George Clooney und seine Haarfarben: Einblicke und Debatten

Es ist noch nicht lange her, da sorgte George Clooney für Schlagzeilen. Allerdings für Schlagzeilen, mit denen er so noch nicht zu kämpfen hatte: Der Schauspieler hatte sich die Haare schwarz gefärbt und musste dafür zahlreiche Kommentare einstecken. Mehr noch: Er löste eine Debatte darüber aus, ob Männer sich ab einem bestimmten Alter überhaupt noch die Haare färben dürften.

George Clooney gilt für viele als der attraktivste Mann der Welt. Unbestreitbar ist der Hollywood-Star ein guter Typ, ein "Godfather of gute Typen". Er sieht gut aus, ist talentiert, setzt sich für die richtigen Projekte ein und ist charmant. Nun beging er einen "Fehler": Er kam auf die unerhörte Idee, seine silbernen Haare schwarz zu färben.

Was wir hier ironisch meinen, war für viele bitterer Ernst. Wie konnte ein Mann jenseits der 50 es wagen, sich die Haare wieder dunkler zu färben? Eine Frage, die zahlreiche Menschen zu beschäftigen scheint. Dass George Clooney diesen Schritt nicht etwa gegangen ist, um sich ein paar Jahre jünger zu mogeln, sondern um in eine neue Filmrolle zu schlüpfen, haben die meisten davon gar nicht mitbekommen. Gemeckert wird trotzdem. Aber was macht die Menschen daran so verrückt? Immerhin wäre gleiches Prozedere bei einer Frau desselben Alters nicht mal aufgefallen. Der Grund ist eigentlich schnell gefunden: Die Debatte hat mit dem Gender Hair Gap zu tun.

George Clooneys Problem: die Gender Hair Gap

Ob George Clooney sich jetzt die Haare für eine Rolle färbt oder weil er es einfach schön findet, sollte uns allen ziemlich egal sein. Ist es - im Vergleich zu den Frisuren seiner Kolleginnen - allerdings nicht. Aber warum? Weil es in unserer Wahrnehmung einen Unterschied zu geben scheint, ob es Frauen oder Männer machen. Bei Frauen ist Haarefärben anerkannt, in manchen Fällen sogar erwünscht. Wir erinnern uns an diverse TV-Moderatorinnen, denen es vertraglich untersagt war, sich die grauen Haare rauswachsen zu lassen. Bei Männern ist das anders. Da wird graues Haar als weise und sexy ausgelegt, als Aushängeschild, das attraktiv macht.

Die ganze Debatte ist durch genderstereotypische Vorurteile belastet - und zwar in beide Richtungen. Färben sich Männer die Haare, wird das direkt mit "der muss doch homosexuell sein" oder "der kommt mit seinem Alter nicht klar" gleichgesetzt. Auch wenn diese Vorurteile langsam aufbrechen, zeigt das Beispiel von George Clooney, dass wir noch einen langen Weg zu gehen haben. Farbe oder Strähnchen werden bei Männern der Gen Z mittlerweile mehr (und endlich) akzeptiert. Überhaupt sind jüngere Generationen dem Thema gegenüber viel aufgeschloßener. Aber jenseits der 50? Dann ist es zumindest nach außen hin nur der verzweifelte Versuch, sich vor dem Altern zu drücken. Ein letztes Aufbäumen als Ergebnis der Midlife Crisis. Und ja lieber Männer, an diesem Mindset sollten wir dringend arbeiten.

Wie entstehen graue Haare? | Die Maus | WDR

Warum Haarefärben kein Thema mehr sein sollte

Es gibt keinen plausiblen Grund, warum sich Männer - egal welchen Alters - nicht die Haare färben sollten. Um die grauen Haare zu kaschieren, um mal was Neues auszuprobieren, aus welchen Beweggründen auch immer: Genau wie alle anderen Geschlechterunterschiede gehört auch der Gender Hair Gap abgeschafft. Lasst uns doch einfach alle tun, worauf wir Bock haben - und dazu stehen, wenn wir es machen. Solange wir uns wohlfühlen und niemanden damit verletzen, gilt die Devise: you do you - and you do you best. Ob die gefärbten Haare dann am Schluss immer besser aussehen, sei mal dahingestellt - aber das ist ein Problem, mit dem sich alle selbst auseinander setzen müssen.

Wir wollen Sie mit diesem Plädoyer dazu ermutigen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Und wenn Sie auch als Mann Bock haben, sich die Haare zu färben, dann: do it. Damit das auch tatsächlich gelingt, haben wir mit einem Experten gesprochen: Alexander von Trentini verrät, wie das mit dem Haarefärben auch stilvoll gelingt.

Haarefärben bei Männern? So klappt's dann auch

Weil Haarefärben bei Männern kein Thema sein sollte und wir sowieso nichts vom Gender Hair Gap halten, dachten wir uns: wenn schon, denn schon. Deshalb haben wir mit Alexander von Trentini gesprochen, Haar-Experte von La Biosthétique, der uns die wichtigsten Fragen rund ums Haarefärben bei Männern beantwortet hat. Damit haben Sie nicht nur unsere offizielle "Erlaubnis" (nicht, dass Sie die brauchen würden), sondern auch die wichtigsten Tipps für den Fall der Fälle am Start.

ESQUIRE: Worauf sollten gerade Männer beim Färben achten?

Alexander von Trentini: Männer sollten beim Haare färben darauf achten, dass die Farbe nicht 100 Prozent deckend ist, sonst wirkt es schnell künstlich. Ich empfehle ein Produkt, was einen smart jünger aussehen lässt. Der Trend geht hin zu einer authentischen Verjüngung und keine Perfektion, die am Ende aussieht wie eine Perücke.

Wie kann das Ergebnis natürlich aussehen?

Es sieht natürlich aus, wenn es nicht zu dunkel und zu warm gefärbt ist. Das bedeutet, dass Asch mit dem Naturton im richtigen Verhältnis stehen muss.

Wie geht man bei Grau werdendem Haar am besten vor, ohne gleich zu sehen, dass das Haar gefärbt ist?

Man(n) sollte immer ammoniakfreie Farbe nehmen, die das Haar nicht 100 Prozent abdeckt.

Kann man auch zu Hause Färben oder sollte man in einen Salon gehen?

Mein Rat ist immer einen Salon aufzusuchen. Hier benötigt man individuelle Fachexpertise.

Wie pflegt man die Haare am besten?

Farbshampoo zur Pflege der Pigmente, Conditioner, fertig.

Was kann man sonst noch tun, wenn man nicht färben möchte?

Bei Grau werdendem Haar gibt es immer noch die Option rechtzeitig gegen zu wirken und vor zukünftigem Pigmentverlust zu schützen. Zum Beispiel in dem man das La Biosthétique Serum Anti-Grey Elixir anwendet. Das Anti-Serum fördert die Pigment und Melatonin Bildung im Haar. Nach dieser Aktivierung kann man nach zwei bis drei Monaten ein Ergebnis erwarten, dass die Haare deutlich weniger Grau erscheinen lassen.

Produkt Beschreibung Preis (ca.)
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