Glätten, Föhnen, Färben: Unser Haar wird im Alltag zahlreichen Strapazen ausgesetzt. Die Folge? Brüchiges, sprödes und trockenes Haar, das glanzlos und platt über die Schulter fällt. Bevor es so weit kommt, kann man zum Glück einiges tun, um die Längen rechtzeitig vor irreparablen Schäden zu schützen. Der sogenannte Water Test hilft dir etwa, herauszufinden, wie es um die Gesundheit deiner Haare steht und zeigt, welche Pflege deine Mähne wirklich benötigt.
Wenn du dich auch manchmal fragst, warum deine Locken so trocken sind oder warum der reichhaltige Conditioner oder die intensive Haarmaske nicht die gewünschten Ergebnisse bringt, dann könnte die Antwort auf deine Frage in der Porosität deiner Haare liegen. Denn sie ist maßgeblich dafür, wie gut die Pflegestoffe eindringen und ihre Wirkung entfalten können.
Der Water Test ist eine einfache, schnelle sowie völlig kostenfreie Methode, um herauszufinden, wie trocken und geschädigt dein Haar aktuell ist. Genauer gesagt wird dabei die sogenannte Porosität der Mähne ermittelt.
Doch was bedeutet das nun genau? Ganz einfach: Die Porosität dreht sich rundum die Anatomie deiner Haare. Sie verrät, wie die Keratin-Schuppen, die den Haarschaft ummanteln, angeordnet sind. Je nachdem, ob diese glatt aneinandergereiht oder aber geöffnet sind, unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten der Porosität der Haare:
Um herauszufinden, wie porös a.k.a gesund oder strapaziert dein Haar ist, hilft der Water Test.
Und so funktioniert die Methode Schritt für Schritt:
Nach etwa fünf bis zehn Minuten kannst du den Test auswerten. Lege die Haarsträhne jetzt ins Wasser und beobachte, wie schnell das Haar das Wasser aufnimmt.
Nachfolgend eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse des Water Tests:
Bleibt die Strähne an der Wasseroberfläche, spricht das für eine geringe Porosität der Haare. Probleme mit Trockenheit? Hast du höchst wahrscheinlich nicht, damit das so bleibt, solltest du jedoch vorsichtig mit Hitzestyling-Tools umgehen und dein Pflegeregime optimieren.
Schwere Leave-in-Produkte sollten etwa aussortiert werden, denn diese können durch die dichte Schuppenstruktur nur schlecht aufgenommen werden und bleiben so an der Oberfläche der Härchen sitzen. Das beschwert und kann die Mähne sogar strähnig wirken lassen. Besser sind deshalb Produkte, die direkt unter der Dusche ausgespült werden, sowie leichtere Texturen - zum Beispiel in Form eines hydratisierenden Haarserums.
Sinkt das Haar in der Wasserschüssel unter die Oberfläche, allerdings langsam und nicht ganz bis zum Boden, hast du eine mittlere bzw. normale Porosität. Das Haar ist gesund und gut durchfeuchtet. Im Hinblick auf die Pflege kannst du deshalb bei deiner gewohnten Routine bleiben.
Eine tolle Ergänzung für deinen Typ sind zudem natürliche Haaröle, die einmal pro Woche in die Längen massiert werden und dem Haar eine Extraportion Glanz sowie wertvolle Nährstoffe verleihen. Auf sehr schwere Texturen solltest du hingegen verzichten - besser eignen sich leichte Feuchtigkeitspflegen mit Hyaluronsäure oder Aloe vera. Und nicht vergessen: Damit deine Mähne lange gesund bleibt, solltest du immer auf Hitzeschutz beim Styling mit dem Föhn, Glätteisen und Lockenstab setzen.
Ist die Schuppenschicht der Haare geöffnet und steht vom Schaft ab, absorbiert es sehr viel Wasser, wird schwer und geht sofort unter. Das bedeutet Alarmstufe Rot, denn deine Mähne ist bereits strapaziert und neigt zu Trockenheit.
Auf Colorationen und Hitzestyling solltest du - wenn möglich - verzichten, um die fragile Struktur nicht noch mehr in Mitleidenschaft zu ziehen. In Sachen Styling braucht deine Mähne intensive Feuchtigkeit in Form von Spülungen und Masken, auch Haaröle und reichhaltige Leave-in-Produkte sind zu empfehlen. Ideal sind zudem mit Keratin angereicherte Pflegen, die das Haar versiegeln und die Schuppenschicht glätten.
Zusammenfassend lassen sich die Ergebnisse wie folgt darstellen:
| Ergebnis | Porosität | Zustand | Pflegeempfehlung |
|---|---|---|---|
| Strähne schwimmt | Gering | Dicht, geschlossen | Leichte Produkte, Haarserum |
| Strähne sinkt langsam | Normal | Gesund, ausgeglichen | Gewohnte Routine, Haaröle |
| Strähne sinkt schnell | Hoch | Strapaziert, trocken | Intensive Feuchtigkeit, Keratin |
Glänzend gepflegte Haare sind für viele Menschen ein Beauty Statement. Umso ärgerlicher ist es, wenn die vermeintliche Wunderpflege keine Ergebnisse bringt. Doch am Produkt selbst liegt es oft gar nicht. Stattdessen kann es sein, dass die Pflegestoffe gar nicht bis ins Innere des Haares gelangen und somit schlicht im Abfluss landen. Hier kommt die Porosität der Haare ins Spiel. Dazu schauen wir uns an, wie ein einzelnes Haar aufgebaut ist.
Grob betrachtet besteht das Kopfhaar aus der Wurzel und dem Schaft. Während die Wurzel für Wachstum und Verankerung in der Kopfhaut verantwortlich ist, ist der Schaft ausschlaggebend für die Pflegewirkung deiner Produkte. Der Cortex besteht zum größten Teil aus dem Strukturprotein Keratin und besitzt 90 % Anteil an einem einzelnen Haar. Darüber liegt die Schuppenschicht, die aus 5-10 Lagen verhornter Zellen besteht und das Innere vor schädlichen Einflüssen bewahren soll.
Sprechen wir nun über die Porosität der Haare, betrachten wir genau genommen den Winkel, indem die Schuppenschicht zum Cortex angeordnet ist.
Die verschiedenen Porositätsgrade beeinflussen die Haarpflege:
Sollte dir das zu aufwändig sein, kannst du die Haarporosität auch ganz einfach zu Hause testen. Nachfolgend zeigen wir dir vier Wege, wie du mit einfachen Hausmitteln den Grad der Porosität ermitteln kannst.
Nun kennst du die Porosität deiner Haare und bist dadurch in der Lage, die ideale Pflege für deine perfekt gestylten Haare auszuwählen.
Grundsätzlich liegt sie in den Genen und steht bei der Geburt bereits fest. Dennoch können jahrelanges Colorieren oder Dauerwellen, permanente Glättungen oder Blondierungen die Schuppenschicht aufrauen und somit poröser machen. Denke deswegen immer an ausreichend Hitzeschutz vor dem Styling und pflege deine Mähne typgerecht.
Mit dem Wasserglas-Test kannst du schnell und einfach herausfinden, welche Pflege dein Haar gerade braucht. Wiederhole ihn am besten regelmäßig, um deine Pflege-Routine anzupassen.
Sonne, Salz, Chlor: Was nach Sommerlaune klingt, bedeutet für die Haare puren Stress. UV-Strahlen greifen die Haarstruktur an, entziehen Feuchtigkeit und lassen selbst kräftiges Haar stumpf und spröde wirken. Dazu kommen häufiges Waschen, Meerwasser, Sand und Hitze-Stylings, die Sommer-Haare zusätzlich strapazieren. Zum Glück kann man vorbeugen: Wer auf die richtige Pflege setzt, kann Schäden minimieren und den Glanz erhalten.
Keratin erlebt gerade ein Comeback - zu Recht! Bei ihm handelt es sich um den Hauptbaustein unseres Haares und sorgt für Glanz, Elastizität und Widerstandskraft. In Kombination mit der Plex-Technologie von Syoss ergibt das eine besonders starke Basis, um Sommer-Haare sichtbar zu stärken und präventiv zu schützen.
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