Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben, von genetischen Faktoren bis hin zu krankheitsbedingten Auslösern. Doch auch übermäßige muskuläre Anspannung kann zum Verlust der Haare führen. Hier kommt die AC-Therapie (Alopezia contentionalis) mit Botulinumtoxin (Botox) ins Spiel.
Neben krankheits- oder genetischbedingtem Haarausfall kann auch eine angespannte Kopfhautmuskulatur die Ursache für den Verlust von Haaren sein. Chronische Verspannungen, zum Beispiel hervorgerufen durch Stress oder langes Arbeiten vor dem Bildschirm, führen zu einer Blut-, Sauerstoff- und Nährstoffunterversorgung der Kopfhaut. Die Haarwurzeln werden so nicht optimal genährt, verkümmern mit der Zeit und es kommt zum sogenannten Spannungshaarausfall.
Im HAUT- UND LASERZENTRUM AN DER OPER wird für die Behandlung von spannungsbedingtem Haarausfall die sogenannte AC-Therapie genutzt. Nach der eindeutigen Diagnose mittels EMG-Messung kommt in diesem Fall Botox (Botulinum) zum Einsatz. An mehreren Stellen im Stirn-, Schläfen- und Hinterkopfbereich wird der Wirkstoff gezielt in die verspannte Kopfhautmuskulatur injiziert. Behandelt werden ausschließlich die Muskelbereiche, die nicht mit der Gesichtsmimik in Verbindung stehen.
Die AC (Alopezia contentionalis)-Therapie hilft bei der kontrollierten Entspannung von zuvor verkrampfter Muskulatur im Schädelbereich. Ist die Muskulatur an der Kopfhaut verspannt, so kann dies dazu führen, dass die Durchblutung und damit einhergehend die Sauerstoffversorgung und Nährstoffversorgung der Haarwurzeln gestört sind. Durch eine anhaltende Unterversorgung verkümmern die Haarfollikel und vermehrter Haarausfall kann auftreten.
Besonders problematisch bei Männern ist in diesem Zusammenhang, wenn durch die verminderte Durchblutung das Abbauprodukt des männlichen Androgens Testosteron nicht schnell genug abtransportiert werden kann. Dies kann ebenfalls zu einer verführten Degeneration von Haarfollikeln führen.
Während einer AC-Therapie gegen Haarausfall wird Botox (Botulinumtoxin) mit einer ultra-feinen Nadel in vordefinierte Bereiche der Kopfhaut injiziert. In unserer Hautarztpraxis MVZ Hansaklinik in Dortmund besitzen wir ein spezielles Hochdruck-Injektionssystem, mit dem unserer Ärztinnen und Ärzte das entspannungsfördernde Medikament besonders schmerzarm in die Kopfhaut injizieren.
Die lokale Injektion von Botox (Botulinumtoxin) erzielt eine muskuläre Entspannung der Kopfhaut, wodurch eine verbesserte Durchblutung der Haarwurzeln erzielt werden kann. Infolgedessen können die Haarwurzeln an dieser Stelle wieder besser wachsen. Eine Behandlungssitzung nimmt in der Regel nur wenige Minuten in Anspruch. Zudem sollte die AC-Therapie für nachhaltige Effekte ca. zweimal im Jahr wiederholt werden. Nach einer Behandlung kann die Patientin oder der Patient wieder gewohnt in den Alltag zurückkehren. Es ist mit keinen Beeinträchtigungen zu rechnen.
Um einen Menschen zu vergiften bzw. gar zu töten, müsste man 30 bis 40 Ampullen des Medikamentes auf einmal verabreichen. Berücksichtigt man hier den Preis für eine Ampulle, so wäre das ein recht teures Unterfangen. Es gibt ähnlich gefährliche Substanzen, die deutlich billiger und vor allem viel leichter zu beschaffen sind. Die Dosis, die wir zu Faltenkorrektur einsetzen, ist um den Faktor100 bis 1000 niedriger, als die Dosis, die für eine tödliche Vergiftung nötig wäre.
Würde man einem Patienten bei der Faltenkorrektur aus Versehen eine doppelte Dosis spritzen, so könnte dies zu einer starken Bewegungseinschränkung über 6 Monate führen, aber ganz sicher nicht zum Tod. Verdoppelt ein Digitalispatient aus Versehen seine Dosis, kann dies zu lebensbedrohlichen Störungen der Herzfunktion führen, die tödlich sein kann. Daraus wird ersichtlich, dass es sich bei Botox keineswegs um das gefährliche Medikament handelt, wie es uns von unwissenden Journalisten immer wieder weisgemacht wird. Bisher hat es durch die Anwendung von Botox in Bereich der ästhetischen Medizin, keinen Todesfall gegeben. Fälle, bei denen schwerere Nebenwirkungen auftraten, gab es im Bereich der Neurologe an schwer kranken Patienten, bei denen sehr stake Dosen eingesetzt wurden.
Wie bei allen Medikamenten, kann es bei der Verwendung von Botulinum Toxin zu Nebenwirkungen kommen. Da das Medikament per Injektion in den Muskel gebracht werden muss, können die für Injektionen typischen Nebenwirkungen auftreten. Durch die Verletzung von kleinen Gefässen, können Einblutungen entstehen, die aber nach wenigen Tagen verschwinden.
Durch die vorhandenen Stichkanäle können Bakterien einwandern und Infektionen verursachen. Da in der Arztpraxis das zu behandelnde Areal vorher ausgiebig desinfiziert wird und man mit sterilem Einwegmaterial arbeitet, ist dieses Risiko sehr gering. Erhöht wird es, wen der Patient nach Verlassen der Praxis, die von Arzt gegebenen Ratschläge nicht einhält d.h. mit verschmutzen Fingern im Injektionsgebiet herumreibt und damit Bakterien einbringt.
Da das Toxin einige Stunden braucht, bis es an seinem Wirkort fest gebunden wurde, soll man sich nach einer Botox Injektion mindestens 3 Stunden nicht hinlegen oder gebückt arbeiten. Damit möchte man verhindern, dass das Toxin durch Lageänderungen in Regionen gelangt, wo man es nicht haben möchte und wo es Probleme verursachen könnte. Auch Tätigkeiten die die Durchblutung stark erhöhen, wie Sport oder Solarium, sollten unterbleiben. Ansonsten könnte der Wirkstoff durch einen erhöhten Blutstrom, an einen anderen Ort transportiert werden.
In seltenen Fällen werden nach der Anwendung von Botox leichte Kopfschmerzen beschrieben, die aber schnell wieder vergehen.
Bei allen Regionen können durch falsch gesetzte Injektionspunkte oder zu hohe Dosierungen Asymmetrien entstehen, die dann durch weitere Injektionen korrigiert werden müssen. Wichtig festzuhalten ist, dass der Patient beim Auftreten von Nebenwirkungen nicht verzweifeln muss, das alle Wirkungen und Nebenwirkungen von Botox temporärer Natur sind.
Über die Langzeitnebenwirkungen von Botox gibt es zahlreiche Untersuchungen, die allesamt zu dem Schluss kommen, dass bisher keinen Langezeitnebenwirkungen bekannt sind. Auch die in vielen Berichten übertrieben dargestellte angebliche Wanderung von Botox ins Gehirn, stellt sich bei sachlich wissenschaftlicher Betrachtung als nicht haltbar dar.
Auch wenn immer wieder der Wunsch von schwangeren Patienten nach einer Botoxbehandlung geäussert wird, werden wir dem nicht nachkommen. Der Gesetzgeber hat klar geregelt, dass bei Schwangeren nur bestimmte Medikamente verabreicht werden dürfen, Das gleiche gilt für die Stillzeit. Daher ist es ratsam, die Fragen nach Schwangerschaft und Stillzeit, die im Rahmen des Aufklärungsgespräches vom Arzt gestellt werden, wahrheitsgemäß zu beantworten.
Patienten, die bestimmte Antibiotika verabreicht bekommen, bei Vorleigen bestimmter Muskel- und Nervenerkrankungen sowie bei akuten Infektionen im Behandlungsgebiet wird man keine Botoxbehandlung durchführen.
Botox wirkt hautglättend über die Entspannung der mimischen Muskulatur. Dieser Effekt ist dosisabhängig und kann von einer sanften Entspannung bis zur völligen Erstarrung der Mimik reichen. In USA, gilt bei viel Filmstars die Devise, dass faltenfrei zu sein, noch vor der Mimik kommt. Dies hat in einigen unrühmlichen Beispielen, zum Begriff des Maskengesichtes bzw. Botoxgesichtes geführt. In Europa werden viele geringere Dosen als in den USA eingesetzt und mehr Wert auf die Natürlichkeit des Ergebnisses gelegt. Daher muss man kein Maskengesicht befürchten, wenn man sich an einen erfahrenen Arzt für eine Botoxinjektion wendet.
In der Hand des erfahrenen Anwenders, kann Botox als ein sicheres Medikament eingestuft werden. Es liegen Erfahrungen von einer riesigen Zahl von behandelten Patienten vor. Derzeit ist nicht absehbar, dass langfristige Nebenwirkungen zu erwarten sind. Die Gefahren lauern nicht beim Medikament, sondern bei unseriöser oder laienhafter Anwendung durch nicht erfahrende Anwender oder solchen, die nicht zugelassene Präparate einsetzen. Daher sollten Sie sich für eine Botoxbehandlung an einen langjährig erfahrenen Anwender wenden.
Wichtig: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie immer einen qualifizierten Arzt, um Ihre spezifische Situation zu beurteilen und eine geeignete Behandlung zu finden.
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