit gegenüber Histamin, kann eine erhöhte Histaminaufnahme zu zahlreichen Symptomen führen. Die Unverträglichkeit ist vermutlich darin begründet, dass eines der Körper-Enzyme die für den Abbau von Histamin zuständig sind, nicht ausreichend vorhanden ist. Es kommt dadurch zu einem Überschuss an Histamin welcher verschiedene Beschwerden verursachen kann. Die Histaminintoleranz ist eine seltene Erkrankung die nur schwer zu diagnostizieren ist.
Histamin ist ein sogenannter Botenstoff, der Informationen zwischen den Zellen weitergibt und unter anderem wichtig für unser Immunsystem ist. Als Botenstoff übernimmt Histamin eine ganze Reihe von Aufgaben: Es leitet Reize von einem Nerv zum nächsten weiter, stellt Blutgefäße weit und sorgt dafür, dass sich die Muskulatur zusammenzieht und wieder entspannt. Ist zu viel Histamin im Körper, kann es aber auch bei genau diesen Aufgabengebieten zu Problemen kommen.
Histaminintoleranz ist eine Form der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Es handelt sich nicht um eine typische allergische Unverträglichkeit, obwohl die Symptomatik sehr ähnlich ist. Histamin ist ein biogenes Amin, welches im menschlichen Körper an unterschiedlichen Funktionen beteiligt ist. Bei allergischen Reaktionen mit Tierhaaren, Hausstaubmilben, Pollen und anderen Allergenen wird Histamin freigesetzt. Typische Beschwerden sind Nesselsucht, Hautrötungen, Schnupfen, laufende Nase, Juckreiz aber auch Kopfschmerzen.
Jeder Mensch kommt ständig in Kontakt mit Histamin, welches auch kein Problem darstellt, da unser Körper ein Enzym besitzt, welches Histamin abbaut. Histamin wird durch das Enzym Diaminoxidase (DAO)in Leber, Niere, Dünndarm gespalten und unschädlich gemacht. Wenn das Enzym DAO nicht ausreichend gebildet wird, kann nicht genügend Histamin abgebaut werden und große Mengen kommen über die Nahrung in den Körper.
Da der Körper das Histamin nicht selber bildet, sondern von außen aufgenommen wird, handelt es sich nicht um eine echte Allergie. Nach der Aufnahme von histaminhaltigen Speisen wie Bananen, Rotwein, Walnüssen, Schokolade etc. In der Darmflora von Betroffenen findet sich häufig eine Fehlbesiedlung mit Bakterien. Diese histaminfreisetzenden Bakterien produzieren ständig große Mengen an Histamin, die den Organismus überschwemmen.
Durch viele Medikamente wie ASS und Diclofenac oder durch akute Magen-Darminfekte kann die Aktivität von DAO heruntergesetzt werden und es kommt zu einem verminderten Abbau. Bei einigen Patienten tritt eine Histaminintoleranz nach Verzehr von Histaminliberatoren auf. Die sind in Erdbeeren, Zitrusfrüchten, Tomaten und Meeresfrüchten enthalten. Auch Glutamat (Geschmacksverstärker) kann eine Histaminfreisetzung fördern.
Bei Histaminintoleranz sollten weitere Unverträglichkeiten wie Laktose-, Fruktose-, Sorbitintoleranz und Glutenunverträglichkeit ausgeschlossen werden. Häufig kommt eine Histaminintoleranz wenn bereits eine andere Unverträglichkeit vorhanden ist. Nach Feststellung einer Histaminunverträglichkeit sollte für 2 Wochen auf histaminhaltige Kost verzichtete werden. In der Regel klingen die Beschwerden in dieser Zeit ab oder verschwinden ganz.
Diaminoxidase (DAO) ist ein kupferhaltiges Enzym, das als Cofaktor die Vitamine Kupfer, Zink, B6 und C benötigt. Liegt ein Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) vor, kann die Aktivität dieses Enzyms beeinträchtigt werden. Histaminreiche Speisen und Getränke werden dann schlecht toleriert und verursachen Beschwerden. Viele Betroffene haben deshalb das Bedürfnis, ihre Versorgung mit diesen Nährstoffen täglich sicherzustellen. Das Präparat Betadianin Kapseln wurde speziell zu diesem Zweck entwickelt und unterstützt die tägliche Ernährung mit diesen essenziellen Nährstoffen auf bequeme und sichere Weise.
Histamin hat im weiblichen Körper eine besondere Funktion. Gebärmutter und Eierstöcke produzieren dieses Hormon ebenfalls. Es erhöht die Östrogenkonzentration. Östrogen sorgt bei der Monatsblutung für Kontraktionen der Gebärmutter, die äußerst schmerzhaft sein können. Während einer Schwangerschaft kommt es sehr häufig zu Hormonschwankungen, die sich auf die Histaminintoleranz positiv auswirken können. Schon ab dem 40. Lebensjahr kann es zu ersten Veränderungen im weiblichen Zyklus kommen. Die fruchtbare Zeit der Frau geht zu Ende und die Eierstöcke stellen langsam ihre Tätigkeit ein. Es kommt immer seltener zum Eisprung und immer weniger Hormone werden gebildet. Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr beginnt dann in der Regel die Phase der Umstellung, die bei manchen Frauen nur einige Monate dauert und wenig Beschwerden macht, aber bei anderen auch bis zu 10 Jahre und länger andauern kann.
Frauen, die vorher schon eine Histaminintoleranz hatten, können eine weitere Verstärkung ihrer Symptome in Kombination mit der Hormonumstellung erfahren. Wer vorher nicht von Histaminintoleranz betroffen war, kann durch den plötzlichen Östrogenüberschuss eine Histaminintoleranz entwickeln. Wenn die Progesteronbildung schneller abnimmt als die Bildung des Östrogens, spricht man von einer Östrogendominanz. Es steht nicht mehr ausreichend Progesteron zur Verfügung, um ein optimales Hormongleichgewicht zu schaffen.
Zu viel Östrogen, vor allem das Estradiol, aktiviert die Mastzellen und fördert damit die Histaminfreisetzung, gleichzeitig schwächt es die Bildung von DAO, die für den Histaminabbau gebraucht wird. Es kommt also zu einem Überschuss an Östrogen, das von dem mangelnden Progesteron nicht mehr ausgeglichen werden kann. Dieser Mangelzustand, bzw. das Ungleichgewicht der Hormone, führt oft auch zu verstärktem Auftreten von Allergien.
Die Symptome einer Histaminintoleranz treten bei den meisten Betroffenen innerhalb von Minuten oder Stunden nach dem Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel auf. Die Dauer der Symptome variiert von Person zu Person. Meist dauern die Beschwerden nicht länger als einige Stunden an. Histaminintoleranz kann sehr vielfältige Symptome haben. Manchmal zeigen sich lediglich einzelne Beschwerden, etwa Hautausschlag oder Rötung und Juckreiz.
Bei einer Histaminintoleranz kann ein Übermaß an Histamin zu verschiedenen Arten von Hautausschlägen führen. Es kann zu ekzematösen Hautausschlägen, aber auch zu Nesselsucht (Urtikaria) kommen. Auch eine plötzliche Rotfärbung der Haut (Flush) ist möglich. Die verschiedenen Hautausschläge die im Rahmen einer Histaminintoleranz auftreten können, gehen häufig mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Juckreiz einher. Als Flush bezeichnet man eine plötzlich auftretende Rotfärbung der Haut. Diese Rötung tritt vor allem im Bereich von Gesicht, Hals und Dekolleté auf. Ursache für den Flush ist eine plötzliche Erweiterung von Blutgefäßen. Ein solcher Flush kann im Rahmen einer Histaminintoleranz auftreten.
Neben den zahlreichen körperlichen Symptomen die eine Histaminintoleranz verursachen können, kann eine Abbaustörung von Histamin auch zu psychischen Störungen führen. Die Histaminintoleranz kann zahlreiche verschiedene Gesichter haben. So kann sie auch mit Symptomen einhergehen, die wie eine Allergie imponieren. Hierzu können tränende, juckende und gerötete Augen zählen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass derlei Symptome an den Augen deutlich häufiger im Rahmen tatsächlicher Allergien wie beispielsweise Heuschnupfen, Tierhaarallergien oder einer Hausstauballergie auftreten.
Bei der Histaminintoleranz kommt es häufig zu Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts. Häufig treten diffuse Bauchschmerzen und Durchfälle auf. Auch Blähungen können im Rahmen eines Histaminüberschusses bei mangelndem beziehungsweise verzögertem Histaminabbau im Körper auftreten. Sie können von Bauchschmerzen und Durchfall begleitet sein.
Sowohl bei Patienten mit bekannter Migräne als auch bei Patienten die sonst nicht unter Kopfschmerzen leiden, kann eine Histaminintoleranz zu Kopfschmerzen führen. Der mangelnde Abbau des Histamins löst dann die Kopfschmerzen aus. Bei vielen Migränepatienten ist eine reduzierte Aktivität des Enzyms, das für den Histaminabbau zuständig ist, nachgewiesen.
Herzrasen ist ein mögliches Symptom einer Histaminintoleranz. Bereits kurz nach Aufnahme einer erhöhten Menge an Histamin mit der Nahrung kann es zu einer Beschleunigung des Herzschlages bis hin zu Herzrasen (Tachykardie) kommen.
Bereits kurz nach Aufnahme einer erhöhten Menge an Histamin mit der Nahrung kann es zu einer Beschleunigung des Herzschlages bis hin zu Herzrasen (Tachykardie) kommen. Wenn sich die Blutgefäße in Armen und Beinen weiten, kann der Blutdruck abfallen. Bei einer sehr hohen Menge Histamin ist es sogar möglich, dass das Blut vollständig in den Beinen versackt und nicht mehr genug zum Herz zurückkommt. Es kann aber auch genau das Gegenteil eintreten.
Schon während oder unmittelbar nach dem Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel kann die Histaminintoleranz eine verstopfte oder laufende Nase verursachen.
Patienten mit Asthma haben oft das Problem, dass ein bestimmtes Enzym nicht so viel Histamin abbaut, wie das bei gesunden Menschen der Fall ist.
Auch die Gewichtszunahme ist ein Symptom, über das Menschen, die glauben von einer Histaminintoleranz betroffen zu sein, gelegentlich berichten. Es wird diskutiert, dass eine Histaminintoleranz auch Auslöser von Depressionen sein kann.
Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass das Krankheitsbild der Histaminintoleranz unter Experten generell nicht ganz unumstritten ist. Dies liegt unter anderem daran, dass die Diagnose schwer zu stellen ist. Auch gibt es kaum verlässliche wissenschaftliche Daten zur Histaminintoleranz. Da das Krankheitsbild der Histaminintoleranz schwer zu diagnostizieren ist und es bisher wenig verlässliche wissenschaftliche Daten gibt, glauben vermutlich viele Menschen zu Unrecht, an einer Histaminintoleranz zu leiden. Dies führt dazu, dass zahlreiche Symptome mit der Erkrankung in Zusammenhang gebracht werden, die jedoch eigentlich völlig andere Ursachen haben.
Grundsätzlich unterscheidet man bei der Störung des Haarwuchses danach, ob es sich um vernarbenden oder nicht vernarbenden Haarausfall handelt.
Der vernarbende Haarausfall ist eher selten und betrifft ca. 3-5% der von Haarausfall betroffenen Patienten. Aufgrund einer Vernarbung oder Fibrosierung des Haarfollikels verliert dieser seine Funktion und es kommt an der betroffenen Stellen endgültig nicht mehr zu Haarwuchs. Ursachen hierfür können zum Beispiel entzündliche Kopfhauterkrankungen oder Autoimmunprozesse sein.
Beim nicht vernarbenden Haarausfall bleibt die Funktion des Haarfollikels erhalten. Hier unterscheidet man weiter, ob es sich um einen diffusen (größere Regionen am Kopf betreffend) Haarausfall handelt oder ob er lokal auf bestimmte Stellen am Kopf begrenzt ist. Handelt es sich um nicht wirklich sichtbaren Haarausfall, so nennt man dies Effluvium. Kommt es allerdings zu sichtbaren kahlen Stellen, so nennt sich dies Alopezia.
Besonders hormonelle Dysbalancen im Bereich der Sexual- wie auch der Schilddrüsenhormone können Haarausfall begünstigen. Dabei sind die Beschwerdebilder oft relativ typisch.
So bedeutet der androgenetisch bedingte Haarausfall, dass ein Zuviel an männlichen Sexualhormonen (Androgene - hier vor allem ein bestimmtes Testosteron) und die genetisch erhöhte Sensibilität der Haarfollikel für diese Hormone sowohl bei Männern als auch bei Frauen zum Verlust der Haare führen können. Die Symptomatik ist allerdings sehr unterschiedlich zwischen den Geschlechtern. Bekommt ein Mann eher Geheimratsecken und lichtes Haar am Hinterkopf, so fällt bei der Frau ein immer lichter werdender Mittelscheitel und ein Verlust des fülligen Haares im Bereich des vorderen Oberkopfes auf.
Eine ähnliche Symptomatik findet sich auch bei Frauen, die unter einem Östrogenmangel leiden, jedoch gesellt sich dann oft noch brüchiges, dünnes Haar dazu.
Auch ein Progesteronmangel kann zu einer Veränderung des Haarwachstums führen, da sich die Wachstumsphase des Haares dadurch verkürzen kann.
Hingegen können sich Probleme mit der Schilddrüse, z. B. bei einer Unterfunktion, unter anderem durch brüchiges oder strohiges Haar sowie den Verlust der Haare im äußeren Bereich der Augenbrauen bemerkbar machen.
Besonders nach einer Schwangerschaft und in der Stillzeit kommt es zu starken Veränderungen der hormonellen Lage bei der Frau. Dies wird oft als eine Zeit mit massivem Haarausfall wahrgenommen. Tatsächlich aber muss man sagen, dass es hier nicht zu vermehrtem Haarausfall kommt, sondern die Natur nur das nachholt, was sie in der Schwangerschaft nicht getan hat - Haar loswerden.
In der Schwangerschaft verlängern sich aufgrund der hohen Hormonspiegel die einzelnen Wachstumsphasen, so dass in dieser Zeit deutlich weniger Haare ausfallen und zusätzlich viel mehr Haare in die Wachstumsphase eintreten - die berühmte schöne Haarpracht in der Schwangerschaft. Nach der Geburt kommt es zu einem deutlichen Absinken der Hormonspiegel, so dass mehr Haare in die Ruhephase eintreten und nach wenigen Monaten dann auch ausfallen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass besonders nach einer Schwangerschaft bzw. in der Stillzeit der Nährstoffbedarf der Mutter erhöht ist, so dass zu den hormonellen Veränderungen auch Mikronährstoffmängel eine Ursache für den Haarausfall sein können.
Für den Haarwuchs gibt es eine Reihe von Nährstoffen, die unabdingbar sind. Da der Haarwuchs für unser Überleben nicht zwingend notwendig ist, bedient unser Körper im Falle eines Mangels an Nährstoffen das Wachstum der Haare erst ganz zum Schluss. Daher braucht es bei manchen Patient(inn)en Mineralstoffspiegel im oberen Normbereich, damit die Haare wieder gesund und munter sprießen. Wichtige Nährstoffe für den Haarwuchs sind u. a. Eisen, Jod, Zink, Selen, Biotin oder auch Kieselsäure. Darüber hinaus sind auch eine ausreichende Versorgung mit Fettsäuren sowie ein ausreichender Vitamin D3 Spiegel für gesundes Haarwachstum erforderlich.
Allerdings sollte immer eine entsprechende Labordiagnostik der Mineralstoffe und Vitamine zu Beginn und im Verlauf der Substitution durchgeführt werden. Denn hier ist wichtig, dass die Patientin/der Patient das substituiert, was wirklich im Mangel ist, um Überdosierungen zu vermeiden, die unter Umständen sonst wieder toxisch wirken und ggf. Haarausfall hervorrufen können.
Durch zu viel Stress und der damit verbundenen erhöhten Ausschüttung des Steuerungshormons CRH (Corticotropin Releasing Hormon), das über einen Regelkreis am Ende unter anderem für die Ausschüttung von Cortisol sorgt, kann es zu einer Aktivierung von Mastzellen im Bereich der Haarwurzeln kommen. Mastzellen sind Zellen des Immunsystems, die u. a. Histamin gespeichert haben, und für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind. Diese Mastzellen sind in der Lage, durch Erzeugung von lokalen Entzündungen einen vorzeitigen Wachstumsstopp im Haarfollikel auszulösen.
Der sicherlich deutlichste Haarausfall durch Intoxikation ist der Haarausfall nach einer Chemo- oder Strahlentherapie. Hier zeigt sich meist sehr schnell, wie die Haarfollikel durch toxische Stoffe in die Knie gezwungen werden, da das Haarwachstum bereits in der frühen Wachstumsphase unterbrochen wird. Aber auch die Einnahme von Medikamenten kann einen Haarausfall auslösen, der sich ggf. eher schleichend einstellt. Daher ist es wichtig, in der Anamnese unbedingt auch nach der Einnahme von sämtlichen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln zu fragen. Die Liste der Medikamente, deren Einnahme von Haarausfall begleitet sein kann, ist lang. Da sind Schmerzmittel wie die NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) zu nennen, aber auch die Pille, Betablocker, Cholesterinsenker, Antidepressiva oder Antihistaminika sind auf dieser Liste zu finden.
Bei dieser Form des Haarverlustes kommt es zu einem Angriff auf die Haarwurzeln durch autoimmune Prozesse. Hierzu gehört auch der sogenannte kreisrunde Haarausfall (Alopezia arreata), der meist durch runde, kahle Stellen auf dem Kopf gekennzeichnet ist. Aber auch der Verlust von Augenbrauen oder Wimpern kann in diesem Zusammenhang beobachtet werden. Die Haarfollikel werden nicht zerstört und es erfolgt auch keine Vernarbung, so dass Haarwuchs nach Ausheilen der Ursache an den betroffenen Stellen wieder möglich ist.
Fällt ein vermehrter Haarausfall auf, nachdem z. B. ein neues Shampoo verwendet wurde, sollte an eine allergische Reaktion der Haarfollikel auf einen Inhaltsstoff des verwendeten Mittels gedacht werden.
Mittels einer sehr detaillierten Anamnese und einer entsprechenden Labordiagnostik ermittele ich die Ursachen des Haarausfalls, um dann aus diesen Ergebnissen die geeignete Therapie zu erarbeiten, sofern der Besuch eines Hautarztes nicht erforderlich erscheint. Im Anamnesegespräch gilt es, alle ausschlaggebenden Aspekte aus dem individuellen Beschwerdebild zu erarbeiten. Oft zeigt sich hier, dass dem Haarausfall ein Mix aus Ursachen zu Grunde liegt. An das Anamnesegespräch schließt sich dann eine auf die Patientin/den Patienten zugeschnittene Labordiagnostik an, die unter anderem die Analyse der Mineralstoffspiegel sowie des Hormonstatus oder auch die Bestimmung von Vitaminspiegeln und Entzündungsparametern umfassen kann. Je nach Beschwerdebild können noch weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Eine Therapie orientiert sich immer an den Beschwerden der Patientin/des Patienten sowie an den Untersuchungsergebnissen und den daraus ermittelten Ursachen für die Beschwerden des Haarausfalls. Auch hier ist häufig ein Therapiekonzept erforderlich, das verschiedene Ebenen anspricht.
Hier können unter anderen zum Einsatz kommen: Mikronährstofftherapie - Auffüllen von Mineralstoffen und Vitaminen; ggf. auch mittels Infusionstherapie. Wichtig: Mineralstoffe und Vitamine sollten immer bedarfsgerecht substituiert werden. Um Überdosierungen zu vermeiden, ist daher das Auffüllen unter Laborkontrolle in gewissen Zeitabständen sinnvoll.
Behandlung von Funktionsstörungen des Darms - im Falle von hormonellen Dysbalancen ist es wichtig, dass der Darm in der Lage ist, die Abbauprodukte der Hormone auszuscheiden, da ansonsten durch einen gestörten Darm Hormone zurück in den Körperkreislauf gelangen und somit zum hormonellen Ungleichgewicht beitragen.
Regulation der hormonellen Dysbalancen, u. a. durch Phytotherapeutika, Spagyrik, Gemmotherapie oder bioidentische Hormone Wichtig: Hormone sollten niemals ohne eine gründliche Hormonanalyse im Vorfeld behandelt werden. Da das Zusammenspiel der Hormone so fein miteinander versponnen ist, dass jedes Ziehen an der einen Stelle auch eine Veränderung an anderer Stelle in diesem System zur Folge hat, wäre es fatal, aufs Geratewohl zu behandeln.
Entgiftung und Entsäuerung der Gewebe und die Unterstützung der Leber in ihrer Funktion Ernährungsberatung - es kann Sinn machen, zum Beispiel im Falle eines autoimmunen Geschehens nach Lebensmitteln zu schauen, die diesen Prozess bei der Patientin/dem Patienten antriggern und daher besser nicht konsumiert werden sollten. Hier gilt es dann, gesunde Alternativen zu finden. Lifestyle-Beratung - hier können alle möglichen Fragen des (täglichen) Lebens, die der Patientin/dem Patienten auf der Seele brennen, besprochen werden. Die Palette reicht von Fragen wie „Welche Gegenstände im Haushalt sind eher schädlich und sollten ausgetauscht werden?“ über „Ist mein Schlafverhalten optimal?“ bis hin zu „Wie bekomme ich meinen Stress besser in den Griff?“
Alles in allem zeigt sich, dass die ganzheitlichen Therapiekonzepte zur Behandlung von Haarausfall sehr individuell zugeschnitten werden können und daher für die meisten Patientinnen/Patienten eine gute Compliance (Bereitschaft eines Patienten zur aktiven Mitwirkung an therapeutischen Maßnahmen) aufweisen. Mittels einer naturheilkundlichen Behandlung dem Haarausfall auf den Grund zu gehen, ist mit Sicherheit ein lohnenswerter Weg, wie auch viele Studien zu diesem Thema zeigen.
Ein eher ungewöhnliches Symptom der Histaminintoleranz ist Haarausfall. Sind dabei die Hirnhautarterien betroffen, sind Kopfschmerzen und teilweise sogar Migräne die Folge.
Es gibt dazu allerdings nur wenig wissenschaftliche Daten. Es ist möglich, dass Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten. Einige Betroffene berichten von Muskelzucken im Zusammenhang mit einer Histaminintoleranz.
Sind Hormone in der Dysbalance, fehlen bestimmte Mineralstoffe oder sind im Übermaß vorhanden, so reagiert der Haarfollikel genetisch bedingt viel schneller darauf mit Irritationen als bei Menschen ohne diese genetische Disposition. Hierin begründet liegt auch die Anfälligkeit für den androgenetisch bedingten Haarausfall sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Histaminintoleranz möglicherweise indirekt zu Haarausfall beitragen kann, indem sie Entzündungen fördert, die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt oder hormonelle Ungleichgewichte verstärkt. Es ist jedoch wichtig, andere Ursachen für Haarausfall auszuschließen und eine ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit in Betracht zu ziehen.
Um mehr über die Behandlung von Histaminintoleranz zu erfahren, schau dir folgendes Video an:
tags: #Haarausfall #Histaminunverträglichkeit #Ursachen
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