Gerstengras gegen Haarausfall: Was steckt dahinter?

Androgenetische Alopezie - ein Begriff, der für viele Menschen ein persönliches Problem darstellt. Die Suche nach natürlichen Lösungen, die über klassische Medikamente hinausgehen, nimmt stetig zu. Immer wieder taucht dabei Gerstengras als vermeintlicher Geheimtipp auf.

In den sozialen Medien und Gesundheitsmagazinen wird Gerstengras immer wieder als Superfood angepriesen. Doch was steckt wirklich hinter diesem Trendgewächs und kann es tatsächlich bei Haarausfall helfen? Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Vorteile von Gerstengras, seine Inhaltsstoffe und Anwendung, sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Was ist Gerstengras?

Als Gerstengras werden die jungen Gerstenpflanzen bezeichnet, bevor sie Ähren tragen. Bereits nach drei bis sechs Wochen werden die leuchtend grünen Gräser geerntet, die kurz nach dem Setzen der Körner sprießen. Zu diesem Zeitpunkt weist das Gerstengras laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) die meisten Nährstoffe auf.

Die Blätter werden im Anschluss gefriergetrocknet und zu Pulver verarbeitet - welches dann entweder direkt oder in Kapselform verkauft wird. Im Gerstengras finden sich viele Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Vitamin A, B1, B2, B3, B6, B12, C, E und K sowie Eisen, Zink, Kalzium und Magnesium sowie der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.

Gerstengras ist basisch und soll den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen. Gerstengras sorgt dank Ballaststoffgehalt für ein Sättigungsgefühl und hemmt die Lust auf Süßes. Gerstengras soll dank Antioxidantien Haut und Haar schützen.

Welche Wirkung hat Gerstengras?

Über die Vorteile von Gerstengras gibt es noch wenige Studien, angeblich soll das grüne Pulver aber einige gesundheitsfördernde Wirkungen aufweisen:

  • Gerstengras ist basisch - daher soll es den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen.
  • Gerstengras enthält Ballaststoffe - daher erzeugt es ein Sättigungsgefühl und hemmt die Lust auf Süßes.
  • Gerstengras soll den Cholesterinspiegel senken - und damit auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
  • Gerstengras soll den Zellaufbau im Darm ankurbeln und so zu einer normalen Verdauung beitragen. Die Vitalstoffe von Gerstengras sollen außerdem bei Übersäuerung und Blähungen helfen.
  • Gerstengras enthält Serotonin und Tryptophan - die Glückhormone sollen die Stimmung heben und bei regelmäßiger Einnahme sogar bei Schlafstörungen helfen.

Hilft Gerstengras bei Haarausfall?

Im Internet finden sich viele Berichte über den positiven Einfluss von Gerstengras auf das Haarwachstum. Es gibt allerdings bis dato keine wissenschaftlichen Studien, die den Einfluss von Gerstengras auf das Haarwachstum belegen, jedoch berichten viele Frauen von vollerem Haar nach einigen Monaten konsequenter Einnahme.

Ist die Ursache deines Haarausfalls Nährstoff- oder Vitaminmangel, kannst du diesem mithilfe von Gerstengras entgegenwirken, denn die vielen enthaltenen Vitamine und Nährstoffe können zu gesundem Haarwachstum beitragen.

Achte auch insgesamt auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und einen gesunden Lebenswandel. Bei erblich bedingtem Haarausfall oder einer zugrunde liegenden Krankheit kannst du von Gerstengras aber keine Wunder erwarten. Du solltest die Ursache für deinen Haarausfall in jedem Fall bei einem Arzt abklären lassen.

Haarausfall Gerstengras Teil 2 update Haarwachstum - Entwicklung nach weiteren 41 Tagen

Gerstengras gegen Haarausfall: Diese Inhaltsstoffe sind enthalten

Gerstengras hilft gegen Haarausfall, indem es der Kopfhaut zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe liefert. Bei durch Stress hervorgerufenem Haarausfall ist ein Nährstoffmangel häufig die Ursache für Haarausfall.

Gerstengras ist ein bewährtes Hausmittel gegen Haarausfall. Studien dazu, dass Gerstengras tatsächlich gegen Haarausfall hilft, gibt es nicht. Sie können im Netz jedoch zahlreiche Erfahrungsberichte dazu finden.

Hier sind einige der wichtigsten Inhaltsstoffe von Gerstengras, die potenziell gegen Haarausfall wirken können:

  • Eisen: Gerstengras enthält viel Eisen. Dieses ist wichtig für ein starkes Immunsystem und einen gesunden Energiestoffwechsel.
  • Vitamin C: Damit Eisen gut vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann, braucht es Vitamin C. Das ist ebenfalls in Gerstengras enthalten. Zudem schützt Vitamin C vor vorzeitiger Zellalterung und macht damit freie Radikale unschädlich. Wichtig ist Vitamin C auch für gesunde Haut und starkes Bindegewebe.
  • Zink: Auch Zink ist wichtig für die Zellteilung und schützt vor oxidativem Stress. Zink ist für das Haar sehr wichtig, da es dafür sorgt, dass gesunde Haare erhalten bleiben. Zudem spielt Zink eine wichtige Rolle bei der Abwehr und Bekämpfung von Krankheiten.
  • B-Vitamine: B-Vitamine wie Folsäure sind sehr wichtig für alle diejenigen, die Probleme mit gesundem Haarwachstum haben. B-Vitamine ist ein häufiger Cofaktor in Enzymen und damit für Stoffwechselprozesse wichtig.

Anwendung: Wie nehme ich Gerstengras ein?

Eine Empfehlung zur Dosierung liegt den einzelnen Gerstengrasprodukten meist bei. Grundsätzlich kannst du über den Tag verteilt bis zu drei Teelöffel Gerstengraspulver einnehmen, zum Beispiel morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten.

Gerstengraspulver sollte stets mit viel Flüssigkeit eingenommen werden, am besten 150 Milliliter pro Teelöffel. Du kannst das Pulver entweder in ein Glas Wasser geben oder auch mit Saft, Tee oder Smoothies vermischen. Wenn dir der kräftige, grasige Geschmack nicht zusagt, kannst du Gerstengras auch als Kapsel oder Tablette einnehmen.

Bei der Dosierung achtest du auf die jeweiligen Angaben des Anbieters und verzehrst die Tabletten am besten zu den Mahlzeiten und ebenfalls mit reichlich Flüssigkeit. Grundsätzlich ist es sinnvoll, mit einer kleinen Dosis Gerstengras anzufangen und diese langsam zu steigern, um zu schauen, wie der Körper reagiert.

Praktisch: Manche Tabletten oder Kapseln enthalten neben Gerstengras noch weitere Superfood-Extrakte oder Vitamine.

So wenden Sie Gerstengras bei Haarausfall an

Wenn Sie Gerstengras regelmäßig anwenden, können Sie bereits nach wenigen Wochen mit sichtbaren Resultaten rechnen. Die Anwendung von Gerstengras ist relativ simpel.

  • Kapseln: Sie können Gerstengras ganz unkompliziert in Form von Kapseln zu sich nehmen. Am besten nehmen Sie die Kapseln zwischen den Mahlzeiten in der vom Hersteller empfohlenen Tagesdosis ein.
  • Pulver: Falls Sie Probleme mit dem Schlucken von Kapseln haben, greifen Sie zu Gerstengras-Pulver. Mischen Sie das Pulver einfach einem Smoothie, Ihrem Joghurt oder einem kalten Getränk oder einem Glas Wasser bei.
  • Frisch: Wenn Sie die Möglichkeit haben, können Sie Gerstengras auch einfach selbst aussäen. Dann wissen Sie am genauesten über die Qualität Bescheid und können das Mittel stets frisch anwenden. Frisch angewendet gilt Gerstengras als besonders wirksam. Sobald die Halme eine Länge von zehn bis fünfzehn Zentimetern erreicht haben, können Sie sie verarbeiten.

Welches Gerstengras ist gut?

Ob Gerstengras Pulver, Gerstengras Kapseln oder Gerstengras Tabletten: Du findest Gerstengrasprodukte in Drogerien, Reformhäusern oder ganz einfach online. Achte auf hochwertige Gerstengrasprodukte in guter (Bio-)Qualität.

Hier sind einige empfohlene Gerstengraspräparate:

  • Das Gerstengras Pulver vom Achterhof kommt von einer zertifizierten Bio-Plantage aus Deutschland. In dem Pulver sind keinerlei Zusätze enthalten, es ist vegan, laktosefrei, glutenfrei, ohne Konservierungsstoffe und wird von einem unabhängigen Labor auf Pestizide, Schwermetalle und mikrobiologische Verunreinigungen überprüft.
  • Das Gerstengras, das in den Kapseln von Nature Love verarbeitet wird, stammt aus kontrolliert biologischem Anbau in Deutschland. Das Gerstengras wird schonend verarbeitet und ist frei von Aromen, Farbstoffen und unerwünschten Stabilisatoren, Konservierungsstoffen und gentechnikveränderten Zutaten. Jede einzelne Produktionscharge wird von einem unabhängigen deutschen Labor geprüft. Eine Dose enthält 180 Kapseln.
  • Die Gerstengras Tabletten (auch Presslinge genannt) bestehen aus einem ausgewogenem Mix aus je einem Drittel Spirulina, Chlorella und Gerstengras. Beim Anbau werden keinerlei Pestizide eingesetzt und bei der Produktion keine künstlichen Zusätze hinzugefügt. Die Tabletten sind auch für eine vegane Ernährung geeignet. Laut Hersteller kann man täglich zwölf Tabletten mit ausreichend Wasser zu sich nehmen.

Gerstengras, das du selbst anbaust, ist frisch und nicht schadstoffbelastet. Um die Halme selbst zu züchten, nimmst du einfach unbehandelte Gerstenkörner (am besten in Bio-Qualität) und pflanzt sie in einen Topf mit Erde. Halte die Erde stets etwas feucht, dann keimt die Gerste nach wenigen Tagen. Die Gerstensprossen zeichnen sich durch einen süßlich-nussigen Geschmack aus und eignen sich hervorragend für Smoothies, Salate oder Dips.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Grundsätzlich ist Gerstengras gut verträglich. Wenn du zu viel Gerstengras verzehrst, kann es zu Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit kommen. Halte dich daher an die angegebene Dosierempfehlung und starte mit einer geringen Dosis, die du langsam steigerst.

Wenn du an einer Allergie leidest, kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, die sich durch starkes Kribbeln im Mund- und Rachenbereich bemerkbar macht. In diesem Fall solltest du kein Gerstengras mehr verzehren und einen Arzt aufsuchen.

Laut einer Meldung der Verbraucherzentrale können Gerstengrasprodukte mit Krankheitserregern belastet sein, wenn die Rohware nicht ausreichend behandelt wurde (zum Beispiel durch ausreichende Erhitzung). Unter bestimmten Lagerungsbedingungen können sich diese Erreger vermehren. Du solltest Gerstengras daher trocken und kühl lagern und nicht in der Nähe der Kochstelle aufbewahren.

Die wissenschaftliche Sichtweise

Die wissenschaftliche Datenlage zu Gerstengras bei androgenetischer Alopezie ist dünn. Bislang existieren keine klinischen Studien, die einen direkten Einfluss von Gerstengras auf erblich bedingten Haarausfall beim Menschen belegen. Weder randomisierte kontrollierte Studien noch systematische Übersichtsarbeiten beschäftigen sich explizit mit der Wirkung von Gerstengras auf DHT-bedingten Haarverlust.

Es gibt vereinzelte Laboruntersuchungen zu den Inhaltsstoffen von Gerstengras, die zeigen, dass Gerstengras antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.

Fazit: Wer auf wissenschaftlich gesicherte Fakten setzt, findet aktuell keine Belege dafür, dass Gerstengras gezielt bei androgenetischer Alopezie hilft. Neue Forschung wäre dringend nötig, um diese Frage abschließend zu klären.

Theoretische Wirkmechanismen

Rein theoretisch betrachtet, könnten bestimmte Inhaltsstoffe im Gerstengras Einfluss auf Prozesse nehmen, die beim Haarwachstum eine Rolle spielen.

  • Antioxidativer Schutz: Freie Radikale werden mit Zellschäden und vorzeitigem Altern in Verbindung gebracht.
  • Entzündungshemmende Effekte: Chronische Mikroentzündungen an den Haarwurzeln werden bei der androgenetischen Alopezie diskutiert.
  • Optimierung der Nährstoffversorgung: Eisen, Zink und B-Vitamine sind für die Zellteilung und Regeneration der Haarwurzel essenziell.
  • Regulation des pH-Werts: Ein ausgeglichener pH-Wert der Kopfhaut kann das Wachstumsmilieu positiv beeinflussen.

Wichtig bleibt: Diese theoretischen Mechanismen sind bislang nicht in Bezug auf androgenetische Alopezie am Menschen belegt, sondern leiten sich aus allgemeinen biochemischen Zusammenhängen ab.

Erfahrungswerte von Anwendern

Viele Betroffene, die unter androgenetischer Alopezie leiden, greifen irgendwann zu Gerstengras - oft aus dem Wunsch heraus, etwas Natürliches für ihr Haar zu tun. Vereinzelt schildern Nutzer, dass sich das Haarwachstum etwas beschleunigt habe oder dass weniger Haare beim Waschen ausfallen.

Es gibt jedoch auch Stimmen, die keinerlei Veränderungen feststellen - weder am Haarstatus noch am allgemeinen Befinden. Wichtig: Die Erfahrungen sind sehr individuell und schwanken stark. Eine klare, reproduzierbare Wirkung speziell auf den erblich bedingten Haarausfall lässt sich aus den Berichten nicht ableiten.

Dennoch: Für einige Betroffene scheint Gerstengras zumindest eine kleine Hoffnung oder ein Gefühl von Eigeninitiative zu bieten.

Konkrete Anwendungsempfehlungen

Wer Gerstengras gezielt als Unterstützung bei androgenetischer Alopezie ausprobieren möchte, sollte auf eine durchdachte Anwendung achten.

  • Dosierung: Häufig werden 1-2 Teelöffel Gerstengraspulver täglich empfohlen. Die genaue Menge kann je nach Produkt und Verträglichkeit variieren.
  • Einnahmeform: Am einfachsten lässt sich Gerstengras in Wasser, Saft oder Smoothies einrühren. Wer den Geschmack nicht mag, kann auf Kapseln oder Tabletten zurückgreifen.
  • Kombination mit anderen Maßnahmen: Manche Nutzer berichten, dass die gleichzeitige Anwendung von Gerstengras mit einer ausgewogenen Ernährung und gezielter Kopfhautpflege (z.B. sanfte Massagen) sinnvoll ist.
  • Äußerliche Anwendung: Seltener wird Gerstengras als Zusatz in selbstgemachten Haarmasken oder Spülungen genutzt.
  • Dauer: Wer Effekte erwartet, sollte Geduld mitbringen.

Vor der Anwendung empfiehlt sich ein kurzer Check auf Unverträglichkeiten. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Erkrankungen sollte immer Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.

Grenzen und sinnvolle Alternativen

Die Grenzen von Gerstengras bei androgenetischer Alopezie sind klar: Die genetische Komponente dieser Haarausfallform lässt sich durch Nahrungsergänzungsmittel allein nicht aufhalten. Selbst bei optimaler Versorgung mit Mikronährstoffen bleibt die Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber DHT bestehen.

Sinnvolle Alternativen bei androgenetischer Alopezie sind:

  • Medizinische Therapien: Bei nachgewiesener androgenetischer Alopezie sind Minoxidil und Finasterid die am besten untersuchten Wirkstoffe.
  • Haartransplantation: Für viele ist die Eigenhaarverpflanzung eine dauerhafte Lösung, wenn die Voraussetzungen stimmen.
  • Haarteile und Haarsysteme: Wer eine sofortige, flexible und natürliche Lösung sucht, sollte Haarteile in Betracht ziehen.
  • Psychologische Unterstützung: Haarausfall kann die Psyche stark belasten.

Unterm Strich: Wer sich mit androgenetischer Alopezie auseinandersetzt, sollte offen für verschiedene Lösungswege sein und sich nicht allein auf Nahrungsergänzungsmittel verlassen. Ein individueller, ehrlicher Blick auf die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten ist entscheidend.

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