Flöhe sind nicht nur lästig, sondern können bei Katzen auch zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Ein häufiges Problem im Zusammenhang mit Flohbefall ist der Haarausfall, der durch eine Flohspeichelallergie ausgelöst werden kann. In diesem Artikel werden die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall bei Katzen durch Flohbefall detailliert erläutert.
Flöhe sind blutsaugende, flügellose und seitlich abgeplattete parasitische Insekten, die Säugetiere und Vögel befallen und sich laufend/springend fortbewegen. Die häufigste Flohart bei der Katze ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis). Dieser ist allerdings nicht wirtspezifisch und befällt ebenso andere als Heimtier gehaltene Kleinsäuger - wie Hunde oder Vögel - aber auch Menschen um ihr Blut zu saugen.
Katzen holen sich Flöhe oft durch den Kontakt mit anderen befallenen Tieren - das können zum Beispiel Artgenossen sein oder Hunde. So können auch Wohnungskatzen durch tierischen Besuch im Haushalt mit Flöhen in Kontakt kommen. Außerdem ist eine Übertragung auch durch die Berührung von befallenen Gegenständen, wie Teppichen oder Polstern, möglich.
Leider haben Katzenflöhe inzwischen das ganze Jahr Hochsaison - der Flohbefall kann also zu jeder Jahreszeit auftreten. Die kleinen Plagegeister fühlen sich besonders in einer warmen Umgebung wohl. Die eigenen vier Wände bieten ideale Bedingungen für die Flöhe, ihre Vermehrung und die Flohentwicklung.
Die Flohbisse bzw. Flohstiche sind für Ihre Samtpfote sehr unangenehm. Die Flöhe saugen immer wieder Blut durch den Biss aus der Haut. Ihre Katze leidet bei Flohbefall deshalb unter Juckreiz und Hautreizungen.
Ein Flohbefall sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Ein erwachsener Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag ablegen, die dann vom Körper deiner Katze abfallen und sich in der Umgebung verteilen, wo sie sich weiterentwickeln und schließlich erneut Tiere oder Menschen befallen können.
Bei einer Flohspeichel-Allergie reagiert das Immunsystem der Katze überempfindlich auf den Speichel von Flöhen. Dieser gelangt durch den Biss eines Flohs oder über Verletzungen durch Kratzer in die Haut der Katze. Es kommt zu allergischen Reaktionen wie Rötungen und Schwellungen der Haut, sowie Haarausfall und Ausschlag.
Da die allergischen Reaktionen aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Speichel von Flöhen hervorgerufen werden, ist es am wichtigsten, einen Flohbefall bei Deiner Katze zu vermeiden. Dazu gibt es verschiedene Präparate, die eine vorbeugende Wirkung gegenüber Ektoparasiten (Parasiten der äußeren Haut) haben. Lasse Dich hierzu am besten von Deinem Tierarzt beraten.
Besonders häufig sind Katzen mit Freigang betroffen, da Flöhe meistens von draußen von der Katze mit reingebracht werden und sich dann vermehren.
Die Ursache einer Flohspeichel-Allergie liegt in einer Überempfindlichkeit der Katze gegenüber dem Speichel von Flöhen. Der Flohspeichel gelangt durch den Flohbiss oder über Hautläsionen, die durch das Kratzen der Katze hervorgerufen werden, in die Haut und löst dann eine allergische Reaktion aus.
Betroffene Tiere zeigen einen starken Juckreiz und beißen sich deshalb oft selbst. Durch die Flohbisse kratzt sich die betroffene Katze häufig so stark, dass Krusten und Entzündungen der Haut auftreten.
Typische Symptome einer Flohspeichel-Allergie bei der Katze sind:
Katzen mit Flohspeichelallergie zeigen typischerweise Hautveränderungen am Kopf, am Rücken, in der Nähe des Schwanzes und am Bauch, wo sich meist eine miliare Dermatitis bildet.
Es gibt eine Reihe von Anzeichen, die auf Hautprobleme bei Katzen hindeuten.
Reagiert Ihre Katze allergisch auf den Flohspeichel, kommt es zu einem extrem starken Juckreiz am gesamten Körper, Haarbruch, Papeln und entzündlichen Hautveränderungen mit Pusteln. Unbehandelt breitet sich eine nässende Dermatitis mit schmerzhaften Entzündungen im Bereich des Rutenansatzes, dem Bauch und den hinteren Gliedmaßen aus. Um eine Flohspeichelallergie-bedingte Hautentzündung auszulösen bzw. aufrecht zu erhalten, ist häufig nur ein einziger Floh nötig.
Die Diagnose einer Flohspeichel-Allergie stellt der Tierarzt anhand von typischen Symptomen. Bei einem Flohbefall findet der Tierarzt lebende Flöhe oder Floh Kot im Fell der Katze. Zusätzlich kann ein Allergietest durchgeführt werden, um die Flohspeichel-Allergie sicher zu diagnostizieren.
Häufig kann man die Flöhe beziehungsweise ihren Kot, Eier und Larven der Flöhe schon direkt erkennen. Mit einem Flohkamm läßt sich zudem auch die massive Krustenbildung der Haut nachweisen. Da die allergische Reaktion schon durch einen einzigen Flohbiss auslösbar ist, sind die oben beschrieben Symptome und Hautveränderungen beweisend, auch wenn der Nachweis von Flöhen und Flohkot nicht immer gelingt.
Besteht nur der Verdacht auf Flohbefall, wird das Tier mit einem feinzinkigen Kamm gekämmt und die Haare aus dem Kamm auf ein angefeuchtetes weißes Blatt Papier gelegt. Sind hier kleine schwarze Krümel zu sehen, welche sich auf dem Papier rötlich färben, handelt es sich um Flohkot. Flöhe selbst sind meist nur bei hochgradigem Befall zu sehen.
Bei einer Flohspeichel-Allergie ist es am wichtigsten die Katze von dem Verursacher der Allergie, also den Flöhen, zu befreien. Hierzu werden Insektizide in Form eines Spot On Präparates, eines Halsbandes oder als Tabletten verabreicht. Zusätzlich kommen Cortison Medikamente und in manchen Fällen Antibiotikum gegen die allergische Entzündungsreaktion zum Einsatz.
Eine Flohspeichel-Allergie bei der Katze lässt sich mit einer gezielten Behandlung meist gut therapieren. Die Symptome lassen sich meist mit Glukokortikoiden (Kortison) behandeln. Diese hemmen die allergische Entzündungsreaktion und lindern den Juckreiz. Ist die Haut der Katze infolge der Entzündung auch mit Bakterien infiziert, ist eine Behandlung mit Antibiotika hilfreich.
Um Flohbefall erfolgreich zu bekämpfen, ist es wichtig, nicht nur Ihre Katze zu behandeln, sondern auch eine gründliche Umgebungsreinigung an den Orten durchzuführen, die Ihre Katze häufig besucht und an denen sie am liebsten verweilt. Denn an all ihren Lieblingsorten wie Körbchen, auf Schlafdecken und Kissen, aber auch auf Teppichen, Ihrem Bett oder Sofa befinden sich dann Eier, Larven und Puppen, aus denen sich erwachsene Flöhe entwickeln und Ihre Katze schließlich erneut - oder auch Sie und Ihre Familie - befallen.
Was Du selbst tun kannst:
Zur Bekämpfung von Flöhen in der Wohnung können sogenannte Floh-Fogger angewendet werden. Diese versprühen ein Insektizid, das sich auf die Einrichtung legt und die Flöhe abtötet.
Die Umgebungsreinigung sollte parallel zur kontinuierlichen medikamentösen Behandlung Ihres Stubentigers ablaufen. Teppiche, Polster, Schlafplatz und Decken sollten dafür täglich gründlich abgesaugt oder wenn möglich bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden.
Bei einem stärkeren Befall ist eine zusätzliche Behandlung mit Präparaten, die eine direkte Wirkung auf Floheier, -larven oder -puppen haben, nötig. Sie behandeln die Schlaf-, Liege- und Lieblingsplätze, Transportkorb oder andere häufig von Ihrer Katze aufgesuchten Stellen mit einem Anti-Floh-Spray.
Ist Ihre Katze von Flöhen befallen, gilt es, vorhandene erwachsene Flöhe auf dem Stubentiger mit einem geeigneten Anti-Floh-Mittel in Form von Kautabletten, Sprays, Spot-ons, Puder oder Halsbändern schnellstmöglich abzutöten und so einen Teufelskreis zu verhindern.
Mit Flohkämmen können Sie Eier, die noch nicht von Ihrer Katze abgefallen sind, auskämmen. Da Flöhe auch häufig Bandwürmer übertragen, ist es sinnvoll, wenn Sie Ihre Katze parallel zur Flohbehandlung auch auf Wurmbefall untersuchen lassen bzw.
Da die allergischen Reaktionen aufgrund einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Speichel von Flöhen hervorgerufen werden, ist es am wichtigsten, einen Flohbefall bei Deiner Katze zu vermeiden. Dazu gibt es verschiedene Präparate, die eine vorbeugende Wirkung gegenüber Ektoparasiten (Parasiten der äußeren Haut) haben.
Die beste Therapie ist eine konsequente Flohbekämpfung. Dies kann durch regelmäßigen Einsatz langwirksamer Insektizide erreicht werden. Wir beraten Sie, welches Präparat für Ihr Tier am besten geeignet ist. Bis zwei Tage nach dem Auftragen dürfen die Tiere nicht gebadet werden, damit die Präparate wirken können.
Es gibt leider kein Zaubermittel, um einen Katzenflohbefall komplett zu verhindern. Bringen Sie regelmäßig einen sauberen Kamm speziell zur Flohbehandlung zum Einsatz, um Flohkot - und damit Flöhe - frühzeitig zu erkennen. Putzen Sie regelmäßig in Ihren eigenen vier Wänden.
Die Behandlung setzt sich aus den Medikamenten gegen die Flohspeichel-Allergie sowie Präparaten gegen die Flöhe zusammen.
Unsere Angaben dienen lediglich als Orientierungshilfe.
| Kosten der Behandlung | 40 - 60 EUR |
|---|---|
| Kosten eines Flohmittelpräparates pro Monat | 10 - 15 EUR |
Die Prognose bei einer Flohspeichel-Allergie bei Katzen ist sehr günstig. Wird der Flohbefall behandelt und es befinden sich keine Flöhe mehr auf der Katze, verbessern sich auch die Symptome der allergischen Reaktion.
Flöhe lassen sich in der Regel mithilfe von Insektiziden und einer gründlichen Reinigung der Wohnung gut bekämpfen.
Gewöhnlich bessern sich die Symptome der Allergie, sobald die Flöhe entfernt wurden. Bei Freigängern läßt sich die Erkrankung nur schwer kontrollieren, da es für Katzen (im Gegensatz zum Hund) keine Antiparasitika mit repellierender Wirkung gibt.
Sehr selten ist der Flohbefall so massiv, dass es in der Folge zu einer starken Anämie (Blutarmut) kommt und das Tier verstirbt.
An einer Flohspeichel-Allergie direkt kann eine Katze nicht sterben. Es kann aber in der Folge eines sehr starken Flohbefall zu einer Blutarmut kommen, die dann zum Tod der Katze führen kann.
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