Haartransplantation bei Glatze: Methoden, Kosten und Erfolgsaussichten

Bei einer Haartransplantation werden Haare von haarreichen Stellen an kahle Stellen verpflanzt. Zuvor muss die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt die Verteilung der Haare als dafür geeignet einstufen. Auf diese Weise können an den kahlen Stellen wieder Haaren nachwachsen.

Genau genommen werden die Haarfollikel transplantiert - Haarfollikel sind die Haarwurzeln einschließlich der Strukturen, mit denen die Wurzeln in die Haut eingebettet sind. Gut zu wissen: „Eine Haartransplantation ist immer eine Eigenhaartransplantation. Das heißt, man nimmt ausschließlich Haarfollikel vom Kopf des Betroffenen“, betont Dr. Annette Hortling aus Siegburg, die in eigener Praxis und am Haarkompetenzzentrum der Uniklinik Bonn tätig ist.

Wann kommt eine Haartransplantation zum Einsatz?

Im Laufe des Lebens fallen bei Männern häufig übermäßig viele Haare aus. Das ist Veranlagung, man spricht von anlagebedingtem Haarausfall. Meist beginnt der Haarausfall an der Stirn und an den Schläfen. Bald wird auch das Haar am oberen Hinterkopf immer lichter, es entstehen regelrechte Kahlstellen.

Im Nacken und am seitlichen Haarkranz hingegen fallen in der Regel auch bei sonst übermäßigem Haarausfall kaum Haare aus. Haarfollikel aus diesen Regionen dienen dann als Spenderhaare für die Haartransplantation.

Auch wenn der anlagebedingte Haarausfall bei Männern deutlich häufiger ist, können Frauen ebenfalls davon betroffen sein. Auch der zu einer Glatzenbildung bei Frauen führende Haarausfall kann durch eine Haarverpflanzung behandelt werden. Bei Frauen handelt es sich seltener um erblichen Haarausfall, sondern öfter um medikamentös bzw. hormonell bedingten Haarausfall.

Die Haarverpflanzung zur Bedeckung einer Glatze eignet sich vor allem bei androgenem und diffusem Haarausfall. Nach Behandlung der Ursachen des diffusen Haarausfalls ist eine Haartransplantation in der Regel möglich.

Besonders bei androgenetischer Alopezie (AGA) - der häufigsten Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen - ist die Haartransplantation die effektivste Behandlung.

Warum wollen Menschen eine Haartransplantation?

Bei der Entscheidung für eine Haartransplantation spielen häufig ästhetische Gründe eine tragende Rolle. Neben Aussehen geht es auch ums Selbstbewusstsein der Betroffenen.

„In den allermeisten Fällen steckt aber keine überzogene Eitelkeit dahinter. Gerade jüngere Männer mit weniger Haaren fühlen sich zum Teil ausgegrenzt und diskriminiert gegenüber Gleichaltrigen und wollen mit der Haartransplantation schlicht, dass dies endet“, betont der Chirurg Dr. Frank Neidel aus Düsseldorf.

Welche Voraussetzungen müssen Spender und Haar erfüllen?

Doch nicht jeder, der eine Haartransplantation machen lassen möchte, kommt dafür infrage. Es kommt auf sein Spenderhaar an, genauer darauf, wie viele Haare im Haarkranz und im Nacken vorhanden sind und wie die Stellen aussehen, wo die Haarfollikel eingesetzt werden sollen.

Das gilt für Frauen und Männer, für die Planung umfassender Transplantationen ebenso wie für kleine Eingriffe. Eine Haartransplantation kann im gesamten Erwachsenenalter durchgeführt werden. Bei Menschen über 65 Jahren kann es aber schwieriger sein, die Haare zu transplantieren, weil das Haar insgesamt lichter wird und kahle Stellen zunehmen.

Für eine Haartransplantation benötigen Sie eine gesunde Kopfhaut und genügend Haar im Spenderbereich am Hinterkopf. Dank unseres exklusiven Pre-Test-Systems mit 6 präzisen Analysen können wir bei Elithair sicherstellen, ob Sie für den Eingriff geeignet sind.

Es muss sicher sein, dass die gesunden Areale des Kranzbereichs am Hinterkopf ausreichend viel Spenderhaar abgeben können, um ein ästhetisch zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen. Hierzu bietet Ihnen Dr. med. K. Niermann eine eingehende Beratung an.

Haartransplantation - Was ist die FUT-Methode?

Wie läuft eine Haartransplantation ab?

Eine Haartransplantation dauert meist ein paar Stunden, die Kopfhaut ist in dieser Zeit örtlich betäubt. Der Eingriff umfasst das Entnehmen der Haare und direkt danach das Einsetzen der Haare an anderer Stelle.

Zunächst werden aus der Spenderregion dauerhaft wachsende Haarwurzeln entnommen. Denn anders als die Haarwurzeln an den lichten Stellen reagieren sie weniger empfindlich auf hormonelle Veränderungen im Laufe des Lebens. Das heißt, die erfolgreich verpflanzten Haarwurzeln fallen in aller Regel nicht wieder aus.

Heutzutage verpflanzt man nur winzige Haarfollikel-Einheiten - englisch: follicular units (FU). Diese enthalten jeweils ein bis vier Haarwurzeln. „Der Vorteil ist, dass die kleinen FU naturgetreu in hoher Dichte und kopfhautschonend verpflanzt werden können und bei richtiger Platzierung und flacher Ausrichtung von den Originalhaaren kaum unterscheidbar sind“, sagt Finner.

Je nach Größe und Dichte der Spenderzone und der Haarlänge am Haarkranz lassen sich ihm zufolge bis zu 4000 solcher Haareinheiten entnehmen, ohne dass es am Hinterkopf auffällt.

Es sollten bei einer Haartransplantation aber immer nur so viele Haarfollikel-Einheiten wie nötig entnommen werden. „So hat man noch Spenderhaare in Reserve, falls es später im Leben andere lichte Stellen gibt“, betont Finner.

Entnahme der Grafts - FUE vs. FUT

Bei der Haartransplantation ist die Wahl der Entnahmetechnik entscheidend für den Erfolg des Eingriffs. Die beiden gängigen Methoden sind die Follicular Unit Extraction (FUE) und die Follicular Unit Transplantation (FUT).

Im Gegensatz dazu hinterlässt die FUT-Methode durch die chirurgische Entnahme eines Hautstreifens eine auffällige, lebenslange Narbe.

Bei der FUE-Methode werden einzelne Follikel direkt aus der Kopfhaut entnommen. Diese Methode ist weniger invasiv und hinterlässt keine großen Narben.

Bei der FUT-Haartransplantation hingegen wird ein Hautstreifen mit Haaren entnommen und in einzelne Follikel geteilt. FUT ist invasiver und hinterlässt eine lineare Narbe, ermöglicht aber die Entnahme und Transplantation einer größeren Anzahl von Follikeln in einer Sitzung.

Implantation der Haarfollikel - Individuell und präzise

Jede Haartransplantation ist einzigartig, und die Wahl der richtigen Methode hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Welche Arten der Haarentnahme gibt es?

Es gibt zwei Methoden, um die Haarfollikel-Einheiten (FU) zu gewinnen:

  • Entweder durch punktuelle Entnahme einzelner Follikel-Einheiten aus der Kopfhaut
  • oder durch Entnahme eines schmalen Haarstreifens, aus dem man einzelne Follikel-Einheiten präpariert.

In der Fachsprache heißt die punktuelle Methode Follicular Unit Exzision, kurz FUE-Technik. Die zweite Methode heißt Follicular Unit Transplantation, kurz FUT-Technik.

FUE-Technik

Dabei löst der Chirurg oder die Chirurgin einzelne Haarfollikel-Einheiten direkt aus der Kopfhaut. Der Vorteil ist, dass danach nur kleine Lücken verbleiben, die bei gleichmäßiger und nicht zu dichter Entnahme auch bei einer Kurzhaarfrisur am Hinterkopf nicht auffallen.

Einziger Nachteil: Der Entnahmebereich muss rasiert werden - aus den dort verbliebenen Haarfollikeln wachsen aber zügig wieder Haare nach. Bei der FUE-Technik stanzt man mit einer Hohlnadel ein Stück Kopfhaut mit ein bis vier Haarfollikeln aus. Diese werden zunächst in eine Nährlösung gegeben und später in vorgestanzte Löcher verpflanzt.

FUT-Technik

Hier werden nicht einzelne Haarfollikel-Einheiten entnommen, sondern ein ganzer Haarstreifen mit vielen Follikeln. Aus diesem Streifen gewinnt man dann unter dem Mikroskop die einzelnen Follikel-Einheiten, die man wie bei der ersten Methode verpflanzt.

Die Entnahmestelle wird gleich vernäht und überkämmt. Da keine Rasur am Hinterkopf erforderlich ist, eignet sich diese Methode für Frauen und Männer, die ihre Haare gern etwas länger tragen.

„Es verbleibt allerdings eine linienförmige Narbe, weshalb viele Patienten die punktuelle FUE-Methode bevorzugen“, sagt Finner. Bei der FUT-Technik entfernt man einen schmalen Streifen Kopfhaut samt Haarfollikeln und zerteilt diesen. Daraus werden dann Einheiten von ein bis vier Follikel präpariert und per Hohlnadel verpflanzt.

Da sehr viele Haarfollikel verpflanzt werden müssen, kann es möglich sein, dass eine Kombination aus FUE-Methode und FUT-Methode in Betracht kommt. Gegebenenfalls muss sich der Patient, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen, sogar auf mehrere Sitzungen einstellen.

Eventuell wird entschieden, zunächst die Geheimratsecken und einen Teil der Glatze zu schließen, um erst später zu entscheiden, wie mit der verbleibenden Tonsur umgegangen wird. In Ausnahmefällen besteht auch die Möglichkeit, auf Körperbehaarung zurückzugreifen, um möglichst noch mehr Haarwurzeln als Spenderhaar zu erhalten.

DHI-Methode

Die DHI-Methode (DHI= Direct Hair Implantation) ist eine Implantationstechnik in der Haartransplantation. Sie wird oft als besonders effektiv und fortschrittlich beworben- ist aber keineswegs neu und hat aus unserer Sicht einige Nachteile.

Eine DHI geht oft schnell und ist günstiger als andere Methoden, die Ergebnisse sind jedoch oft weniger natürlich als andere Verfahren.

Studien zeigen: Je kürzer sich die Transplantate außerhalb des Körpers befinden, desto höher ist ihre Überlebensrate - und damit der Erfolg der Haarverpflanzung. Die DHI punktet außerdem mit einer höheren Haardichte und einer schnelleren Heilung.

Da die präzise Entnahme per Hand sehr aufwändig ist, eignet sich die DHI nur für Stellen, an denen wenig Haare wachsen - zum Beispiel entlang der Haarlinie, an Bart, Augenbrauen oder Wimpern. Ärzte empfehlen sie außerdem meist Patienten unter 35 Jahren, bei denen der Haarausfall noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Wie sind die Erfolgsaussichten bei einer Haartransplantation?

Führt die Behandlung ein erfahrener Haarchirurg oder eine erfahrene Haarchirurgin durch, beträgt die Anwuchsrate der transplantierten Haarfollikel mindestens 90 Prozent. Die Frage ist dann, ob die behandelte Person auch optisch mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Im Durchschnitt liegt die Erfolgsquote bei einer Haartransplantation zwischen 80 und 90 %. Mit modernen Methoden wie der exklusiven NEO FUE bei Elithair kann ein gesteigertes Haarwachstum von bis zu 98% erreicht werden.

Die Haartransplantationstechnologie hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, insbesondere durch die Einführung robotergestützter Verfahren und die Verwendung von Stammzellen.

Während robotergestützte Haartransplantationen und stammzellbasierte Verfahren vielversprechende Fortschritte darstellen, bietet die manuelle Haartransplantation Vorteile. Erfahrene Chirurgen können das Verfahren auf die spezifischen Bedürfnisse und ästhetischen Vorlieben abstimmen und dabei Faktoren wie die Haarwuchsrichtung, die natürliche Haarlinie und die ästhetische Gesamtharmonie berücksichtigen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Haartransplantationen sind die einzige dauerhafte Lösung gegen erblich bedingte Kahlheit.

Wie hoch ist die Zufriedenheit nach einer Haarverpflanzung?

Wie zufrieden man persönlich mit dem Resultat ist, hat nicht nur mit der Qualität der Behandlung zu tun, sondern spiegelt immer auch die eigene Erwartungshaltung wider. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld eine realistische Einschätzung zum Behandlungsergebnis zu bekommen.

Sowohl die Qualität als auch die geweckte Erwartungshaltung sind stark abhängig von der Person, die den Eingriff vornimmt. Entsprechend gibt es keine Zahlen, die sich auf alle Haartransplantationen übertragen lassen.

In aller Regel liegt die Zufriedenheit bei über 90 Prozent. In der Praxis von Dr. Neidel zum Beispiel liegt sie eigenen Angaben zufolge bei 95 Prozent. „Bei den übrigen fünf Prozent ist es meist auch nicht so, dass sie mit dem Aussehen komplett unzufrieden sind. Sie wollen eher gezielt noch etwas optimieren - das gelingt normalerweise recht gut in einem zweiten Eingriff“, fasst Neidel zusammen.

Welche Risiken gibt es und wie groß sind sie?

Bei einer Transplantation werden meist mehrere tausend Haarfollikel an einer Region am Kopf entfernt und an anderen Stellen wieder eingesetzt. Für die Kopfhaut ist das kurzfristig sehr belastend.

Krustenbildung, Schwellungen, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Juckreiz an den betreffenden Stellen - all das sind Dinge, die in den ersten Tagen auftreten können. „Diese Symptome gehen eigentlich immer in der ersten Woche wieder zurück. In Einzelfällen oder bei Allergikern kann es auch mal zwei bis drei Wochen dauern, aber längerfristige Probleme hat so gut wie niemand“, sagt Neidel.

Hinzu kommen die typischen Risikofaktoren jeder Operation: Es kann zu Entzündungen kommen; es kann passieren, dass Wunden nur sehr langsam verheilen.

Außerdem kommt es zu Vernarbungen in der Kopfhaut. „Die sind aber so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sieht. Man spricht daher auch von Mikrovernarbungen“, sagt Hortling. Die Mikrovernarbungen stellen für den Körper in aller Regel kein Problem dar. „Insgesamt gilt der Eingriff als sehr unkompliziert und nebenwirkungsarm“, sagt Hortling weiter.

Eine Haartransplantation ist ein sicheres und minimalinvasives Verfahren, das nur selten Risiken oder Nebenwirkungen mit sich bringt. Narbenbildung, eine häufige Sorge, ist bei der modernen FUE-Methode kaum ein Thema. Die Wunden heilen schnell und hinterlassen nahezu unsichtbare Spuren.

Nach der Transplantation können kleine rote Punkte im Empfängerbereich auftreten, die in wenigen Wochen vollständig verschwinden. Sollten jedoch ungewöhnliche Symptome wie starke Schmerzen, Rötungen oder Ausfluss auftreten, ist es wichtig, sofort ärztlichen Rat einzuholen.

Viele Patienten verspüren nach einer Haartransplantation ein Taubheits- oder Kribbelgefühl im Operationsgebiet, das in der Regel nach zwei bis vier Wochen wieder von selbst verschwindet. Nur selten bleiben derartige Empfindungsstörungen über mehrere Monate bestehen.

Was muss ich nach einer Haartransplantation beachten?

Damit Ihre Haartransplantation ein voller Erfolg wird, ist die richtige Nachsorge unerlässlich. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Sie anstrengende körperliche Aktivitäten vermeiden, da übermäßiges Schwitzen und erhöhter Blutdruck die frisch eingesetzten Grafts gefährden könnten. Zusätzlich ist es wichtig, die behandelten Bereiche vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Nach der Haartransplantation bildet sich zunächst ein Wundschorf, der sich nach etwa fünf bis sieben Tagen ablöst. Kratzen Sie bitte den Schorf nicht ab, auch wenn es juckt; dadurch stören Sie lediglich den Heilungsprozess und erleichtern Bakterien das Eindringen ins Gewebe.

Je nach Ermessen Ihres Arztes erhalten Sie für etwa drei Tage ein Antibiotikum, um Infektionen vorzubeugen. Dies kommt insbesondere für Risikopatienten mit schlechter Durchblutung, etwa Diabetiker, infrage. Bei Bedarf erhalten Sie von Ihrem Arzt ein Schmerzmittel, auch eine Kühlung der transplantierten Region wirkt schmerzlindernd.

Halten Sie die mit einer Naht verschlossene Entnahmestelle bis zur Wundheilung trocken. Verwenden Sie zum Waschen spezielle, wasserundurchlässige Duschpflaster. Diese erhalten Sie zum Beispiel in der Apotheke. Die Fäden werden frühestens zwei Wochen nach der Operation gezogen.

Erschrecken Sie nicht, wenn die gerade transplantierten Haare ausfallen. Da die Haut durch die Operation zeitweise nur schlecht mit Sauerstoff versorgt wurde, werden die Haare zunächst abgestoßen - nicht aber die Haarwurzeln! Aus diesen wachsen etwa acht bis zwölf Wochen nach der Haartransplantation neue Haare. Das Endergebnis lässt sich erst nach acht bis zehn Monaten beurteilen.

Tipps für die Tage und Wochen nach einer Haartransplantation

  • Mit mildem, unparfürmiertem und ph-neutralem Shampoo dürfen Sie bereits ab dem dritten Tag nach dem Eingriff Ihre Haare waschen - Babyshampoo ist dafür nicht zu empfehlen. Haare färben oder tönen sollten Sie erst nach vier bis sechs Wochen.
  • Für etwa drei Wochen sind schweißtreibender Sport und Sauna tabu. Ein sanftes Sportprogramm ist eventuell schon früher erlaubt. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, wie lange Sie keinen Sport treiben dürfen.
  • Nach der Haarverpflanzung sind Sie gezwungen auf dem Rücken zu schlafen. Achten Sie darauf, dass der Kopf durch ein Nackenkissen in einer erhöhten Position fixiert ist. Dadurch können Sie Schwellungen und Ödeme verhindern. Nach etwa sechs Tagen dürfen Sie wieder eine seitliche Schlafposition einnehmen.
  • Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie die behandelten Stellen mindestens drei Wochen lang vor starker UV-Strahlung schützen. Das gilt nicht nur fürs Sonnenbad im Garten, sondern auch für das Solarium.
  • Egal ob Sonnenhut, Wintermütze oder Baseball-Cap - verzichten Sie in der ersten Woche auf Ihre Lieblingskopfbedeckung. Etwa zehn Tage nach der Haartransplantation können Sie wieder eine lockere Mütze tragen. Damit schützen Sie die Kopfhaut vor Sonneneinstrahlung.
  • Ärzte empfehlen, mindestens zehn Tage lang auf Alkohol zu verzichten. Der Konsum könnte die Wundheilung beeinträchtigen. Noch besser ist es, zwei bis drei Monate lang Bier, Wein und Co. den Rücken zu kehren.
  • Damit das Gewebe optimal mit Sauerstoff versorgt und richtig durchblutet wird, sollten Sie vor der Haartransplantation am besten bis zu zwei Wochen auf das Rauchen verzichten. Andernfalls ist es möglich, dass die neuen Haare nicht richtig anwachsen. Auch nach dem Eingriff ist ratsam, für mindestens drei Tage die Finger von Zigaretten und Co. zu lassen.

Was kostet eine Haartransplantation?

Je nach Anzahl der transplantierten Haare kostet eine Haartransplantation ungefähr zwischen 3000 und 9000 Euro.

Die Kosten für eine Haartransplantation bei einer Glatze können sich auf 6.000,- € bis 8.000,- € pro Sitzung belaufen.

Die Kosten für eine Haartransplantation werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen dann von den Patienten selbst getragen werden. Die Höhe der Kosten hängt dabei von vielen Faktoren ab, vor allem von der Anzahl der zu transplantierenden Haare, der verwendeten Technik und dem damit verbundenen zeitlichen und fachlichen Aufwand.

Eine allgemeine Aussage zu den Kosten einer Haartransplantation lässt sich daher kaum treffen. In der Regel ist aber mit einem finanziellen Aufwand von mehreren Tausend Euro zu rechnen.

In Deutschland wird in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) festgelegt, wie viel eine Haartransplantation kostet. Es ist individuell sehr unterschiedlich, wie viele Haare transplantiert werden müssen und können.

Anbieter im Ausland, beispielsweise in Ungarn oder der Türkei, werben mit deutlich niedrigeren Kosten. Teilweise bezahlt man dort nur ein Drittel des deutschen Preises. Die Qualität ist in diesen Fällen aber oft nicht zufriedenstellend, sodass zahlreiche weitere Kosten für eine Nachbehandlung fällig werden.

Alternativen zur Haartransplantation

Um übermäßigen Haarausfall zu verlangsamen oder gar weitgehend zu stoppen, sind vor allem Medikamente geeignet. Sie sind die Haupt-Alternative zu einer Haartransplantation.

Je früher man zu Medikamenten greift, umso wirkungsvoller lässt sich in der Tendenz ein Haarausfall aufhalten. „Oft ist es so, dass wir es erst einmal mit Medikamenten versuchen. Wenn deren Wirkung nicht ausreicht oder der übermäßige Haarausfall zu weit fortgeschritten ist, dann kann eine Haartransplantation häufig gut helfen“, sagt Finner. In vielen Fällen kommen auch Medikamente und Haartransplantation als Kombination zum Einsatz.

Eine oft hilfreiche Therapie, um eine Haartransplantation zu vermeiden, hinauszuzögern oder auch zu unterstützen, sind regenerative Therapien. Es gibt beispielsweise die PRP-Therapie. PRP steht für Platelet rich Plasma oder plättchenreiches Plasma. Bei dieser Eigenbluttherapie nimmt der Arzt dem Patienten Blut ab und bereitet es speziell auf. Dadurch entsteht ein Serum, das reich an Wachstumsfaktoren und Nährstoffen ist und direkt in die Kopfhaut gespritzt werden kann.

Auch eine Stammzellen-Therapie ist möglich, bei der körpereigene Stammzellen des Patienten gewonnen werden und durch Injektion in die Kopfhaut die Regeneration fördern können. Weitere Methoden der regenerativen Therapien können Sie gerne bei uns erfragen.

Tabelle: Vergleich der Haartransplantationsmethoden

Methode Beschreibung Vorteile Nachteile
FUE Einzelentnahme der Haarfollikel Minimale Narbenbildung, kurze Erholungszeit Zeitaufwendiger, teurer
FUT Entnahme eines Hautstreifens Größere Anzahl an Follikeln in einer Sitzung Lineare Narbe, längere Erholungszeit
DHI Direkte Implantation mit einem Implantierstift Schnellere Heilung, höhere Haardichte Geeignet nur für kleinere Bereiche, aufwändig

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