Guido Cantz und seine Haarfarbe: Mehr als nur ein Markenzeichen

Guido Cantz gehört seit drei Jahrzehnten zu den bekanntesten und beliebtesten Entertainern Deutschlands. Der 51-Jährige ist ein ausgewiesener Kenner der Fernsehlandschaft und die rheinische Frohnatur hat nicht nur Erfolgs-TV-Shows wie „Verstehen Sie Spaß?“, „Die Montagsmaler“ oder „Für immer Kult“ moderiert. In seinem neuen Comedy-Solo „Das volle Programm - Ich sehe was, was du nicht siehst“ nimmt der Kölner sieben Jahrzehnte TV-Geschichte live auf der Bühne humorvoll auseinander.

Ein auffälliges Merkmal des Moderators ist seine platinblonde Haarfarbe, die im Laufe der Jahre zu seinem Markenzeichen geworden ist. Doch wie kam es zu dieser markanten Veränderung?

Guido Cantz beim Friseur. Quelle: dpa

Die Wette, die alles veränderte

Guido Cantz verdankt seine strohblonden Haare einer simplen Wette. Er verriet, dass es eine Wette mit seinen Kumpels im Skiurlaub war, bei der sie ihre Frauen mit gefärbten blonden Haaren überraschen wollten.

Es begann alles im Jahr 1997, als Guido Cantz mit Freunden beim Skifahren war. "Es war eine Wette mit den Kumpels im Skiurlaub und wir wollten damit unsere Frauen überraschen", verriet der Kölner Spaßvogel der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Es war genau zu diesem Zeitpunkt, als es bei ihm mit dem Fernsehen losging. Da er zu jener Zeit auch die ersten Male im Fernsehen auftrat, ist er einfach dabei geblieben, erzählt er im Interview. Schnell wurden seine Haare zu seinem Markenzeichen. Für die meisten war er der blonde Typ aus Köln, seinen Namen wussten nur die wenigsten.

Die natürliche Haarfarbe

Von Natur aus ist Guido Cantz rothaarig. "Früher war ich von Haus aus rotblond, so wie Boris Becker", so Cantz.

Im Gespräch überlegt der platinblonde Comedian, was geschehen würde, wenn er seine Haare mal nicht färben lassen würde. Er verriet, dass er recht lange keine Möglichkeit zum Friseur zu gehen hatte, als er im Urlaub war.

Nach ein paar Wochen kam natürlich die Originalfarbe durch. Seine Frau hat ihm gestanden, dass sie ihn noch nie so gesehen hat, obwohl sie seit 18 Jahren zusammen und seit 14 Jahren verheiratet sind. Sein Sohn kennt ihn gar nicht anders als gefärbt. Für ihn wäre es ein Kulturschock. Irgendwann mache ich das mal, weil ich es spannend finde. Aber er gibt zu, dass er sich an die blonden Haare gewöhnt hat, die über die Jahre auch ein Markenzeichen geworden sind.

Ein Markenzeichen entsteht

Guido Cantz will die Farbe nicht ändern, denn sie sei sein Markenzeichen. Er zählt zu den wohl bekanntesten Blondinen Deutschlands und ist mit seinen extrem blonden Haaren unübersehbar.

Alle vier Wochen etwa müssen seine Haare gefärbt werden. Auf die Frage, ob er umfärben dürfte, antwortete er: "Ob das in meinem Vertrag festgehalten ist - gute Frage (lacht). Meine Frau und mein Sohn kennen mich nur so, es wäre für sie sicherlich fremd, wenn ich plötzlich dunkle Haare hätte. Das Praktische: Ich weiß gar nicht, ob ich schon graue Haare habe."

Guido Cantz. Quelle: TAG24/Screenshot

Die Bedeutung von "Star" im Wandel der Zeit

Guido Cantz findet es schwierig, wie der Begriff „Star“ heute genutzt wird, der für ihn früher positiv besetzt war. Er verbindet ihn mit Leuten, die etwas können, oft sogar besser als andere. Er wollte Leuten wie Peter Alexander, Kurt Felix und Rudi Carrell nacheifern. Der Begriff „Star“ ist aber mittlerweile teilweise anders gelagert. Vor allem mit den Reality-Stars tut er sich sehr schwer.

Cantz ist sich bewusst, dass seine Karriere nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Fernsehen stattfindet. Er betont, wie wichtig ihm der Austausch mit dem Publikum ist, sei es durch Einschaltquoten oder direkte Reaktionen auf der Bühne.

Er sagt von sich selbst, dass er eigentlich nie richtig gearbeitet, sondern nur sein Hobby ausgeübt hat (lacht). Er hat mal sechs Semester BWL studiert und bravourös abgebrochen. Danach hat er eine kaufmännische Medienschulung in Köln besucht, einfach um einen Abschluss zu haben. Aber das Ziel war immer, auf die Bühne zu gehen.

Neben seiner TV-Karriere stand Guido Cantz immer auch auf der Bühne. Er hat ja schon 1990 relativ früh im Kölner Karneval angefangen, wo er sich ausprobieren konnte. Das hat ihm immer Riesenspaß gemacht. Außerdem wollte er sich beruflich nicht auf nur ein Standbein verlassen. Daher wird die Bühne immer parallel weiterlaufen. Das ist ihm sehr wichtig und erdet ihn auch.

Beim Fernsehen bekommt man am nächsten Tag die Einschaltquote und die Kritiker schreiben, ob eine Sendung erfolgreich war oder nicht. Auf der Bühne merkt er sofort, wie das Publikum drauf ist und was er machen muss, damit der Abend funktioniert. Dieser Austausch ist ihm sehr wichtig. Er ist Gott sei Dank niemand, der großes Lampenfieber hat.

Die Verwandlung

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