Geheimratsecken sind nicht nur ein Problem für Männer. Auch Frauen können in verschiedenen Altersstufen davon betroffen sein. Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen für Geheimratsecken bei Frauen, den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und gibt Tipps zur Vorbeugung und zum Kaschieren.
Die Ursachen für Geheimratsecken bei Frauen sind vielfältig. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
Die häufigste Form von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Die Ursache liegt in den Genen. Typisch für diese Form des Haarausfalls sind schütter werdendes Haar vor allem im Bereich des Mittelscheitels sowie die Ausbildung von Geheimratsecken. Ursächlich ist eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron (DHT), einem Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron, das auch im weiblichen Körper vorkommt. Durch das DHT kommt es zu einer Schrumpfung der betroffenen Haarfollikel: Die gebildeten Haare wachsen immer weniger dick nach und fallen früher aus, da sich die Wachstumszyklen der Haare immer weiter verkürzen.
Sie können Geheimratsecken von Ihren Verwandten erben - wenn jemand in Ihrer Familie von weiblichem oder männlichem Haarausfall betroffen ist, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Haare verlieren.
Hormonelle Veränderungen können Haarausfall bei Männern und Frauen auslösen. So kann auch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel zu Haarausfall führen: Die meisten Anti-Baby Präparate enthalten Östrogene. Bei manchen Frauen kommt es nach dem Absetzen (durch den plötzlich abfallenden Östrogenspiegel), bei anderen Frauen aber auch durch die Einnahme der Antibabypille zu vermehrtem Haarausfall. In beiden Fällen ist es die Veränderung des Hormonhaushaltes, die zu Haarausfall führt. In der Regel reguliert sich dieser mit der Zeit wieder von selbst.
Eine Veränderung des Hormonhaushaltes liegt auch in den Wechseljahren vor. Bis zu einem Drittel der Frauen in den Wechseljahren leiden unter Haarausfall. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was dünner werdende und vermehrt ausfallende Haare zur Folge haben kann.
Stress- oder krankheitsbedingter Haarausfall wird als Telogenes Effluvium bezeichnet. Auch übermäßiger Stress kann Haarausfall verstärken oder begünstigen. Die Trichologin Stephanie Sey erklärt mir, dass stressbedingter Haarverlust (der sich übrigens Telogen-Effluvium nennt) viele potentielle Auslöser hat - zum Beispiel große Operationen oder schwierige Lebensphasen. „Haarverlust verteilt sich normalerweise gleichmäßig über den Kopf, zeigt sich aber manchmal am Haaransatz etwas deutlicher“, sagt Stephanie.
Im hektischen Alltag vernachlässigen wir oft eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse: eine ausgewogene Ernährung. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen und Mineralstoffen kann nicht nur das Immunsystem schwächen, sondern auch zu Haarausfall führen, der sich dann z. B. im Auftreten von Geheimratsecken äußern kann. Wir raten Ihnen daher, auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Besonders Zink, Biotin und bestimmte Fettsäuren sowie Vitamin D sind dabei wichtig für gesundes Haar und tragen zu einem normalem Haarwachstum bei.
Verschiedene Medikamente und Behandlungen können zu Geheimratsecken beitragen, wie z.B. Bestimmte Frisuren können zu Geheimratsecken beitragen, wie z.B. das Zurückziehen der Haare in einem zu engen Pferdeschwanz. Offiziell nennt sich das Traktionsalopezie und ist tatsächlich eine der wahrscheinlichsten Ursachen eines fliehenden Haaransatzes bei jüngeren Frauen, erklärt mir die Trichologin Kate Holden. „Traktionsalopezie ist ein durch konsequentes Ziehen an der Haarwurzel verursachter Haarverlust, zu dem es meistens wegen straffer Frisuren wie Zöpfen oder Dutts oder dem übermäßigem Gebrauch von Extensions kommt“, sagt sie.
Die Traktionsalopezie ist eine Form von Haarausfall. Traktion bedeutet "Ziehen" oder "Zugkraft". Eine Traktionsalopezie tritt durch eine übermäßige mechanische Belastung der Haare auf. Der Haarausfall tritt dort auf, wo die Haare der Belastung ausgesetzt sind. Bei engen Haarbändern oder straffen Frisuren ist dies meist der Haaransatz an der Stirn und den Seiten - denn dort liegt die größte mechanische Belastung vor.
Hier ist eine Tabelle mit einigen der häufigsten Ursachen für Geheimratsecken bei Frauen:
| Ursache | Beschreibung |
|---|---|
| Genetische Veranlagung | Erbliche Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT |
| Hormonelle Veränderungen | Schwankungen des Östrogenspiegels, z.B. durch Verhütungsmittel oder Wechseljahre |
| Stress | Stressbedingter Haarausfall (Telogenes Effluvium) |
| Nährstoffmangel | Mangel an Zink, Biotin, Fettsäuren oder Vitamin D |
| Traktionsalopezie | Haarausfall durch wiederholtes Ziehen an der Haarwurzel |
Glücklicherweise können verschiedene Behandlungen Ihren Haaransatz wieder in einen volleren, jugendlicheren Zustand versetzen. Wenn Sie sich über Ihren zurückweichenden Haaransatz Sorgen machen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es gibt zwar kein direktes Heilmittel für einen zurückweichenden Haaransatz, aber verschiedene Medikamente können das Fortschreiten des Haarausfalls verlangsamen und das Nachwachsen der Haare fördern.
Je nach Ursache und Form der zugrundeliegenden Haarausfallerkrankung unterscheiden sich die zur Verfügung stehenden Therapieoptionen stark voneinander. Hier sind einige der gängigsten Behandlungsmethoden:
Minoxidil (Rogaine): Minoxidil (Rogaine) ist beispielsweise eine der einzigen verfügbaren medizinischen Lösungen für androgene Alopezie bei Männern und Frauen. Minoxidil, ein Kaliumkanalöffner, ist als 2%ige-Lösung für die Frau und als 5%ige Lösung oder Schaum für den Mann zugelassen und in Apotheken rezeptfrei verkäuflich. Um die Therapie zu vereinfachen, ist 2016 die Zulassung eines 5 %igen Minoxidil-Schaums zur einmal täglichen Behandlung bei Frauen zu erwarten. Die Minoxidil-Externa sind der einzige topische Wirkstoff mit hohem Evidenzniveau. In großen Studien konnte der Haarverlust bei 80-90 % der Behandelten gestoppt werden; bei etwa 50 % verdichtete sich das Haarkleid sichtbar.
Finasterid (Propecia): Finasterid (Propecia) ist eine weitere bekannte Option. Im Gegensatz zu Minoxidil ist es eine oral einzunehmende Pille, die das Haarwachstum anregen kann. Finasterid, ein 5α-Reduktase-Typ-II-Hemmer, wurde 1999 mit einer Dosierung von 1 mg/Tag in Deutschland bei Männern zwischen 18 und 41 Jahren zugelassen. Das Evidenzniveau für Finasterid 1 mg bei androgenetischer Alopezie ist sehr gut.
Ein Chirurg verpflanzt gesunde Haarfollikel von den Seiten und vom Hinterkopf in den Haaransatz (oder andere schüttere Bereiche). Es stehen mehrere Transplantationsarten zur Verfügung, darunter die Follicular Unit Extraction (FUE) und die Follicular Unit Transplantation (FUT). In Deutschland liegen die Preise für eine Haartransplantation zwischen 3.500 € und 8.000 €.
Die Eigenhaartransplantation stellt eine ergänzende Maßnahme bei fortgeschrittener androgenetischer Alopezie dar. Hierbei werden Haare aus dem okzipitalen, nicht androgensensitiven Bereich entnommen und in betroffene Areale transplantiert. Nicht nur bei der männlichen sondern auch bei der weiblichen androgenetischen Alopezie kann eine Verdichtung durch Haarfollikeltransplantation erzielt werden.
Die plättchenreiche Plasmatherapie (PRP) ist eine weitere Möglichkeit zur Behandlung von Haarausfall. Bei diesem Verfahren wird dem Patienten eine kleine Menge Blut abgenommen, das dann in eine Zentrifuge gegeben wird, um das plättchenreiche Plasma abzutrennen. Die Ergebnisse verjüngen und reparieren die Haarfollikel und stimulieren das neue Haarwachstum.
Die IPRF (Injizierbares Plättchenreiches Fibrin) Therapie gegen Haarausfall nutzt das Blut des Patienten, um Haarwachstum und -dichte zu fördern. Durch Entnahme und Zentrifugation des Blutes wird plättchenreiches Fibrin (PRF) gewonnen. PRF, reich an Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Fibrin, spielt eine zentrale Rolle im Heilungsprozess. Injiziert in die Kopfhaut, fördert es die Regeneration von Haarfollikeln und stimuliert das Wachstum neuer Haare. Besonders als Unterstützung bei Haartransplantationen kann IPRF die Ergebnisse verbessern und die Haardichte erhöhen.
Um gegen Geheimratsecken vorzugehen, können medikamentöse Behandlungen wie Finasterid und Minoxidil, Haartransplantationen, Lifestyle-Änderungen, spezielle Haarpflegeprodukte und kosmetische Lösungen wie Toupets oder gezieltes Haarstyling helfen. Es ist ratsam, einen Facharzt für eine individuell angepasste Behandlung zu konsultieren.
Um Geheimratsecken entgegenzuwirken, können medikamentöse Behandlungen wie Finasterid und Minoxidil, Haartransplantationen, Anpassungen im Lebensstil, spezielle Haarpflegeprodukte und kosmetische Lösungen wie Toupets oder spezielles Haarstyling hilfreich sein.
Geheimratsecken lassen sich nicht auf natürliche Weise vollständig rückgängig machen, da sie meist genetisch bedingt sind. Allerdings können medizinische Behandlungen wie Minoxidil, Finasterid oder eine Haartransplantation das Erscheinungsbild deutlich verbessern.
Gegen Geheimratsecken helfen Mittel wie Minoxidil zur äußerlichen Anwendung oder Finasterid als Tablette. Alternativ kommen auch Haartransplantationen infrage, bei denen Haare aus dem Hinterkopf in die betroffenen Bereiche verpflanzt werden.
Am wirksamsten gegen Geheimratsecken sind wissenschaftlich belegte Behandlungen wie Minoxidil und Finasterid. Auch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Spurenelementen ist, kann das Haarwachstum unterstützen, jedoch meist nur ergänzend.
Ein Umstyling ist oftmals die einfachste Möglichkeit, die zunehmend kahlen Stellen am Kopf zu verdecken. So kann ein Seitenscheitel oder eine Frisur mit mehr Volumen das Haar auf der Stirnpartie geschickt verteilen und die Geheimratsecken bei Frauen effektiv verdecken.
Neben einer gekonnt angepassten Frisur kann auch die Verwendung von speziellen Haarprodukten helfen. Volumen-Shampoos, Haarsprays oder Schaumfestiger können das Haar optisch dichter wirken lassen und die Geheimratsecken kaschieren.
Auch spezielles Schütthaar, das sich auf die kahlen Stellen streuen lässt, kann für mehr Fülle und Volumen sorgen.
Einer Traktionsalopezie lässt sich vorbeugen, indem man Stress für die Haare so weit wie möglich reduziert. Dazu gehört insbesondere das richtige Styling und der richtige Haarschmuck. Es spricht nichts dagegen, auch mal eine straffe Frisur zu tragen. Das sollte man aber nicht täglich tun. Wenn die Frisur durch Zug an den Haaren schmerzt, sollte man sie direkt lösen.
Auch chemischen Stress für die Haare sollte man vermeiden - dazu gehören vor allem Färben, Tönen und Blondieren. Psychisch mit sich im Reinen zu sein ist auch gut für die Haare - manche Menschen neigen dazu, bei Stress an den Haaren zu ziehen oder sich die Haare auszureißen.
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