Rissige und spröde Lippen sind ein unangenehmes Problem, das besonders im Winter auftritt. Kalte Temperaturen und trockene Heizungsluft entziehen den Lippen Feuchtigkeit. Da in unseren Lippen viele Nervenenden sitzen, sind sie sehr empfindlich. Rissige Lippen spannen, brennen und können sogar aufplatzen.
Ursachen für spröde Lippen
Trockene Lippen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Um sie richtig zu behandeln, ist es wichtig zu wissen, worin die Ursache liegt.
- Geringe Flüssigkeitszufuhr: Eine der häufigsten Ursachen für trockene Lippen ist eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr. Trockene Lippen können ein Zeichen für Dehydration sein, was darauf hindeutet, dass der Körper nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt ist. Unser Körper benötigt zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Wird zu wenig Wasser aufgenommen oder geht, zum Beispiel durch übermäßiges Schwitzen, zu viel verloren, trocknet die Haut - auch die der Lippen - zunehmend aus.
- Wetterbedingungen: Extreme Wetterbedingungen wie Kälte, Wind oder trockene Luft trocknen die Lippen stark aus. Im Winter kommt zusätzlich die Kälte hinzu, die die Austrocknung verstärkt. Die Haut an den Lippen hat wenig Talgdrüsen und reagiert deswegen sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Zu den häufigsten Ursachen für trockene Lippen zählen daher Wind und Heizungsluft. Sie entziehen der Lippenhaut Feuchtigkeit und machen sie spröde.
- Häufiges Lippenlecken: Das Lecken der Lippen gewöhnen sich Menschen mit trockenen Lippen häufig unbewusst an, um die Lippen zu befeuchten. Das Benetzen der Lippen mit Speichel hilft nur bedingt, denn die Verdunstung entzieht den Lippen kurz darauf noch mehr Feuchtigkeit. Trockene und spröde Lippen sind die Folge. Viele Menschen versuchen, trockene Lippen mit der Zunge zu befeuchten - doch das kann das Problem noch verstärken. Der Speichel verdunstet rasch, entzieht der Haut Feuchtigkeit und enthält zudem Enzyme, die die Lippenhaut reizen. So entstehen spröde, rissige Lippen, die oft brennen.
- Ungeeignete Pflegeprodukte: Die Verwendung von Lippenpflegeprodukten mit irritierenden Inhaltsstoffen kann ebenfalls zu trockenen Lippen führen. Viele Lippenpflegeprodukte verwenden Mineralöle. Diese stehen durchaus im Verdacht unserer Gesundheit zu schaden. Daher sind Pflegeprodukte, die ohne Mineralöle auskommen anzuraten.
- Ernährung: Sind die Lippen anhaltend zu trocken und spröde, kann das auch ein Warnsignal für einen Nährstoffmangel sein. Besonders eine Unterversorgung mit Eisen, Zink oder den Vitaminen B2 und B12 kann eine Rolle spielen. Oft sind die Lippen dann nicht nur zu trocken, sondern auch rissig und entzündet.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente sorgen als Nebenwirkung für trockene Lippen und Mundtrockenheit. Beispiele sind entwässernde Präparate (Diuretika), Retinoide wie Isotretinoin gegen Akne oder Chemotherapien. Auch einige Antidepressiva können die Schleimhäute austrocknen.
- Stress: In Phasen, die von Stress oder anderen psychischen Belastungen geprägt sind, fährt der Körper nicht lebensnotwendige Prozesse herunter, um wichtige Energiereserven zu sparen. Dazu gehört unter anderem, dass weniger Verdauungssäfte produziert werden - auch weniger Speichel. Der Mund und die Lippen werden dadurch nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt und können austrocknen.
- Weitere Ursachen:
- Periorale Dermatitis: Diese Hauterkrankung kann auch die Haut um den Mund herum betreffen. Auslöser sind oft die Verwendung von bestimmten Hautpflegeprodukten oder Steroidcremes.
- Allergien: Allergische Reaktionen auf Lebensmittel, Lippenpflegeprodukte oder Zahnpasta können ebenfalls zu trockenen Mundwinkeln und entzündeten Lippen führen.
- Hauterkrankungen: Auch Ekzeme oder Psoriasis können zu trockenen und entzündeten Lippen führen.
Was hilft gegen trockene Lippen?
Meist sind trockene Lippen harmlos und leicht behandelbar. Wenn du die Ursachen für deine trockenen Lippen und Mundwinkel kennst, kannst du zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Eine gute Lippenpflege mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen und regelmäßigen Lippen-Peelings sind entscheidend, um die Lippen zart und geschmeidig zu halten.
Um die Lippen zu befeuchten, sind Pflegeprodukte mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Hyaluron, Aloe Vera und Sheabutter ideal. Eine gute Lippenpflege mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen und regelmäßigen Lippen-Peelings sind entscheidend, um die Lippen zart und geschmeidig zu halten.
Hier sind einige Tipps, was gegen trockene Lippen hilft:
- Feuchtigkeitsspendende Lippenpflege: Unsere Lippen hin und wieder mit einer Pflege zu versorgen ist im Grunde unproblematisch und verhindert, dass sie trocken werden, reißen oder sogar aufplatzen. Gerade bei vorhandenen Schäden an der empfindlichen Lippenhaut sollte man auf Konservierungsstoffe, Parfüm und Aromen verzichten.
- Sanfte Reinigung: Während der Gesichtsreinigung solltest du auch deine Lippen regelmäßig reinigen.
- Regelmäßiges Peeling: Ein sanftes Lippenpeeling einmal pro Woche entfernt abgestorbene Hautschüppchen und macht die Lippen wieder glatt und geschmeidig.
- Ausreichend trinken: Über den Tag verteilt ausreichend viel zu trinken ist die erste Maßnahme, um trockener Haut und trockenen Lippen vorzubeugen.
- Hausmittel:
- Olivenöl: Bedecken Sie Ihre Lippen mit ein wenig Olivenöl - durch seine rückfettende Wirkung soll es spröde Lippen wieder samtweich machen, ähnlich wie ein kosmetischer Fettstift.
- Honig: Cremen Sie Ihre Lippen über Nacht mit Honig ein - seine antiseptische und antibakterielle Wirkung lindert kleinere Entzündungen. Noch besser geeignet ist Manuka-Honig.
- Lippenpeeling mit Öl und Zucker: Verwenden Sie ein wenig Öl und Zucker, um daraus ein Peeling für die Lippen herzustellen.
Wichtig: Auch ein permanentes Anfeuchten der Lippen mit der Zunge führt zu verstärkter Trockenheit. Eine ausgewogene Ernährung, die uns mit allen wichtigen Mikronährstoffen versorgt, damit unsere Körperprozesse geordnet ablaufen können, ist immens wichtig.
Schuppen auf den Lippen
Schuppen entstehen durch die anormale Vermehrung eines Mikroorganismus aus der Familie der Malassezia, einer Hefe. Dieses Phänomen führt dazu, dass sich die Hautzellen in der Epidermis viel zu schnell erneuern. Sie erscheinen in 'Klumpen' auf der Kopfhaut und bilden große Schuppen oder Flecken, die abfallen oder klebrig werden.
Es gibt zwei Arten:
- Trockene Schuppen: Trockene, weißliche Flecken, die von einer darunter liegenden Rötung begleitet werden, sind Merkmale der Psoriasis.
- Fettige Schuppen: Dicke, fettige und gelbliche Schuppen bleiben an der Kopfhaut haften und gehen meist mit Juckreiz einher. Es handelt sich um eine leichte Form der seborrhoischen Dermatitis.
Die wahre Ursache trockener Lippen und welche Ernährung hilft *Ernährungstipps (Dos und Don'ts)
Lippenentzündung (Cheilitis)
Unsere Lippen sind von Natur aus empfindlich. Es kann jedoch vorkommen, dass die zarte Haut entzündet scheint. Dabei kann es sich um Cheilitis handeln. Cheilitis ist der Fachbegriff für eine Lippenentzündung. Diese kann akut oder chronisch sein und eine oder beide Lippen betreffen.
Es gibt verschiedene Formen der Cheilitis:
- Cheilitis simplex: Sie wird auch ekzematöse Cheilitis genannt, da sie meist einen allergiebedingten Hintergrund hat. Sie tritt vor allem bei Menschen mit atopischen Ekzemen auf.
- Cheilitis angularis: Betrifft nicht die Lippen direkt, sondern die Mundwinkel. Die möglichen Ursachen sind vielfältig. Sie reichen von einem häufigen Lecken der Lippen, über Allergien und Mangelerscheinungen, bis hin zu Infektionen.
- Cheilitis actinica: Wird durch übermäßige UV-Strahlung verursacht und zeigt sich meist auf der Unterlippe.
Die Behandlung der Lippenentzündung richtet sich vor allem danach, welche Form der Cheilitis vorliegt. Ist die Cheilitis beispielsweise allergiebedingt, sollte der Auslöser bestmöglich vermieden werden. Bei einer Infektion als Ursache muss diese gezielt behandelt werden. Häufig kommen auch medizinische Salben und Cremes zum Einsatz. Um die Behandlung aktiv zu unterstützen, vermeide es, dir auf die Lippe zu beißen. Zudem kann sich eine gute Mundhygiene positiv auf den Verlauf der Cheilitis auswirken.
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