Keine Angst vor grauen Haaren! Denn irgendwann kommen sie sowieso. Zunächst entdeckst du nur einzelne Haare, doch nach und nach finden sich immer mehr graue Strähnen im Haar. Das Auftreten von grauen Haaren mit 20 oder das Ergrauen mit 30 Jahren ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Während graue Haare traditionell mit dem Alter assoziiert werden, gibt es zahlreiche Fälle, in denen sie bereits in jungen Jahren auftreten.
In Europa bekommen Männer im Durchschnitt ab ca. 30 Jahren die ersten grauen Haare. Die durchschnittliche Frau muss sich erst mit 35 Jahren auf die graue Haarfarbe einstellen. Frauen sind etwas später dran und bekommen durchschnittlich ab 35 Jahren erste graue Härchen. Aber die Gene spielen hier eine sehr große Rolle, weshalb manche Menschen deutlich früher oder auch später erste graue Strähnen und Co.
Graue Haare wachsen, wenn deinem Körper das Melanin ausgegangen ist. Steht dem Körper zu wenig Melanin zur Verfügung, verlieren die Haare ihre Farbe. Ohne diese Farbpigmente wächst ursprünglich schwarzes, braunes, rotes oder blondes Haar farblos nach - und erscheint grau.
Wann genau den Haarwurzeln ihr „Farbtopf“ Melanin ausgeht, darüber entscheiden deine Gene. Neben dem natürlichen Alterungsprozess sind graue Haare bei Männern genauso wie bei Frauen vorwiegend auf die genetischen Erbanlagen zurückzuführen - darüber ist sich die Wissenschaft einig. Ja - das ist bei vielen Menschen genetisch bedingt. Wenn Eltern oder Großeltern früh ergrauten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dies auch in jungen Jahren beginnt.
Daneben gibt es aber noch weitere mögliche Ursachen, die graues Haar begünstigen können und in verschiedenen Studien nachgewiesen worden sind:
Häufig wachsen graue Haare bei Männern zunächst an den Schläfen oder im Bart. An diesen Stellen ist der Lebenszyklus der Haare deutlich kürzer; dementsprechend werden sie häufiger neu gebildet. Sobald das Melanin fehlt, wächst das Haar grau nach.
Theoretisch kann Stress tatsächlich zu grauen Haaren führen. Und das belegen auch Studien: Durch Stress verlieren die Haare ihre Farbe. Zumindest haben klinische Studien ergeben, dass Haarwurzeln auf Stresshormone reagieren. Und darunter kann die Produktion des Haarfarbstoffes Melanin leiden.
In einer Studie, durchgeführt vom Vagelos College of Physicians and Surgeons der Columbia University, wurde etwas Erstaunliches herausgefunden: Durch Stress bedingtes graues Haar kann wirklich wieder seinen ursprünglichen Zustand zurückerlangen. Heißt konkret: Graue Haare bekommen ihre Farbe zurück. Klingt zu schön, um wahr zu sein. In der Studie schafften es die Probanden mittels Stressreduktion aber tatsächlich. Leider haben an der Studie zu wenige Probanden teilgenommen, sodass sie nicht wirklich repräsentativ ist.
Ob es allerdings einen direkten Zusammenhang zwischen Stress von außen und grauen Haaren gibt, ist in der Wissenschaft umstritten und noch nicht eindeutig geklärt. Eins ist aber sicher: Stress reduzieren tut nicht nur unseren Haaren, sondern auch uns selbst gut. Unser Tipp: Versuchen Sie gezielt Entspannungsübungen in Ihren Alltag einzubauen.
Weiße Haare über Nacht sind ein verbreiteter Mythos und tatsächlich ist etwas Wahres dran. Das seltene Phänomen ist in der Regel mit einem relativ plötzlich auftretendem Haarverlust verbunden: Bei bestimmten Formen von Haarausfall, in Verbindung mit Krankheiten etwa, fallen die pigmentierten Haare eher aus. Zurück bleiben die „grauen“ Haare - und die erscheinen auf dem Kopf auf einmal weiß.
Denn eigentlich sind graue Haare gar nicht grau. Nein, graue Haare sind eigentlich farblos. Die Umschreibung ist also falsch, hat sich allerdings im Sprachgebrauch etabliert. Wenn dunklere Haare hindurchscheinen, erscheint die Haarfarbe grau.
Ausreißen, färben oder doch lieber einfach wachsen lassen? Wie du zu grauen Haaren stehst, ist ganz allein deine Sache - wenn du aber graue Haare bekämpfen willst, dann solltest du ein paar Dinge beachten. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, die ersten grauen Haare zu zupfen. Sei dir aber darüber bewusst, dass sie immer wieder nachwachsen werden - und du den Kampf gegen die grauen Haare nicht gewinnen kannst.
Du fühlst dich noch nicht bereit für graue Haare? Gehe dabei behutsam vor und packe dein „Problem“ möglichst dicht an der Wurzel. So minimierst die Gefahr, dass du die Haarwurzel verletzt und das Haar gar nicht mehr nachwächst. Man sieht sich immer zweimal, mindestens! Stelle dich darauf ein, dass das Haar nachwachsen wird - und dabei weiterhin grau bleibt. Die gute Nachricht: Es gehört in das Reich der Mythen, dass nach dem Ausreißen gleich zwei oder gar mehrere graue Haare nachwachsen. Ein graues Haar bleibt also wirklich nur ein graues Haar.
Graue Haare sind schon längst kein Anzeichen mehr dafür, dass du zum alten Eisen zählst. Wenn aus einzelnen grauen Haaren ganze Strähnen werden, dann ist das Zupfen keine Option mehr.
Du möchtest zurück zu deiner Naturhaarfarbe Blond? Daraus wird eher nichts, denn beim Blondieren werden den Haaren anders als beim Färben keine Farbpigmente hinzugefügt, sondern entzogen. Das Problem: Graue Haare enthalten gar keine Pigmente mehr, die ihnen entzogen werden können.
Tipp für alle, die lieber selbst Hand anlegen wollen: Wenn du bislang nur vereinzelte graue Haare entdeckt hast, kann eine Tönung noch ausreichend sein, um deinem Haar zu einem einheitlichen Erscheinungsbild zu verhelfen.
Re-Pigmentierungspräparate wirken ähnlich wie Haarfärbemittel und geben deinem Haar im besten Fall seinen Naturton zurück. Der entscheidende Unterschied zur herkömmlichen Färbung: Es werden keine künstlichen Farbpigmente in das Haar gegeben. Das auf die Kopfhaut aufzutragende creme-artige Mittel enthält - vereinfacht gesagt - Stoffe, mit denen die Bildung von Farbpigmenten angeregt werden soll.
Nachteil der Re-Pigmentierung: Eine Wirkung stellt sich in der Regel erst nach mehrmaliger Anwendung ein, und es kann mitunter einige Wochen dauern, bis du ein zufriedenstellendes Ergebnis siehst. Das macht das Ganze recht kostspielig.
Ein gesunder Lebensstil ist natürlich das A und O. Aber es gibt auch einige Hausmittel, die den grauen Haaren entgegenwirken.
Nicht nur die Haarfarbe ändert sich im Laufe des Lebens: Dein Haar wird dünner und verliert nach und nach an Dichte, Elastizität und Feuchtigkeit. So lässig können graue Haare bei Männern aussehen - vorausgesetzt, du lässt ihnen die richtige Pflege zukommen. Graue Haare sind nämlich etwas dicker und wirken schnell trocken und spröde.
Graue Haare benötigen eine intensive Feuchtigkeitspflege. Ideal sind hierfür Shampoos und Spülungen für trockene Haare. Zusätzlich kannst du ihnen mit regelmäßigen Haarkuren und Haarölen zu mehr Glanz verhelfen.
Entdeckst du in deinem Haar hin und wieder einen störenden Gelbstich? Solche Verfärbungen sind nicht ungewöhnlich bei hellen bzw. weißen Haaren. Abhilfe können Silbershampoos schaffen, spezielle Shampoos gegen graue Haare. Sie enthalten Farbpigmente in einer Komplementärfarbe und neutralisieren damit die gelbliche Verfärbung.
Hast du eher fettiges Haar? In diesem Fall probiere es doch mal mit einem Trockenshampoo. Achte bei gefärbtem grauen Haar darauf, die Haare nicht zu häufig und vor allem nicht zu heiß zu waschen. Ansonsten waschen sich die Farbpigmente schnell heraus. Shampoos und Conditioner für coloriertes Haar bewahren den Farbglanz möglichst lange und pflegen das Haar besonders intensiv.
Du hast keine Lust, dir einen großen Kopf um deine Haare zu machen? Brauchst du auch gar nicht.
Styling-Tipps für graue Haare:
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Allerwichtigste: Graue Haare sind völlig normal und ein Teil des Älterwerdens. Es gibt aber neben dem Älterwerden noch einige andere Dinge, die das Haar - frühzeitig - ergrauen lassen. Das gehören z.B. allen voran Stress, aber auch rauchen und Vitamin- sowie Nährstoffmängel.
| Ursache | Maßnahmen |
|---|---|
| Genetische Veranlagung | Akzeptanz oder Färben |
| Stress | Stressbewältigungstechniken, Entspannungsübungen |
| Mangelernährung | Ausgewogene Ernährung mit Vitaminen und Mineralstoffen |
| Krankheiten | Ärztliche Behandlung der Grunderkrankung |
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