Schuppen sind ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft. Während trockene Schuppen eher klein und weiß sind, präsentieren sich fettige Schuppen größer, gelblich und ölig. Sie entstehen, wenn die Talgdrüsen der Kopfhaut zu viel Talg produzieren, was zu einer veränderten Hautflora und einer verstärkten Vermehrung von Hefepilzen wie Malassezia furfur führt.
Seborrhoisches Ekzem auf der Kopfhaut
Schuppen sind in der Dermatologie eigentlich etwas ganz Normales. Jeden Tag verliert der Mensch Hautschuppen. Etwa alle vier Wochen erneuert sich die Haut und stößt die alten, abgestorbenen Hautzellen ab. Diese Schuppen sind so winzig, dass die Betroffenen sie gar nicht wahrnehmen.
Wenn die Haut jedoch vermehrt Zellen bildet, die viel schneller wachsen und sich in größeren Gruppen sammeln, werden sie als Schuppen sichtbar. Oft gehen sie mit einer entzündeten Kopfhaut einher, die den Erneuerungsprozess der Zellen auf unter sieben Tage beschleunigen kann.
Schuppen sind vielen Menschen peinlich. Mit einer regelmäßigen Haarwäsche ist es oft nicht getan, um sie loszuwerden. Ein Dermatologe sollte die Kopfhaut gründlich untersuchen und die Ursache der Schuppen abklären.
Fettige Schuppen bilden sich auf fettiger Kopfhaut; sie entstehen, weil die Talgdrüsen der Kopfhaut zu viel Talg produzieren. Dies führt zusätzlich dazu, dass sich die Hautflora verändert und sich beispielsweise Hefepilze wie Malassezia furfur, die sich von Hauttalg ernähren, verstärkt vermehren.
Vermutlich führen mehrere Faktoren zu den schuppigen Hautflecken. Zum Beispiel können eine erhöhte Talgbildung der Talgdrüsen und die normalerweise unproblematische Besiedlung der Haut mit einem Hefepilz (Malassezia furfur) an der Entstehung des Ekzems beteiligt sein.
Auch Bakterien, Stress, eine familiäre Veranlagung, Hormone, Nervenerkrankungen wie etwa Parkinson und ein geschwächtes Abwehrsystem können eine Rolle spielen.
Junge Männer sind besonders häufig von Schuppen betroffen. Die männlichen Geschlechtshormone können die Talgproduktion anregen. Wenn sich das überschüssige Fett mit abgestorbenen Hautzellen verbindet, entstehen größere Ansammlungen. Ab einer Gruppe von mehr als 500 Zellen sind sie als Schuppen auf der Haut des Kopfes sichtbar.
In den meisten Fällen macht der Hautarzt einen Hefepilz (Pityrosporum ovale) für Schuppenbefall verantwortlich. Dieser Pilz stellt in der Dermatologie eigentlich kein Problem dar. Er ist völlig harmlos und lebt bei fast allen Menschen auf der Haut und an den Haarwurzeln.
Probleme treten erst dann auf, wenn durch die Schweißdrüsen ein feuchtes Klima geschaffen wird und die Talgproduktion nicht mehr normal verläuft. Wird vermehrt Talg produziert, nimmt die Pilzbesiedelung zu. Die Kopfhaut wird dadurch gereizt, rötet sich, juckt und es werden vermehrt Schuppen gebildet.
Aus Sicht des Facharztes für Dermatologie gibt es verschiedene Ursachen für Schuppen. So genannte fettige Kopfhautschuppen stellt der Hautarzt bei denjenigen fest, die zu fettiger Kopfhaut neigen. Oft bereitet ein Hefepilz (Pityrosporum ovale) zusätzliche Probleme. Er gehört zwar zur natürlichen Hautflora, kann sich aber unter günstigen Bedingungen schnell vermehren und dazu führen, dass die Kopfhaut noch mehr schuppt.
Hinter Schuppen können sich aber auch andere Hauterkrankungen verbergen. Dermatologen zählen dazu Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis) oder das seborrhoische Ekzem.
Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind schuppige Flecken im Gesicht und am Kopf. Ein seborrhoisches Ekzem - auch seborrhoische Dermatitis genannt - ist eine nicht ansteckende Entzündung der Haut. Dabei bilden sich vor allem im Gesicht und am Kopf rote oder helle Flecken und fettige Schuppen, die nur selten jucken. Fachleute gehen davon aus, dass unter anderem eine verstärkte Talgbildung (Seborrhoe), Hautkeime wie Pilze und eine geschwächte Abwehr zur Entstehung des Ekzems beitragen.
Bildet sich der schuppige Ausschlag zum ersten Mal im Jugend- oder Erwachsenenalter, tritt es meist immer wieder auf. Typisch für ein seborrhoisches Ekzem sind Hautflecken, die mit gelblichen, fettig glänzenden Schuppen besetzt sind. Auf heller Haut erscheinen die Flecken rot. Auf dunkler Haut sehen die schuppigen Stellen eher wie hellere Flecken aus.
Der Ausschlag kann sich auch auf andere Körperbereiche ausbreiten, häufig über dem Brustbein und auf dem Rücken im Bereich der Brustwirbelsäule. Auch Hautfalten können betroffen sein - zum Beispiel unter der Brust sowie in der Achsel- oder Leistenregion.
Das seborrhoische Ekzem kommt häufig vor: Etwa 3 bis 10 von 100 Menschen haben damit zu tun. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Typischerweise tritt der schuppige Hautausschlag zum ersten Mal im jüngeren Erwachsenenalter oder ab dem 50. Lebensjahr auf.
Die Erkrankung verläuft bei Jugendlichen und Erwachsenen chronisch mit mal mehr, mal weniger stark ausgeprägten Symptomen. Die Hautveränderungen können auch für eine gewisse Zeit ganz abklingen - oft im Sommer.
Wenn schuppige, nicht juckende Hautrötungen oder -aufhellungen an den typischen Stellen auftreten, ist die Diagnose einfach. Meist reichen ein ausführliches ärztliches Gespräch (Anamnese) und eine anschließende körperliche Untersuchung aus. Die Ärztin oder der Arzt versucht dabei vor allem, andere Hauterkrankungen auszuschließen, die dem seborrhoischen Ekzem ähneln können. Dazu gehören die Schuppenflechte (Psoriasis) oder die Neurodermitis (atopische Dermatitis). Bei diesen Erkrankungen verändert sich die Haut aber in der Regel an anderen Körperstellen. Bei Neurodermitis jucken die entzündlichen Hautveränderungen und bestehen auf heller Haut aus unscharf begrenzten Rötungen und teilweise kleinen Bläschen. Auf dunkler Haut wirken von Neurodermitis betroffene Stellen noch dunkler als die umgebende Haut. Außerdem entstehen anstatt Bläschen eher kleine, feste Knötchen (Papeln).
Nur selten sind weitere Untersuchungen erforderlich. So kann mithilfe eines Abstrichs im Labor geprüft werden, ob es sich um eine bakterielle Hautinfektion wie die Borkenflechte handelt.
Jugendliche und Erwachsene können die entzündeten Hautstellen mit bestimmten Medikamenten zum Auftragen behandeln, um die Beschwerden zu lindern.
Zur Behandlung von fettigen Schuppen und seborrhoischem Ekzem stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:
Medikamente einzunehmen, ist in der Regel nicht nötig.
Bei fettigen Schuppen kommt traditionell schuppenlösenden (keratolytischen) Wirkstoffen, z.B. Salizylsäure eine wichtigere Bedeutung zu als bei trockenen Schuppen. Inzwischen gibt es zum Ablösen der fettigen Schuppen verträglichere und mildere Alternativen auf Oliven- oder Jojobaöl-Basis z.B. Psoribene. Diese werden einfach auf der feuchten Kopfhaut einmassiert und nach einigen Minuten mit Wasser abgespült.
Bei Kindern sollte nach neuerem Stand der Forschung ganz auf Salizylsäure verzichtet werden. Auch hier gibt es sehr gute und hautverträgliche Anwendungen zum Ablösen der Schuppen, z.B. Die Kopfhaut pflegen, wobei bei einer feuchtigkeitsspendenden Pflege auf eine ausreichend lange Kontaktzeit mit der Kopfhaut geachtet werden sollte z.B.
Hinweis: Fettige Schuppen können auf eine seborrhoische Dermatitis hinweisen. Im Zweifel suchen Sie einen Arzt, wenn möglich einen Dermatologen, auf. Fragen Sie bei verordneten Kortisonsalben und -tinkturen (z. B. bei einem seborrhoischen Kopfekzem) nach einer begleitenden Feuchtigkeitspflege.
Aber auch hier sollte auf milde Shampoos ohne alkalische Seifen und ohne Cocamidopropylbetain zurückgegriffen werden, da diese die Haut sonst austrocknen oder reizen können. Ebenso gilt dies für Alkohol - zwar entfernt er wirksam den Hauttalg, führt aber auch dazu, dass die Haut im nächsten Schritt besonders viel Talg nachproduziert.
Um das zu verhindern, ist es daher auch bei fettiger Kopfhaut mit Schuppenbildung wichtig, der Haut nach der Haarwäsche mit einem milden, antimykotischen Shampoo wieder ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen. Neben Kortikosteroiden wird deshalb das Antipilzmittel Miconazol eingesetzt.
Auch bei bestehenden Hautkrankheiten wie atopischer und seborrhoischer Dermatitis sowie der Schuppenflechte sollte therapiebegleitend immer eine feuchtigkeitsspendende Pflege auf der Kopfhaut angewendet werden. Oft lässt sich durch eine geeignete und konsequente Pflege langfristig die Menge an eingesetzten Kortikosteroiden reduzieren.
Ein seborrhoisches Ekzem ist harmlos, kann für Jugendliche und Erwachsene aber dennoch belastend sein: Die schuppigen Flecken bilden sich oft im Gesicht und sind dann für andere sichtbar. Zudem können sie einen ein Leben lang begleiten. Wer sich in seiner Haut sehr unwohl fühlt, kann mit seiner Ärztin oder seinem Arzt über Möglichkeiten sprechen, zum Beispiel mithilfe einer Verhaltenstherapie anders mit der Erkrankung umgehen zu lernen.
Die entzündeten Hautstellen aus Scham ständig unter einem dicken Make-up zu verbergen, ist nicht sinnvoll, da dies die Hautporen verschließt. Ab und zu ein leichtes Make-up aufzutragen, ist aber kein Problem. Zur Pflege der Haut eignen sich milde, nicht zu fetthaltige Pflegeprodukte.
Ein besonderer Sonnenschutz ist bei einem seborrhoischen Ekzem nicht nötig. Licht und Luft an die Haut zu lassen, zum Beispiel am Strand, kann die Beschwerden vielmehr lindern. Es genügt, sich je nach Hauttyp angemessen vor UV-Strahlen zu schützen.
Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:
Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:
Gelbe, fettige Schuppen auf der Kopfhaut sind oft ein Zeichen für eine erhöhte Talgproduktion und eine Vermehrung von Hefepilzen. In vielen Fällen handelt es sich um ein seborrhoisches Ekzem. Eine angepasste Haarpflege, gegebenenfalls mit speziellen Shampoos und Cremes, kann die Beschwerden lindern. Bei anhaltenden oder starken Symptomen sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Informationen zusammen:
| Merkmal | Trockene Schuppen | Fettige Schuppen |
|---|---|---|
| Aussehen | Klein, weiß, rieselnd | Größer, gelblich, ölig |
| Ursache | Trockene Kopfhaut, äußere Faktoren | Übermäßige Talgproduktion, Hefepilze |
| Behandlung | Feuchtigkeitsspendende Shampoos, Vermeidung von Reizfaktoren | Antimykotische Shampoos, Salicylsäure |
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