Einwegrasierer im Test: Welcher ist der Beste für Ihre Bedürfnisse?

Um Nassrasierer tobt ein Konkurrenzkampf. Hier finden Sie die derzeit besten Nassrasierer. Die Liste zeigt von Käuferinnen und Käufern gut bewertete Produkte. Auch Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps aus Magazinen sind dabei. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.

Mach3, Fusion5, Hydro Silk Bikini: Bizarre Namensschlacht um die beste NassrasurWas bei den Nassrasierern in die Werbeschlacht geworfen wird, ist schon erstaunlich: Einwegrasierer, Systemrasierer, klassische Rasierhobel - und all das auch noch in unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen.

Scheinbar immer neue Technologien kommen auf den Markt, manche gefeiert als ganz großer Wurf, als Revolution im Gefecht um die beste Nassrasur. Wie soll man da durchblicken? Dabei gibt es bei einem Nassrasierer kaum Potenzial für historische Durchbrüche: Rasierer mit drei, fünf oder sieben Klingen oder solche mit Stoßdämpfung und Wärmestreifen - viel mehr an Innovationen lässt sich dem Produkt Nassrasierer gar nicht abgewinnen.

Wohl deshalb motzen die Hersteller ihre Rasierer mit klangvollen Namen auf: Mach3, Fusion5 ProShield oder Hydro Silk Bikini heißen beispielsweise Systemrasierer, die etwa Gilette oder Wilkinson Sword auf den Markt werfen.

Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken. Mit welcher Rasurvariante man sich am Ende am wohlsten fühlt, ist eine äußerst individuelle Sache.

Wenn der Bart im Jugendalter zu sprießen beginnt, wählen die meisten männlichen Zeitgenossen die Nassrasur. Das hat vor allem finanzielle Gründe, denn ein guter Elektrorasierer ist eine kostspielige Anschaffung, während man Systemrasierer schon für ein paar Euro bekommen kann - die Ausgaben wachsen erst im Lauf der Zeit aufgrund der Ersatzklingen. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten.

Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen. Dadurch wird die Haut nicht ganz so glatt und der Bartschatten wird früher wieder sichtbar. Auch die Kosten sind ein wichtiger Faktor. Nassrasierer kosten zwar bei der Anschaffung nicht viel, die Klingen gehen jedoch stark ins Geld - und man muss sie oft wechseln. Auch für Männer mit unebener Gesichtshaut geht nichts über die Elektrorasur. Sich mit einem Rasierapparat zu schneiden, ist nahezu unmöglich.

An den offenen Schneiden von Nassrasierern kann man sich hingegen relativ leicht verletzen, und das Risiko wird durch den Rasierschaum noch gesteigert. Darüber hinaus ist Nassrasieren zeitaufwendiger als die Trockenrasur.

Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet. Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen. Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht. Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar.

System- oder Einwegrasierer: Was ist besser?

Die Rasur als Erlebnis - Vor allem Systemrasierer sind beliebtDass vor allem Systemrasierer so beliebt sind, hat andere Gründe als die Qualität der Rasur. Die liegen vor allem im gezielten Marketing. Denn bei gleichbleibender Technik werben Nassrasierer mit immer attraktiveren Details. So wurde zum Beispiel die Klingenanzahl von zwei Stück auf nunmehr fünf bis sieben Stück erhöht. Die Hersteller sprechen von einer noch dichteren Lagerung der einzelnen Klingenblätter und einer noch gründlicheren Rasur, vom Vermeiden mehrfacher Nachrasuren und vom Schutz vor Entzündungen. Auf ihren Webseiten preisen die Anbieter ihre Klingen-Techniken als bahnbrechend und die Rasur als „klügste“, individuelle oder gar als „Erlebnis“.

Immer häufiger wird Rücksicht auf die sensible Haut genommen - bei Produkten für Frauen wie für Männer. Dabei helfen sollen beispielsweise stoßdämpfende Technologien (z. B. „Hydro Sense“ bei Wilkinson oder SkinGuard bei Gilette) oder Schutzkissen an den Enden des Rasierkopfs (z. B. „Shilette Ladyshave Venus Divine“). Eine Besonderheit ist der Heated Razor von Gilette. Er verfügt über ein kleines Metallplättchen, das sich beim Rasieren erhitzt und dem Anwender das Gefühl eines warmen Handtuchs vermitteln soll. Doch all dies hat viel mit Wohlfühlwerten zu tun. Für die Frage nach der besten Rasur sind solch krönende Maßnahmen unerheblich. Das angenehmere Gefühl bei der Rasur sei aber teuer erkauft, notiert Guter Rat und verweist auf herkömmliche 5-Klingen-Rasierer, die ihre Sache nicht schlechter machen.

Auch beim Systemrasierer müssen Sie den Klingenblock wechselnDem reinen Komfort dienen auch Feuchtigkeitsstreifen, die Sie anfangs unten und bei neueren Nassrasierern nun auch oben an den Klingen anbringen können. Vorgelagerte Gummilamellen sollen zudem die Haare vor den Klingen aufrichten und so das Nachrasieren überflüssig machen. Viele der Klingen sind federnd gelagert, wodurch die Gefahr, sich zu schneiden, auf ein Minimum reduziert werden soll. Einige sind speziell gehärtet, um ausdauernder zu rasieren. Doch um gute Rasurergebnisse zu erzielen, wird all das nicht gebraucht; der Komfort ist der eigentliche Vorteil. Auch auf Hautstraffen oder bestimmte Rasierwinkel - wie bei einem Rasierhobel - ist ein Systemrasierer nicht angewiesen und er benötigt auch keinen Rasierdruck. All das passt vielmehr in eine Zeit, da Konzernriesen die Einzigartigkeit ihrer Nassrasierer suggerieren und die Kunden das auch noch glauben. Auch dass Rasierköpfe hinter Gittern (aus „Sicherheitsgründen“) nicht die Qualität der Klingen erhöhen, liegt auf der Hand. Daher sollten Sie auch die ausgefeiltesten Klingenblöcke von Systemrasierern nur acht bis maximal zwölfmal verwenden. Anschließend sollten Sie sie gegen neue austauschen.

Für den Unterhalt von Einwegrasierern zahlen Sie wenigerDies wiederum führt zu einem der Hauptvorteile von Einwegrasierern und Rasurhobeln der ersten Generation: Beide kommen im Unterhalt günstiger. Denn bei den Rasurhobeln müssen Sie nur zwei einfache Rasierblätter austauschen, bei den Wegwerfrasierern wird kurzerhand das ganze Gerät nach der Rasur entsorgt. Zum Vergleich: Der Fünferpack günstiger Balea-Einwegrasierer kostet um die 65 Cent, während Sie in einem Systemrasierer der unteren Preisklassen das Zehnfache davon unterbringen können - eine Wechselklinge dagegen bekommen Sie für rund 2 Euro. Der Preisvorteil gilt aber nicht in jedem Fall: Mit rund 2 Euro pro Stück kann ein guter Einwegrasierer so viel wie eine Ersatzklinge für einen guten Systemrasierer kosten. Wer noch den zusätzlichen Müll bedenkt, den Nutzer von Wegwerfrasierern in die Tonne werfen, landet schnell beim Systemrasierer. Ein Tipp von Stiftung Warentest sei noch nachgereicht: Wenn Sie auf den Preis schauen müssen, sollten Sie größere Packungen an Ersatzklingen kaufen. Deren Stückpreis ist oft geringer.

Testergebnisse und Vergleiche

Vom „Raspelrudi“ und „Stoppelbruder“: Was sollte der beste Nassrasierer laut Stiftung Warentest können?Mehr Klingen bedeuten nicht unbedingt ein besseres Ergebnis, schreibt die Stiftung Warentest im großen Nassrasierer-Vergleich und führt mit dem Isana Pace 6 Lady von Rossmann den Beweis. Das 6-Klingen-Modell schneidet im Test schlechter ab als der 3-Klingen-Rasierer und Testsieger Gilette Venus Embrace. Liegt die Klingen-Anzahl unter drei, werde es aber schwierig, wie der Warentest offenlegt. Denn die meisten Modelle mit nur zwei Klingen verlieren sich im Urteil Rasieren und Hautschonung, einige auch bei der Handhabung im Mittelmaß. Beispiele sind die nur „befriedigenden“ Gilette Simply Venus 2, Wilkinson Sword Extra 2 Beauty oder der dm / Balea Einwegrasierer. Hinterlassen sie Schürfstellen an Schienbeinen oder Hautirritationen, verlieren sogar die guten Marken ob ihrer Schwächen im Urteil Hautschonung.

Als „Stoppelbruder“ oder „Raspelrudi“ getaufte Versager rückten die Tester ausgerechnet den „Damenbeschützer“ Sword Lady Protector von Wilkinson ganz ans hintere Ende des Testfelds.

Manche Frauen könnten es beschwören: Nassrasierer für Männer sezieren Haare - jedenfalls unter versierter Hand - nicht nur schneller, sondern auch gründlicher und mit besseren, weil länger haltenden Resultaten. Dieser Frage hat sich auch die Stiftung Warentest gestellt - und kommt in ihrem Test zu folgendem Ergebnis: Zumindest die „sehr guten“ Damen-Nassrasierer von Gilette (z. B. Testsieger Venus Embrace oder Venus Pro Skin Sensitive) und die beiden Wilkinson-Modelle Sword Quattro For Women und Sword Quattro For Women Bikini Sensitive rasieren so gut wie das Männer-Referenzmodell Gilette Mach3. Ganz und gar für die weibliche Anatomie ausgelegt, belohnen reine Damen-Modelle die Nutzerinnen aber mit mehr Komfort: Dank abgerundeter Schwingköpfe und ergonomisch geformter Griffe kommt man besser an schwer erreichbare Stellen.

Herren-Nassrasierer sind im Vergleich kantiger, was sie nicht unhandlicher macht, aber diffiziler zu führen, wenn es an Achselhöhlen, Knöchel oder Bikinizonen geht. Probandinnen, die man zum Warentest eingeladen hatte, fanden zudem das Hautgefühl nach der Rasur angenehmer als mit einem Männer-Rasierer, war in einer Ausgabe der Zeitschrift „test“ zu lesen.

Worauf achtet die Fachpresse beim Vergleich von Nassrasierern?Ein Nassrasierer sollte sanft und gründlich rasieren, dabei gut in der Hand liegen und einen flexiblen Kopf besitzen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen preiswerten Einwegrasierern (die allerdings schneller abstumpfen) und Systemrasierern mit Wechselklingen.

Wir können das jedoch nicht bestätigen. Unter den von uns getesteten Systemrasierern gab es keine merklichen Unterschiede zwischen Modellen mit drei und mit fünf Klingen - weder bei der Gründlichkeit, noch bei der Hautirritation oder der Lebensdauer schnitten die 5-Klingen-Rasierer besser ab. Unser Testsieger ist ein 3-Klingen-Rasierer und erledigte seine Aufgabe dennoch besser als seine Konkurrenten mit mehr Schneiden. Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.

Die Stiftung Warentest kam in ihrem Test auf das gleiche Ergebnis. Dort führt die Bestenliste ein 5-Klingen-Rasierer an (Gillette Fusion5 Proglide), direkt darauf folgen ein 2-Klingen-Modell (Gillette SkinGuard) und anschließend ein Rasierer mit drei Schneiden (Gillette Mach3).

Beste Einwegrasierer 2022

Gillette Mach3: Ein Klassiker im Test

Er schneidet und schneidet und schneidet … Der Mach3 ist ein bewährter Klassiker. Den Gillette Mach3 gibt es schon lange, mittlerweile hat er ein Vierteljahrhundert überstanden und macht keine Anstalten, seinen Platz in den Verkaufsregalen zu räumen. Viel zu verbessern gibt es daran auch nicht, finden wir.

Gillettes Dauerläufer hat nicht nur im Handel einen langen Atem, sondern auch im Badezimmer - die Klingen hielten von allen in unserem Test am längsten. Im Vergleich zu den anderen Testkandidaten wirkt der Gillette Mach3 regelrecht grazil. Der Griff ist kürzer als die der anderen Rasierer im Testfeld, sehr schmal, gerade und erst nahe der Klingenaufnahme abgewinkelt. Die Oberfläche besteht aus Metall und wird von gummierten Stellen durchbrochen, unten ist der Griff fast vollständig mit Gummi bezogen. Dadurch lässt er sich auch mit nassen Händen und Rasierschaum an den Fingern rutschfest und sicher halten. Er wirkt zudem recht hochwertig.

Die Klingenaufnahme ist ein Dorn in der Mitte, der in eine Öffnung gesteckt wird - ein bewährtes Prinzip. Eine Taste löst die Arretierung. Der Klingenwechsel geht damit leicht von der Hand und benötigt nicht mehrere Anläufe, wie wir es leider bei einigen Konkurrenten erlebt haben. Eine Systemklinge hat drei Schneiden, wie der Name Mach3 bereits andeutet. Die Klinge ist angenehm schmal, was das Rasieren an feinen und unebenen Stellen wie dem Philtrum, dem Adamsapfel und nahe der Mundwinkel erleichtert. Die Klinge ist flexibel neigbar und hat einen angenehmen Widerstand - sie klappert nicht und wackelt nicht bei jeder Bewegung herum, man muss aber auch nicht stark aufdrücken, was Hautreizungen begünstigen und das Verletzungsrisiko durch Schnitte erhöhen würde. Der Mach3 liegt in der goldenen Mitte.

Rundum brillieren konnte der Mach3 bei der Nutzungsdauer der Klingen. Sie halten eine gefühlte Ewigkeit - bei allen Testpersonen deutlich länger als der Durchschnitt unter allen getesteten Systemrasierern, und sie haben selbigen ordentlich angehoben. Das ist für sich toll, noch schöner ist es aber in dem Wissen, dass Ersatzklingen für den Mach3 zwar nicht zu den allergünstigsten gehören, gegenüber vergleichbar ausdauernden Klingen (namentlich die des Gillette Fusion5 und des Wilkinson Hydro 5) aber für einen deutlich geringeren Betrag den Besitzer wechseln. Pro Rasur ist der Mach3 der drittgünstigste Nassrasierer im Test.

Den Gillette Mach3 als Testsieger auszuzeichnen war keine schwere Entscheidung. Das Gesamtpaket stimmt, gleichzeitig hat der Rasierer keine eklatanten Nachteile, sofern man nicht unbedingt eine Trimmerklinge benötigt. Die Stiftung Warentest (8/2020) hat unseren Favoriten mit der Gesamtnote 1,9 (»gut«) bewertet.

Wilkinson Sword Hydro 5 als Alternative

Der Herausforderer rasiert ebenfalls einwandfrei und ist etwas größer und ergonomischer geformt als der Testsieger. Der Wilkinson Sword Hydro 5 schlug sich in unserem Test fast genauso gut wie unser Favorit - welchen man bevorzugt ist zu einem großen Teil eine Geschmacksfrage. Preislich liegen beide nah beieinander. Wer Gillette aus irgendeinem Grund nicht mag, dem silbern glänzenden Metall-Look nichts abgewinnen kann oder sich an der kompakten Bauweise des Mach3 stört, bekommt mit dem Wilkinson Sword Hydro 5 die beste Alternative in unserem Test. Der Griff ist ein gutes Stück länger und breiter, außerdem ist er ergonomischer geformt. Es ist somit schlicht mehr zum Anfassen da - mit großen Pranken lässt er sich besser greifen. Er ist auch stärker gummiert - das spürt man und man sieht es auch. An den wenigen Stellen, die nicht von Gummi bedeckt sind, kommt auch beim Hydro 5 Metall zum Einsatz, allerdings farbig lackiert.

Die Klinge ist flexibel, sie kann auf einer Achse geneigt werden. Ihr Widerstand ist gering - etwas zu gering für unseren Geschmack. Es bleibt aber im Rahmen. Beim Rasieren ist alles in Ordnung, schüttelt man den Rasierer, hört man sie aber ganz leise klappern. Die Klinge ist sehr viel breiter als die des Mach3, was für präzises Rasieren kleiner Stellen ein Nachteil ist und daran liegt, dass der Hydro 5 zum einen fünf statt nur drei Klingen hat und zum anderen der Kunststoffrahmen über- und unterhalb der Klinge recht großzügig dimensioniert ist. Der obere Teil lässt sich immerhin zurückklappen, was die Übersicht etwas erleichtert. Auf eine separate Trimmerklinge muss man hingegen verzichten - zwar spricht der Hersteller bei dem Feature von einer Konturenklinge, gemeint ist aber der Klappmechanismus.

Die Klingenaufnahme folgt dem Spreizklemmenprinzip, was wir in der Regel nicht für ideal halten. Weil der Hydro 5 eine Führungsnase hat, ist das Einsetzen aber zum Glück kein Problem. Wir erwischten uns dennoch immer wieder beim Überprüfen, ob die Klinge tatsächlich sitzt oder gleich wieder abfällt. Beim Mach3 ist das hingegen immer eindeutig, die Frage stellt sich dort nicht.

Die Gründlichkeit bewerteten alle Tester mit gut bis sehr gut. Nur eine Testperson berichtete über ein gelegentliches Auftreten leichter Hautirritation, die anderen hatten keinerlei Probleme. Schlechter ist es um den Gleitstreifen bestellt: Er trägt viel zu stark auf und »schleimt« regelrecht - nach der Rasur muss man den Schlick richtig von der Haut waschen. Gut ist der Hydro 5 wieder bei den Kosten: Ähnlich wie beim Mach3 halten die Klingen sehr lange. Sie sind allerdings etwas teurer.

Gillette Fusion5: Ergonomie und Trimmerklinge

Der Fusion5 ist ergonomischer als der Testsieger, hat eine Trimmerklinge und rasiert genauso gut. Wer auf eine sehr gründliche und reizarme Rasur Wert legt, aber auf keinen Fall auf die Trimmerklinge verzichten möchte, bekommt beides vom Gillette Fusion5. Ein Klingentausch ist auch diesem Rasierer nur sehr selten nötig, denn die Schneiden sind wie bei unserem Favoriten extrem ausdauernd. Die teuren Klingen sind der Hauptgrund, warum der Gillette Fusion5 für uns nicht als Testsieger in Frage kam, denn für sich genommen ist der Rasierer super.

Auszusetzen haben wir daran überhaupt nichts. Zum einen ist der Griff größer und ergonomischer geformt, sodass er noch etwas besser in der Hand liegt. Er besteht aus stabilem Metall, das oben und unten mit feinen Gummilamellen bestückt ist, die einen hervorragenden Halt gewährleisten. Auch die Gewichtsverteilung ist exzellent, der Schwerpunkt des Nassrasierers mit Klinge liegt ziemlich genau in der Mitte.

Die Klinge ist auf einer Achse flexibel und hat genau den richtigen Widerstand - nicht zu viel und nicht zu wenig, hier hat Gillette den Sweetspot getroffen. Der Gegendruck ändert sich auch nicht, wenn die Klinge in einen stärkeren Winkel geneigt wird - perfekt!

Der Gleitstreifen gehört zu den besten im Test. Man bemerkt ihn - aber positiv. Er macht die Rasur spürbar angenehmer, trägt nicht zu viel auf und bleibt ziemlich lange bestehen, bevor er aufgebraucht ist, was besonders in Hinsicht auf die lange Nutzungsdauer der Klingen eine äußerst respektable Leistung ist.

Alles super also - wäre da nicht der bereits erwähnte Preis. Die Klingen gehen zum Testzeitpunkt für mindestens 3,50 Euro pro Stück (4er-Packung) über die Ladentheke und sind damit die zweitteuersten im Testfeld, lediglich die für die Schwester Fusion5 Power Proglide sind noch teurer. Wer den Kostenpunkt nicht scheut, bekommt mit dem Fusion5 auf jeden Fall einen tollen Nassrasierer.

Preis-Leistungs-Tipp: Cien Men Dynamic 5 Pro von Lidl

Mit dem Rasierer von Lidl kommt man langfristig mit am günstigsten weg. Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet.

Den Cien Men Dynamic 5 Pro kennen einige vielleicht noch unter seinem alten Namen »Shark«. Die Oberseite ist mit Metall bedeckt, was dem Cien einen etwas edleren Anstrich verleiht als die Discounter-Konkurrenten bieten, aber nicht ganz die Klasse eines Gillette Mach3 erreicht. Unten ist der Dynamic 5 Pro dezent gummiert und mit Rillen versehen, um Rutschen zu verhindern. Die Klingenaufnahme besteht aus einem breiten Metalldorn, gewechselt wird der gesamte Klingenkopf. Das ähnelt einigen Konkurrenten, unter anderem dem Balea Men Revolution 5.1 und dem Harry’s Truman, deren Fassungen allerdings aus Kunststoff bestehen.

Die Klinge selbst ist relativ breit - nur minimal weniger als die des Wilkinson Hydro 5 - und somit nicht allzu gut für Feinheiten geeignet. Die Gründlichkeit erreicht nicht ganz die unserer anderen Empfehlungen, ist aber überdurchschnittlich hoch. Auch Hautreizungen traten im Test nicht auf. Das ändert sich jedoch mit zunehmendem Abstumpfen der Klinge, was leider relativ schnell passiert und unser größter Kritikpunkt am Cien-Rasierer ist. Allerdings sind die Ersatzklingen günstig, wodurch der Preis pro Rasur dennoch niedrig ist und im Testfeld lediglich vom Aveo Men 3-Klingen-Rasiere...

Einwegrasierer im Vergleich: Modelle und Bewertungen

Egal ob gepflegter Bart oder glattrasiert: Das männliche Gesicht braucht regelmäßig Aufmerksamkeit. Dabei greifen viele auf einen günstigen Einwegrasierer zurück, denn wer sich täglich rasiert, zahlt im Jahr bis zu 90 Euro für Markenklingen. Doch leisten die billigen Alternativen auch genauso gute Arbeit? Stiftung Warentest hat 25 verschiedene Modelle getestet.

Einen Einwegrasierer bekommt man schon für 24 Cent, eine Mehrwegklinge kann bis zu 4,13 Euro kosten - da liegt es nahe, dass viele zu den Einweg-Modellen greifen. Doch lohnen sich die günstigen Alternativen wirklich oder sind die Markenprodukte ihr Geld doch wert? Das hat die Stiftung Warentest jetzt für die Zeitschrift “test” (Ausgabe 8/2020) geprüft. Das Fazit ist eindeutig: Die Besten sind am teuersten.

Über die Ergebnisse des Tests kann sich vor allem Hersteller Gillette freuen. Die glatteste Haut, die sanfteste Rasur, die langlebigste Klinge: In den drei Hauptkategorien ließen gleich mehrere Modelle dieser Marke die Konkurrenz hinter sich. Insgesamt hat Stiftung Warentest 17 Rasierer mit austauschbarem Kopf mit acht Einwegrasierern verglichen.

Testsieger ist mit der Note 1,7 der Gillette Fusion5 Proglide. Mit 10,50 Euro (Ersatzklinge 4,13 Euro) liegt er im oberen Preissegment, dafür schafft die Wechselklinge etwa 18 Rasuren - bei Einwegrasierern kann man nur mit fünf bis neun Durchgängen rechnen.

Die hautschonendste Rasur dagegen gelang mit dem Gillette Skinguard (11 Euro, Ersatzklinge 3,70 Euro). Anders als die übrigen Modelle mit drei bis sechs Klingen besitzt er nur zwei Stück mit einem Schutzelement dazwischen, das den Druck der Klingen auf der Haut vermindern soll. Dafür schnitt der Zweitplatzierte bei der Langlebigkeit der Aufsätze deutlich schlechter ab als der Sieger.

Auch die anderen getesteten Nassrasierer mit Wechselklingen rasieren laut Stiftung Warentest gut und sanft. Zwar lieferten auch sie ein relativ gutes Rasurergebnis, jedoch reizen sie die Haut deutlich stärker als die Wechselklingen und stumpfen schneller ab. Für diese Modelle spricht jedoch ihr Preis: Etwa drei Cent pro Rasur zahlt Mann mit dem günstigsten Rasierer - beim Testsieger sind das etwa 23 Cent.

Mit der Note 3,9 (ausreichend) belegt der Wilkinson Sword Xtreme 3 Sensitive den letzten Platz. Dabei fällt der Einwegrasierer vor allem wegen seiner kurzen Haltbarkeit und der Handhabung negativ auf. Auch preislich liegt er für ein Einwegprodukt über einem Großteil der Konkurrenz: 15 Cent kostet eine Rasur.

Insgesamt empfiehlt Stiftung Warentest 17 Rasierer mit der Note “gut”, drei haben den Test nur mit “ausreichend” abgeschlossen.

Einwegrasierer Vergleich

Hier ist eine tabellarische Übersicht einiger Einwegrasierer, basierend auf den bereitgestellten Informationen:

Modell Stückzahl Preis pro Stück (ca.) Anzahl Klingen Besondere Merkmale
Bic 3 Action 16 0,38 € 3 Gleitstreifen mit Aloe Vera, beweglicher Kopf
Gillette Blue 3 Smooth 6 0,63 € 3 Gleitstreifen, beweglicher Kopf
Bic Pure Lady 16 0,75 € 3 Gleitstreifen mit Shea Butter, Klingen bewegen sich unabhängig
Med-Comfort 100 Stück Einweg-Rasierer 100 0,13 € 1 Zweischneidig, Klinge an beiden Seiten geschärft, mit Schutzband
Pearl Einwegrasierer 12 0,94 € 3 Gel-Streifen, rutschfester gummierter Griff, mit beweglichem Kopf
Wilkinson Xtreme 3 Beauty 6 0,67 € 3 Gel-Streifen, mit rutschfestem gummierten Griff, inklusive Schutzkappe
Wilkinson Sword Extra 2 Sensitive Herren Einwegrasierer 15 0,54 € 2 Gel-Streifen, mit rutschfestem gummierten Griff
Gillette Blue 3 Simple Einwegrasierer 8 0,49 € 3 Mit Reinigungsmechanik, Gel-Streifen

Diese Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Einwegrasierer, ihre Stückzahlen, Preise und Hauptmerkmale, um eine informierte Entscheidung zu ermöglichen.

tags: #gillette #einwegrasierer #test

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