Haarausfall betrifft Millionen Menschen - Frauen wie Männer, junge wie ältere. Der Blick in den Spiegel, das tägliche Ausbürsten der Haare oder der Blick auf das Kopfkissen am Morgen: Für viele ist es ein stiller, aber ständiger Begleiter, der Unsicherheit, Sorgen oder sogar Ängste auslösen kann.
Doch so individuell der Haarverlust erlebt wird, so vielfältig sind auch seine Ursachen - und seine Behandlungsmöglichkeiten. Dabei ist es oft nicht leicht, die Ursachen allein zu erkennen. Doch was auch dahintersteckt: Sie sind damit nicht allein. Unser Ziel ist es, nicht nur die Symptome zu lindern, sondern gemeinsam mit Ihnen die individuellen Auslöser Ihres Haarausfalls zu verstehen - und gezielt dagegen vorzugehen. Dabei setzen wir auf medizinisches Fachwissen, moderne Diagnostik und ein offenes, ehrliches Gespräch.
Im Allgemeinen ist es belastend am Verlust der Haare, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt werden. Deshalb möchten wir, vom Haar-Team der Fontana Klinik in Mainz, Ihnen dabei helfen, Ihren Haarausfall wirksam zu bekämpfen.
Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können. Doch bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen. Denn Haarausfall, dessen Ursache in einer anderen Krankheit, Medikamenten oder etwa Stress liegt, ist relativ gut therapierbar.
Im Folgenden werden wir uns speziell mit dem Haarausfall am Stirnansatz beschäftigen und die verschiedenen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten beleuchten.
Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall, die sich auch am Stirnansatz bemerkbar machen können. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Zusätzlich können mechanische Einflüsse wie strenge Frisuren, häufige Glättungen oder aggressive Farbbehandlungen Haarausfall begünstigen.
Verschiedene Ursachen können zu Haarausfall führen.
Das Haar wird an den betroffenen Stellen dünner, es können vermehrt kurze abgebrochene Härchen auftauchen (zum Beispiel am Haaransatz), der Haaransatz kann zurückweichen, es können kahle Stellen entstehen. Auch die Kopfhaut kann glänzend und vernarbt sein. Meist bemerkt man zuerst, dass die strapazierten Haare am Haarschaft abbrechen und Frizz entsteht - einzelne Härchen, die aus der Frisur abstehen.
Bei der Traktionsalopezie fallen die Haare in den Regionen aus, die mechanisch belastet sind, also meistens an den Haaransätzen der Stirn und der Schläfen.
Auch der erblich bedingte Haarausfall verläuft immer nach einem ähnlichen Muster, das bei Männern von Geheimratsecken über eine kahle Stirn und schlussendlich in einem Haarkranz am Hinterkopf von Ohr zu Ohr mündet.
Ein zurückgehender Haaransatz ist eines der ersten Anzeichen für erblich bedingten Haarausfall. Doch wie erkennt man, ob es sich um eine natürliche Veränderung oder um den Beginn eines fortschreitenden Haarausfalls handelt? Eine sich zurückziehende Haarlinie entwickelt sich oft schleichend.
Wenn ein vermehrter Haarverlust offensichtlich ist, ist es ratsam, eine Arztpraxis aufzusuchen. Der Hausarzt kann Betroffene dann an einen Facharzt überweisen - je nach vermuteter Ursache zum Beispiel an einen Dermatologen oder einen Endokrinologen. Eine ausführliche Anamnese und Blutuntersuchungen, Epilationstests, Haaranalysen oder eine Untersuchung der behaarten Kopfhaut gehören zu den Verfahren, die zur Ursachenermittlung angewendet werden.
Im Rahmen einer umfassenden Diagnostik werden gezielt relevante Blutwerte analysiert, um Nährstoffdefizite, hormonelle Dysbalancen oder entzündliche Prozesse frühzeitig zu erkennen. Diese Werte geben Aufschluss darüber, wie gut Ihr Körper versorgt ist, ob stille Mängel vorliegen oder systemische Ursachen bestehen, die den Haarzyklus beeinträchtigen. Auf Basis dieser Daten kann dann ein maßgeschneiderter Therapieplan entwickelt werden, der individuell auf Ihre gesundheitliche Situation abgestimmt ist.
Manchmal kommt es aber vor, dass nicht nur eine reine Traktionsalopezie vorliegt, sondern die Haare zusätzlich durch Mangelerscheinungen geschwächt sind und dadurch empfindlicher. Mit einer Blutentnahme und anschließender Laboruntersuchung kann festgestellt werden, ob ein Mangel an Vitaminen, Nährstoffen oder Spurenelementen vorliegt, die den Haarausfall verstärkt. Besonders häufig kommt ein Eisenmangel vor. Zusätzlich sollte ausgeschlossen werden, dass eine andere Ursache dem Haarausfall zugrunde liegt.
Ob und wie Haarausfall therapiert wird, hängt maßgeblich von seiner Ursache ab. Da Haarverlust häufig vorübergehend auftritt oder auch zum natürlichen Alterungsprozess gehört, ist eine Behandlung oft gar nicht notwendig. Liegt eine Krankheit vor, steht deren Behandlung im Vordergrund. Auch erblich bedingter Haarausfall muss aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden. Ist er für die Betroffenen allerdings eine Belastung, können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen. Kreisrunder Haarausfall wird häufig mit Cremes und Lotionen therapiert, die Glukokortikoide enthalten. Erfolg ist allerdings nicht garantiert: In weniger als 50 % aller Fälle wächst an so behandelten Stellen das Haar wieder nach. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind zum Beispiel systemische Kortisontherapien, lokale Immuntherapien oder photochemische Behandlungen.
Wer frühzeitig handelt, kann den Prozess verlangsamen und das Haarwachstum unterstützen. Jetzt Haarausfall bekämpfen!
Wenn die Stressbelastung für die Haare frühzeitig behoben wird, solange die Haarwurzeln noch nicht zu sehr geschädigt sind, kann das Haar normal nachwachsen. Meistens setzt innerhalb von sechs Monaten wieder ein normaler Haarwuchs ein. Die Regeneration der Haare kann gefördert werden, wenn an der Haarwurzel ausreichend Vitamine, Nährstoffe und Wachstumsfaktoren vorhanden sind. Das kann vor allem durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglicht werden.
Eine Traktionsalopezie wird behandelt, indem man ihren Auslöser vermeidet. Frisuren oder Kopfbedeckungen sollten so gestaltet sein, dass sie keine Zugkraft oder Druckbelastung auf das Haar und die Haarwurzel ausüben. Das Haar sollte öfter mal einfach locker oder offen getragen werden. Auch das tägliche Styling kann die Haare überstrapazieren.
Auch eine gute Pflege der Kopfhaut ist wichtig, um die Haare zu kräftigen. Bei der Meso-Therapie zum Beispiel handelt es sich um eine Methode aus der Alternativmedizin. Es werden ausgewählte Medikamente, homöopathische Mittel, Vitamine, Spurenelemente oder Hyaluronsäure in die Kopfhaut injiziert. Eine weitere Möglichkeit ist die PRP-Therapie. PRP steht für Platelet Rich Plasma. Es handelt sich um eine Eigenbluttherapie. Dem Patienten wird Blut entnommen und durch ein besonderes Verfahren aufbereitet, um ein thrombozytenreiches Konzentrat herzustellen. Dieses ist reich an Zytokinen, Mikronährstoffen und Wachstumsfaktoren. In die Kopfhaut gespritzt aktiviert es die Haarwurzeln und regt die Bildung und das Wachstum neuer Haare an. Zusätzlich wird die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und die Bildung neuer Kapillaren angeregt. Hier setzt unsere Infusionstherapie an. Die fehlenden Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente werden mit einer Infusion direkt ins Blut zugeführt.
Wenn keine andere Therapie hilft, kommt als letzte Option eine Haartransplantation infrage. Wir arbeiten mit der modernen IFUE-Methode. IFUE bedeutet Intermittend Follicular Unit Extraction. Aus Bereichen dichten Haarwachstums werden einzelne follikuläre Einheiten als Spenderhaare entnommen. Die Methode ist minimal-invasiv und dadurch sehr schonend und mit wenigen Nebenwirkungen verbunden.
Tabelle mit Therapieoptionen bei Haarausfall:
| Therapie | Beschreibung | Anwendung |
|---|---|---|
| Haarwuchsstimulierende Mittel (z.B. Minoxidil) | Fördern die Durchblutung der Kopfhaut und regen das Haarwachstum an. | Androgenetische Alopezie |
| Eigenblutbehandlungen (PRP) | Aktivieren die Haarwurzeln und regen die Bildung und das Wachstum neuer Haare an. | Verschiedene Formen von Haarausfall |
| Meso-Therapie | Injektion von Medikamenten, Vitaminen und Spurenelementen in die Kopfhaut. | Verschiedene Formen von Haarausfall |
| Haartransplantation | Verpflanzung von Haarfollikeln aus dicht behaarten Bereichen in kahle Stellen. | Androgenetische Alopezie, vernarbende Alopezie |
Einer Traktionsalopezie lässt sich vorbeugen, indem man Stress für die Haare so weit wie möglich reduziert. Dazu gehört insbesondere das richtige Styling und der richtige Haarschmuck. Es spricht nichts dagegen, auch mal eine straffe Frisur zu tragen. Das sollte man aber nicht täglich tun. Wenn die Frisur durch Zug an den Haaren schmerzt, sollte man sie direkt lösen. Auch chemischen Stress für die Haare sollte man vermeiden - dazu gehören vor allem Färben, Tönen und Blondieren.
Psychisch mit sich im Reinen zu sein ist auch gut für die Haare - manche Menschen neigen dazu, bei Stress an den Haaren zu ziehen oder sich die Haare auszureißen.
Neben einem bewussten Lebensstil mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und Stressreduktion können erste einfache Maßnahmen den Haarverlust bereits verlangsamen oder verbessern. Dazu gehören:
Gesunde Ernährung und sanfte Haarpflege können Haarausfall vorbeugen.
tags: #Haarausfall #Ursachen #Stirnansatz
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