Die Bauchwassersucht ist eine häufige und ernstzunehmende Erkrankung bei Aquarienfischen, insbesondere bei Guppys. Sie wird durch eine bakterielle Infektion verursacht, die zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle führt. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit, um Ihren Fischen bestmöglich zu helfen.
Goldfisch mit Bauchwassersucht. Deutlich erkennbar sind die abstehenden Schuppen und der geschwollene Bauch. Fotos: Oliver C.
Die infektiöse Bauchwassersucht ist eine Fischkrankheit, bei der sich aufgrund einer bakteriellen Infektion Flüssigkeit in der Bauchhöhle des Fisches ansammelt. Die Bauchwassersucht ist hoch ansteckend und kann sich daher schnell im Aquarium verbreiten. Darüber hinaus kann sie ohne rechtzeitige Behandlung schnell zum Tod der Tiere führen.
Verwechseln Sie einen aufgeblähten Bauch infolge einer Bauchwassersucht nicht mit der „infektiösen Bauchwassersucht“. Denn eine Bauchwassersucht beschreibt in erster Linie keine eigenständige Krankheit, sondern das Symptom des angeschwollenen Bauches. Grund dafür könnte eine falsche Osmoregulation (Regulation des osmotischen Drucks der Körperflüssigkeiten eines Organismus) oder die Ernährung sein. Aber auch Parasiten (zum Beispeiel Darmflagellaten wie Hexamita) können zu einem geblähten Bauch bei Fischen führen.
Verschiedene Auslöser können dazu führen, dass der Bauch Ihres Fisches anschwillt. Der Begriff Bauchwassersucht bezieht sich jedoch auf die sogenannte infektiöse Bauchwassersucht. Diese entsteht bei Aquarienfischen durch eine Infektion mit Bakterien. Ob auch Viren (Thabdovirus carpio) eine Rolle spielen, ist noch nicht genau geklärt.
Die Verursacher sind Bakterien der Gattung Aeromonas (z. B. Aeromonas hydrophila) und Pseudonomas, die in fast jedem Aquarium vorhanden sind. Sie überleben und vermehren sich hauptsächlich im Wasser oder im Bodengrund. Wenn Ihre Fische über ein gesundes Immunsystem verfügen, können die Bakterien ihnen in der Regel nicht schaden. Sind Ihre Fische dagegen von Grund auf geschwächt und können die Bakterien deshalb nicht mehr bekämpfen, besteht die Möglichkeit, dass die Krankheit ausbricht.
Stress und eine schlechte Wasserqualität spielen hierbei eine besondere Rolle. Greifen die Bakterien die inneren Organe (zum Beispiel Leber oder Nieren) an, schwellen diese in der Folge an. Durch die Flüssigkeitsansammlung im Körper vergrößert sich der Bauchraum immer weiter, was zum typischen Bild der Bauchwassersucht führt.
Unmittelbare Ursache des angeschwollenen Bauchs bei der infektiösen Bauchwassersucht ist der Verfall eines oder mehrerer innerer Organe (Leber, Niere usw.) aufgrund der Infektion. Durch den Verfall wird Flüssigkeit in die Bauchhöhle abgesondert und der Bauch bläht sich auf. Ist der Darm befallen, sondert der Fisch schleimigen Kot ab und der Fisch frisst nicht mehr. Später wird die Darmschleimhaut abgestoßen und ausgeschieden. Weiße schleimige Stücke können am After hängenbleiben.
Die auf jeden Fall beteiligten Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudonomas sind praktisch in jedem Aquarium vorhanden, da sie monatelang im Wasser und Boden überleben und sich dort vermehren können. Das Immunsystem gesunder Fische verhindert, dass die Bakterien sich so stark vermehren können, dass eine akute Erkrankung ausbricht.
Sind Ihre Fische an der Bauchwassersucht erkrankt, scheiden sie die ursächlichen Bakterien in großen Mengen aus. Über das Wasser können sich somit andere im Aquarium lebende Fische mit den Bakterien anstecken.
Zahlreiche Aquarienfische können an der infektiösen Bauchwassersucht erkranken. Besonders häufig sind Buntbarsche, Karpfenfische und Tiere aus der Familie der Poeciliidae (zum Beispiel Guppy) betroffen. Allerdings sind auch Kampffische und andere Arten anfällig für die Erkrankung.
Voraussetzung für eine Erkrankung ist jedoch bei allen Fischen eine vorangegangene Schwächung des Immunsystems, zum Beispiel durch einen Parasitenbefall.
Im Allgemeinen verläuft die Krankheit schleichend, sodass nicht alle Symptome der Krankheit auf einmal auftreten. Das augenfälligste Merkmal der Bauchwassersucht ist ein extrem aufgeschwollener Bauch. Der Bauch eines Fisches kann z. B. anschwellen, wenn seine Osmoseregulation aufgrund von Schäden an Haut, Kiemen, Herz, Leber oder Nieren gestört ist. Eine gestörte Osmoseregulation kann dazu führen, dass sich Feuchtigkeit im Bauchraum ansammelt.
Im Endstadium funktioniert die Niere nicht mehr richtig oder es treten Infektionen der Harnwege auf. Die Niere scheidet nicht mehr genug Wasser aus und das überschüssige Wasser sammelt sich in der Bauchhöhle, in den Schuppentaschen und im Augenhintergrund.
Weitere Symptome sind:
Wenn Sie die oben genannten Symptome bei Ihrem Fisch erkennen können, sollten Sie sich sofort an Ihren Tierarzt wenden. Nur, wenn Sie frühzeitig eingreifen, können Sie Ihrem Fisch helfen.
Die infektiöse Bauchwassersucht kann nur mit Hilfe einer Bakterienkultur durch den Tierarzt sicher diagnostiziert werden. Die Diagnose der infektiösen Bauchwassersucht bei Fischen ist in der Regel einfach und erfolgt auf der Grundlage einer Bakterienkultur. Diese dient dazu, das Vorhandensein der verursachenden Keime zu bestimmen.
Allerdings können Fische deren Bauch bereits aufgebläht ist nur sehr selten erfolgreich behandelt werden, ganz gleich ob eine infektiöse Bauchwassersucht vorliegt, oder ob eine andere Ursache vorhanden ist. Die infektiöse Bauchwassersucht kann in der Regel nur im Anfangsstadium geheilt werden. Auch deshalb muss unbedingt die tatsächliche Ursache der Erkrankung ermittelt werden. Nur bei schnellem und gezielten Einsatz von Heilmitteln kann die Behandlung erfolgreich sein.
Leider ist es nicht immer möglich, an Bauchwassersucht erkrankte Fische erfolgreich zu behandeln. Nur Tiere im Frühstadium haben eine Chance auf Heilung. Hierzu kann Ihr Tierarzt verschiedene Medikamente mit dem Wirkstoff Nifurpirinol anwenden, die zur Behandlung der Bauchwassersucht verfügbar sind.
Es sind im Handel einige Heilmittel erhältlich, die bei rechtzeitigem Einsatz helfen können. Ohne Beseitigung der Ursachen, d. h.
Je nach Fischart können Sie zudem (in Absprache mit Ihrem Tierarzt) etwa zwei bis fünf Gramm pro Liter Wasser dem Wasser zugeben. Auf diese Weise unterstützen Sie die Osmoregulation über die Haut, sodass Ihr Fisch die aufgestaute Flüssigkeit wieder abgeben kann.
Die Behandlung kann durch eine Salzbehanlung mit 2 bis 5 Gramm je Liter Wasser unterstützt werden. Die genaue Salzdosis hängt davon ab, wie viel Salz die Fischart verträgt. Durch die Salzbehandlung wird die Osmoseregulation vor allem über die Haut unterstützt, so dass ein Teil der überschüssigen Flüssigkeit abgegeben werden kann.
Um anderen Fischen Leid zu ersparen, sollten Sie bei einem Verdacht auf Bauchwassersucht alle anderen Fische sofort in ein Quarantänebecken setzen. Einmal befallene Fische scheiden große Mengen der Bakterien aus. Die Gefahr, dass andere Fische sich anstecken ist also sehr hoch.
Wie bei fast allen Krankheiten der Zierfische, kommt auch hier der Vorsorge und der Herstellung optimaler Umweltbedingungen für die Fische die höchste Bedeutung zu.
Schlechte Haltungsbedingungen sind der entscheidende Faktor für den Ausbruch der Bauchwassersucht. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Wasserwerte und passen Sie sie gegebenenfalls an. Achten Sie auch darauf, dass die Besatzdichte nicht zu hoch ist, und setzen Sie neue Fische zunächst in ein Quarantänebecken. Außerdem sollten Sie Ihre Fische immer artgerecht füttern und Stress vermeiden.
Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung:
Es gibt eine Vielzahl von Fischkrankheiten, die im Aquarium auftreten können. Hier sind einige der häufigsten Krankheiten, ihre Symptome und mögliche Behandlungen:
Jeder Aquarianer sollte mit den häufigsten Krankheiten von Aquarienfischen vertraut sein. Krankheitserreger können Bakterien, Pilze, Parasiten oder Viren sein. Guppys können aufgrund schlechter Aquarienbedingungen und eines geschwächten Immunsystems krank werden. Die Krankheiten der Guppy-Weibchen unterscheiden sich nicht von denen der Männchen - nur die Männchen können, da sie eine stärker entwickelte Flosse haben, etwas stärker von Strahlfäule und Flossennekrose bedroht sein - dies betrifft sehr oft Fische mit langen Flossen. Werden Krankheitssymptome festgestellt, ist es wichtig, die kranken Fische von den gesunden zu trennen, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Die weitere Behandlung hängt weitgehend von der festgestellten Krankheit und dem Rat Ihres Tierarztes ab.
Kakaduzwergbuntbarsch mit starker bakterieller Infektion. Die Flossen sind von Flossenfäule stark angegriffen. Fotos: Oliver C.
Guppys sind anfällig für viele Krankheiten, die Aquarienfische befallen. Hier sind einige der häufigsten:
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass diese Seite alle Angaben ohne Gewähr behandelt und keine Gewähr auf Richtigkeit besitzt. Ferner ersetzen Onlineinfos nicht den Besuch beim Tierarzt. Bei allen Fragen zu Medikamenten, Behandlungen, Krankheiten oder Anwendungen empfehlen wir einen Tierarzt zu konsultieren.
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