Ältere Menschen haben oft graue oder weiße Haare. Im Alter produziert der Körper weniger Melanin - das Pigment, das den Haaren ihre Farbe verleiht. Doch warum werden Haare grau? Und was sind die Ursachen für graue Haare bei Kindern?
Jedes einzelne Haar, das auf deinem Kopf wächst, steckt in einem kleinen Haarsäckchen. Du kannst das Säckchen nicht sehen, weil es in der Haut sitzt wie eine Zwiebel in der Erde. In diesem Säckchen sind kleine Farbzellen. Wenn das Haar aus dem Säckchen herauswächst, nimmt es die Farbe mit. Doch irgendwann ist keine Farbe mehr da: Die Haare wachsen farblos nach.
Die Farbe unseres Haares wird durch Pigmente bestimmt, die Melanine genannt werden. Diese Melanine werden von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, produziert, die sich in den Haarfollikeln befinden. Es gibt zwei Haupttypen von Melanin: Eumelanin, das für schwarze und braune Haare verantwortlich ist, und Phäomelanin, das für rote und blonde Haare verantwortlich ist.
Wenn man älter wird, kann der Körper aber nicht mehr so viel Melanin produzieren. Es fehlt also an Farbpigmenten. Das hat zur Folge, dass die Haare farblos werden. Neben den restlichen Haaren sehen sie dann oft grau aus. Bei einigen Menschen werden sie sogar so hell, dass sie schon weiß schimmern.
Am 65. Geburtstag haben die meisten Menschen graue oder weiße Haare - außer, sie lassen sich die Haare färben. Vorzeitiges Ergrauen der Haare ist in der kaukasischen Bevölkerung als ein Pigmentverlust vor dem 20. Lebensjahr definiert. Doch manche Menschen ergrauen schon mit 25 oder 30 Jahren. Das liegt daran, dass der Farbvorrat bei jedem Menschen unterschiedlich groß ist: Der eine hat viel, der andere wenig.
Allerdings setzt ab einem Alter von 20 bis 25 Jahren das natürliche Ergrauen ein. Ab diesem Alter ist es schwierig, die Ursachen - erblich oder getriggert - auseinanderzuhalten.
Entwickelt ein Säugling oder ein Kind graue Haare, ist es wichtig, die Ursache für diese Veränderung abzuklären. Der erste Ansprechpartner kann der Kinderarzt oder ein Hautarzt sein.
Da der Farbwechsel der Haare normalerweise ein Alterungsprozess ist, erschrecken sich Eltern, wenn sie bei ihrem Kind plötzlich graue oder sogar weiße Strähnen entdecken. Graue Haare bei Kindern können unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn Menschen bereits vor dem 30. Lebensjahr ergrauen, steckt meist etwas anderes dahinter. Dermatologin Natalie Garcia Bartels nennt in ihrem neusten Buch mögliche Ursachen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Es gibt weitere Berichte über Spurenelemente und Vitamine, die mit frühem Ergrauen in Verbindung gebracht werden. Ebenso kann eine Übersäuerung des Körpers eine Ursache sein und ein Ergrauen in jungen Jahren auslösen. Denn durch die Übersäuerung kann Wasserstoffperoxid, der durch den normalen menschlichen Stoffwechsel in geringen Mengen im Körper und im Haar entsteht, nur sehr schlecht oder gar nicht mehr abgebaut werden.
Selbst bei Kindern gibt es seltene genetische Syndrome, die diese sehr früh ergrauen lassen (z.B. Griscelli-Syndrom).
Die Pigmentzellen des menschlichen Körpers nennt der Mediziner Melanozyten. Sie bestimmen die Hautfarbe und sind auch für die Färbung der Haare verantwortlich. Ihren Farbstoff, das Melanin, lagern sie in jedes Haar ein. Tun sie das nicht mehr, werden die Haare grau.
Ein frühes Ergrauen kann ein Hinweis auf eine innere Ursache sein. Wird der Mangel behoben, können sich die Haare wieder von selbst färben, sobald sich die Haar-Pigmentzellen erholt haben.
Hat der Kinderarzt eine Ursache gefunden, behandelt er die Erkrankung. Findet er keine Ursache, ist die Therapie der grauen Haare schwierig. Je nach Ausprägungsgrad kannst Du die weißen Haare entfernen oder die Haare färben. Medikamente für Kinder sind nicht erhältlich.
Wichtig dabei ist: Das graue Haar oder weiße Haar kann nur rauswachsen. Es kann im farblosen Abschnitt nicht mehr nachpigmentieren, denn eine weiß gewachsene Haarsträhne ist, wie wir wissen, nicht vital. Nur das nachwachsende Haar kann wieder dunkler oder pigmentierter aussehen.
Ein guter Weg ist es sicherlich, das Selbstbewusstsein Deines Kindes zu stärken und ihm beizubringen, dass jeder Mensch auf seine Weise schön ist.
Auch wenn es noch in weiter Ferne liegt, den Prozess des Ergrauens vollständig aufzuhalten, so besteht doch die Hoffnung, dass zukünftige Behandlungen den Prozess verlangsamen oder sogar umkehren können.
Eine gesunde Lebensweise kann dazu beitragen, das Ergrauen der Haare hinauszuzögern. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, insbesondere an B-Vitaminen, Zink und Kupfer, kann die Gesundheit der Haare fördern. Antioxidantien, die in Lebensmitteln wie Beeren, Nüssen und grünem Tee enthalten sind, können helfen, oxidativem Stress entgegenzuwirken, der das Ergrauen beschleunigen kann.
Es gibt kosmetische Behandlungen, um graue Haare zu überdecken, von Haarfärbemitteln bis hin zu Henna. Für diejenigen, die dauerhaftere Lösungen suchen, gibt es medizinische Behandlungen, die das Ergrauen verlangsamen oder möglicherweise teilweise rückgängig machen können.
Hier finden Sie eine Übersicht einiger Behandlungsansätze:
| Behandlung | Beschreibung |
|---|---|
| PRP-Behandlung | Kann Haarwurzeln stärken und die Haargesundheit verbessern. |
| Antioxidative Behandlungen | Bekämpfen oxidativen Stress, der das Ergrauen beschleunigen kann. |
| Aminosäuren und Vitamine | Bestimmte Nährstoffe wie Tyrosin und B12 können helfen, das Ergrauen zu verlangsamen. |
| Kupfer | Beteiligt an der Melaninproduktion. |
| Hormontherapie | Kann bei hormonell bedingtem Ergrauen helfen. |
Bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit dieser Behandlungen variiert und von individuellen Faktoren abhängt. Vor Beginn einer Behandlung sollten Sie einen Dermatologen oder Haarspezialisten konsultieren.
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