Haarausfall durch Haarbruch: Ursachen und Behandlung

Viele Menschen wünschen sich volles und kräftiges Haar. Doch bei genauerer Betrachtung ist feines Haar eigentlich gar nicht so übel. Die gute Nachricht zuerst: Täglich Haare zu verlieren, ist völlig normal. Erst wenn Sie ganze Büschel verlieren und Ihr Haar verschieden lang ist und zottelig in alle Richtungen absteht, deutet dies auf ein ernsthaftes Problem hin - nämlich auf Haarbruch. Doch damit es soweit erst gar nicht kommt, können Sie mit den richtigen Pflegemaßnahmen entgegenwirken.

Haarbruch tritt auf, wenn die mechanische Festigkeit der Haare durch verschiedene Faktoren wie chemische Behandlungen, Hitze oder mangelhafte Pflege abnimmt. Es handelt sich um ein physikalisches Ereignis, bei dem die Haare nicht mehr in der Lage sind, alltäglichen Belastungen standzuhalten und daher entlang des Schafts brechen. Wenn das Haar bricht, deutet dies darauf hin, dass es in seiner Struktur geschädigt ist und wichtige Bestandteile verloren hat, die für seine Stärke und Elastizität notwendig sind. Im Gegensatz zu Haarausfall, der von der Wurzel her auftritt, zeichnet sich Haarbruch durch das Abbrechen der Haarstruktur am Ansatz, in den Längen oder Spitzen aus.

Wenn einzelne Haare an geschwächten Stellen willkürlich abbrechen, wird Haar als brüchig bezeichnet. Strukturschäden im Haar sind häufig als kleine weiße Punkte erkennbar. Häufig tritt Haarbruch vor allem beim Deckhaar auf und wenn viele Haarschäfte betroffen sind, wirkt das Haar stumpf und glanzlos.

Im Folgenden werden die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarbruch detailliert erläutert.

Brüchige Haare – das machen die meisten falsch

Ursachen für Haarbruch

Haare sind mehrschichtig aufgebaut. Die äußerste Schicht erinnert optisch an einen Tannenzapfen - sie besteht aus verhornten Zellen, die in mehreren Lagen übereinander liegen. Bei gesundem Haar ist diese Schicht geschlossen: Das Innere des Haars ist vor äußeren Einflüssen geschützt, die Haare sind gut kämmbar und glänzen.

Haarbruch manifestiert sich optisch durch markante, kleine weiße Punkte auf den Haaren, die Bruchstellen anzeigen. Diese Punkte sind ein Indikator dafür, dass das Haar strukturelle Schäden erlitten hat, was ihm ein sprödes und strohiges Aussehen verleiht. Im Unterschied zu Spliss, welcher typischerweise die Haarspitzen betrifft und diese spaltet, kann Haarbruch entlang der gesamten Haarlänge auftreten.

Haarbruch kann durch eine Vielzahl von internen und externen Faktoren verursacht werden, die Haarstruktur schädigen und die Gesundheit der Haare beeinträchtigen. Um wirkungsvoll gegen Haarbruch vorgehen zu können, müssen zunächst die Gründe für brüchiges Haar verstanden werden.

Obwohl Haarbruch und Spliss unterschiedliche Symptome sind, weisen sie auf das gleiche Problem hin: Deinem Haar mangelt es an Feuchtigkeit oder die Struktur ist durch mechanische Belastungen angegriffen worden. Oft ist eine Kombination aus beidem Schuld daran.

Hier sind 12 häufige Haarbruch Ursachen:

  1. Mangelhafte oder übermäßige Pflege: Die Art und Weise, wie wir unsere Haare tagtäglich pflegen, kann erheblich zu ihrer Brüchigkeit beitragen. Übermäßiges Bürsten und Produkte mit einem zu hohem Säuregehalt (pH < 5,0) können die Haarstruktur beschädigen. Ideal sind Pflegeprodukte mit hautneutralem pH-Wert zwischen 5 und 6,5. Dieser ist leicht sauer und besser für die Pflege von Haar und Kopfhaut geeignet. Ebenso belastet unsachgemäßes Trocknen mit dem Handtuch, wie kräftiges Reiben, nasse Haare stark. Zu viel Hitze durch Föhnen, Glätten und Co. entzieht den Haaren ihre Feuchtigkeit. Wer darüber hinaus auf regelmäßiges Spitzenschneiden verzichtet und seine Haare in straff gebundenen Frisuren trägt, erhöht das Risiko für brüchige Haare zusätzlich.
  2. Häufige chemische Behandlungen: Häufige chemische Behandlungen wie Dauerwellen oder Blondierungen können deinem Haar großen Schaden zufügen. Diese Arten von Behandlungen und Verfahren zerstören die Schuppenschicht deines Haares und machen es sehr schwer, zu reparieren. Weniger dieser chemischen Behandlungen helfen dabei, das Abbrechen der Haare zu vermeiden.
  3. Trockenes Haar: Trockenes Haar bedeutet, dass dein Haar nicht genügend Feuchtigkeit bekommt oder sie nicht speichern kann. Ich leide unter trockenem Haar, und es kann ziemlich anstrengend sein, es zu pflegen.
  4. Einseitige Ernährung: Eine unzureichende Nährstoffversorgung beispielsweise beeinträchtigt die Haarstruktur. Besonders bei einem Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen und Aminosäuren können die Haare ihre Widerstandsfähigkeit verlieren und leichter brechen. So führt etwa ein ausgeprägter Eisenmangel zu trockeneren Haaren . Wichtige Nährstoffe für gesundes Haar sind unter anderem Biotin (Vitamin H), Kalzium, Eiweiß und B-Vitamine.
  5. Psychische und physische Belastung: Stress und körperliche Belastung setzen dem Körper stark zu und können auch die Gesundheit der Haare beeinträchtigen. Unter Stress produziert der Körper vermehrt Hormone wie Cortisol und Noradrenalin, die nicht nur psychische, sondern auch körperliche Auswirkungen haben. Schlafstörungen, Anspannung, ein Mangel an Selbstfürsorge sind einige der möglichen Folgen. Wenn Geist und Körper unter Druck stehen, kann es zu einem Nährstoffmangel kommen, weil lebenswichtige Ressourcen anderen Bereichen zugeteilt werden. Dies kann dazu führen, dass die Haare nicht mehr ausreichend versorgt werden.
  6. Die Art und Weise, wie du dein Haar stylst, könnte zu extremem Haarbruch führen.
  7. Eine weitere Haarbruch Ursache kann starkes Trocknen der Haare mit einem Handtuch sein. Durch die Reibung kann es dazu kommen, dass Haare abbrechen oder sich die Haare statisch aufladen führen.
  8. Es stimmt, dass Haare, die sich oft verknoten, zu Haarbruch führen können. Bürste dein Haar unter der Dusche sanft mit einer Wet Brush oder einem grobzinkigen Bambus Kamm, beginne an den Spitzen und arbeite dich langsam bis zum Ansatz vor.
  9. Niemand will fettiges Haar, aber zu häufiges Waschen kann dem Haar gesunde Öle entziehen. Versuche, die Abstände zwischen den Haarwäschen zu verlängern, um sicherzustellen, dass dein Haar nicht strapaziert wird.
  10. Es passiert den Besten von uns. Vermeide die Verwendung von Produkten mit scharfen Sulfaten und Silikonen.
  11. Regelmäßiges Haareschneiden hilft dem Haar, gesund und kräftig zu wachsen. Regelmäßiges Haareschneiden hält deine Haarspitzen gesund und stark. Wenn du Spliss hast und deine Haare schon länger nicht mehr geschnitten wurden, musst du anfangs leider ziemlich viel abschneiden. Langfristig wird dies aber helfen und dein Haar länger wachsen lassen. Versuche, dein Haar alle 12 Wochen zu schneiden, damit es gesund und kräftig bleibt.
  12. Medizinische Ursachen: Haarbruch kann auch medizinische Ursachen haben. Probleme mit der Schilddrüse können sich negativ auf die Haargesundheit auswirken. Auch schwere grippale Infekte oder chronische Darmerkrankungen sowie die Auswirkungen einer Chemotherapie können zu brüchigem Haar führen.

Ohne es zu bemerken, setzen wir unsere Haare im Alltag nämlich zahlreichen Belastungen aus. All das kann für das Haar eine Tortur werden:

  • Mechanische Belastungen
  • Chemische Einflüsse
  • Hitze
  • Seelischer Stress
  • Falsche Ernährung

Mechanische Belastungen lassen sich nicht gänzlich vermeiden, aber reduzieren. An erster Stelle steht das Kämmen und Bürsten deiner Haare. Das falsche Werkzeug kann hier die Ursache für Haarbruch darstellen: Günstig verarbeitete Kunststoffbürsten weisen oft Kanten und Spitzen auf, die am Haar reißen. Investiere lieber in eine hochwertige Bürste mit Naturborsten. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Während du dein Haar bürstest, verteilen die Borsten Fett in deinem Haar, das es braucht, um gesund und glänzend zu bleiben.

Chemische Einflüsse sind vor allem Haarfarben und Blondierungen. Farbpigmente werden der Haarstruktur zugefügt oder gar entzogen - selbst für gesundes Haar die reinste Tortur. Ist eine Farbbehandlung unverzichtbar, verwende eine Tönung oder frage deinen Frisör nach schonenden Methoden.

Oft herrscht der Irrglaube „Viel hilft viel“. Aber übermäßige Hitze kann geschädigtem Haar den Rest geben. In den meisten Fällen werden Haartrockner, Glätteisen und Lockenstäbe zu heiß eingestellt und zerstören bei regelmäßiger Anwendung die Haarsubstanz.

Seelischer Stress, der auch noch länger anhält, wirkt sich ebenfalls negativ auf deine Haargesundheit aus. Kämpfst du bereits mit den Folgen des Stresses in deinen Haaren, versuche ihn zu vermeiden oder dir ausreichend Erholung zu gönnen.

Für das Haarwachstum benötigt dein Körper wichtige Nährstoffe. Fast Food & Co. sind zwar lecker, aber auf Dauer nicht gesund. Damit dein Haar schön und gesund bleibt, benötigt es wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Nährstoffversorgung der Haarwurzel

Was tun bei Haarbruch?

Haarbruch beeinträchtigt nicht nur das Erscheinungsbild unserer Haare, sondern signalisiert uns einen Mangel oder ein Zuviel an Pflege. Für eine Pflegeroutine, welche die Bedürfnisse brüchiger Haare befriedigt, braucht es reichhaltige Produkte und die richtigen Haarpflegetechniken. Diese helfen auch dabei, Haarbruch vorzubeugen.

Brüchige Haare richtig pflegen

  • Schonende Haarwäsche: Reduziere die Waschhäufigkeit und shampooniere statt der Haarlängen vor allem die Kopfhaut, um den natürlichen Schutzfilm der Haare zu bewahren und ihre Bruchanfälligkeit zu verringern.
  • Sanft trocknen: Nasse Haare sind besonders empfindlich und anfällig für Bruch, daher sollte das Reiben mit einem Handtuch vermieden werden. Haare stattdessen in ein Baumwoll-Shirt oder Mikrofaserhandtuch einschlagen und sanft das Wasser herausdrücken.
  • Vorsichtig entwirren: Geschädigte Haare brechen beim Kämmen ab. Daher solltest du nasses Haar nicht bürsten und stattdessen in feuchtem Zustand mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig entwirren. Experten-Tipp: Trockene Haare mit Naturborsten bürsten, um den schützenden Talg gleichmäßig zu verteilen.
  • Hitze vermeiden: Föhnen auf das Nötigste beschränken und niedrige Temperaturen wählen. Die häufige Anwendung von Hitze durch Glätteisen und Lockenstäbe solltest du möglichst vermeiden.
  • Auf chemische Behandlungen verzichten: Häufiges Haarefärben und die Nutzung aggressiver Färbemittel können die Haarstruktur auf Dauer schwächen. Auf Dauerwellen, dauerhafte Glättungen und häufiges Färben daher möglichst verzichten, um die Schuppenschicht zu schützen.
  • Sanfte Styling-Techniken: Straffe Frisuren wie enge Dutts oder Pferdeschwänze gilt es zu vermeiden. Stattdessen die Haare lieber locker zusammenbinden, am besten mit weichen, breiten Zopfgummis ohne Metallteile.

Pflegende Produkte gegen brüchige Haare

Um brüchige Haare optimal zu pflegen, bedarf es der richtigen Produkte, die Feuchtigkeit spenden, statt sie zu entziehen und dem Haar wichtige Lipide zurückgeben, die beim Waschen verloren gehen. Rückfettende Shampoos, milde Spülungen sowie nährende Haarmasken sollten zu jeder Pflegeroutine dazugehören.

  • Priorin® Shampoo: Das Priorin® Shampoo pflegt kraftloses und dünner werdendes Haar ganz ohne Parabene und Farbstoffe. Mit einer speziellen Kombination aus Hirseextrakt, Glykoproteinen und Pro-Vitamin B5 stärkt es die Haarstruktur und fördert die Feuchtigkeitsspeicherung. Pro-Vitamin B5 lagert sich am Haar an und verleiht ihm nicht nur Glanz, sondern verbessert auch die Kämmbarkeit und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Haarbruch.
  • Priorin® Haarmaske: Die Priorin® Haarmaske ist die ideale Pflege-Ergänzung zu den Priorin® Kapseln gegen Haarausfall. Die Inhaltsstoffe der Priorin® Haarmaske sorgen nicht nur für bis zu 75 % mehr Glanz, sondern auch für bis zu 60 % mehr Volumen* und bis zu 97 % weniger Haarbruch.

Hausmittel gegen brüchige Haare

Haarbruch stoppen mit Hausmitteln? Probieren Sie es aus. Verschiedene sanfte Mittel spenden Ihren Haaren Feuchtigkeit und stärken sie dadurch. Brechen die Haare am Ansatz abbrechen, oder am ganzen Haar, können Sie es mit natürlichen Gegenmaßnahmen versuchen.

Zu den Hausmitteln gegen Haarbruch gehören:

  • Haarkur mit Honig: Brechen die Haare ab, ist etwas, was Sie tun können, eine Honig-Haarkur auszuprobieren. Zusammen mit Eigelb und Mandelöl lässt sich damit eine Kur für kaputtes Haar herstellen. Enthält sie Rosmarin- und Lavendelöl trägt sie außerdem zur Beruhigung der Kopfhaut bei.
  • Bierwäsche: Was ebenfalls gegen Haarbruch helfen kann, ist eine Bierwäsche. Sie dient der Kräftigung des Haars.

Haarbruch vermeiden

Nicht nur die Wahl der Pflegeprodukte oder die Häufigkeit des Haarewaschens tragen dazu bei, das Haar vor Haarbruch zu schützen. Neben der richtigen Haarpflege helfen weitere wichtige Maßnahmen, Haarbruch effektiv vorzubeugen.

Ausgewogene Ernährung gegen Haarbruch

Eine gesunde Ernährung zielt darauf ab, den Körper mit allen wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen zu versorgen. Auch die Haare profitieren davon, wenn auf dem Speiseplan Ausgewogenheit herrscht:

Nährstoff Wirkung Lebensmittel
Eisen Wichtig für die Zellteilung und das Haarwachstum Rotes Fleisch, Getreideprodukte, dunkelgrünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte
Vitamin H (Biotin) Beteiligt am Aufbau von Keratin, stärkt die Widerstandsfähigkeit der Haare Eigelb, Nüsse, Pilze
Vitamin A Wichtig für das Haarwachstum (sorgfältig dosieren) Beta-Carotin haltige Nahrungsmittel
Vitamin B5 (Pantothensäure) Unterstützt das Wachstum der Haare, verbessert deren Pigmentierung und trägt zur Regeneration von geschädigtem Haar bei -
Eiweiße (Proteine) Grundbestandteil der Haare, wichtig für das gesunde Wachstum -
Zink Unverzichtbar für die Gesunderhaltung des Haares, beteiligt an der Produktion von Keratin und Kollagen -

Da die psychische Verfassung die Gesundheit unserer Haare beeinflusst, sollte Stress im Alltag aktiv reduziert werden. Techniken zur Stressreduktion wie Yoga und Achtsamkeitsübungen können dazu beitragen, die psychische Belastung zu senken und somit die Ausschüttung von Stresshormonen zu verringern. Indem man bewusst Stressquellen minimiert und sich regelmäßige Auszeiten für Entspannung gönnt, verbessert man nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern kann sich auch positiv auf die Haargesundheit auswirken.

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