Hast du schon von Birkenwasser für die Haare gehört? Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Wenn nicht, wird sich das jetzt ändern, denn Birkenwasser ist ein echter Geheimtipp, den sowohl Männer als auch Frauen anwenden können. Dieses natürliche Haarwasser soll gegen Haarausfall helfen und einer gereizten Kopfhaut entgegenwirken. Wenn du dir mehr Haarfülle und Länge wünschst, solltest du Birkenwasser unbedingt ausprobieren, da die enthaltenen Mineralstoffe dein Haar stärken können. In diesem Artikel verraten wir dir, was genau Birkenwasser ist und wie du es anwenden kannst.
Du möchtest gesundes und glänzendes Haar? Dieses Wasser aus dem Birkenstamm soll dabei helfen. Wer mit Schuppen, juckender Kopfhaut, glanzlosem Haar oder schnell fettenden Ansätzen zu kämpfen hat, kann bei der Suche nach der richtigen Lösung schnell verzweifeln. Doch es gibt etwas, das schnell Abhilfe schaffen soll: Birkenwasser.
Birkenwasser gilt als Geheimtipp der Naturkosmetik. Du hast noch nie davon gehört? Die klare, farblose Flüssigkeit, die im Frühjahr aus dem Stamm der Birke - vor allem aus der Hängebirke oder der Moorbirke - abgezapft werden kann, wird gegen Entzündungen oder bakterielle Entzündungen der Harnwege eingesetzt. Aber was viele nicht wissen: Der Birkensaft, also das Birkenwasser ist auch ein wahres Wundermittel für die Haare.
Birkenwasser für die Haare ist nicht einfach nur das Birken-Extrakt, es wird vermischt mit Wasser und verschiedenen Ölen. Du kannst es bereits fertig gemischt kaufen oder mit den richtigen Zutaten selbst mischen.
Birkenwasser hat seinen Ursprung im Norden und östlichen Ländern, wo es aus den Birken gewonnen wird. Als Getränk hat Birkenwasser, oder auch Birkensaft, einen leicht süßlichen Geschmack, was am enthaltenen Xylitol liegt, einer kalorienarmen Zuckerart.
Außerdem findet ihr in dem angepriesenen Wundermittel Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Eisen und Kalzium, aber auch Flavonoide, die als Antioxidantien vor freien Radikalen schützen und denen sogar eine antikanzerogene Wirkung zugesprochen wird. Brauchen wir bald nur noch Birkenwasser für unsere Gesundheit und Schönheit?
Birkenwasser, das aus Wasser, Birkenextrakten und Ölen besteht, ist eine Form des Birkensafts und wird auch in der Haarpflege eingesetzt. Der Birkenextrakt fördert das Haarwachstum und stärkt und reinigt die Kopfhaut. Wenn du unter schuppiger oder fettiger Kopfhaut leidest, könnte Birkenwasser eine echte Hilfe sein.
Das Naturprodukt Birkenwasser enthält viele wichtige Nährstoffe, die sich positiv auf die Haare auswirken können. Möchtest du wissen, ob in deinem gekauften Birkenwasser auch wirklich Birken-Extrakt enthalten ist, findest du es unter den Inhaltsstoffen als "Betula Alba Leaf Extract". Umso weiter vorne es in der Inhaltsliste steht, desto höher ist der Anteil im Produkt.
Birkenwasser ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Vitamin C, Natrium, Flavonoide, Phosphor, Proteine und Aminosäuren, weshalb es so gut für die Haare ist.
Aber was ist im Birken-Extrakt enthalten?
Birkenwasser wird gerne bei bestimmten Haarproblemen eingesetzt. So kann es gegen Schuppen helfen, gegen schnell fettendes Haar, bei dünner und feiner werdendem Haar oder unterstützend gegen Haarausfall wirken.
Für Birkenwasser können wir folgende Vorteile zusammenfassen. Es wirkt ...
Birkenwasser belebt die Kopfhaut, was für gesundes Haar und gesunde Haarwurzeln wichtig ist. Eine gesunde Kopfhaut ist dafür entscheidend. Das Birkenwasser regt den Blutfluss an und kräftigt die Haare.
Die positiven Eigenschaften des Birkenwassers merkt ihr auch bei fettigem Haar. Wie bereits erwähnt, kann es bei einer übermäßigen Talgproduktion und potenziell fettigen Schuppen ausgleichend und regulierend wirken. Fettige Haare entstehen ebenfalls durch eine zu hohe Talgproduktion, gemischt mit entstehendem Schweiß, was ganz natürlich ist. Somit kann auch bei fettigen Haaren eine Birkenhaarwasser-Kur hilfreich sein, um den Überschuss an Fett in den Griff zu bekommen.
Dem Geheimtipp Birkenwasser wird eine wachstumsfördernde Wirkung nachgesagt. Ebenso soll es gegen Haarausfall helfen, aber kann das stimmen?
Birkenwasser kann dabei helfen, das Ausfallen der Haare zu verlangsamen, verhindern kann es das allerdings nicht. Den ausgleichenden Effekt bemerkt man bei schuppiger Kopfhaut schon eher, denn hier können sowohl fettige als auch trockene Schuppen von dem Haarwasser profitieren.
Durch die Wirkstoffe des Birkenwassers wie Natrium, Vitamin C und Kalzium wird die Kopfhaut gereinigt und stimuliert. Kann das Haarwasser einige Minuten einwirken, hat es eine durchblutungsfördernde Wirkung. Und das wiederum kann sich positiv auf das Haarwachstum auswirken. Deine Haare werden zwar nicht schneller wachsen, denn das ist genetisch bedingt, aber sie können kräftiger und gesünder nachwachsen. So sehen sie voller und voluminöser aus und sind in ihrer Haarstruktur gestärkt.
Bei Schuppen ist Birkenwasser für die Haare auf jeden Fall zu empfehlen. Es reinigt und pflegt trockene Kopfhaut. Ursachen für trockene Kopfhaut gibt es viele: Stress, äußere Umwelteinflüsse, Hormonschwankungen oder die falsche Haarpflege. Das Birkenwasser spendet Feuchtigkeit, beruhigt und regeneriert die Kopfhaut. Durch das Einmassieren des Haarwassers können sich die Hautschuppen lösen und die Kopfhaut wird besser durchblutet.
Bei trockener Kopfhaut kann Birkenwasser helfen, den Talggehalt auszugleichen. Genauso tut es das auch bei fettiger Kopfhaut. Überschüssiger Talg wird absorbiert und von Haarwäsche zu Haarwäsche fettet dein Haar weniger schnell nach.
Die Anwendung des Birkenhaarwassers ist ganz einfach. Wie oft du es verwendest, ist ganz dir überlassen. Eine regelmäßige Anwendung in deiner Pflege wird natürlich ein besseres Ergebnis erzielen:
Birkenwasser ist ein Naturprodukt und kann am besten täglich morgens und abends angewendet werden. Die ideale Anwendung ist in Verbindung mit dem Haarewaschen, da es auf sauberes und noch feuchtes Haar aufgetragen werden sollte. Du kannst Birkenwasser aber auch als Intensivkur einwirken lassen.
So funktioniert die richtige Anwendung:
Solange das Produkt keinen Alkohol enthält, kann Birkenwasser theoretisch nach jeder Haarwäsche verwendet werden, was gerade bei Schuppen durchaus sinnvoll ist.
Wenn eure Freundin sich ihre Haare nur alle fünf Tage wäscht, weil sie eine geringe Fettproduktion hat, bedeutet das nicht, dass für euch das Gleiche gilt. Achtet darauf, wie schnell eure Haare nach der nächsten Wäsche fetten und wascht sie dann - auch wenn das bedeutet, sie jeden Tag zu waschen. Trockenshampoo kann natürlich zum Einsatz kommen, doch das verstopft gern mal die Drüsen und Poren, was letztendlich dauerhaft zu Haarausfall führen kann. Daher ist es für die Kopfhaut besser, sie eher zu waschen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Das Tolle an diesem Haarwasser ist, dass es ein Naturprodukt ist und daher für jeden Haartyp geeignet ist. Wenn du also unter Kopfhautproblemen leidest, solltest du Birkenwasser unbedingt ausprobieren, um dich frisch, tiefenrein und belebt zu fühlen. Achte jedoch darauf, dass dein Birkenwasser keinen Alkohol enthält, da dieser die Kopfhaut reizen kann.
Du kannst tatsächlich ein naturbelassenes Birkenwasser für deine Haare ganz einfach selber machen und das mit nur wenigen Zutaten.
Im Handel gibt es eine Vielzahl von Produkten, die mit der Wirkung des Birkenwassers werben. Diesen sind aber meist eine Vielzahl kosmetischer Stoffe beigemischt, zum Beispiel Reinigungsmittel oder Duftstoffe, die viele Menschen gar nicht benötigen oder auf die sie empfindlich reagieren. Und auch der Preis spielt bei Haarkosmetik eine Rolle. Ein einfaches Birkenhaarwasser lässt sich bereits aus einer Handvoll Birkenblättern und Leitungswasser selbst machen - ohne künstliche Zusätze und zum Nulltarif.
Du benötigst:
So geht’s:
Etwas feiner ist das Rezept für selbst gemachtes Haarwasser aus Birkenblättern, Brennnessel und Rosmarin, das wir hier präsentieren:
Zutaten für Birkenhaarwasser
Außerdem:
Tipp
Die zum Jahresbeginn neu entfalteten Blätter der Birken sind traditionell Bestandteil von Frühjahrs- und Blutreinigungskuren. Deshalb werden die meisten Rezepte mit jungen Blättern angegeben. Aber auch bis in den Sommer gesammelte Blätter strotzen vor Heilkraft und eignen sich für den vielfältig nutzbaren Auszug.
Wie wird Birkenhaarwasser hergestellt?
Die Blätter säubern und in Streifen schneiden. Zusammen mit den Rosmarin-Nadeln in das Weck-Glas geben. Alkohol darübergießen und das Glas verschlossen drei Wochen lang stehen lassen. Gelegentlich schütteln, damit sich die Wirkstoffe lösen. Danach den Ansatz zuerst durch ein Sieb, dann durch ein Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter filtern, mit dem Hamamelis-Wasser vermischen und in die Sprühflasche füllen.
Tipp: Selbst hergestelltes Birkenhaarwasser ist ein tolles, individuelles Geschenk.
Wie wendet man Birkenhaarwasser an?
Das Birkenhaarwasser täglich nach der normalen Haarwäsche als Pflege auf die feuchte Kopfhaut sprühen und gut einmassieren. Die Massage in Verbindung mit dem Birkenwasser vitalisiert die Haut, regt das Haarwachstum an und beseitigt Juckreiz. Trockene Hautschuppen lösen sich, und das Haar wird vom Ansatz her gestärkt.
Das sind unsere liebsten drei Produkte:
Birkenwasser für die Haare: Die Besteller im Check
Der Stoff für dieses Haarwasser - mit den natürlichen Superkräften - kam unter anderem aus einem kleinen Wäldchen im Kreis Pinneberg. Angefangen hatte alles in einer Badewanne. Dort mischte der Hamburger Unternehmer Georg Justus Dralle vor gut 140 Jahren Birkensaft mit hochprozentigem Alkohol. Aus einem Tipp von Waldarbeitern wollte er unbedingt ein Geschäft machen. Dass der Saft aus Birken den Haarwuchs und sogar die Manneskraft stärken sollte, erfuhr die Familie während einer Reise im Harz.
"Als das Produkt dann langsam interessant wurde, hat er sich nach geeigneten Räumlichkeiten umgesehen. Mein Urgroßvater wollte das Haarwasser im großen Stil vermarkten." 1889 kaufte der Drogist ein Fabrikgelände in Hamburg Ottensen und begann dort, das Birkenhaarwasser zu produzieren. Als Seifen- und Parfümhersteller hatte sich Familie Dralle damals bereits einen Namen gemacht. Ihr Geschäft in der Hamburger Innenstadt lief gut. Die Idee mit dem Birkensaft aber war der Durchbruch.
"Unser Haarwasser war das erste Pflegeprodukt auf Birkensaftbasis", sagt Jörg Breckwoldt, der als Chemiker später selbst die Produktion des Familienunternehmens leitete. "Wir haben das Produkt auch entsprechend beworben, waren damit weltweit auf dem Markt." Die Werbemaschinerie lief auf Hochtouren, es gab zahlreiche internationale Auszeichnungen. Manch einer vermutete sogar ein medizinisches Produkt dahinter, schließlich hieß es nicht umsonst "Dr. Dralles Birkenhaarwasser".
Vier Wochen lagerte das mit Birkensaft angereicherte Haarwasser in alten Eichenfässern, reifte für den Haarwuchs. "Wir haben reinen Trinkbranntwein verwendet. Deshalb ist immer, wenn wir den Alkohol hier angeliefert bekamen, der Zoll dabei gewesen und hat solange dabei gestanden, bis wir mit dem Parfüm den Alkohol vergällt hatten.
Den Stoff für das Wundermittel gab es rund 20 Kilometer entfernt. In einem kleinen Wäldchen bei Bönningstedt (Kreis Pinneberg) sammelte Liselotte Dreyer die mit Birkensaft vollgelaufenen Flaschen ein. Von 1950 bis 1975 war der Winzeldorfer Birkenwald das "Erntezentrum" der Firma Dralle. In den 25 Jahren wurden hier rund 250.000 Liter Birkensaft gezapft.
Die Hochsaison dauert nur bis zu drei Wochen. "Die Tage davor, ist der Bauer immer mal wieder in den Wald gegangen und hat Probebohrungen gemacht und geschaut, ob die Birken schon Saft haben", erinnert sich Lieselotte Dreyer. "Wir waren drei bis vier Frauen, die geholfen haben. Wenn es soweit war, hat uns der Bauer morgens mit dem Trecker eingesammelt und wir sind in den Wald gefahren. Die Männer haben die Löcher gebohrt und wir die Flaschen an den Baum gestellt. Am Abend haben wir dann die vollen Flaschen wieder eingesammelt."
Gut bezahlt sei es gewesen: Für einen Liter Birkensaft soll es damals eine Mark gegeben haben. Wenn das Wasser der Birken trüb wurde, war die Saison vorbei. 500 Birken wurden jährlich gezapft, immer im Wechsel, um die Bäume zu schonen.
"Wir waren lange Zeit weltweit die Nummer eins", sagt Jörg Breckwoldt. Zusammen mit seinen beiden Brüdern übernahm er 1972 die Geschäfte. Als seine Geheimratsecken immer größer wurden und auch sein Vater eine Glatze bekam, ging der studierte Chemiker der Sache mal so richtig auf den Grund.
"Wir haben zusammen mit der Universität Kiel den Birkensaft, der ja der Hauptbestandteil war, und andere Pflanzenextrakte geprüft und nichts gefunden, was den Haarwuchs deutlich verbessert oder verändert", erinnert er sich. Ein weltweiter Erfolg, der auf einer großen Werbemaschinerie basierte.
Vor 30 Jahren verkaufte die Familie das Unternehmen dann an L’Oréal.
tags: #Birkenwasser #Haare #Anwendung
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