Die Frage, wie man den Alterungsprozess aufhalten kann, beschäftigt uns alle. Im Bereich der Haarpflege gibt es viele Möglichkeiten, das Altern zu verlangsamen und seine Begleiterscheinungen zu kaschieren. Eine dieser Begleiterscheinungen ist graues Haar. Im Laufe des Lebens verliert der Körper die Fähigkeit, Melanin zu produzieren, den Stoff, der für die Färbung der Haare verantwortlich ist. Als Folge werden die Haare im Alter immer heller, bis sie schließlich ganz weiß sind. Viele Menschen möchten jedoch so lange wie möglich jung wirken.
Wenn auch du dich mit diesem Thema auseinandersetzt, bist du hier richtig! Wir haben die vielversprechendsten Methoden, um graue Haare zu färben, zu kaschieren oder selbigen vorzubeugen, für dich zusammengefasst.
Es gibt eine Vielzahl von Methoden und Wegen, graues Haar zu bekämpfen. Sinnvoll ist es allerdings, zu wissen, wie man das Ergrauen des Kopfhaares aufschiebt. Auch in diesem Bereich gibt es Erkenntnisse, die wir dir nicht vorenthalten möchten.
Allgemein sind bestimmte Einflussfaktoren bekannt, die den Alterungsprozess der Haare beschleunigen können. Diese sind:
Nach Möglichkeit solltest du also entsprechende schädliche Gewohnheiten ablegen. Faktoren, die besonders viele Menschen vernachlässigen, sind Ernährung und Pflegeprodukte. So ist eine basische oder säurereduzierte Ernährungsweise hilfreich, wenn es darum geht, den Farbverlust, aber auch Haarausfall zu vermeiden. Ein wichtiger Bestandteil dieser ist, auf Alkohol sowie Kaffee zu verzichten und stattdessen auf vitamin- und mineralienreiche Lebensmittel zu setzen.
Bei Pflegemitteln gilt es, solche mit Inhaltsstoffen wie Ammoniak, Chlor, Sulfaten und Phosphaten zu meiden. Diese trocknen das Haar aus und behindern die Nährstoffversorgung der Kopfhaut. Stattdessen solltest du natürliche Produkte bevorzugen, die deine Haare schonen und aufbauen. Solche sind beispielsweise:
Auch wenn du regelmäßig pflegende Öle wie Mandel oder Kokosöl in deine Kopfhaut einmassierst, kann das für einen schönen Pflege- und Farbeffekt sorgen.
Sind die grauen Haare nun aber schon da, bleiben dir nicht mehr viele Möglichkeiten. Entweder du lernst, dein silbernes Haar zu schätzen - schließlich kann ein Graustich auch sehr schön aussehen - oder du färbst selbige, um deine ursprüngliche Haarfarbe so lange zu erhalten wie möglich.
Wenn du letztere Möglichkeit genauer ins Auge fasst, solltest du zuerst einen Überblick über die Färbemittel, und -möglichkeiten gewinnen, die sich dir mittlerweile bieten. Im folgenden Abschnitt haben wir daher die bekanntesten Methoden zusammengefasst.
Neben chemischen Haarfärbemitteln sind solche besonders interessant, die graue Haare auf ganz natürliche Art und Weise bekämpfen. Im Gegensatz zu Ersteren strapazieren diese nämlich nicht die Haarfollikel, Kopfhaut etc. und sind im Schnitt auch günstiger. Hier findest du daher eine Liste der wirkungsvollsten Hausmittel und Naturprodukte:
Anwendung: Verdünne den Essig mit kaltem Wasser und verwende die Mischung dann als Spülung nach dem Haarewaschen.
Anwendung: Schneide einfach eine Zwiebel und reibe deine Kopfhaut mit der Schnittstelle ein. Alternativ kannst du die Zwiebel auch entsaften und den gewonnenen Saft täglich einmassieren.
Anwendung: Mische das Kokosöl mit ätherischem Salbeiöl bei einem Verhältnis von 3 : 2. Die Mischung massierst du dann in deine Kopfhaut ein und lässt sie über Nacht einwirken.
Der gängigste Weg, um graue Haare zu kaschieren, ist, konventionelle Haarfarbe zu verwenden. Beim Färben legen sich die chemischen Farbpigmente um die Haare und verändern so die Haarfarbe dauerhaft. Die künstliche Farbe hält in der Regel 3 bis 6 Wochen an. Du musst daher regelmäßig - insbesondere bei einem grauen Ansatz - nachfärben.
Tipp: Du solltest deine gefärbten Haare regelmäßig mit Conditioner oder Kuren pflegen. Die chemische Haarfarbe kann deine Kopfhaut und Haarstruktur nämlich enorm belasten.
Auch beim Färben deiner Haare mit chemischen Färbemitteln kannst du auf mehrere Methoden zurückgreifen:
Im Optimalfall solltest du zum Färben einen Experten - also einen Friseur - aufsuchen. Dieser kann dir verraten, welche Tönung oder Haarfarbe gut mit deiner natürlichen Haarstruktur und -farbe harmoniert. Wenn du dir aber schon sicher bist, welches Haarfärbeprodukt du nutzen möchtest und auf welche Weise du färben willst, kannst du das selbstverständlich auch selbst erledigen. Wir erklären dir schrittweise, wie das funktioniert.
Grundsätzlich benötigst du:
Schritt 1: Bereite deine Haare auf die Coloration vor. Nur bei gepflegtem Haar kannst du ein perfektes Ergebnis erzielen. Vor dem Färben solltest du daher auf Conditioner und Aufbaukuren setzen. Unmittelbar bevor du anfängst, hilft es außerdem, die Haare mit einem Tiefenreinigungsshampoo zu waschen.
Schritt 2: Mische die Farbe nach der Anleitung des Herstellers an. Anschließend trägst du das Mittel Scheitel für Scheitel auf dein Haar auf. Beginne dabei mit dem Haaransatz.
Schritt 3: Hast du die Packung eingearbeitet, knete die Farbe noch einmal in deine Haare - so verteilst du die Coloration gleichmäßig.
Schritt 4: Lass die Farbe 20 - 30 Minuten einwirken. Danach spülst du die Coloration so lange aus, bis das Wasser klar wird. Anschließend trägst du noch einmal eine Haarkur auf - fertig! Schon beim Trockenföhnen wirst du dein verjüngtes Haupthaar bewundern können.
Tipp: Wenn du deine grauen Haare blond färben möchtest, solltest du auf herkömmliche Blondierungsmittel verzichten. Diese enthalten nämlich in der Regel Stoffe, die dunkles Haar ausbleichen und in Kombination mit der verbleibenden Restfarbe einen blonden Farbton erzeugen. Da graue Haare aber ohnehin keine Farbpigmente mehr haben, wirst du mit diesen Mitteln keinen Erfolg haben. Verwende stattdessen Haarfarben aus dem Friseurbedarf. Diese sind in der Regel hochwertiger und gut geeignet, um hübsche Nuancen zu erzeugen. Bei grau-braunen Haaren, grau-schwarzen Haaren oder grau-blonden Haaren ist das Färben dagegen deutlich einfacher. Bei diesen Farb-Mischungen sind herkömmliche Colorationen absolut ausreichend.
Neben Frauen, die Energie und Zeit investieren, um ihre grauen Haare loszuwerden, gibt es auch solche, die die Haarfarbe in Gestalt des Granny-Hair-Trends alltagstauglich machen. Immer mehr entdecken die Farbe für sich und tragen ihre ergraute Mähne mit Stolz oder färben sich ihr Naturhaar sogar. Graues Haar muss nämlich keineswegs langweilig und altbacken wirken, sondern kann auch super sexy aussehen.
Das glaubst du nicht? Dann probiere es doch einfach mal aus.
Idealerweise lässt du - wie bereits angemerkt - beim Färben einen Profi ran. Dieser kann dir beispielsweise sagen, ob die graue Haarfarbe zu deinem Gesichtstyp und deinem Hautton passt. Schließlich soll sie dich nicht tatsächlich alt wirken lassen, sondern stylisch und modern aussehen. Falls du aber hellblondes Naturhaar hast, ist es auch durchaus möglich, selbst Hand anzulegen. Bei hellen Haaren ist der Färbeprozess vergleichsweise simpel.
Für eine vorübergehende Grauabdeckung deiner Naturhaarfarbe, welche nach einigen Haarwäschen wieder verschwindet, bietet sich eine Tönung an.
Du benötigst diese Produkte:
Schritt 1: Mische die Tönung und das Oxid im Verhältnis 1 : 2.
Schritt 2: Verteile das Gemisch auf deinem Haar - es sollte nass sein. Für einen intensiven Grauton solltest du deine Haare in Strähnen unterteilen und einzeln einpinseln.
Schritt 3: Lasse die Tönung mindestens 20 Minuten einwirken. Je länger du wartest, desto stärker ist die Farbintensität.
Schritt 4: Wasche die Tönung aus. Zur Pflege solltest du regelmäßig Silbershampoo verwenden und nach Möglichkeit deine Haare nicht zu oft waschen - sonst verschwindet die graue Farbe schnell wieder.
Wie du siehst, ist es heutzutage kein Muss mehr, graue Haare mit künstlicher Farbe zu kaschieren. Mittlerweile gibt es viele stylische Möglichkeiten, deine Naturhaarfarbe optimal zur Geltung zu bringen - ob Braun, Grau, Rot oder Blond. Grundsätzlich solltest du aber selbst entscheiden, womit du dich am wohlsten fühlst.
Wurde der Granny-Look zu Beginn seiner Trendwelle noch skeptisch betrachtet, ist er heute nicht nur salonfähig, sondern mittlerweile ein wahrer Haarfarben-Klassiker geworden. Zugegeben, es ist schon etwas paradox, sich mit Absicht graues Haar zu verpassen, wo wir doch sonst immer so vehement gegen die Zeichen der Zeit ankämpfen. Exzentrische Promis haben es vorgemacht, viele Frauen und Mädels machen es nach.
Sich die Haare grau zu färben, ist ein krasser Schritt. Nicht nur, weil die Haarfarbe dich optisch ein wenig älter machen könnte, da man ergrautes Haar eher mit reiferen Menschen in Verbindung bringt (ganz unabhängig davon, dass auch viele junge Leute bereits weiße Strähnen in ihren Mähnen haben). Auch der Färbeprozess an sich kann zu einer wahren Herausforderung für deine Haare werden. Denn graues Haar lässt sich in den meisten Fällen nicht mit nur einem Färbegang erreichen.
Wenn du von Natur aus sehr hell- oder platinblonde Haare hast, kannst du deine Haare grau färben, ohne sie zu bleichen. Wenn du jedoch deine dunklen Haare grau färben möchtest, kommst du nicht drum herum sie vorher heller zu färben oder selber zu blondieren - mit einem gleichmäßig hellen Ergebnis. Sollte das nämlich nicht der Fall sein, wird das Endresultat nicht das gewünschte sein, so dass das Grau nicht nicht zur Geltung kommen kann, sondern vielmehr ein Gelbstich, doch dazu später mehr.
Bei der Beantwortung dieser Frage spielt deine aktuelle Haarfarbe eine wichtige Rolle. Hast du bereits coloriertes Haar? Dann wirst du, um deine Haare aufhellen zu können, auf jeden Fall zur Blondierung greifen müssen, denn bereits im Haar eingelagertes künstliches Farbpigment, kann nicht mit einer weiteren Haarfarbe gebrochen werden.
Hast du noch deinen Naturhaarton, bist du ganz klar im Vorteil, denn hier kannst du zur haarschonenderen Haarfarbe greifen. Da gängige Colorationen dein Haar jedoch nur maximal bis zu 5 Töne aufhellen können, kannst du nur zu aufhellenden Haarfarbe greifen, wenn du selbst bereits mittelblondes oder helleres Haar hast. Tönungen hingegen können deine Haare gar nicht aufhellen, sondern nur dunkler machen.
Beim Blondieren deiner Haare, um sie später grau zu färben, musst du unbedingt darauf achten, dass sie keinen unerwünschten Gelbstich bekommen. Warum? Ist dieser zu intensiv, kannst du ihn mit einer grauen Haarfarbe zwar abmattieren, jedoch wird nichts mehr vom Grau selbst zu sehen sein. Um später ein perfektes Farbergebnis zu erzielen, brauchst du ein gleichmäßiges Weißblond ohne jeglichen Farbstich. Diesem kannst du insofern vorbeugen, indem du zum einen die richtige Blondierung (wie eine Blondierung ohne Ammoniak) und zum anderen das für den Grad deiner Aufhellung benötigte Wasserstoffperoxid verwendest.
In den meisten Fällen genügt ein Entwickler mit 6 Prozent Wasserstoffperoxid, wenn deine Ausgangsfarbe nicht dunkler als Mittelblond ist. Solltest du noch dunkleres Haar haben, müsstest du zu Entwickler mit 9 oder sogar 12 Prozent Wasserstoffperoxid greifen. Dies kann jedoch schnell zu Hautirritationen führen.
Dein Haar hat doch einen leichten bis stark goldenen Schimmer nach der Blondierung? Dann zeigen wir dir hier die besten Tönungen, mit denen du eine Gelbstich spielend leicht verschwinden lassen kannst.
Doch Vorsicht, das Blondieren und Färben ist ein sehr strapaziöser Prozess für deine geliebten Haare. Sind deine Haare bereits stark geschädigt, solltest du es langsam angehen lassen und sie lieber über mehrere Wochen Schritt für Schritt aufhellen, damit es nicht zu einem sogenannten chemischen Haarschnitt kommt, bei dem deine Haare abbrechen. Zwischen den einzelnen Haarfärbungen solltest du deine Haare auf jeden Fall mehr pflegen als jemals zuvor, damit du dich nicht im Nachhinein von deiner langen Mähne trennen musst und du Haarbruch oder in seltenen Fällen auch Haarausfall vermeidest.
Tipp vom Profi: Solltest du dir unsicher sein, ob dir das Prozedere in den eigenen vier Wänden problemlos gelingt und deine Haare keinen Schaden davontragen, begib dich in die Hände deines Friseurs oder deiner Friseurin. Sie wissen ganz genau, wie du zu deiner neuen Wunschhaarfarbe gelangst und das ganz ohne Färbe-Fauxpas oder Haarbruch-Albträume.
Haben deine Haare die benötigte Helligkeit erreicht, bist du deinem Ziel Granny Hair schon ganz nah. Nun hast du verschiedene Möglichkeiten, um den richtigen Ton zu erreichen:
Das Ergebnis kann je nach Produkt und Haarstruktur variieren und wie bei jedem DIY-Projekt im eigenen Badezimmer gilt: Sich die Haare selbst grau färben kann ungleichmäßig oder lila-stichig werden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, macht sich am besten direkt einen Friseurtermin.
Hier eine Tabelle mit den verschiedenen Methoden, um graue Haare zu färben, und ihren jeweiligen Eigenschaften:
| Methode | Haltbarkeit | Haarschonend | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Tönung | Wenige Haarwäschen | Ja | Gut zum Testen der Farbe |
| Farbauffrischer | Ähnlich wie Tönung | Ja | Frischt bestehende Farbe auf |
| Coloration | Dauerhaft | Nein | Hohe Deckkraft |
| Silbershampoo | Regelmäßige Anwendung | Ja (bei guter Pflege) | Wirkt nur bei weißblondem Haar |
| Effektspülung | Nach jeder Haarwäsche | Ja | Wirkt nur bei weißblondem Haar |
Vielleicht ist es gar nicht in Ihrem Sinne, Ihre grauen Haare zu verstecken. Sie freuen sich einfach über die Veränderung und tragen Ihren silbergrauen Schopf sehr gerne. Die eine richtige Frisur bei grauem Haar gibt es nicht. Entscheidender sind - wie bei jeder Frisur - die Haarbeschaffenheit und Ihre Gesichtsform. Probieren Sie ruhig etwas Neues aus, wie zum Beispiel einen asymmetrischen Schnitt oder ein ausgefallenes Haar-Styling. Auch farbige Strähnchen oder der angesagte Ombré-Trend sehen mit grauen Haaren besonders modern aus.
Die Entscheidung, ob du deine grauen Haare färbst oder mit Extensions abdeckst, hängt von deinen Präferenzen ab. Deine Haare zu färben ist eine dauerhafte Lösung, die dir eine vollständige Farbveränderung ermöglicht. Allerdings kann das Färben deiner Haare bei häufiger Anwendung deine Haarstruktur belasten. Zudem ist das Färben grauer Haare etwas knifflig und erfordert somit regelmäßige Nachbehandlungen.
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