Die Siebziger waren modisch das Jahrzehnt zwischen Föhnwelle, Disco und Glam-Rock, aber auch des Punk und der Popper-Bewegung. Queen, Diana Ross, Abba, Boney M oder David Bowie sie alle füllten in dieser Zeit die Tanzflächen und Kleiderschränke mit bunten, schrillen Looks, Schlaghosen und Glitzer. Aber natürlich war es auch die Ära von Disco, Glam-Rock und Punk, die sich in Mode und Frisuren dieser Zeit widerspiegelten. Wir zeigen Ihnen wie vielseitig der Look der Siebziger Jahre war und geben Tipps zum Nachstylen.
Auch für Haar und Frisur galt: die Siebziger waren eine wilde und freie Zeit. Vorbei, die bombenfest fixierten Hochsteckfrisuren der 60er-Jahre. Hin zu dem coolen Style einer Lynda Carter oder Kate Jackson in "3 Engel für Charlie" Ende der 70er-Jahre, mit Föhnwellen in unterschiedlichsten Ausführungen. Auch der Afro-Bob oder Disco-Look mit Kurzhaarfrisur und Kreppeisen hatten jetzt ihren großen Auftritt.
Einen starken Kontrast zur romantischen Föhnwelle oder den jetzt so aktuellen voluminösen Locken, bildete die aufkommende Punk-Bewegung mit ihren schrillen Frisuren und provozierenden Outfits, ebenso wie die Popper-Bewegung, die mit ihrem gepflegten Outfit und den Frisuren mit Seitenscheitel und langem Pony einen Gegenentwurf bildeten. Die kurzen, wasserstoffblonden Haare von Deborah Harry von der Band Blondie gehörten ebenfalls zu den häufig kopierten Frisuren der ausgehenden Siebziger.
Auch, wenn die Siebziger eine gefühlte Ewigkeit her sind, aktuell ist die Frisur mit ihren großen Außenwellen noch immer: Als Freizeitlook oder etwas glamouröser für den Abend - dieser Look lässt sich zu verschiedenen Anlässen stylen und wirkt romantisch und lässig zugleich. Heute sind die Haare dafür etwas feiner durchgestuft, das wirkt natürlicher. Was bleibt sind Volumen und der Dreh nach außen: Dafür Schaumfestiger (oder Volumenmousse) in das handtuchtrockene Haar verteilen und über eine Rundbürste trocken föhnen. Den Pony und die vorderen Strähnen mit einem Lockenstab nach außen drehen. Am Schluss das Haar mit Haarspray fixieren.
Je nach Anlass kann man den Trend noch mit verschiedenen Accessoires aufpeppen, z.B. Glitzerklammern, eine Blume im Haar oder ein Haarband bringen Abwechslung in diese Frisur.
Die Haare von Blondies-Frontfrau bestechen noch heute durch ihren zweifarbigen, wilden Look. Ein stufiger Bob eignet sich perfekt, um ihrer Frisur nachzueifern. Sich die Haare in einem unregelmäßigen Farbverlaub blondieren lassen oder nur einzelne Strähnen färben, das ist schonmal die halbe Punk-Miete. Für das abschließende Styling Volumenspray im Ansatz verteilen und mit Föhn und Händen in eine fransige Form bringen.
Wer ein Kreppeisen besitzt, kann mit diesem Schnitt auch einen angesagten Disco-Trend dieses Jahrzehnts nachmachen: Einfach Strähnchen für Strähnchen kreppen - Volumenspray nicht vergessen und anschließend fixieren. Produkttipps: Hitzeschutzspray und Frisiercreme (z.B. Out of Bed).
Klar, um so einen dichten Schopf hinzubekommen, muss man schon eine kräftige Naturkrause besitzen. Aber auch Ungelockte können diese Mode mit ein paar Tricks mitmachen, denn auch diese Frisur wird heute etwas lockerer interpretiert. Am besten mindestens Schulterlanger Bob funktioniert dafür am besten. Damit die Silhouette zum Hals hin etwas schmaler wirkt, sollte der Bob ab Ohrhöhe leicht durchgestuft werden.
Für Korkenzieherlocken Lockenmousse in das Handtuchtrockene Haar geben, durchkämmen und die Haare trocknen. Mit dem Lockenstab (je kleiner der Durchmesser, desto besser) Strähne für Strähne aufkringeln, mit den Fingern durchkämmen und mir Haarspray fixieren. Wichtig: Mal links, mal rechts herum kringeln, nicht durchbürsten! Für einen frechen Afro-Style muss die Lockenpracht noch toupiert werden: Dafür am Hinterkopf anfangen, die Strähnen dabei locker halten und das Haar Richtung Kopfhaut schieben. Mit Haarspray fixieren.
David Bowie: Absolut unübertroffen ist seine Inkarnation als Ziggy Stardust mit der signifikanten roten Wischmopp-trifft-Nackenspoiler-Frisur. Mit dieser schaffte er 1972 seinen Durchbruch zum Weltstar und Glam-Rock-Gott.
Jimi Hendrix: Sein Gitarrensound ist einmalig und wurde zum Markenzeichen von Jimi Hendrix - genauso übrigens, wie der von ihm in vollendeter Coolness getragene Afro.
Grace Jones: Ein Markenzeichen ihres Looks war die strenge Kurzhaarfrisur.
Karen O: Den Mittelpunkt der Indie-Rocker bildet eindeutig die charismatische Frontfrau Karen O, die nicht nur durch ihre herausragenden Stimme auffällt, sondern auch durch ihr schräges Outfit inklusive ihrer ureigenen Version eines Bubikopfs.
Elly Jackson: Ganz im Stil ihrer Vorbilder wie den "Eurythmics" oder "Yazoo" präsentiert sich auch Sängerin Elly Jackson in perfektem New-Wave-Schick, zu dem auch ihre überdimensionale Föhnwelle gehört.
Annie Lennox: Annie Lennox, die Sängerin des Duos, setzte zu Beginn der 80er Jahre mit ihrer Kurzhaarfrisur einen Trend und bewies, dass Frauen auch ohne den Schlüsselreiz blonde Locken ungemein sexy sein können.
Buzz Osborne: Ihrem speziellen Stil blieben sie in all den Jahren sehr zur Freude ihrer Fans genauso treu wie Sänger Buzz Osborne seiner mittlerweile leicht ergrauten Lockenpracht.
Robert Smith: Die häufig mit einem Vogelnest verglichene Frisur des "The Cure"-Masterminds ist seitdem für Generationen melancholischer Jugendlicher mit Hang zu finsteren New-Wave-Klängen das Vorbild beim allmorgendlichen Haarspray-und-Föhn-Marathon.
Elvis Presley: Denn wer als Mann in der Hochphase des Rock'n Roll etwas auf sich hielt, der hatte immer eine Familienpackung Pomade im Schrank, um sich das volle Haupthaar genauso zuzukleistern wie Elvis Presley selbst.
Sid Vicious: Kultfigur der Bewegung bis heute ist und bleibt Pistols-Bassist Sid Vicious. Im Alter von 21 Jahren starb er an einer Überdosis Heroin, was ihn als ewigen Punk unsterblich machte.
Voluminöse Haare sind zurück und dominieren wieder die Modewelt! Der „Big Hair“-Trend, bekannt aus den 80ern, steht für Glamour, Selbstbewusstsein und Persönlichkeit. Die Löwenmähne kann durch verschiedene Techniken erreicht werden, vom Blunt Bob über den Pony bis hin zum Pixie-Cut. Jede dieser Frisuren bietet Möglichkeiten zur individuellen Anpassung, je nach Haartyp und persönlichem Stil. Wer Lust auf eine Veränderung hat, sollte sich vom Stil der 80er und 90er Jahre inspirieren lassen. Die Volumenwelle ist ein Klassiker, der dem Haar sofort Fülle verleiht.
Big Hair hat im Laufe der Jahre viele Formen angenommen und zahlreiche Persönlichkeiten und Stilrichtungen geprägt. In den 1960er Jahren war die Frisur ein Symbol für Glamour und Selbstvertrauen. Die 1980er Jahre brachten einen wirklichen Boom für Big Hair, inspiriert von Glam Rock und Pop-Ikonen wie Madonna. In den 1970er Jahren war Big Hair oft ein Ausdruck der Rebellion gegen traditionelle Frisuren. Rockmusiker wie David Bowie und Freddie Mercury trugen große Frisuren, die von Glam Rock inspiriert waren. In den 80er Jahren wurde Big Hair durch den Einfluss von Rock- und Pop-Genres zu einem Mainstream-Phänomen. Heutzutage spielt Big Hair immer noch eine Rolle bei Influencern und Stars wie Lana Del Rey, die einen Retro-Glamour-Look pflegt.
Um diesen Look zu erzielen, spielen sowohl die richtigen Techniken als auch passende Pflegeprodukte eine entscheidende Rolle. Für eine voluminöse Frisur sind bestimmte Techniken und Werkzeuge unverzichtbar. Toupieren ist eine Technik, um die Haarwurzeln anzuheben. Dabei wird ein spezieller Kamm verwendet. Ein Haartrockner mit Diffusor kann helfen, den Ansatz zu heben und die Haarstruktur zu definieren. Heiße Wickler kreieren ebenfalls langanhaltendes Volumen.
Volumenshampoos und -Conditioner verleihen dem Haar Dichte und Struktur. Mousse gibt bei der Anwendung auf feuchtem Haar festen Halt und Volumen. Trockenes Shampoo ist nicht nur praktisch, um offenes Haar aufzufrischen, sondern verleiht zusätzlich Fülle.
Es gibt einige Tricks, die eine voluminöse Mähne begünstigen. Ein stufiger Schnitt sorgt für natürliche Fülle. Beim Föhnen sollte das Haar über Kopf getrocknet werden, um den Ansatz zu heben. Das Haar mit einer Kaltluftstufe abzuschließen, fixiert das Volumen. Wer experimentierfreudig ist, kann mit einem Ventilator oder Wind arbeiten, um einen wilden, ungezähmten Look zu kreieren.
Schick, cool und bereits jetzt überall: Der Glam-Rock-Schnitt ist perfekt für alle, die zwar Lust auf schulterlanges Haar haben, aber gelangweilt vom klassischen Long Bob sind. Die neue Trendfrisur vereint Elemente der frühen 70er-Jahre mit modernen Details, und präsentiert sich mit weichen Kanten und einer Vielfältigkeit an Styling-Optionen.
Schulterlang, leicht gestuft und (wortwörtlich!) mit Pony abgerundet: das ist der Glam-Rock-Schnitt. Im Vergleich zu anderen Trendfrisuren, wie etwa dem fransigen Rundschnitt, umspielen die Stufen hier ausschließlich das Gesicht. Das heißt: Rundum werden die Haare auf Schulterlänge geschnitten, während vorne Stufen und ein leicht fransiger Pony das Gesicht umrunden. Ideal für alle, die ihre einheitliche Haarlänge mal wieder etwas aufpeppen wollen!
Dank seiner weichen Kanten schmeichelt dieser Schnitt nahezu allen Gesichtstypen, und ist auch hinsichtlich der Haarstruktur recht unkompliziert.
„Calm Glamour“ - glamourös, aber entspannt! Das ist die zentrale Botschaft der H|MAG Trendkollektion für Herbst/Winter 2024/25 des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Diese Saison bringt Glitzer und Glamour in die dunkle Jahreszeit, indem sie Elemente aus Tag und Nacht vermischt und Grenzen aufbricht. Perlen, Metallic, Nieten und Strass sind nicht mehr nur für den Abend reserviert, sondern werden auch tagsüber selbstbewusst getragen. Der Look wird durch Wohlfühl-Pieces wie Sweatshirts und Vintage-Jeans abgerundet, die der bodenständigen Seite Ausdruck verleihen. Starke, voluminöse Frisuren, die an die Grunge-Ära erinnern, schaffen einen aufregenden Kontrast zu den glamourösen Styles.
Diese Vielfalt an Styles zeigt, dass Widersprüche und Kontraste in der Mode nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht sind.
Die Mode: Originell, schräg, schrill. Die 70er stehen in Sachen Modestyling für kräftige Farben, auffällige Muster und feste Stoffe ebenso wie für große Krägen, knappe Röcke und Plateau-Schuhe. Auch typisch Siebziger: glänzende Stoffe und Pailletten - ein Relikt der Disco-Ära. Blumenprints, Batik-Muster und flatternde Kleider erinnern an die Hippies von damals.
Die Frisuren: Wenn das Outfit mit Farben, Formen oder Materialien knallt, halten sich die Frisuren idealerweise eher zurück. Anstelle einer perfekten Föhn-Frisur setzte man dann auf ein cooles Undone-Finish.
Das Make-up: Perfekt zum 70er-Jahre-Look passen verruchte Smokey-Eyes oder der Nude-Look.
Lockig, wild - aber eleganter als in den 70ern: die Bob-Frisur mit Wellen oder Locken. Tipp: Besprechen Sie am besten mit ihrem Friseur, welcher Bob-Cut am besten zu Ihnen und Ihren Locken passt. Und lassen Sie ihr Haar öfter mal an der Luft trocken, anstelle es zu föhnen.
Schulterlanges Haar mit Long-Pony ist auch heute noch en vogue. Besonders trendig wirkt es jetzt, wenn es in Blond-Nuancen gefärbt ist.
Lang, natürlich und unfrisiert - der Undone-Look funktionierte in den 70er-Jahren genauso gut wie heute.
Um Haaraccessoires kam in den Siebzigern keine Frau herum. Deren mitunter stylischster Vorteil: Minimaler Aufwand, großer Auftritt. Das passt dazu: Glitzer und Glamour in Form von irisierendem Metallic, Lackleder und Pailletten.
Modernen Charme bekommt der typische Seventies-Pony in Kombination mit schlüsselbeinlangem Haar. Wichtig: Frisieren Sie ihn bloß nicht zu ordentlich. Am besten macht er sich leicht wellig. Verwuscheln Sie ihn hierfür im Laufe des Tages mit den Fingern.
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