Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit Nassrasierer getestet und dabei die Produktqualität verschiedener Modelle unter die Lupe genommen. Im Fokus standen dabei verschiedene Kategorien, darunter Rasieren, Hautschonung, Haltbarkeit der Klingen und Handhabung.
Das Fazit der Stiftung Warentest ist klar: Die Qualitätsunterschiede sind gering, die Preisunterschiede aber gross. Für eine Überraschung sorgen die Rasierhobel.
Im Test von 2024 gab es kaum Unterschiede zwischen den Modellen. Alle 20 Rasierer haben das Qualitätsurteil «gut» erhalten. Du kannst dir also kaufen, was dir am besten passt.
Es spielt auch keine Rolle, ob eine oder mehrere Klingen parallel zum Einsatz kommen. So hat im Test etwa der Vier-Klingen-Rasierer von Aldi besser abgeschnitten als die Version mit sechs Klingen.
Mehr Klingen bedeuten auch nicht unbedingt längere Haltbarkeit: Mit vier Klingen konnten die Tester im Schnitt zwölfmal das Gesicht gründlich rasieren, bei sechs Klingen waren es nur acht Durchgänge, bis die Klingen stumpf wurden. Maximal waren mit Systemrasierern fünfzehn Rasuren möglich, bei den Hobeln schwanken die Resultate von sieben bis elf Durchgängen.
Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt: Gillette Rasierer stehen für ein überragendes Rasurergebnis, überlegene Qualität sowie maximalen Komfort bei der Nassrasur.
Die Stiftung Warentest hat 16 Systemrasierer und vier klassische Rasierhobel unter die Lupe genommen - mit überraschendem Ergebnis.
Die Tester schauten darauf, wie gründlich sich die Haare entfernen lassen und ob die Haut dabei geschont wird. Auch wurde darauf geachtet, wie die Rasur in schwerer erreichbaren Stellen wie Kinn oder Hals funktioniert. Die Haltbarkeit der Klingen stand zusätzlich im Fokus.
Die Klingen des Fusion5 ProGlide, des Gillette SkinGuard Sensitive und des Gillette Fusion5 kommen alle aus Berlin, wo Gillette seit über 80 Jahren fest verwurzelt ist und die Klingen der Gillette Premium Rasierer im eigenen Werk produziert.
Im Folgenden werden die Ergebnisse der einzelnen Gillette Rasierer im Detail vorgestellt:
Testsieger ist der Gillette Fusion5 ProGlide mit der Bestnote GUT (1,7). Der Gillette Fusion5 ProGlide erhielt in der Kategorie“Haltbarkeit der Klingen“ mit Abstand die Bestnote SEHR GUT (1,3).
„Mit durchschnittlich 18 Rasuren am längsten lebte die Wechselklinge Gillette Fusion5 ProGlide. (...) Ein Jüngling mit weichem Flaum kann sie deutlich öfter nutzen“, so Stiftung Warentest. Seine optimal angeordneten fünf Klingen sorgen zudem für eine besonders gründliche Rasur, dafür gibt es das Qualitätsurteil GUT (1,8).
Der Fusion 5 schaffte es schlussendlich an die Spitze, weil er etwas hautschonender ist als die anderen Modelle und auch sonst überall sonst gute Noten erhielt.
Die Stiftung Warentest vergab die Bestnote GUT auch an den SkinGuard Sensitive (1,8). Starker Zweiter im Test ist der Gillette SkinGuard mit Bestnoten in den Kategorien „Hautschonung“ mit dem einzigen SEHR GUT (1,5), „Rasieren“ GUT (1,7), „Handhabung“ GUT (1,9) sowie „Reinigen“ SEHR GUT.
„Damit lässt der Rasierer sogar Nassrasierer mit mehr Klingen eindeutig hinter sich“, so Stiftung Warentest. Die innovative, patentierte SkinGuard Technologie liegt zwischen den zwei Klingen und dient als Schutzelement, das den Druck zwischen Klinge und Haut reduziert.
Die Stiftung Warentest vergab die Bestnote GUT auch an den MACH3 (1,9). Bestgetesteter 3-Klingen-Rasierer ist der Klassiker Gillette MACH3 mit der Gesamtbewertung GUT (1,9). Er punktet insbesondere in den Kategorien „Haltbarkeit der Klingen“ (2,0) und „Rasieren“ (1,9).
Den Gillette Mach3 gibt es schon lange, mittlerweile hat er ein Vierteljahrhundert überstanden und macht keine Anstalten, seinen Platz in den Verkaufsregalen zu räumen. Viel zu verbessern gibt es daran auch nicht, finden wir.
Rundum brillieren konnte der Mach3 bei der Nutzungsdauer der Klingen. Sie halten eine gefühlte Ewigkeit - bei allen Testpersonen deutlich länger als der Durchschnitt unter allen getesteten Systemrasierern, und sie haben selbigen ordentlich angehoben.
Pro Rasur ist der Mach3 der drittgünstigste Nassrasierer im Test.
Die Stiftung Warentest vergab die Bestnote GUT auch an den Gillette Fusion5 (2,0). Den klaren Vierfach-Sieg komplettiert der Gillette Fusion5 mit dem Qualitätsurteil GUT (2,0).
Die Modelle Fusion 5 und Labs von Gillette sowie die Modelle Sword Hydro 5 Skin Protection Advanced und Sword Hydro 5 Skin Protection Regular von Wilkinson lieferten sich ein Rennen um den Testsieg. Alle erreichten eine deutsche Schulnote 1,8.
Der Wilkinson Advanced schaffte am meisten Rasuren mit einer Klinge. Aber wie erwähnt, sind insgesamt die Unterschiede sehr gering.
Für den Vergleich hat die Stiftung Warentest auch eine Vollkostenrechnung erstellt: Was kostet tägliches Rasieren pro Jahr? Der Gillette Labs liegt hier mit 157 Euro an der Spitze. Der Testsieger Fusion 5 ist mit 114 Euro ebenfalls noch teuer. Die beiden Wilkinson-Modelle sind mit 81 Euro (Advanced) und 59 Euro (Regular) bereits deutlich günstiger.
Der Balea Men Precision5 Flex-Pro liegt mit der Note 1,9 ganz nahe an den besten vier Modellen, und die Kosten sind mit 45 Euro pro Jahr nochmals geringer.
In einem ähnlichen Preisbereich liegen auch viele andere Eigenmarken der deutschen Discounter, die wir aber nicht im Sortiment haben. Nur ein Modell von Aldi ist mit Kosten von knapp 20 Euro nochmals deutlich günstiger.
Vier traditionelle Rasierhobel haben die Tester parallel dazu ausprobiert. Auch sie erhielten alle das Qualitätsurteil «gut».
Zwei grosse Vorteile haben Rasierhobel: Die Klingen sind standardisiert, sodass du jeden Hobel mit Klingen aller Marken kombinieren kannst. Ausserdem sind die Klingen deutlich günstiger, wodurch sich die relativ teuren Hobel schnell amortisieren.
Wer sich beispielsweise mit den Klingen von Mühle täglich rasiert, zahlt nur knapp über 10 Euro pro Jahr - nochmals deutlich weniger als mit dem Aldi-Rasierer.
Die Stiftung Warentest kam in ihrem Test auf das gleiche Ergebnis. Dort führt die Bestenliste ein 5-Klingen-Rasierer an (Gillette Fusion5 Proglide), direkt darauf folgen ein 2-Klingen-Modell (Gillette SkinGuard) und anschließend ein Rasierer mit drei Schneiden (Gillette Mach3).
Gillette sehe sich als Marktführer in der Nassrasur, insbesondere durch seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Der Ansicht, dass gute Qualität zwangsläufig teuer sein müsse, widerspricht Aldi Süd.
„Aldi Süd steht seit jeher für gute Qualität zum besten Preis. Das belegen unabhängige Tests wie die der Stiftung Warentest oder von Öko-test immer wieder. Doch auffällig ist: Trotz der hohen Preise der Gillette-Modelle halten deren Klingen nicht länger. Viele günstigere Eigenmarken erwiesen sich in der Kategorie „Haltbarkeit der Klingen“ als gleichwertig.
Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken.
Um herauszufinden, wie lange, haben wir viel Zeit investiert - insgesamt rund zwei Jahre. Mehrere Testpersonen haben die 12 Nassrasierer im Alltag benutzt, bis die Klingen streikten. Neben dem Kostenfaktor haben wir auch die Handhabung, die Gründlichkeit und eventuelle Hautreizungen in unsere Bewertung einbezogen.
Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen.
Nassrasierer kosten zwar bei der Anschaffung nicht viel, die Klingen gehen jedoch stark ins Geld - und man muss sie oft wechseln.
Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet.
Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen.
Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Es gibt auch Ausnahmen, die mit zwei, vier oder gar sechs Klingen aufwarten, diese sind aber eher selten - in unserem Test ist der Wilkinson Quattro das einzige Modell mit einer geraden Anzahl Schneiden.
Unter den von uns getesteten Systemrasierern gab es keine merklichen Unterschiede zwischen Modellen mit drei und mit fünf Klingen - weder bei der Gründlichkeit, noch bei der Hautirritation oder der Lebensdauer schnitten die 5-Klingen-Rasierer besser ab.
Unser Testsieger ist ein 3-Klingen-Rasierer und erledigte seine Aufgabe dennoch besser als seine Konkurrenten mit mehr Schneiden.
Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.
Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt.
Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.
Die Klingenaufnahme ist ein Dorn in der Mitte, der in eine Öffnung gesteckt wird - ein bewährtes Prinzip. Eine Taste löst die Arretierung. Der Klingenwechsel geht damit leicht von der Hand und benötigt nicht mehrere Anläufe, wie wir es leider bei einigen Konkurrenten erlebt haben.
Die Klinge ist angenehm schmal, was das Rasieren an feinen und unebenen Stellen wie dem Philtrum, dem Adamsapfel und nahe der Mundwinkel erleichtert.
Die Klinge ist flexibel neigbar und hat einen angenehmen Widerstand - sie klappert nicht und wackelt nicht bei jeder Bewegung herum, man muss aber auch nicht stark aufdrücken, was Hautreizungen begünstigen und das Verletzungsrisiko durch Schnitte erhöhen würde.
Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirkt der Gillette Mach3 regelrecht grazil. Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt.
Den Gillette Mach3 als Testsieger auszuzeichnen war keine schwere Entscheidung. Das Gesamtpaket stimmt, gleichzeitig hat der Rasierer keine eklatanten Nachteile, sofern man nicht unbedingt eine Trimmerklinge benötigt.
Der Wilkinson Sword Hydro 5 schlug sich in unserem Test fast genauso gut wie unser Favorit - welchen man bevorzugt ist zu einem großen Teil eine Geschmacksfrage. Preislich liegen beide nah beieinander.
Der Griff ist ein gutes Stück länger und breiter, außerdem ist er ergonomischer geformt. Es ist somit schlicht mehr zum Anfassen da - mit großen Pranken lässt er sich besser greifen. Er ist auch stärker gummiert - das spürt man und man sieht es auch.
Die Klinge ist flexibel, sie kann auf einer Achse geneigt werden. Ihr Widerstand ist gering - etwas zu gering für unseren Geschmack. Es bleibt aber im Rahmen. Beim Rasieren ist alles in Ordnung, schüttelt man den Rasierer, hört man sie aber ganz leise klappern.
Die Klinge ist sehr viel breiter als die des Mach3, was für präzises Rasieren kleiner Stellen ein Nachteil ist und daran liegt, dass der Hydro 5 zum einen fünf statt nur drei Klingen hat und zum anderen der Kunststoffrahmen über- und unterhalb der Klinge recht großzügig dimensioniert ist.
Auf eine separate Trimmerklinge muss man hingegen verzichten - zwar spricht der Hersteller bei dem Feature von einer Konturenklinge, gemeint ist aber der Klappmechanismus.
Wir erwischten uns dennoch immer wieder beim Überprüfen, ob die Klinge tatsächlich sitzt oder gleich wieder abfällt. Beim Mach3 ist das hingegen immer eindeutig, die Frage stellt sich dort nicht.
Nur eine Testperson berichtete über ein gelegentliches Auftreten leichter Hautirritation, die anderen hatten keinerlei Probleme.
Schlechter ist es um den Gleitstreifen bestellt: Er trägt viel zu stark auf und »schleimt« regelrecht - nach der Rasur muss man den Schlick richtig von der Haut waschen.
Wer auf eine sehr gründliche und reizarme Rasur Wert legt, aber auf keinen Fall auf die Trimmerklinge verzichten möchte, bekommt beides vom Gillette Fusion5. Ein Klingentausch ist auch diesem Rasierer nur sehr selten nötig, denn die Schneiden sind wie bei unserem Favoriten extrem ausdauernd.
Die teuren Klingen sind der Hauptgrund, warum der Gillette Fusion5 für uns nicht als Testsieger in Frage kam, denn für sich genommen ist der Rasierer super. Auszusetzen haben wir daran überhaupt nichts.
Zum einen ist der Griff größer und ergonomischer geformt, sodass er noch etwas besser in der Hand liegt. Er besteht aus stabilem Metall, das oben und unten mit feinen Gummilamellen bestückt ist, die einen hervorragenden Halt gewährleisten.
Auch die Gewichtsverteilung ist exzellent, der Schwerpunkt des Nassrasierers mit Klinge liegt ziemlich genau in der Mitte.
Die Klinge ist auf einer Achse flexibel und hat genau den richtigen Widerstand - nicht zu viel und nicht zu wenig, hier hat Gillette den Sweetspot getroffen.
Der Gleitstreifen gehört zu den besten im Test. Man bemerkt ihn - aber positiv. Er macht die Rasur spürbar angenehmer, trägt nicht zu viel auf und bleibt ziemlich lange bestehen, bevor er aufgebraucht ist, was besonders in Hinsicht auf die lange Nutzungsdauer der Klingen eine äußerst respektable Leistung ist.
Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet.
Die Oberseite ist mit Metall bedeckt, was dem Cien einen etwas edleren Anstrich verleiht als die Discounter-Konkurrenten bieten, aber nicht ganz die Klasse eines Gillette Mach3 erreicht.
Unten ist der Dynamic 5 Pro dezent gummiert und mit Rillen versehen, um Rutschen zu verhindern.
Die Klingenaufnahme besteht aus einem breiten Metalldorn, gewechselt wird der gesamte Klingenkopf. Das ähnelt einigen Konkurrenten, unter anderem dem Balea Men Revolution 5.1 und dem Harry’s Truman, deren Fassungen allerdings aus Kunststoff bestehen.
Die Klinge selbst ist relativ breit - nur minimal weniger als die des Wilkinson Hydro 5 - und somit nicht allzu gut für Feinheiten geeignet.
Die Gründlichkeit erreicht nicht ganz die unserer anderen Empfehlungen, ist aber überdurchschnittlich hoch. Auch Hautreizungen traten im Test nicht auf.
Allerdings sind die Ersatzklingen günstig, wodurch der Preis pro Rasur dennoch niedrig ist und im Testfeld lediglich vom Aveo Men 3-Klingen-Rasiere...
| Rasierer | Gesamtbewertung | Haltbarkeit der Klingen | Preis pro Jahr (ca.) |
|---|---|---|---|
| Gillette Fusion5 ProGlide | Gut (1,7) | Sehr Gut (1,3) | 114 Euro |
| Gillette SkinGuard Sensitive | Gut (1,8) | - | - |
| Gillette MACH3 | Gut (1,9) | Gut (2,0) | - |
| Gillette Fusion5 | Gut (2,0) | - | - |
| Aldi Lacura Men 4-Klingen-Rasierer | Gut (1,9) | - | 20 Euro |
| Rasierhobel (Mühle) | Gut | - | 10 Euro |
tags: #gillette #rasierer #stiftung #warentest
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