Ginkgo Biloba gegen Haarausfall: Studien und Anwendung

Der Ginkgo-Baum gilt als eine der ältesten Pflanzen der Welt und wird seit Jahrhunderten in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Ginkgo ist eine der ältesten Baumarten der Welt und sein Extrakt hat in den letzten Jahren einige Studien zum Thema Haarausfall hervorgebracht. Wer unter Haarausfall leidet und nach einer natürlichen Lösung sucht, hat vielleicht schon von Ginkgo gehört. Die Wirkstoffe des Ginkgobaums können dazu beitragen, die Durchblutung im Körper zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren.

In Ostasien ist er nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Tempelpflanze von Bedeutung. In Asien, vor allem in China, wird der "Wunderbaum" schon seit langem zur Schönheitspflege und vor allem als Heilpflanze eingesetzt. Die Samen beziehungsweise Früchte, aber auch die Wurzeln, Blätter und Baumrinde werden als Medizin bei Asthma, Bronchitis, Kreislaufstörungen, Hautkrankheiten oder Urin-Inkontinenz angewendet. Darüber hinaus soll Ginkgo der Hautalterung vorbeugen und eine positive Wirkung auf die Psyche und das Gehirn haben, unter anderem bei Angstzuständen, aber auch bei Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen. Sogar zur Insektenabwehr soll er sich eignen.

Diese Eigenschaften machen Ginkgo zu einem vielversprechenden natürlichen Mittel gegen Haarausfall. Zudem können die entzündungshemmenden Eigenschaften von Ginkgo helfen, Entzündungen auf der Kopfhaut zu reduzieren, die oft eine Ursache für Haarausfall sind. Außerdem wirkt Ginkgo entzündungshemmend und antioxidativ, was ebenfalls zu gesünderen Haaren beitragen kann.

Ginkgo Biloba Baum im Herbstkleid

Wirkung von Ginkgo auf das Haarwachstum

Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit der Wirksamkeit von Ginkgo gegen Haarausfall. Dabei wurde festgestellt, dass Ginkgo-Extrakt eine positive Wirkung auf das Haarwachstum haben kann. Auch andere Studien bestätigten diesen Effekt und kamen zu dem Schluss, dass Ginkgo-Extrakt eine vielversprechende natürliche Lösung gegen Haarausfall sein könnte. Es wird vermutet, dass die Wirkstoffe im Ginkgo-Extrakt die Durchblutung der Kopfhaut verbessern und somit das Haarwachstum anregen.

Ginkgo ist eine vielversprechende natürliche Lösung gegen Haarausfall. Die zahlreichen positiven Erfahrungsberichte und Studien sprechen für die Wirksamkeit des pflanzlichen Wirkstoffes. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Wirkung bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen kann und es einige Zeit dauern kann, bis erste Ergebnisse sichtbar werden. Zudem sollte immer Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, bevor man eine neue Behandlung beginnt.

Anwendung von Ginkgo bei Haarausfall

Doch wie genau kann man Ginkgo bei Haarausfall anwenden? Es ist wichtig zu betonen, dass Ginkgo kein Wundermittel ist und nicht bei allen Formen von Haarausfall wirksam sein kann. Wenn die Haarfollikel bereits abgestorben sind oder eine genetisch bedingte Alopezie vorliegt, reicht Ginkgo allein wahrscheinlich nicht aus.

Eine Möglichkeit besteht darin, Ginkgo-Extrakt als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um die Blutzirkulation zu verbessern und den Haarwuchs zu stimulieren. Eine andere Möglichkeit ist, eine Ginkgo-Tinktur oder ein Öl auf die Kopfhaut aufzutragen und sanft einzumassieren, um die Durchblutung lokal zu erhöhen und die Entzündung zu lindern. Es ist jedoch zu beachten, dass einige Menschen allergisch auf Ginkgo reagieren können oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben könnten.

Natürliche Alternativen zu Ginkgo

Es gibt natürliche Mittel gegen Haarausfall, die eine positive Wirkung auf das Haarwachstum haben können. Eine dieser Optionen ist zum Beispiel der Einsatz von ätherischen Ölen wie Rosmarinöl oder Teebaumöl, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden können und so das Haarwachstum stimulieren sollen. Auch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Biotin, Zink oder Eisen können helfen, den Haarausfall zu reduzieren und das Wachstum neuer Haare zu fördern.

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Wissenschaftliche Studien und Ergebnisse

Mehrere Studien untersuchten die Auswirkungen von Melatonin-Haarlösungen auf Haarausfall. Eine Studie mit 35 Männern mit androgenetischer Alopezie (AGA) zeigte, dass 54,8 % bzw. 61,5 % der Teilnehmer eine Verbesserung erlebten. In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen identifizierten einen signifikanten Einfluss auf die endogenen Melatonin-Plasmaspiegel. Eine andere Studie zeigte einen Rückgang des Schweregrades der Alopezie (p < 0,001).

Ergebnisse im Detail

In einer Studie wurde bei 35 Männern mit AGA eine Zunahme der Haardichte um 54,8 % bzw. 29 % bzw. 173/cm²) (p < 0,001) festgestellt. Die Anzahl der Haare im Anagenstadium (Wachstumsphase) bei den Männern wurde auf einem konstanten Niveau gehalten (p < 0,001). Zusätzlich wurde eine Verbesserung bei Seborrhö und seborrhoischer Dermatitis der Kopfhaut beobachtet.

Verschiedene Formen von Haarausfall

Weitere Studienergebnisse

Eine Studie mit Melatonin zeigte eine signifikante Reduktion des Haarausfalls nach 30 bzw. 90 Tagen. Die Wirksamkeit wurde durch die Ärzte subjektiv als signifikant reduziert beurteilt (p < 0,001 bei 30 und 90 Tagen). Seborrhö wurde ebenfalls signifikant reduziert (p < 0,001 bei 30 und 90 Tagen), und seborrhoische Dermatitis wurde von 34,5 % auf 9,9 % reduziert.

Es gab auch Studien, die zeigten, dass die Anwendung von Ginkgo und Melatonin zu einem erneuten Haarwachstum führen kann. Die tägliche Anwendung von Trichosense® über 3 und 6 Monate wurde in mehreren Anwendungsbeobachtungen bei Frauen und Männern untersucht. In allen Studien konnte eine beachtliche Verbesserung der Haardichte nachgewiesen werden.

Ursachen von Haarausfall

Haarverlust beeinträchtigt die Lebensqualität von Frauen und Männern gleichermaßen. Besonders häufig ist der Haarausfall erblich bedingt. Bei der androgenetischen Alopezie reicht das Spektrum der Behandlungsoptionen von diversen Kosmetika und Wundermitteln bis zu effizienten Arzneistoffen.

Dermatologen nutzen das Verhältnis der Haare in den verschiedenen Phasen des Haarzyklus zur Diagnose des erblich bedingten Haarausfalls. Beim Trichogramm untersuchen sie etwa 100 Haare inklusive Wurzel. Befinden sich zu wenig Follikel in der Anagenphase, weist dies auf androgenetische Alo­pezie hin. Als weitere diagnostische Op­tion kommt der Zupftest infrage: Lassen sich 10 von 50 Haaren mit zwei Fingern leicht herausziehen, spricht dies ebenfalls für den Befund.

Bei mehr als 95 Prozent aller Patienten weisen Dermatologen eine genetische Ursache des Haar­ausfalls nach. In Europa sind bis zu 80 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen früher oder später davon betroffen, meist in höherem Lebensalter. Zwar ist Haarausfall aus medizinischer Sicht harmlos, dennoch leiden viele Patienten stark unter ihrem veränderten Erscheinungsbild.

Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall

Bei Männern ist das Enzym 5α-Reduktase ein wichtiger Angriffspunkt der Therapie. Dadurch verbleiben die Haare länger in der Anagenphase. Das synthetisch hergestellte Steroid wird oral eingenommen. Sogar 60 Monate nach der Therapie lag der Zuwachs immer noch bei 10 Haaren pro Quadratzentimeter, und weitere 5 Jahre später fanden Dermatologen noch 7,5 Haare pro Quadrat­zentimeter mehr als vor der Behandlung. Je nach Studie profitierten bis zu 90 Prozent aller Behandelten von Finasterid. Weitere Unter­suchungen ergaben einen zusätzlichen Mehrwert durch die Kombination mit topischem Minoxidil.

Minoxidil wurde ursprünglich zur Behandlung der Hypertonie entwickelt. Heute ist der Arzneistoff deshalb auch zur topischen Anwendung bei androgenetischer Alopezie zugelassen. Placebokontrollierte Studien bescheinigen dem Präparat gute Erfolge. Beispielsweise erhöhte sich die Dichte der Haare nach 12 Monaten auf 16 bis 83 Haare pro Quadratzentimeter. Im Schnitt verbesserte Minoxidil die Zahl voll ausgebildeter Haare um 9 bis 42 pro Quadratzentimeter-im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant.

BehandlungsmethodeWirksamkeitHinweise
Ginkgo BilobaKann Haarwachstum fördernWirkung kann individuell variieren
MinoxidilErhöht HaardichteKann zu Beginn Haarausfall verstärken
FinasteridErhöht HaardichteMögliche Nebenwirkungen

Als Ergänzung zur Pharmakotherapie bieten einige Hersteller Nahrungsergänzungsmittel oder Phytopharmaka an. Die Leitlinie hat etliche Präparate unter die Lupe genommen und Hinweise auf »vermutete Hauptwirkmechanismen« gefunden. Demnach könnten Ginkgo biloba, Aloe vera oder Coffein das Haarwachstum fördern. Nikotinsäureester oder diverse Mineralien sollen die Vasku­larisation der Follikel verbessern. Bei grünem Tee, Cimicifuga und bei Sägepalmenextrakten gibt es Hinweise darauf, dass sie DHT hemmen. Aber für Empfehlungen im Sinne der evidenz­basierten Medizin ist die Datenlage zu schlecht.

Sollten etablierte, pharmakotherapeutische Strategien keinen Erfolg bringen, bleiben als Alternative chirurgische Maßnahmen. Hier hat sich die Follicular Unit Extraction bewährt: Dabei entnehmen Ärzte kleine Haarwurzeleinheiten mit einer Hohlnadel und transplantieren diese in kahle Regionen. Nur wenige Arbeiten genügen den hohen Anforderungen der evidenzbasierten Medizin. Kleinere Studien bescheinigen dem Verfahren gute Erfolge. Allerdings gehen transplantierte Haare, die nicht DHT-resistent sind, über kurz oder lang wieder verloren. Dermatologen raten deshalb, Operation und Pharmakotherapie miteinander zu kombinieren.

Fazit

Ginkgo-Extrakte können als natürliche Lösung gegen Haarausfall eine wirksame Option darstellen. Sie enthalten zahlreiche Wirkstoffe, die sich positiv auf den Körper auswirken können, unter anderem bei Haarausfall. Ginkgo-Extrakte sind eine natürliche Alternative zu chemischen Mitteln gegen Haarausfall und können regelmäßig angewendet werden.

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