Die Influencerinnen Sarah Harris, Annika von Holdt, JoAni Johnson und Maayan Zilberman sind Ikonen des sogenannten Grombre-Trends, einem Wortspiel aus ‘gray’ und ‘ombre’. Ihre Looks beweisen, dass graues Haar mittlerweile nicht nur ein komplett natürliches und normales Zeichen der Entwicklung unserer Haarfarbe und unseres Körpers ist, sondern dem eigenen Stil eine stylishe und coole Nuance verleihen kann.
Früher oder später bekommen wir alle graue Haare. Während die einen bereits in ihren Zwanzigern die ersten silbernen Strähnen entdecken, bleiben andere bis in ihre Fünfziger von diesem natürlichen Alterungsprozess verschont. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum das so ist? Warum ergrauen manche Menschen früher als andere? Und was sind überhaupt die Ursachen für das Ergrauen unserer Haare?
Die Ursache für graue Haare liegt zu einem beträchtlichen Anteil in den Genen. Die Forschung hat herausgefunden: bei Menschen, die graues Haar bekommen, kommt es im Haarfollikel und in den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) zu oxidativem Stress. Dieser oxidative Stress in den Haarwurzeln wird akut durch eine Anhäufung von Wasserstoffperoxid hervorgerufen. Der Grund für diese Anhäufung liegt zum vorwiegenden Teil in unseren Genen. Das heißt, wir bekommen die Veranlagung vererbt.
Manchmal kann das Entstehen grauer Haare jedoch auch ein Hinweis auf gesundheitliche Warnsignale sein, denn oftmals steckt ein Mangel an gewissen Nährstoffen hinter dem Ergrauen der Haare. Solltest du den Verdacht haben, dass hinter deinen grauen Haaren ernstere Symptome stecken, lohnt es sich, beim Arzt ein Blutbild erstellen zu lassen, um mögliche Nährstoffmängel auszuschließen.
Verantwortlich für die Farbe unserer Haare ist das Pigment Melanin. Der farbgebende Stoff sorgt dafür, dass die Mähne schwarz, braun, blond oder rot leuchtet. Er wird in den pigmentbildenden Zellen im Haarbalg, den sogenannten Melanozyten, produziert. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach. Schließlich lösen sie sich mit dem Haar zusammen von der Haarwurzel ab. Die Folge: Es wachsen nur noch farblose Haare nach. Genau genommen wird unser Haar also nicht grau, sondern weiß.
Der Frage „Warum bekommt man graue Haare?“ gehen Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach. Ihre Forschungen zeigen, dass der Alterungsprozess nicht die einzige Ursache für graue Haare ist. Auch krankheitsbedingte Störungen in der Pigmentproduktion verwandeln blond, schwarz oder braun in grau. Außerdem spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:
Hier sind einige Nährstoffmängel, die zu grauem Haar führen können:
Die B-Vitamine sind vor allem in Fleisch, Avocados, Eiern, Bananen und in Vollkornprodukten enthalten und sorgen für einen geregelten Stoffwechsel in den Haarwurzeln. Solltest du zu wenig Vitamin B5 zu dir nehmen, dann kann sich das unter anderem durch Haarausfall, aber eben auch durch graue Haaren bemerkbar machen.
Ein Vitamin, das den meisten von uns im Sommer bekannt ist, da wir diesen Nährstoff hauptsächlich über die Sonne und damit auch über die Einstrahlung dieser auf die Haut aufnehmen. Gerade im Winter ist es daher wichtig, dem Körper ausreichend Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder durch die konstante Zufuhr von Sonnenlicht zuzuführen. Das Ergebnis einer gesunden Menge an Vitamin D: gesunde Knochen, ein starkes Immunsystem und Haar, das kräftig ist und schnell wächst. Umgekehrt gilt: Solltest du an ständiger Müdigkeit, trockenem und sprödem Haar und häufigen Muskelschmerzen leiden, könnte ein zu niedriges Vitamin-D-Level im Spiel sein. Die Melanin-Unterproduktion kann im weiteren Verlauf auch zu grauem Haar führen.
Überspringst du Fischgerichte auf der Speisekarte lieber? Dann ist möglicherweise dein natürlicher Bedarf an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren nicht ausreichend gedeckt. Gute News jedoch für alle Fans von Fisch: Denn darin sind die für unsere Haare und allgemein unseren Körper wichtigen Omega-3-Fettsäuren enthalten. Eine große Rolle spielen diese hauptsächlich für die Zellmembranen. Wer lieber nicht so gerne Fisch isst, kann Omega-3-Fettsäuen für glänzendes, gesundes Haar auch über Rapsöl, Nüsse oder Leinöl zu sich nehmen.
Ohne Vitamin B12 wäre unsere Blutbildung nicht so möglich, wie unser Körper sie zum Funktionieren aller lebensnotwendigen Prozesse braucht. Solltest du an einer Unterversorgung von Vitamin B12 leiden, kann dies sogar schlimmstenfalls zu einer Blutarmut führen. Denn Vitamin B12 bildet die roten Blutkörperchen und lässt Zellen wachsen und teilen. Erste Hinweise auf eine Blutarmut, also einen Mangel an Vitamin B12, können konstante Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Schwindel sein. Verfärben sich deine Haare plötzlich grau, kann dies ebenfalls ein Grund für einen Vitamin-B12-Mangel sein. Deinen natürlichen Bedarf an Vitamin B12 kannst du über Fisch, Fleisch und Milchprodukte decken.
Kupfer ist wichtig für die Bildung von Melanin, also dem Pigment, das die natürliche Haarfarbe bestimmt. Eumelanin ist das Schwarz-Braun-Pigment, und Phäomelanin ist das Rot-Pigment, das für die Färbung von hellblonden, blonden und roten Haaren verantwortlich ist. Verlierst du in kürzerer Zeit viel Gewicht, bist dauermüde und hast kaum Appetit, können dies Anzeichen für einen Kupfermangel sein. Da, wie bereits erwähnt, das Kupfer für die Melaninbildung und damit die Haarfarbe von größter Bedeutung ist, können graue Haare auch auf einen zu geringen Kupferanteil hinweisen. Dieser Nährstoffmangel kommt jedoch relativ selten vor und ist meist Konsequenz einer ungesunden Ernährung oder schlimmeren organischen Erkrankungen wie etwa Problemen mit der Niere oder dem Darm.
In einer iranischen Studie aus dem Jahr 2012 wurde ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen Kupferstatus und dem vorzeitigen Ergrauen der Haare festgestellt. (2) Unter „vorzeitig“ versteht man jedoch schon „in jungen Jahren“. Die 66 Teilnehmer der Studie waren daher allesamt jünger als 20 Jahre. Es zeigte sich, dass die Jugendlichen mit grauen Haaren einen niedrigeren Kupferspiegel (um die 90 µg/dL) und gleichzeitig einen höheren Eisenspiegel (108 µg/dL) als die nichtergraute Kontrollgruppe aufwiesen (Kupfer 105 µg/dL, Eisen 88,8 µg/dL). Hier zeigte sich eindeutig der Eisen-Kupfer-Antagonismus, was bedeutet, dass ein Kupfermangel häufig mit hohen Eisenwerten einhergeht, dass also auch ein Eisenüberschuss zu einem Kupfermangel beitragen kann.
Um einen Kupfermangel zu beheben, müssen Sie jedoch nicht zwingend kolloidales Kupfer einnehmen. Es gibt viele Präparate mit Kupfer. Ein sehr natürliches Kupferpräparat mit ebenfalls hoher Bioverfügbarkeit ist der "Zinkkomplex" aus Buchweizenkeimpulver von effective nature. Gleichzeitig kann man natürlich auch verstärkt kupferreiche Lebensmittel verspeisen, zumal man ja auch nicht dauerhaft Präparate einnehmen möchte, sondern nur so lange, bis der Mangel behoben ist.
| Nährstoff | Funktion | Lebensmittelquellen | Mögliche Auswirkungen eines Mangels |
|---|---|---|---|
| Vitamin B5 | Reguliert den Stoffwechsel in den Haarwurzeln | Fleisch, Avocados, Eier, Bananen, Vollkornprodukte | Haarausfall, graue Haare |
| Vitamin D | Gesunde Knochen, starkes Immunsystem, kräftiges Haarwachstum | Sonnenlicht, Nahrungsergänzungsmittel | Müdigkeit, trockenes Haar, Muskelschmerzen, graue Haare |
| Omega-3-Fettsäuren | Wichtig für die Zellmembranen | Fisch, Rapsöl, Nüsse, Leinöl | Beeinträchtigung der Haargesundheit |
| Vitamin B12 | Blutbildung, Zellwachstum und -teilung | Fisch, Fleisch, Milchprodukte | Blutarmut, Müdigkeit, graue Haare |
| Kupfer | Bildung von Melanin | Nüsse, Kakao, Hagebuttenpulver | Gewichtsverlust, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, graue Haare |
Nicht jeder möchte sich mit grauen Haaren abfinden. Umfragen zeigen: Graue Haare sind für die meisten Männer kein Problem. Mann steht dazu. Frauen dagegen möchten ihre grauen Haare am liebsten verstecken oder so schnell wie möglich loswerden. Sie fragen sich viel öfter: Was kann man gegen graue Haare tun?
Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen:
Bevor Sie jedoch zu drastischen Maßnahmen greifen, sollten Sie die oben genannten Nährstoffmängel ausschließen und gegebenenfalls beheben. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil können dazu beitragen, das Ergrauen der Haare hinauszuzögern.
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