Die regelmäßige Haarentfernung gehört für viele Menschen zum Schönheitsideal. Die einfachste Methode, störende Haare loszuwerden, ist die Rasur. Doch oft reagiert die Haut danach gereizt mit Rötungen, Pickeln oder Brennen. Besonders häufig tritt dieses Problem nach der Glatzenrasur auf. Aber keine Sorge, mit den richtigen Tipps und Tricks kannst du diese Hautirritationen vermeiden und deine Glatze in Bestform halten.
In diesem Artikel erfährst du, warum Rasurbrand entsteht, wie du ihm vorbeugen kannst und welche Sofortmaßnahmen helfen, wenn die Haut bereits gereizt ist. Außerdem geben wir dir einen Überblick über alternative Haarentfernungsmethoden und die richtige Pflege für deine Kopfhaut.
Die Ursache für Rasurbrand sind kleine Mikroverletzungen, die durch die scharfe Klinge des Rasiermessers auf der Haut verursacht werden. Durch diese Verletzungen können Schmutz und Krankheitserreger eindringen und Entzündungen auslösen. Zudem kann ein abgeschnittenes Haar unter die Haut zurückwachsen und sich dort schmerzhaft einrollen, was zu eingewachsenen Haaren führt.
Besonders anfällig für Rasurbrand ist die Haut im Intimbereich, da sie besonders zart und empfindlich ist. Aber auch die Kopfhaut kann nach einer Rasur gereizt reagieren.
Ein paar einfache Maßnahmen können helfen, Rötungen und Pickelchen vorzubeugen:
Nach der Rasur ist die Haut angegriffen und braucht besonders viel Pflege. Gut geeignet sind Cremes, die weder Alkohol noch Duftstoffe enthalten, da diese unangenehme Reaktionen wie Brennen noch verstärken und die Haut zusätzlich reizen können. Die Pflege sollte idealerweise nicht zu viel Fett enthalten. Das kann die Poren verstopfen und Entzündungen fördern.
Neben der richtigen Pflege nach der Rasur schont auch die richtige Kleidung die gestresste Haut. Vor allem im Intimbereich und an den Beinen kann man Rasurbrand damit vermeiden. Gut geeignet sind weiche Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Materialien wie Polyester oder Mikrofaser dagegen sind in der Regel nicht so atmungsaktiv und können das Abheilen kleiner Verletzungen erschweren.
Verschiedene Tipps können helfen, Hautirritationen nach der Rasur zu behandeln:
Normalerweise klingt Rasurbrand von allein wieder ab und Rötungen oder Pickel verschwinden innerhalb weniger Stunden oder Tage. Manchmal kann es aber sein, dass die Haut langfristig gereizt ist oder sich schmerzhafte Entzündungen der Haarfollikel bilden. Dann ist es wichtig, ärztlichen Rat einzuholen und die betroffenen Hautstellen mit professioneller Hilfe zu behandeln.
Ein Hautarzt kann auch klären, ob es sich dabei um die chronische Form des Rasurbrands handelt, der sogenannten Pseudofolliculitis barbae. Sie betrifft vor allem Männer mit dunklem, stark gekräuseltem Haar. Haarentfernung kann die Entstehung dieser chronischen Entzündungsreaktion fördern. Unter anderem spielen dabei aber auch genetische Ursachen eine Rolle. Die Pseudofolliculitis barbaes bedarf einer speziellen Therapie.
Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren:
Wenn du dich für eine Glatze entschieden hast, aber auf deinem Kopf noch ein paar Haare sprießen, folgst du am besten dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Rasieren einer Glatze:
Tipp: Wenn du deine Kopfhaut ein wenig mit den Fingern fixierst und anspannst, minimierst du das Schnittwunden-Risiko auf der Kopfhaut. Wechsle außerdem regelmäßig die Rasierklingen, um Hautirritationen wie Pickeln auf der Glatze vorzubeugen.
Die empfindliche Haut auf dem Kopf wird durch eine Rasur immer wieder gereizt und benötigt daher anschließend eine schonende Behandlung: "Kurzes Abduschen mit kaltem Wasser schließt die Poren der Kopfhaut und beugt Irritationen vor. Die Haut anschließend vorsichtig abtupfen, nicht trocken rubbeln und danach eine Pflegecreme auftragen", rät Dr. med. Lilia Westermann, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie aus Hamburg. Sie empfiehlt bei stark gereizter Kopfhaut nach der Rasur Cremes mit D-Panthenol.
Im Idealfall verwendest du den gleichen Nassrasierer wie fürs Gesicht. Damit ist die Verletzungsgefahr gering und die Rasur recht gründlich, weil das Haar fast direkt an der Hautoberfläche gekappt wird.
Männer mit geübten Händen können auch einen Rasierhobel oder ein Rasiermesser verwenden. Damit wird's noch gründlicher. Gleichzeitig steigt aber auch die Schnittgefahr.
Auch ohne Haare solltest du deine Kopfhaut mit milden Haarshampoos reinigen. Duschgel und Seife können die sensible Kopfhaut irritieren.
Da die Glatze etwa so empfindlich wie die Haut im Gesicht ist, empfiehlt die Expertin, die Kopfhaut regelmäßig mit einer milden Gesichtscreme zu pflegen. Greife dazu am besten zu einem mattierenden Produkt für ölige Haut, damit die Glatze nicht zu stark glänzt. Alternativ kannst du die Kopfhaut leicht pudern.
In den Sommermonaten und in großer Höhe, beispielsweise im Skiurlaub, die Kopfhaut stets mit einer Kopfbedeckung oder Sonnencreme schützen. Im Winter droht Austrocknung und Wärmeverlust über die kahle Kopfhaut. Eine reichhaltige Pflegecreme ist in der kalten Jahreszeit deshalb Pflicht. Genau wie eine Kopfbedeckung.
Die Dermatologin rät zu Mützen aus Baumwolle: "Oft kommt es beim Einsatz von Wollmützen zu Überempfindlichkeit und auch allergischen Reaktionen, sodass in diesen Fällen Mützen oder Hüte aus Baumwolle am geeignetsten sind." Im Sommer kannst du deine Kopfhaut auch mit einem Cap oder einem Hut vor der Sonne schützen.
Hier noch einmal die wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Rasurbrand und Pickeln nach der Glatzenrasur in einer Tabelle:
| Maßnahme | Beschreibung |
|---|---|
| Vorbereitung | Haut reinigen, warmes Wasser verwenden, Haare trimmen |
| Rasierutensilien | Scharfe Klingen, Rasierschaum verwenden, Rasierer regelmäßig reinigen |
| Rasiertechnik | In Wuchsrichtung rasieren, nicht zu fest aufdrücken |
| Pflege nach der Rasur | Kaltes Wasser, beruhigende Cremes ohne Alkohol und Duftstoffe |
| Schutz | Kopfbedeckung im Sommer und Winter, milde Shampoos verwenden |
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