Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und Behandlung

In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt, was sich in unterschiedlichen Symptomen äußern kann. Viele Frauen leiden in dieser Zeit unter Haarausfall. Hier erfahren Sie die Ursachen und was Sie dagegen unternehmen können.

Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen

Plötzlich starker Haarausfall? Bei Frauen in und nach den Wechseljahren sind dünne Haare eher die Regel als die Ausnahme. Je nach Studie ist etwas über die Hälfte der Frauen ab 50 Jahren von Haarausfall betroffen, ab dem 60. Lebensjahr sind es sogar bis zu 80 Prozent.

Eine Ursache für den Haarausfall liegt oft darin, dass die Geschlechtshormone während der Wechseljahre in ein Ungleichgewicht geraten. Deshalb heißt diese Art des Haarverlustes auch hormonell bedingter Haarausfall oder hormonelle Alopezie.

Die Eierstöcke produzieren in diesem Lebensabschnitt immer weniger Östrogen. Dadurch kommt es zu einem Überschuss an männlichen Sexualhormonen (Androgenen), etwa Testosteron. Der Haarzyklus gerät durcheinander, die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich. Die Folge: Die Haare fallen vermehrt aus.

Männer kennen dieses Problem und es ist normal, dass mit zunehmendem Alter auch bei Frauen die Haare dünner werden. Die Wechseljahre sind nicht immer der Auslöser. Die Haarfollikel altern auch unabhängig von der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Bis zu 100 Haare pro Tag zu verlieren, ist kein Grund zur Sorge.

Sind es jedoch deutlich mehr oder bilden sich sogar kahle Stellen, ist das ein Zeichen für Haarausfall. In den Wechseljahren zeigt er sich besonders in der Postmenopause, die etwa ein Jahr nach der letzten Monatsblutung beginnt. Vor allem die Scheitelpartie wird jetzt lichter. Dass die Haare komplett ausgehen und eine Glatze entsteht, passiert dagegen sehr selten.

Hat der Körper die hormonellen Veränderung durchlaufen, wachsen in manchen Fällen die Haare nach den Wechseljahren wieder. Wie lange der Haarausfall in den Wechseljahren dauert, variiert von Frau zu Frau. Er kann einige Wochen, mehrere Monate oder sogar Jahre anhalten.

Neben dem Haarausfall in den Wechseljahren können Frauen auch von anderen Formen des Haarausfalls betroffen sein. Dazu gehören Frontal Fibrosierende Alopezie, der Kreisrunde Haarausfall, Haarverlust im Rahmen von Haut- oder Systemerkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

Wann das Klimakterium eintritt, ist bei jeder Frau ganz individuell, meistens ungefähr zwischen Mitte 40 und Mitte 50. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch erhöht sich der relative Spiegel des auch bei Frauen vorhandenen männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Wie sehr die Haarwurzeln auf diesen erhöhten Testosteronspiegel reagieren, ist genetisch bedingt. Zusätzlich wird mit steigendem Lebensalter und sinkendem Östrogenspiegel das subkutane Fettgewebe der Kopfhaut abgebaut. Dadurch schimmern Gefäße, insbesondere an Stirn und Schläfen, deutlicher durch die Haut.

Etwa eine von drei Frauen leidet unter Haarausfall in den Wechseljahren, was man auch als telogenes Effluvium bezeichnet. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron haben einen großen Einfluss auf das Haarwachstum.

Bei jüngeren Frauen sorgt ein hoher Östrogenspiegel dafür, dass die Haare kräftig und glänzend wachsen.

Es ist ganz normal, wenn Sie während Ihrer Wechseljahre unterschiedliche Symptome wie unter anderem Haarausfall feststellen. Denn während der Menopause fangen die Eierstöcke an, weniger Fortpflanzungshormone wie Östrogen und Progesteron zu produzieren.

Wenn der Hormonspiegel ins Schwanken gerät, sind im Körper der Frau im Verhältnis zu viele männliche und zu wenig weibliche Hormone. So ist circa ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren von hormonell bedingtem Haarausfall betroffen. Das liegt daran, dass die Haarwurzel sehr empfindlich auf die Schwankungen des Hormonspiegels reagiert, vor allem auf das Absinken des Östrogenspiegels.

Je mehr Östrogen der Körper produziert, desto länger befinden sich die Haare in der Wachstumsphase, was wiederum für volles und glänzendes Haar sorgt. Fehlt Östrogen hingegen, verlangsamt sich das Haarwachstum und der Haarwachstumszyklus gerät aus den Fugen.

Auf dem Kopfkissen liegen vermehrt Haare, auch die Haarbürste oder der Duschabfluss müssen öfter gereinigt werden. Das kommt Ihnen bekannt vor? Vermehrter Haarausfall kann hormonell bedingt sein und kommt besonders häufig bei Frauen in den Wechseljahren vor.

Mit dem Eintritt der Menopause kommt es zu einem Abfall der Estrogene. Hierdurch entsteht häufiger ein Ungleichgewicht zwischen den in der Nebennierenrinde produzierten männlichen Hormone und den weiblichen Hormonen.

Auch dieser Effekt kann einen Haarausfall um die Menopause begünstigen. Gleichfalls kann dieses Missverhältnis zu Haarwachstum in Bereichen führen, in denen dieser normalerweise nicht stattfindet.

Weitere Ursachen für Haarausfall

  • Eisenmangel: Kann Haarausfall begünstigen.
  • Vitamin D-Mangel: Kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.
  • Stress: Kann den Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht bringen.
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen: Können ebenfalls Haarausfall verursachen.
  • Medikamente: Einige Medikamente können Haarausfall als Nebenwirkung haben.

Es ist wichtig, die genaue Ursache des Haarausfalls durch einen Arzt abklären zu lassen, um die richtige Behandlung zu finden.

Haarausfall in den Wechseljahren: Was tun?

Haarausfall in den Wechseljahren hört oft wieder auf, wenn die Hormonumstellung vollzogen ist. So lange zu warten, fällt vielen Frauen schwer, besonders bei ausgeprägtem Haarverlust: Wenn die Haare ausgehen, belastet das Betroffene häufig auch psychisch. Insbesondere Frauen fühlen sich mit lichter werdendem Haar unwohl und schämen sich womöglich. Schlimmstenfalls entsteht eine Depression.

Haarausfall bei Frauen in den Wechseljahren lässt sich aber behandeln. Wenden Sie sich zuerst an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt. Die Fachleute können Sie bei Wechseljahrbeschwerden wie Haarausfall am besten beraten, die Ursachen herausfinden und Ihnen optimale Therapien vorschlagen.

Frauen, die während des Klimakteriums einen Haarausfall bemerken, sollten so zeitnah wie möglich ihren Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen. Neben einer visuellen Beurteilung des Haarausfalls kann auch das Haar samt seiner Wachstumsphasen mittels Biopsien oder einem Trichogramm beurteilt werden.

Eine Blutuntersuchung kann zusätzlich Aufschluss darüber geben, ob ein Mangel an Nährstoffen oder Hormon-Dysbalance mitursächlich für den Haarverlust sein kann. Sollten keine behandelbaren Gründe für den Haarverlust vorliegen, wie zum Beispiel ein Nährstoffmangel, können Sie sich bereits frühzeitig in einem Fachzentrum für Haartransplantationen beraten lassen.

Als mögliche Folge verkümmert die Haarwurzel und fällt aus. Wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird, kann es zu kahlen Stellen kommen, die irreversibel sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihr Haar kennen und bei Veränderungen einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um Haarausfall vorzubeugen bzw.

Das macht der Arzt

Arzt oder Ärztin haben verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall in den Wechseljahren zu behandeln. Was wirklich hilft, ist individuell verschieden.

  • Hormonersatztherapie: Bei manchen Frauen hilft eine Hormonersatztherapie (HRT oder Hormontherapie) generell bei Wechseljahrbeschwerden und lindert auch den Haarausfall.
  • Supplemente: Eine hormonelle Therapie lässt sich mitunter durch die Einnahme von Spurenelementen wie Selen und Zink sowie Eisen und Vitamin B12 unterstützen.
  • Minoxidil: Ebenfalls möglich ist bei anhaltendem Haarausfall eine Behandlung mit dem Wirkstoff Minoxidil. Experten vermuten, dass dessen Wirkung zum Teil darauf beruht, dass er die Durchblutung der Kopfhaut verbessert. Als unerwünschte Nebenwirkung kann es jedoch an anderen Körperstellen ebenfalls zu vermehrtem Haarwuchs kommen.

Als medikamentöse Behandlungsmöglichkeit steht eine Lokaltherapie mit Minoxidil zu Verfügung. Bei diesem eigentlich als Blutdruckmedikament bekannten Mittel ist noch nicht ganz klar, wie genau es eine Verringerung des Haarausfalls bewirkt. Vermutlich sorgt eine Erweiterung der Blutgefäße für eine verbesserte Blut- und Nährstoffversorgung der Kopfhaut und der Haarwurzeln. Es hilft insbesondere Frauen, deren Haarausfall durch einen Überschuss an männlichen Hormonen bedingt ist. Das Mittel ist als Schaum oder Lösung (zum Beispiel unter dem Namen "Regaine") erhältlich.

Ferner kann bei erhöhten Testosteron- und/oder DHT-Werten im Blut die Einnahme von Finasterid in Tablettenform oder als Lösung zur topischen Anwendung als Off-lable-Use von Ärzten unter bestimmten Voraussetzungen verschrieben werden. Finasterid ist kein Hormon, sondern ein Enzymblocker, welcher eine antiandrogene Wirkung besitzt.

Für manche Frauen mit genetisch bedingtem Haarausfall in der Menopause kann eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen infrage kommen. Da die Hormoneinnahme allerdings das Risiko für Brustkrebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann, sollte sie nur in Spezialfällen und in enger Betreuung durch den Hausarzt oder Gynäkologen stattfinden.

Wenn das Eigenhaar gar nicht mehr wachsen will, sollten Sie sich an einen Spezialisten für Haarausfallerkrankungen und Haartransplantationen wenden. Hier können Sie sich nicht nur zum Thema Haartransplantation beraten lassen.

Dazu gehört beispielsweise eine Eigenblut-Plasma-Therapie, die man auch PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma) nennt. Sie ist die effektivste Therapieform des Haarausfalls bei Frauen. In etwa 90% der Fälle kann der Haarausfall gestoppt werden. Darüber hinaus erholen sich bei jeder zweiten Patientin die erkrankten Haarfollikel.

Die Qualität und Effektivität der PRP Therapie ist von der Erfahrung des Arztes, der Injektionstechnik und Laborausstattung abhängig. Dabei wird dem Patienten Blut entnommen, speziell aufbereitet und anschließend in die Kopfhaut injiziert. Es enthält hochkonzentrierte Wachstumsfaktoren und Mikronährstoffe, die die Haarfollikel reaktivieren und die Durchblutung der Kopfhaut stärken.

Eine weitere Möglichkeit ist die Gewinnung von Stammzellen aus Haarfollikeln oder Unterhautfettgewebe. Die Stammzellen werden aufbereitet und in die Kopfhaut gespritzt.

Heute am bewährtesten sind minimal-invasive Techniken, die nur winzigste Narben hinterlassen und ein gutes Einwachsen der Transplantate ermöglichen. Eine Weiterentwicklung ist die I-FUE-Methode (Intermittend Follicular Unit Extraction). Dabei befinden sich die entnommenen follikulären Einheiten nur für einen kurzen Zeitraum außerhalb der Haut und werden zügig wieder eingepflanzt.

Das können Sie selbst tun

Es gibt einige Hausmittel, pflanzliche Alternativen oder Möglichkeiten der komplementären und Alternativmedizin, um Haarausfall in den Wechseljahren zu lindern. Die meisten dieser Methoden sind wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Wenden Sie sie daher nur in Absprache mit Arzt oder Ärztin und/oder lediglich ergänzend zu einer klassischen Therapie an.

  • Ernährung anpassen: Die Nährstoffe, die wir über Lebensmittel aufnehmen, haben Einfluss auf etliche Abläufe im Körper - auch auf Haarwuchs und -gesundheit.
  • Rosmarinöl auftragen: In einer Studie aus dem Jahr 2015 zeigte sich Rosmarinöl als ähnlich wirksam wie Minoxidil. Auf die Kopfhaut aufgetragen, soll es die Durchblutung und die Gesundheit der Kopfhaut fördern.
  • Pflanzliche Hausmittel: Gegen Haarausfall in den Wechseljahren gibt es einige pflanzliche Mittel, die betroffene Frauen ausprobieren können.

Um Haarausfall in den Wechseljahren zu reduzieren, ist eine Ernährung reich an den Vitaminen C, B und A sowie den Mineralstoffen Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium oder Calcium sinnvoll. Auch ein gesundes Körpergewicht mag gegen Haarausfall in den Wechseljahren helfen. Übergewichtige Frauen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 25 leiden statistisch gesehen öfter an Haarausfall in der Postmenopause als normalgewichtige Frauen.

Ein Spezialist für Haartransplantationen kann Ihnen übrigens nicht nur beim Verlust von Kopfhaar helfen: Auch bei Augenbrauen oder Wimpern ist eine Transplantation möglich.

Auch wenn man das Thema Haartransplantation eher bei Männern verorten würde: Für Frauen ist volles Kopfhaar immer noch ein Zeichen von Schönheit, Attraktivität und Eleganz. Haarausfall in den Wechseljahren kann zu einer großen psychischen Belastung und einem hohen Leidensdruck führen, da die Patientinnen ihrem eigenen Schönheitsideal nicht mehr entsprechen.

Dass wirklich eine Haartransplantation notwendig wird, kommt nur in etwa zehn Prozent der Fälle vor. Ungefähr 90 Prozent der betroffenen Frauen können bereits mit Hilfe moderner regenerativer Therapien wieder dichtes und voluminöses Haar bekommen.

Wer zu erblich bedingtem Haarausfall neigt, kann meistens nicht viel dagegen tun. Man kann jedoch durch einen gesunden Lebensstil weitere Gründe für Haarausfall, die das kosmetische Problem weiter verstärken, verringern.

Eine ausgewogene Ernährung, die insbesondere genügend Vitamine und Nährstoffe wie Vitamin C, Eisen und Selen enthält, sorgt für eine ausreichende Stimulation der Haarwurzeln.

Auch die richtige Haarpflege ist wichtig: Viel Färben, Tönen oder auch zu heißes Fönen kann das Haar brüchig machen und in der Tiefe schädigen.

Bewegung hingegen tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch den Haaren: Die Kopfhaut wird besser durchblutet, wodurch Haarfollikel gut mit Nährstoffen versorgt und zum Wachstum angeregt werden können.

Als Hausmittel gegen Haarausfall kann Arganöl in die Haare einmassiert werden. Als weiteres Mittel wird eine Haarspülung mit Apfelessig empfohlen. Auch Haarwasser oder Haarkuren mit Brennesselextrakt können hilfreich sein.

Einige betroffene Frauen haben auch mit homöopathischen Mitteln gute Erfahrungen gemacht. Bei Haarausfall in den Wechseljahren kann insbesondere die Einnahme von Globuli mit dem Inhaltsstoff Sepia D12 helfen.

Insgesamt ist die Wirksamkeit von Hausmitteln, homöopathischen Globuli und Shampoos gegen Haarausfall in der Wissenschaft jedoch umstritten.

Wem Hausmittel, Shampoos, Medikamente oder Regenerationstherapien nicht helfen und der Haarverlust ein beeinträchtigendes kosmetisches Problem darstellt, für den bietet die Haartransplantation oft eine letzte rettende Alternative.

Ein Verlust an Lebensqualität durch Haarausfall muss heute nicht mehr hingenommen werden! Wenden Sie sich frühzeitig an ein Zentrum für Haartransplantation Ihres Vertrauens - damit Sie Ihre Schönheit weiterhin genießen können.

Ernährungstipps bei Haarausfall in den Wechseljahren

Um Haarausfall in den Wechseljahren zu reduzieren, ist eine Ernährung reich an den Vitaminen C, B und A sowie den Mineralstoffen Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium oder Calcium sinnvoll.

Auch ein gesundes Körpergewicht mag gegen Haarausfall in den Wechseljahren helfen. Übergewichtige Frauen mit einem Body-Mass-Index von mehr als 25 leiden statistisch gesehen öfter an Haarausfall in der Postmenopause als normalgewichtige Frauen.

Hier sind einige konkrete Ernährungstipps:

  • Vitamine: Essen Sie viel Obst und Gemüse, um ausreichend Vitamine zu sich zu nehmen.
  • Mineralstoffe: Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium und Calcium.
  • Proteine: Essen Sie ausreichend Eiweiß, um das Haarwachstum zu unterstützen.
  • Gesunde Fette: Essen Sie ungesättigte Pflanzenöle, um die Haarwurzeln zu pflegen.

Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Außerdem kann Eisenmangel Haarausfall begünstigen, was sich leicht durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel beheben lässt.

Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird von der Haut unter Einfluss von UV-B Strahlung körperintern produziert. Regelmäßiges Sonnenbaden im Winter kann den Vitamin D Haushalt ins Gleichgewicht bringen und so Haarausfall verringern.

Essenziell für gesundes Haar sind Biotin und B-Vitamine, die in fettem Fisch, Nüssen und Ölsaaten enthalten sind. Zink findet sich in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten. Hirse, Hafer und Gerste bringen ausreichend Silizium mit, das der Körper benötigt, um Haare zu kräftigen und neu aufzubauen.

Haarpflege-Tipps bei Haarausfall in den Wechseljahren

Um die sensiblen Haare in den Wechseljahren nicht noch mehr zu strapazieren, ist ein sanfter Umgang gefragt. Das beginnt schon beim Abtrocknen der Haare nach dem Waschen.

Wer ein Microfasertuch nutzt und die Haare trocken tupft anstatt zu rubbeln, erspart ihnen übermäßige mechanische Reizungen. Das gleiche gilt für einen sanften Kopfkissenbezug aus Samt statt rauer Baumwolle oder Leinen.

Eine Haarbürste mit weichen Silikonborsten und gefühlvolle Bewegungen schonen das Haar ebenfalls. Stylingprodukte wie Lockenstab, Glätteisen und Föhn haben auch nur selten etwas am und im Haar verloren und üben sich besser im Verzicht.

Auch wenn das Haar frisch gewaschen am schönsten aussieht: Waschen Sie es nicht täglich. Das trocknet das Haar aus und führt zu einer Überproduktion von Talg. Bevorzugen Sie natürliche Haarpflegeprodukte ohne Silikone oder ähnliches.

Auch wenn das Föhnen mehr Volumen ins Haar zaubert, sollten Sie Ihr Haar nicht zu oft und vor allem nicht zu heiß föhnen. Glätteisen und Lockenstab kommen besser nur noch zu besonderen Gelegenheiten zum Einsatz.

Bürsten Sie gern täglich ausführlich. Keine Angst, Sie beschleunigen damit nicht den Haarausfall - im Gegenteil, das Bürsten regt die Durchblutung der Kopfhaut an, was den Haarwurzeln zu Gute kommt. Wichtig ist die Qualität der Bürste: Wählen Sie ein Modell aus abgerundeten Borsten aus Holz, gern in Kombination mit Naturborsten.

Weitere Tipps

  • Stress vermeiden: Stress kann den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und Haarausfall fördern. Versuchen Sie, Stress abzubauen und Entspannungstechniken zu erlernen.
  • Sanfte Haarpflege: Verwenden Sie milde Shampoos und vermeiden Sie aggressive chemische Behandlungen wie Dauerwellen oder Blondierungen.
  • Kopfhautmassage: Massieren Sie regelmäßig Ihre Kopfhaut, um die Durchblutung anzuregen und das Haarwachstum zu fördern.

Auch chemische Reizungen können die Haare schädigen und Haarausfall für die Dauer der Wechseljahre antreiben. Aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.

Kopfhaut braucht wie jede Hautpartie sanfte Pflege und reagiert empfindlich auf Reizungen.

Häufiges Tragen von Mützen, raue Kopfkissenbezüge und ein grober Umgang mit der Kopfhaut beim Waschen und Kämmen reizt die Haarwurzeln und kann Haarausfall begünstigen.

Homöopathie

Einige betroffene Frauen haben auch mit homöopathischen Mitteln gute Erfahrungen gemacht. Bei Haarausfall in den Wechseljahren kann insbesondere die Einnahme von Globuli mit dem Inhaltsstoff Sepia D12 helfen.

Insgesamt ist die Wirksamkeit von Hausmitteln, homöopathischen Globuli und Shampoos gegen Haarausfall in der Wissenschaft jedoch umstritten.

Medikamente

Einige Arzneimittel helfen Frauen unter Umständen, den Haarausfall zu reduzieren oder zu stoppen. Minoxidil - oft als Haarwasser bekannt - wird zum Beispiel direkt auf die Kopfhaut gegeben. Das soll die Blutgefäße weiten und die Durchblutung der Kopfhaut fördern, wodurch das Haarwachstum stimuliert wird.

Achtung: Arzneimittel können Nebenwirkungen hervorrufen (beispielsweise Reizungen, Juckreiz oder Entzündungsreaktionen der Haut) und sollten in vielen Fällen nicht während Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Zusammenhang zwischen Haarausfall und den Wechseljahren

Haarausfall in den Wechseljahren: So stoppen Sie den Haarausfall!

In diesem kurzen Video erklärt Kerstin Neumann von Kenvue den Zusammenhang zwischen Haarausfall und den Wechseljahren.

Die Ursachen eines Haarausfalls sind sehr vielfältig. So kann beispielsweise ein Mangel an Mikronährstoffen (z. B. Zink- oder Eisenmangel) bestehen. Auch können eine Schilddrüsenfunktionsstörung sowie eine verstärkte Produktion männlicher Hormone Ursache eines vermehrten Haarausfalls sein.

Dauer des Haarausfalls

Wie lange Haarausfall in den Wechseljahren dauert, lässt sich pauschal nicht beantworten. In einigen Fällen kann der Haarausfall über mehrere Monate oder Jahre andauern. Bei den meisten Frauen ist der Haarausfall jedoch mild und nicht dauerhaft.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei starkem Haarausfall während der Wechseljahre können Sie sich an verschiedene Fachärzte wenden:

  • Hautarzt (Dermatologe)
  • Gynäkologe
  • Endokrinologe

Diese können die Ursache des Haarausfalls abklären und eine geeignete Behandlung empfehlen.

Wenn sich der Haaransatz vor allem im Scheitelbereich lichtet, sollte die Ursache mit einem entsprechenden Gentest abgeklärt werden.

Haarausfall vorbeugen

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Übergewicht mit einem BMI von über 25 ein möglicher Risikofaktor für weiblichen Haarausfall ist. Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind demnach gute Möglichkeiten, dem Haarverlust im Alter vorzubeugen.

Eine ausgewogene Ernährung ist die beste Unterstützung gegen Haarausfall während der Wechseljahre mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und vor allem Proteinen.

Fazit

Es gibt einiges, was Sie für schönes Haar in den Wechseljahren tun können. Achten Sie vor allem auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Entspannung.

Auch dünnes Haar kann toll aussehen. Mit der richtigen Pflege, ein paar Kniffen und einem cleveren Haarschnitt können Sie den verstärkten Haarausfall gut kaschieren.

Die Wechseljahre sind von einer Vielzahl an Veränderungen geprägt. Viele Frauen klagen während der Wechseljahre über Haarausfall und zu dünnes Haar. Während der Wechseljahre kommt es zu einer Reihe von hormonellen Veränderungen im weiblichen Körper.

Diese Veränderungen können sich unter anderem in der Struktur, dem Volumen sowie im allgemeinen Erscheinungsbild der Haare äußern. In den Wechseljahren lässt die Produktion von Östrogen und Progesteron nach - den beiden wichtigsten weiblichen Sexualhormonen.

Zusammenfassung

Haarausfall in den Wechseljahren ist ein häufiges Problem, das viele Frauen betrifft. Die hormonellen Veränderungen, insbesondere der sinkende Östrogenspiegel, spielen dabei eine wichtige Rolle. Es gibt jedoch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können, um den Haarausfall zu lindern und das Haarwachstum zu fördern. Eine ausgewogene Ernährung, sanfte Haarpflege und Stressbewältigung sind dabei wichtige Faktoren.

Denken Sie daran, bei anhaltendem oder starkem Haarausfall einen Arzt aufzusuchen, um die genaue Ursache abzuklären und eine geeignete Therapie zu finden.

Ursache Behandlungsmöglichkeiten Selbsthilfemaßnahmen
Hormonelle Veränderungen Hormonersatztherapie, Minoxidil Ausgewogene Ernährung, Stress vermeiden
Nährstoffmangel Nahrungsergänzungsmittel Vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung
Erbliche Veranlagung Minoxidil, Haartransplantation Sanfte Haarpflege, Kopfhautmassage

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