Die besten Shampoos gegen Haarausfall und die Rolle von Ginkgo Biloba

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Um dem entgegenzuwirken, ist eine effektive Haarpflegeroutine entscheidend. Im Fokus steht dabei ein gutes Shampoo gegen Haarausfall. Hier sind die besten Produkte für Ihre Bedürfnisse, auch für eine präventive Pflege.

Welche Shampoos helfen gegen Haarausfall?

Ein gutes Anti-Haarverlust-Shampoo zeichnet sich durch seine Power-Wirkstoffe aus. Dazu gehören Koffein und Biotin, die mit ihrer anregenden Wirkung die Haarfollikel und das Haarwachstum aktivieren. Hinzu kommen Proteine wie Keratin und Peptide, um die Haarkutikula, die äußere Haartextur, zu stärken und sie gegen Haarausfall durch die tägliche Abnutzung zu wappnen. Für optimale Ergebnisse sollte das Anti-Haarausfall-Shampoo den Bedürfnissen der jeweiligen Haarstruktur und dem Haartypen entsprechen.

Zur Auswahl steht die Haarpflege für hormonell, saisonal (Winter, Trockenheit), Stress- oder erblich bedingten Haarausfall sowie Shampoos, die bei gesundem Haar präventiv diesem vorbeugen und das Haar verdichten. Geduld ist bei allen gefragt: Für eine mehrwöchige Anwendung, mit dafür aber nachhaltigen Ergebnisse für gesundes Haar.

Hier eine Übersicht von Shampoos gegen Haarverlust:

  • Test-Favorit: Kérastase ‘Genesis Bain Hydra-Fortifiant’
  • Schnelle Einwirkzeit, mit Keratin, ohne Silikone: Dr. Timm Golueke - Royal Fern 'Shampoo'
  • Bei Haarbruch, Biotin: L'Oréal 'Elseve Full Resist'
  • Gestresste Kopfhaut, Aloe vera: Logona 'Age Energy'
  • Ab 40, vorbeugend Wechseljahre: Plantur "39 Phyto Coffein Shampoo"
  • Hormonell bedingten Haarausfall: Elizabeta Zefi ‘Hair Growth Shampoo’
  • Trockenes Haar: Lador 'Dermatical Hair-Loss Shampoo'
  • Aus der Apotheke: Vichy Dercos 'Vitalshampoo + Aminexil'
  • Coffein, plus Niacid: Sebamed 'Anti Haarverlust Shampoo'
  • Coffein - Klassiker, für Männer, alle: Alpecin 'Coffein-Shampoo'
  • Sanfte Reinigung: Schwarzkopf Professional 'Root Activating Shampoo'
  • Stärkend, feiner Duft: Rahua 'Enchanted Island Shampoo Vitality & Shine'
  • Empfindliche Haut: Kérastase 'Spécifique Bain Prévention'
  • Tipp - Gerät zur Rotlichttherapie: Currentbody 'LED Gerät gegen Haarausfall'

Im Folgenden werden einige dieser Shampoos genauer betrachtet:

Kérastase Shampoo "Genesis Bain Hydra-Fortifiant"

Das "Genesis Bain Hydra-Fortifiant"-Shampoo von Kérastase zählt zu den Star-Produkten, wenn dünner werdendes Haar wirksam behandelt bzw. diesem vorgebeugt werden soll. Mit Wirkstoffen wie Ingwer- und Edelweiß-Extrakte wird das Haar gegen Belastungen von außen gestärkt. Es wird resistenter gegen Haarverlust und Haarbruch.

Anwendung: Haarverlust, Haarbruch, tägliche Anwendung, auch präventiv

Wirkstoffe: Ingwer- und Edelweiß-Extrakte für dickeres Haar

Royal Fern 'Shampoo' von Dr. Timm Golueke

Von Dr. Timm Golueke kreiert, überzeugt das Royal Fern "Shampoo" des Münchner Dermatologen mit einem Wirkstoffkomplex aus: Keratin und Koffein - ein Booster-Duo für geschwächtes Haar - sowie außerdem Vitamin C, Vitamin E sowie dem Royal-Fern-Complex, der zudem vor Umweltbelastung schützt.

Anwendung: Für erblich bedingten Haarausfall, verbessert geschwächtes Haar

Wirkstoffe: Koffein dringt in Kurzzeit (120 Sek.) bis in die Haarfollikel ein, mit Vitaminen und Keratin

L'Oréal "Elseve Full Resist" Shampoo

Mit dem Inhaltsstoff Biotin im Zentrum, umgeben diesen Aminexil, Arginin und Koffein. Somit wird erreicht: Dass die Kopfhaut gestärkt wird und das Haar bis in die Haarlängen. Laut Studien von L'Oréal sorgt das Shampoo so für mehr Haargesundheit, mit zweimal weniger Haare auf der Bürste und bis zu 93 % weniger Haarbruch.

Anwendung: Tägliche Wäsche, klassische Shampoo-Nutzung, erblich bedingter Haarausfall

Wirkstoffe: Biotin, anregende Koffein, Aminexil gegen Haarausfall, Arginin

Logona Shampoo "Age Energy"

Eine müde Kopfhaut bietet keine gute Grundlage, um strapaziertes Haar zu regenerieren. Das Shampoo von Logona pflegt rundum. Mit einer sanften Aufbaustruktur aus Bio-Coffein, Gojibeeren- und Granatapfelextrakt sowie natürlichem Betain schenkt dem Haar Volumen und Elastizität - und tut nebenbei der Kopfhaut gut.

Anwendung: Dünner werdendes, reifes, coloriertes Haar, milde Reinigung

Wirkstoffe: Bio-Coffein, Gojibeeren-, Granatapfelextrakt und Aloe-vera-Saft

Plantur 39 "Phyto Coffein Shampoo"

Mit Coffein-Shampoos bei Haarverlust kennt sich Plantur 39 bestens aus - so teilt sich die Brand die Forschungsstätten mit dem legendären Alpecin Coffein Shampoo. Mit dem "Phyto Coffein Shampoo" gibt es ein Produkt für Frauen und der Herausforderung dem hormonell bedingten Haarausfall vorzubeugen. Hier stehen sogar zwei Varianten zur Auswahl: Eines speziell für coloriertes, strapaziertes sowie für feines, brüchiges Haar.

Anwendung: Der Phyto‐Coffein‐Complex aktiviert die Haarwurzeln schon beim Waschen

Wirkstoffe: Weißer Tee-Extrakt, Zink und Niacin

Elizabeta Zefi "Hair Growth Shampoo"

Zu den Pflegeprodukten von Elizabeta Zefi zählt das "Hair Growth Shampoo" - ihre gesamte Pflegeserie ist im Salon der Hairstylistin und Haarexpertin in München zu haben sowie praktischerweise auch digital, u.a. bei Douglas. Es reinigt mild, kräftigt das Haar, fördert den Haarwuchs und verringert den Haarausfall bei jeglicher Textur.

Anwendung: Bei hormonellen Haarausfall u.a., klassische Reinigung

Wirkstoffe: Follicusan, Aloe vera, Kieselerde, belebendes Minzöl

Lador "Dermatical Hair-Loss Shampoo For Dry Hair"

Trockene Haare bedürfen einer besonderen Pflege, gerade wenn sie zum Haarausfall neigen. Lador hat für diesen Fall ein Shampoo entwickelt, das auf diese Anforderungen eingeht. Mit 20 Arten von Aminosäuren, repariert die südkoreanische Brand dünnes, strapaziertes Haar. Lavendeöl und Panthenol verwöhnen die Sinne bzw. aufgeraute Texturen.

Anwendung: Trockene, normale bis fettige Haare, für die tägliche Pflege

Wirkstoffe: Aminosäuren, Panthenol, Pflanzenöle wie Lavendöl, patentierter Inhaltsstoff Six-Ingredient Rehmannia und Kräuterextrakte für Glanz

Vichy Dercos Shampoo "Vitalshampoo + Aminexil"

Vichy stellt mit Dercos "Aminexil Pro-Vital-Shampoo" ein Treatment zur Verfügung, welches Haarverlust insbesondere durch Haarbruch lindert. Heißt: Es ist für trockenes, sprödes und brüchiges Haar ideal und schenkt ihm neue Kraft. Und als tägliche Pflege auch als präventive Routine ideal. Die Textur ähnelt einem reichhaltigen, cremigen Schaum.

Anwendung: Auf nasses Haar, Kopfhaut auftragen. 1 Minute lang sanft einmassieren, ausspülen

Wirkung: Aminexil zur Behandlung von Haarverlust, Vichy Thermalwasser, Vitamine wie B-Vitamin, sorgt für eine bessere Verankerung der Haarwurzel

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Alepecin Shampoo Anti-Haarausfall

Die Coffein-Shampoos von Alpecin sollten Sie testen (Alpecin gehört wie Plantur 39 zur deutschen Expertenbrand Dr. Wolff Group), wen Sie kernige Düfte mögen. Das Alpecin-Shampoo mit Coffein und einem DMG-Wirkkomplex, für Männer gedacht, ist es für alle tauglich, reduziert erblich bedingten Haarausfall. Die patentierte Wirkstoffformel fördert die Mikrozirkulation und damit die Nährstoffversorgung der betroffenen Kopfhaut-Areale.

Anwendung: Für Männer konzipiert, ist es für alle verträglich, wirkt erblich bedingtem Haarverlust entgegen

Wirkstoffe: Coffein + DMG Wirkkomplex

Sebamed Shampoo 'Anti Haarverlust Shampoo'

Für all jene, die ihren Haarausfall reduzieren möchten, bietet das Sebamed-Shampoo eine gute Möglichkeit, mit Coffein und Ginkgo biloba hierbei aktiv zu werden. Für das gewünschte Ergebnisse sollte die Gesundheit der Kopfhaut gegeben bzw. keine Hautreizungen vorhanden sein, da die Wirkstoffformel deren Durchblutung für den Haarwuchs anregt.

Anwendung: Für tägliche Haarwäsche geeignet, 2 Minuten Einwirkungszeit

Wirkstoffe: NHE, Coffein, Gingko regen die Durchblutung der Kopfhaut und dadurch Haarwachstum an

Schwarzkopf Professional "Root Activating Shampoo"

Womit Schwarzkopf Professional BC Bonacures Kreation von sich reden macht? Durch viele Verzichte in einer schonenden Mixtur: pH-neutral, vegan, bietet es eine mit Guaraná und Biotin angereicherte Formulierung. Die Kopfhaut findet ihr Gleichgewicht, damit auch die Haargesundheit rundum.

Anwendung: schwaches und dünner werdendes Haar, tägliche Wäsche

Wirkung: Auf Superfood-Komplex-Basis mit Guaraná und Biotin, vegan

Rahua "Enchanted Island Shampoo - Vitality & Shine"

Rahua ist für seine fein duftenden Haarreinigungen bekannt. Wer sein Haar stärken möchte, sollte zum "Enchanted Island Shampoo" greifen. Es verleiht Lebendigkeit, Glanz und duftet nach dezent nach Kokosnuss und Guave, anlehnend an Wirkstoffe aus dem Regenwald und der Kulisse der Galapagos Inseln. Mit dem Kauf unterstützen Sie das dortige "Pink Flamingos Project".

Anwendung: Kräftigend, revitalisierend, für jedes Haar geeignet

Wirkstoffe: Biotin, Vitamine, Rahua- und Sacha Inchi-Öl

Kérastase Shampoo "Specifique Bain Prévention" - Anti-Haarausfall

Bei Kérastase findet sich mit dem Anti-Haarausfall Shampoo "Kérastase Spécifique Bain Prévention" ein Reinigungsprodukt, welche das Haarwachstum anregt, für feines und coloriertes Haar passend ist. Für eine schonende Wirkung verzichtet es auf Silikone, Paraffin, Parabene und ölige Inhaltsstoffe.

Anwendung: Regt Haarwachstum an, wirkt nicht krankheitsbedingtem Haarausfall entgegen

Wirkung: Anti-Pollution, für empfindliche Haut, feines, coloriertes Haar geeignet.

CurrentBody Skin "LED Gerät" gegen Haarausfall

Eine erhöhte Wachstumraste von 128% binnen 12 Wochen? Klingt verlockend, gerade wenn Sie hierfür das LED-Tool in Helmform für gerade mal 10 Minuten am Tag aufsetzen müssen. Mehr ist nicht zu tun. Wie es funktioniert: Durch die Strahlung eines roten Lichtspektrum (620-660 nm) werden Haut- und Haarfolikel erreicht, deren Energie gesteigert, die Kopfhaut durchblutet sowie gleichzeitig Entzündungen reduziert.

Anwendung: Regt Haarwachstum durch Rotlichttherapie an

Wirkung: Gesteigerte Haarwachstumsrate durch Aktivierung der Haarfolikel, Reduzierungen von Entzündungen

Allgemeine Tipps zur Schonung der Haarwurzeln

Schonen Sie im Alltag Ihre Haarwurzeln! Minimieren Sie die Anwendung intensiver Styling-Produkte, Sulfate, Parabene, Silikone und Hitze. Bürsten Sie Ihr Haar nicht im nassen Zustand - entwirren Sie Ihr Haar vor dem Waschen mit einem Kamm und verwenden Sie einen Conditioner bzw. Spülung, um beim Trocknen die Textur weicher zu machen. Behutsam mit dem Handtuch abtupfen. Verzichten Sie auf straff gebundene Frisuren. Schneiden Sie regelmäßig die Spitzen, um das ziehende Gewicht des Haares an der Haarwurzel zu verkleinern, es vor Haarbruch sowie Spliss zu schützen.

Anti-Haarausfall Shampoo richtig anwenden

Regelmäßige Anwendung ist entscheidend. Das Shampoo ins feuchte Haar einmassieren und ca. 2 Minuten einwirken lassen. Auf der Kopfhaut einmassieren und bis in die Haarlängen. Nur so kann der Wirkstoff Koffein in die Haarwurzeln transportiert werden und diese für ca. 24 Stunden stimulieren. Eine regelmäßige Anwendung des Shampoos über mehrere Monate bewirkt eine sichtbare Reduzierung des Haarverlustes. Das Haar anfeuchten. Shampoo in der Handinnenfläche verreiben, aufschäumen, und auf die Kopfhaut auftragen. Mit den Fingerspitzen für 2 Minuten sanft einmassieren. Mit viel Wasser gründlich ausspülen. Bei empfindlicher Kopfhaut oder bei Neurodermitis sollte mit der Anwendung einer kleinen Menge Shampoo alle 2 Tage begonnen werden. Sichtbare Ergebnisse stellen sich bei regelmäßiger Anwendung meist binnen einiger Monate ein.

Ernährung bei Haarausfall

Achten Sie bei Haarverlust auf eine ausgewogene Ernährung und speziell auf die Aufnahme von Lebensmitteln, die reich an Biotin, Eisen, Zink und Omega-3-Fettsäuren sind. Eine Ernährung mit Lachs, reichhaltigem Blattgemüse, Eiern, Süßkartoffeln, Nüssen und Samen liefert weitere Benefits. Achten Sie außerdem darauf, bewusste Ruhephasen einzuplanen - Stress zu reduzieren und genügend Schlaf zu erhalten, um die Regenerierung Ihres Organismus rundum zu unterstützen.

Die Rolle von Ginkgo Biloba

Ginkgo gilt in Asien seit jeher als Symbol für Hoffnung, langes Leben, Fruchtbarkeit, Lebenskraft und Unbesiegbarkeit. Dort wird Ginkgo biloba auch oft als Heilpflanze eingesetzt - unter anderem wird er zur Behandlung von Durchblutungsstörungen, Schwindel oder Tinnitus verwendet. Besonders wirksam soll er jedoch bei Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen sein.

Ginkgo, eigentlich Ginkgo biloba, ist ein aus China stammender Baum, dem verschiedene Heilwirkungen zugesprochen werden. In Ostasien ist er nicht nur als Heilmittel, sondern auch als Tempelpflanze von Bedeutung. In Asien, vor allem in China, wird der "Wunderbaum" schon seit langem zur Schönheitspflege und vor allem als Heilpflanze eingesetzt. Die Samen beziehungsweise Früchte, aber auch die Wurzeln, Blätter und Baumrinde werden als Medizin bei Asthma, Bronchitis, Kreislaufstörungen, Hautkrankheiten oder Urin-Inkontinenz angewendet. Darüber hinaus soll Ginkgo der Hautalterung vorbeugen und eine positive Wirkung auf die Psyche und das Gehirn haben, unter anderem bei Angstzuständen, aber auch bei Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen. Sogar zur Insektenabwehr soll er sich eignen.

Auch in Deutschland hat die Pflanze seit Jahren einen festen Platz als Heilmittel - etwa als Medikament gegen Durchblutungsstörungen oder bei Ohrgeräuschen (Tinnitus). Hierzulande wird Ginkgo biloba vor allem in Form von Extrakten aus getrockneten Ginkgoblättern (GBE) angeboten, die laut Arzneimittelbuch in mehrstufigen Verfahrensschritten gewonnen werden. Wirksam sind vor allem die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die Flavonoide und Terpenoide, die in dieser speziellen Form und Zusammensetzung als Ginkgolide und Bilobalide nur im Ginkgo zu finden sind.

Dass anstelle der Blätter bei uns Extrakte daraus zum Einsatz kommen, hat zwei Gründe:

  • Die wertvollen Inhaltsstoffe der Blätter sind nur schwer wasserlöslich und können deshalb vom Organismus nur unzureichend verwertet werden.
  • Außerdem kann der Verzehr der Blätter sogar schädlich sein, weil Ginkgo auch Substanzen enthält, die Allergien und andere gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können (Ginkgolsäuren).

Arzneimittel aus Ginkgo enthalten deshalb einen Extrakt, dem die erwünschten Inhaltsstoffe zugefügt und aus dem die unerwünschten Substanzen entfernt wurden.

Unterschieden werden muss dabei zwischen Arzneimitteln mit Ginkgo und Nahrungsergänzungsmitteln. Zugelassene Medikamente enthalten ausschließlich hochwertige Extrakte, die gemäß den Vorgaben hergestellt sind und deren Wirksamkeit für den jeweiligen Anwendungsfall wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Ginkgo soll verschiedene Wirkmechanismen haben, die jedoch noch nicht vollständig erforscht sind. Aus diesen Wirkmechanismen ergeben sich die verschiedene Verwendungen des Ginkgos. Das sind vor allem Krankheiten, die mit der Störung der Durchblutung und der Leistungsfähigkeit des Gehirns zusammenhängen und die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. So soll Ginkgo unter anderem:

  • die geistige Leistungsfähigkeit verbessern, die Konzentration steigern und bei Gedächtnisproblemen helfen
  • einer altersbedingten Demenz vorbeugen oder den bereits eingetretenen Prozess verbessern beziehungsweise verlangsamen
  • die Blutzufuhr in den Beinen verbessern und etwa bei der Schaufensterkrankheit (pAVK) schmerzfreieres Gehen ermöglichen
  • bei Tinnitus oder einem Hörsturz helfen
  • der Entstehung von Blutgerinnseln vorbeugen
  • bei Schwindel helfen
  • Migräne vorbeugen
  • kognitive Einschränkungen durch eine Multiple Sklerose positiv beeinflussen
  • prämenstruelle Beschwerden (PMS) bei Frauen lindern
  • der Höhenkrankheit vorbeugen
  • die Seheinschränkungen beim Glaukom (grüner Star) vermindern
  • Bluthochdruck senken

Auch wenn nicht alle diese Effekte wissenschaftlich belegt sind, gibt es in Deutschland zugelassene Arzneimittel mit Ginkgo-Extrakt zur Behandlung bestimmter Formen der Demenz oder Hirnleistungsstörungen, Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Durchblutungsstörungen sowie zur unterstützenden Behandlung von Tinnitus oder Schwindel.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Studien zur Wirksamkeit von Ginkgo durchgeführt. Diese konnten die gesunde Wirkung der Pflanze nicht immer bestätigen.

Eine Meta-Analyse mehrerer klinische Studien aus dem Jahr 2009 kam aufgrund mangelnder Belege zu dem Schluss, dass die bis dahin immer wieder nachgewiesenen positiven Effekte auf Demenz und Gedächtnisstörung in Zweifel zu ziehen seien. Dennoch gibt es auch neuere Bewertungen, die ein positiveres Bild zeichnen, wobei unter anderem die richtige Dosierung sowie die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe eine Rolle zu spielen scheinen.

So spricht die 2016 veröffentlichte Leitlinie "Demenzen" dem Spezialextrakt EGb 761® (Tebonin®) eine mögliche Wirkung zu. Bei bestimmten Formen der Demenz könne eine Behandlung mit einer Dosis von 240 Milligramm täglich deshalb erwogen werden, während eine Dosis von 120 Milligramm wohl nicht ausreicht. Ein vorbeugender Effekt in Bezug auf Demenzerkrankungen wird nicht als belegt erachtet.

Viele der anderen propagierten Wirkungen sind wissenschaftlich ebenfalls umstritten - etwa in Bezug auf Schwindel oder Tinnitus.

Ginkgo-Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich oder lassen sich im Internet kaufen. Bestimmte Produkte können jedoch auch auf Rezept verordnet werden.

Zur Anwendung kommen Fertigpräparate aus Ginkgo-Extrakt. Darreichungsformen sind unter anderem Tabletten, Kapseln, Dragees, Säfte und Tropfen. Hinsichtlich Wirkstoffkonzentration und -zusammensetzung können die Mittel sich unterscheiden. Auf der sicheren Seite ist man daher mit zugelassenen Arzneimitteln aus der Apotheke. Von der Verwendung von Ginkgo-Tees wird abgeraten, da die wirksamen Substanzen nicht in ausreichender Menge enthalten sind und die bedenklichen Ginkgolsäuren enthalten sein können.

Bezüglich der geeigneten Dosis empfiehlt es sich, ärztliche Rücksprache zu halten.

Wie lange dauert es, bis Ginkgo wirkt?

Ginkgo entfaltet seine Wirkung erst mit der Zeit.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Folgende Nebenwirkungen können in seltenen Fällen auftreten, vor allem bei einem zu hohen Anteil an Ginkgolsäuren:

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • allergische Hautreaktionen wie Jucken und Rötungen
  • Kopfschmerzen
  • Herz-Rhythmus-Störungen

Zu hohe Dosen an Ginkgolsäuren können nicht nur Allergien und Magenschleimhautentzündungen auslösen, sie gelten auch als möglicherweise zellschädigend und erbgutverändernd. In Arzneimitteln mit Ginkgo ist der Gehalt an diesen Säuren deshalb auf 5 ppm (parts per million, entspricht 1 Mikrogramm pro Gramm) beziehungsweise 0,6 bis 1,2 Mikrogramm Ginkgolsäure täglich beschränkt. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine vergleichbare Vorgabe, das Herstellungsverfahren ist nicht standardisiert.

Bereits länger bekannt ist das erhöhte Blutungsrisiko, vor allem wenn Ginkgo zusammen mit Blutverdünnern (wie niedrig dosierter Acetylsalicylsäure) oder NSAR (wie Ibuprofen oder Diclofenac) eingenommen wird. Zu kann es als Nebenwirkung beispielsweise zu Netzhautblutungen in den Augen kommen. Auch vor einer Operation oder für Menschen mit Krampfanfällen (Epilepsie) ist Ginkgo nicht geeignet.

Deshalb sollten Sie Ginkgo-Präparate nie ohne ärztliche Rücksprache einnehmen. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Anwendung abgeraten.

Kann ich von Ginkgo einen Schlaganfall bekommen?

Untersuchungen lieferten Hinweise darauf, dass durch die Einnahme von Ginkgo-Präparaten ein erhöhtes Risiko bestehen könnte, einen Schlaganfall oder eine seiner Vorstufen zu erleiden. Die Studienlage hierzu ist jedoch uneindeutig.

Ginkgo - oder eigentlich Ginkyo - besitzt fast so viele Namen wie Blattfarben: Silberaprikose, Mädchenhaarbaum, Tempelbaum, Entenfußbaum, Fächerbaum, Fächerblattbaum, Elefantenohrbaum, Vierzig-Taler-Baum und Großvater-Enkel-Baum sind nur einige davon.

Der riesige Ginkgobaum mit den fächerförmigen, gekerbten Blättern stammt aus Asien und gehört zu den ältesten Pflanzenarten überhaupt - seine Vorfahren weilten bereits vor 300 Millionen Jahren auf der Erde. Ginkgo biloba ist der letzte seiner Art - alle seine Verwandten der Pflanzenfamilie "Ginkgoaceae" sind bereits vor Jahrtausenden ausgestorben.

Ginkgos sind normalerweise zweihäusig-getrenntgeschlechtlich - zur Vermehrung müssen sich Blüten eines männlichen und eines weiblichen Exemplars zusammenfinden. Wegen des unangenehmen Geruchs ihrer Frucht im Herbst sind weibliche Bäume jedoch seltener zu finden.

tags: #ginkgo #biloba #haarausfall #studien

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen