Haarausfall bei Frauen: Anzeichen, Ursachen und Behandlung

Jeder Mensch verliert natürlicherweise Haare. Jedes Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer: Es hört irgendwann auf zu wachsen, fällt aus und ein neues wächst nach. Pro Tag gehen üblicherweise bis zu 100 Haare verloren. Es ist also normal, wenn man vereinzelt Haare auf dem Kopfkissen entdeckt, im Waschbecken oder in der Haarbürste.

Haarausfall hat viele Gesichter, ein Einzelschicksal ist (starker) Haarverlust jedoch nicht. Die häufigste Art ist der hormonell erblich bedingte Haarausfall (auch androgenetische Alopezie) - bis zu 40 Prozent der Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens Anzeichen dieser Form. Einige Betroffene müssen sich schon in jungen Jahren damit auseinandersetzen, andere mit dem Beginn der Wechseljahre.

Im Folgenden werden die verschiedenen Arten, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall bei Frauen näher beleuchtet.

Was versteht man unter Haarausfall?

Von Haarausfall sprechen Ärztinnen und Ärzte, wenn:

  • täglich mehr als 100 Haare verloren gehen
  • die Haare über einige Wochen hinweg ausfallen, aber nicht nachwachsen
  • sich einzelne haarlose Stellen bilden

Haarausfall kann zur Haarlosigkeit führen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von Alopezie oder Alopecia.

Können die ausgefallenen Haare nachwachsen?

Je nach Form des Haarausfalls, kann der Haarverlust nur vorübergehend sein oder dauerhaft bestehen.

Medizinerinnen und Mediziner benutzen oft die Begriffe nicht vernarbend und vernarbend, um die Wachstumsfähigkeit zu beschreiben.

Ist Haarausfall vernarbend, bedeutet das, dass die Haare nicht nachwachsen können.

Haarausfall bei Frauen fällt meist dadurch auf, dass immer mehr Haare in der Bürste, im Duschabfluss oder auf dem Kopfkissen zurückbleiben. Der Zopf oder die Haarlängen wirken dünner als sonst. Im fortgeschrittenen Stadium lichtet sich das Haar auf der Kopfhaut sichtlich, meist im Bereich des Scheitels, der Stirn oder der sogenannten "Geheimratsecken". Seltener kommt es auch zu umschriebenen kahlen Stellen, wie beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata).

Etwa 70 bis 100 Haare am Tag zu verlieren ist normal und zunächst kein Grund zur Sorge. Bei vermehrtem Haarausfall sprechen Mediziner auch von Effluvium. Alopezie bezeichnet die Haarlosigkeit an sich.

Viele Frauen leiden im Lauf ihres Lebens unter Haarausfall, und die Ursachen sind vielfältig. Manchmal tritt er nur vorübergehend auf, etwa infolge einer hormonellen Veränderung nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren (Klimakterium). Auch bestimmte Medikamente oder einfach ein zu straffes Zopfgummi können Auslöser für den Haarverlust sein - dann lässt er sich relativ leicht beheben.

Häufig ist jedoch auch die sogenannte androgenetische Alopezie die Ursache, also ein erblich bedingter Haarausfall. Jedoch verbergen sich manchmal auch andere Erkrankungen hinter einem Haarausfall bei Frauen.

Arten von Haarausfall

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Haarausfall, die wiederum auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sind:

  • Anlagebedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie): Diese Form ist genetisch bedingt und entsteht durch den Einfluss männlicher Geschlechtshormone. Sie betrifft rund 80 Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen über 70 Jahre. Je nach Geschlecht, fallen die Haare in charakteristischer Weise aus. Bei Männern bilden sich „Geheimratsecken“ und eine Stirnglatze; bei Frauen lichtet sich das Haar verstärkt entlang des Scheitels. Es gibt Medikamente, die den Haarausfall stoppen können.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Hier bilden sich runde kahle Stellen im Kopfhaar, die wie ausgestanzt wirken. Solch ein Haarausfall betrifft manchmal auch den Bart, die Augenbrauen oder die Körperbehaarung. Kreisrunder Haarausfall kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber oft bereits im Kindes- und jungen Erwachsenenalter. Häufig wachsen die Haare mit der Zeit von allein nach. Manchmal fallen sie erneut aus. Selten passiert es, dass die Haare vollständig und dauerhaft ausfallen. Medikamente können den Haarausfall mildern.
  • Diffuser Haarausfall: Davon spricht man, wenn über den Kopf verteilt mehr Haare als gewöhnlich ausfallen. Die Haare dünnen dabei aus, sodass die Kopfhaut stärker durchschimmert. Kahle Stellen entstehen nicht. Häufig gibt es einen Auslöser für den Haarausfall.

Weitere spezielle Formen sind:

  • Herdförmiger Haarausfall nach Infektionen der Haut, auch postinfektiöse Alopezie genannt.
  • Haarausfall durch Zug und Druck.
  • Haarausfall durch zwanghaftes Herausreißen (Trichotillomanie).
  • Angeborene „Geheimratsecken“ (dreiecksförmige Alopezie).
  • Lose Anagenhaar-Syndrom.
  • Haarausfall mit Vernarbungen.

Ursachen für Haarausfall

Die möglichen Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Sie reichen von Fehlern bei der Haarpflege, über bestimmte Erkrankungen bis hin zur Einnahme von Medikamenten und manchen Krebstherapien.

Nährstoffmangel, Stress, Vererbung und Hormone spielen bei Haarausfall ebenfalls eine Rolle.

Manchmal kann es sein, dass sich keine Ursache für den Haarausfall finden lässt.

Ob Stress, Hormone, erbliche Faktoren oder Erkrankungen - die Gründe sind vielfältig.

Dünnes, brüchiges, stumpfes oder farbloses Haar - schlechte Haarqualität oder Störungen des Haarwachstums können gerade Frauen sehr belasten. Viele blicken deshalb besorgt in den Spiegel und fragen sich, warum es zu ihrem Haarausfall kommt.

Hier sind die wichtigsten Ursachen im Überblick:

  • Pflegefehler: Zu viel oder falsche Pflege strapazieren und schädigen die Haare. Intensives heißes Fönen, häufiges Bleichen oder Dauerwellen setzen den Haaren zu. Wer regelmäßig zum Lockenstab greift, tut seinen Haaren ebenfalls nichts Gutes. All das kann dazu führen, dass das Haar spröde aussieht oder verstärkt abbricht.
  • Erkrankungen: Es gibt verschiedene Erkrankungen, die mit Haarausfall in Verbindung stehen, zum Beispiel:
    • Autoimmunerkrankungen
    • Infektiöse und entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut
    • Fieberhafte Infektionskrankheiten
    • Erkrankungen des Hormonsystems
    • Chronische Erkrankungen
    • Vergiftungen
  • Einnahme von Medikamenten: Manchmal tritt diffuser Haarausfall als Nebenwirkung von Medikamenten auf. Besteht der Verdacht, ist es wichtig, dies ärztlich abklären zu lassen. Die Ärztin oder der Arzt prüft dann, ob es ein geeignetes alternatives Präparat gibt. Auf keinen Fall sollte man das Medikament eigenmächtig absetzen.
  • Therapien bei Krebs: Krebsbehandlungen können ebenfalls mit Haarausfall einhergehen, insbesondere Chemotherapien. Neben dem Kopfhaar betrifft dies meist auch Wimpern, Augenbrauen und Schambehaarung.
  • Nährstoffmangel: Mitunter führt ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder Zink zu Haarausfall. Ist dieser zum Beispiel bedingt durch eine Diät, ist es sinnvoll, auf eine ausgewogene Ernährung umzustellen. Steckt eine krankhafte Unterversorgung dahinter, kann die Ärztin oder der Arzt das feststellen und entsprechende Präparate verschreiben.
  • Hormone: Veränderungen im Hormonhaushalt können Haarausfall begünstigen. So lösen zum Beispiel Ereignisse wie Geburt, Wechseljahre oder das Absetzen hormoneller Verhütungsmittel diffusen Haarausfall aus. Bei der Entstehung von anlagebedingtem Haarausfall spielen männliche Geschlechtshormone eine wichtige Rolle - insbesondere das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Das ist ein Abkömmling des Testosterons.
  • Vererbung: Der anlagebedingte Haarausfall ist genetisch bedingt und wird häufig vererbt. Bei vielen jungen Männern mit anlagebedingtem Haarausfall ist der Vater ebenfalls betroffen. Auch kreisrunder Haarausfall kommt mitunter gehäuft in der Familie vor.
  • Stress: Akute Stress-Situationen werden ebenfalls als Auslöser angesehen. So können zum Beispiel Verletzungen, Operationen und emotionale Belastungen zu diffusem Haarausfall führen.

Auch die Schwangerschaft kann eine Rolle spielen. Zahlreiche werdende Mütter sind während ihrer Schwangerschaft mit einer dichten und glänzenden Haarpracht gesegnet. Hier hat vor allem der erhöhte Östrogenspiegel seine Finger im Spiel. Er bewirkt, dass mehr Haare in die Wachstumsphase eintreten und dort auch länger verweilen, als es bei nicht schwangeren Frauen der Fall ist.

Dieser Zustand hält jedoch nur für eine gewisse Zeit an: Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel schnell ab, gleichzeitig wechseln viele Haare in die Ruhephase. Das Haar fällt vermehrt aus und wirkt dadurch dünner sowie matter. Tritt (starker) Haarausfall nach der Schwangerschaft auf, handelt es sich meist um ein vorübergehendes Problem. Dennoch wünschen sich viele betroffene Frauen, aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Wichtig ist, dass Du Dich nach der Schwangerschaft gesund und ausgewogen ernährst. Die Babypfunde durch eine Diät mit Gewalt loswerden zu wollen, ist keine gute Idee: Erstens benötigst Du jetzt viel Energie für Deine neue Aufgabe als Mutter. Und zweitens verstärkt eine mangelhafte Ernährung unter Umständen den Haarausfall.

Auch das Absetzen der Pille kann Haarausfall verursachen. Nicht wenige Frauen erleben Haarausfall, nachdem sie die Pille abgesetzt haben. Das ist durch hormonelle Schwankungen begründet. Einige Präparate enthalten Östrogene, die maßgeblich an der empfängnisverhütenden Wirkung beteiligt sind. Nach dem Absetzen des Verhütungsmittels sinkt der Östrogenspiegel im Körper stark ab. Dadurch entsteht derselbe Effekt wie nach einer Geburt: Haarausfall und eine vorübergehende Verschlechterung des Hautbildes können die Folgen sein.

Die Wechseljahre können ebenfalls Haarausfall verursachen. Reizbarkeit, Hitzewallungen, Schlafstörungen - in den Wechseljahren kämpfen einige Frauen mit einigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Wechseljahre (Klimakterium) sind für viele Frauen eine Zeit des Umbruchs mit körperlichen Auswirkungen und häufig begleitet von einem Wechselbad der Gefühle. Ab etwa 47 Jahren drosseln die Eierstöcke die Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den Körper der Frauen, denn Östrogen spielt eine wichtige Rolle für den Fett- und Knochenstoffwechsel, Haut sowie Haare.

Während der Östrogenspiegel mit der Menopause absinkt, bleiben die - auch bei Frauen in gewissem Maß vorhandenen - Androgene (männliche Sexualhormone wie Testosteron) auf einem ähnlichen Niveau. Dadurch entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht. Oft ist dieses aber nicht allein für den Haarausfall verantwortlich, sondern die eigentliche Ursache für den vermehrten Haarausfall liegt in einer genetischen Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon DHT (Dihydrotestosteron). Fachleute sprechen in diesem Fall von dem hormonell-erblich bedingten Haarausfall.

Bei Betroffenen lichtet sich meist das Haar am Scheitel, der dadurch immer breiter wird. Auch in seiner Gesamtheit erscheint das Haar dünner und an einigen Stellen zeigt sich die Kopfhaut. Da die Wechseljahre für viele Frauen ohnehin eine herausfordernde Phase sind, empfinden sie den Haarverlust oft als weitere emotionale Belastung.

Zusätzliche mögliche Gründe für den Haarverlust sind zum Beispiel entzündliche oder chronische Erkrankungen, Fehlfunktionen der Schilddrüse, manche Medikamente oder Essstörungen. In nahezu allen Fällen ist es ratsam, sich ärztlichen Rat einzuholen, um gemeinsam über eine geeignete Therapie zu entscheiden.

Wann sollte ich mir bei Haarausfall medizinische Hilfe holen?

Macht sich Haarausfall bei Frauen bemerkbar, fragen sich viele, was sich dagegen tun lässt. Sprich hierzu mit einem/einer Ärzt*in, wenn Du den Verdacht hast, unverhältnismäßig viele Haare zu verlieren. Das bedeutet nicht, dass Du einzelne, ausgefallene Haare zählen sollst. In der Regel bemerkst Du es, wenn Dein Kopfhaar sich lichtet. Indem Du Deine Symptome abklären lässt, bekommst Du eine genaue Diagnose und kannst mit der richtigen Therapie starten. Hol Dir ebenfalls ärztlichen Rat ein, wenn Du plötzlichen Haarausfall bemerkst.

Um die Ursachen für Haarausfall abzuklären, ist ein Besuch in der hausärztlichen Praxis sinnvoll.

Wenn man bei sich sehr starken Haarverlust feststellt, sollte recht bald ein Dermatologe (Hautarzt) aufgesucht werden. Bei einigen Formen des Haarausfalls steigt der Erfolg der Behandlung nämlich mit einer frühen Diagnose. Auch einige Krankenhäuser bieten spezielle Haarsprechstd. an.

Um eine geeignete Behandlung für Dich zu finden, muss der/die Mediziner*in auf Ursachenforschung gehen. Dafür beantwortest Du einige Fragen: zum Beispiel, wie lange Du schon von dem Haarausfall betroffen bist, wie stark dieser ist oder ob Du unter großem Stress stehst. Besonders Frauen werden zudem gebeten, Auskunft über ihren Menstruationszyklus, die Nutzung von Verhütungsmitteln, Schwangerschaften oder Wechseljahre zu geben. Im Anschluss an das ausführliche Gespräch erfolgt eine körperliche Untersuchung.

Wie kann der Arzt oder die Ärztin Haarausfall feststellen?

Um Haarausfall zu diagnostizieren, ist ein ausführliches Gespräch wichtig. Daneben genügt es häufig schon, das Muster des Haarausfalls zu prüfen und die Kopfhaut zu betrachten.

Die Diagnose erfolgt in der Regel in folgenden Schritten:

  • Ärztliches Gespräch: Hier geht es unter anderem darum zu ermitteln:
    • Wann der Haarausfall eingesetzt hat, wie lange er bereits anhält und ob er voranschreitet
    • Ob weitere Symptome wie Schmerzen und Juckreiz bestehen
    • Ob und welche Medikamente man einnimmt
    • Ob man andere Erkrankungen hat und es Haarausfall in der Familie gibt
    • Wie die Ernährungsgewohnheiten aussehen
    • In welcher Lebensphase und welchen Lebensumständen man sich befindet
    • Ob man kürzlich ein Kind geboren hat, operiert wurde oder Umweltbelastungen ausgesetzt war
    • Wie die Haare gepflegt und frisiert werden
  • Äußerliche Untersuchung der Kopfhaut: Mithilfe eines Auflichtmikroskops (Dermatoskop) kann sich die Ärztin der der Arzt die Kopfhaut stark vergrößert anschauen. So lässt sich zum Beispiel erkennen, ob es an den haarlosen Stellen noch Poren der Haarbälge (Haarfollikel) gibt. Ist das der Fall, deutet das darauf hin, dass die Haare wieder nachwachsen können. Zudem lassen sich Zeichen für eine mögliche Erkrankung der Kopfhaut finden.
  • Weiterführende Untersuchungen: Darüber hinaus gibt es weitere Tests und Laboruntersuchungen, die Hinweise zur Form des Haarausfalls und deren Ursachen liefern.
    • Untersuchung von Nägeln und Körperhaar
    • Zupftest
    • Erregerkultur
    • Gewebeprobe aus der Kopfhaut
    • Blut-Tests
    • Mikroskopie der Haarwurzeln (Trichogramm)
    • Phototrichogramm und Trichoscan

Auf den kahlen Stellen wird der Arzt prüfen, ob noch Poren der Haarbälge (Haarfollikel) zu finden sind. Ist das der Fall, hat noch keine Vernarbung stattgefunden und die Haare können daher prinzipiell nachwachsen.

Wie lässt sich Haarausfall stoppen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Haarausfall bei Frauen zu behandeln. Die Wahl der Therapie hängt stets von der Ursache ab.

Wichtig: In vielen Fällen muss man die Behandlung selber bezahlen. Lassen Sie sich gut über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Therapie und die anfallenden Kosten beraten.

Wichtig ist es immer, zu kontrollieren, ob Deine Nährstoffversorgung ausreichend ist. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über eventuell fehlende Nährstoffmengen im Körper. Liegt ein Vitaminmangel (zum Beispiel Selen- oder Vitamin-D-Mangel) oder eine zu geringe Konzentration an Spurenelementen (wie Eisen oder Zink) vor, solltest Du den Nährstoffmangel ausgleichen. Eine Ernährungsumstellung kann dabei unterstützen, den Haarverlust einzudämmen.

Damit Du generell für ein gesundes Haarwachstum sorgst und Haarausfall eventuell sogar vorbeugst, setz aufeine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf sowie ein schonendes Styling und die richtige Haarpflege.

Hier eine Übersicht über die gängigen Behandlungsansätze:

Medikamente

  • Minoxidil: Bei Frauen mit anlagebedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) kommen Präparate mit dem Wirkstoff Minoxidil infrage, bei Männern zusätzlich mit dem Wirkstoff Finasterid. Minoxidil gibt es zum Aufragen auf die Haut; Finasterid auch als Tabletten.
  • Kortison: Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) wird meist mit entzündungshemmend wirkendem Kortison behandelt. In der Regel wird das Medikament äußerlich auf die kahlen Stellen aufgetragen. Man kann es aber auch in die Haut spritzen oder als Tabletten nehmen.

Andere medizinische Maßnahmen

  • Haartransplantation: Die Verpflanzung von Eigenhaar findet bei Menschen mit anlagebedingtem Haarausfall Einsatz. Bei anderen Formen von Haarausfall eignet sie sich nicht.
  • Reiz- und Immuntherapien: Sie dienen gewissermaßen dazu, das Immunsystem bei Menschen mit kreisrundem Haarausfall „umzulenken“. Ziel ist es, Entzündungen an den Haarwurzeln zu stoppen, sodass sich diese erholen und nachwachsen können.
  • Psychotherapeutische Betreuung: Für manche Menschen ist Haarausfall ein einschneidendes Erlebnis, das emotional stark belastet. Mitunter entwickeln sie psychische Probleme wie Ängstlichkeit und Depressivität. Zudem kann es vorkommen, dass Betroffene sozial ausgegrenzt oder gemoppt werden. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist das Risiko groß. Sich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten zu wenden, kann dann sehr hilfreich sein.

Kosmetische Maßnahmen

Alle Formen von Haarausfall lassen sich kosmetisch verbergen (kaschieren).

  • Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie eine Perücke oder ein Haarteil tragen.
  • Andere versuchen, mit speziellen Frisuren oder Haare färben, den Ausfall zu kaschieren.
  • Sind Augenbrauen und Wimpern vom Haarausfall betroffen, kann man über das Tragen künstlicher Wimpern, dem Nachzeichnen von Augenbrauen oder Permanent-Make-up nachdenken. Selbsthilfegruppen etwa bieten Kosmetikkurse und geben Schminkanleitungen heraus.

Gelassenheit und Geduld sind wichtige Verbündete. Immer mehr Haare zu verlieren kann die eigene Psyche negativ beeinträchtigen. Das dünner werdende Haar rückt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und erhält im Alltag einen deutlich erhöhten Stellenwert. Hier hilft kritische Distanz: Lass dich von verstärktem Haarverlust nicht vollständig einnehmen und versuch stets daran zu denken, dass der Haarausfall nicht Deine Persönlichkeit bestimmt. Es mag schwerfallen, aber bring für die Behandlung Geduld mit. Das Tempo des Haarwachstums gibt vor, wann Du Effekte bemerkst. Auch, wenn verstärkter Haarverlust sehr belastend sein kann und es einige Zeit beansprucht, bis Verbesserungen durch die Anwendung geeigneter Mittel sichtbar werden: Probier, dem Problem mit einer entspannten Haltung zu begegnen.

Zusätzlich zum Diätmanagement können betroffene Frauen zur ergänzenden Haarpflege Priorin® Shampoo verwenden. Das speziell entwickelte Shampoo mit einer Kombination aus Hirseextrakt, Glykoproteinen und dem Pro-Vitamin B5 stärkt das Haar und erhöht seine Widerstandskraft gegen Haarbruch.

Für Frauen mit nicht-krankheitsbedingtem Haarausfall empfiehlt sich die Anwendung von Priorin® Liquid - für spürbar dichteres und volleres Haar.

Ein Besuch beim Hausarzt oder Dermatologen ist wichtig, damit Sie die richtige Hilfe erhalten.

Es gibt wirksame Mittel gegen Haarausfall bei Frauen - im Alter ebenso wie in jungen Jahren. Für die richtige Behandlung ist die Ursache des Haarausfalls grundlegend.

Neben den Medikamenten können Frauen Hausmittel oder homöopathische Mittel ausprobieren. Einige schwören auf homöopathische Globuli gegen Haarausfall bei Frauen. Deren Wirkung ist aus wissenschaftlicher Sicht aber nicht belegt.

Daneben gibt es einige Hausmittel, die dabei helfen können, Ihre Haarpracht zu erhalten und zu stärken, zum Beispiel gelten Brennnessel, Apfelessig oder Zwiebelsaft als gut fürs Haar. Oft ist die wissenschaftliche Datenlage bezüglich der Wirksamkeit von Hausmitteln aber dünn.

Auch gesunde, vitaminreiche Lebensmittel können gegen Haarausfall bei der Frau helfen. Zu solchen Nahrungsmitteln gehören unter anderem Vollkornprodukte (Zink), Nüsse und Pilze (Selen) oder Haferflocken (Biotin).

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar.

Allgemein belastend am Verlust der Haare ist, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt wer...

Ursache Behandlung
Erbliche bedingter Haarausfall Minoxidil
Kreisrunder Haarausfall Kortison-Therapie
Diffuser Haarausfall Behandlung der Grunderkrankung, Absetzen auslösender Medikamente, Ergänzungspräparate

Haarausfall bei Frauen: Häufigkeit, Arten, Ursachen

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