Ganze Körperrasur für Frauen: Tipps und Tricks für eine glatte Haut

Wie rasiert man sich richtig, um nachher nicht unter Rasierpickelchen, Kratzern oder eingewachsenen Haaren zu leiden? Und gibt es überhaupt ein "richtig oder falsch" bei der Rasur? Hier findest du die besten Tipps und Tricks für ein gelungenes und angenehmes Rasiererlebnis.

Das Bedürfnis, sich zu rasieren, hängt von mehreren Faktoren ab und ist immer individuell. Es gibt keinen Standard, der besagt, wie oft sich jemand rasieren sollte. Je nach Geschlecht, Kultur, Jahreszeit und Hauttyp gibt es Menschen, die sich mehr oder weniger rasieren. Im Sommer wirst du deine Beine und Bikinizone sicher öfter rasieren als im Winter. Manche Frauen rasieren sich täglich, andere wiederum nur 1-2 Mal wöchentlich. Je nachdem, ob es um die Entfernung von Haaren im Gesicht, den Beinen oder in der Bikinizone geht, gibt es verschiedene Vorlieben.

Rasierpickel im Intimbereich ● Rasierpickel wegbekommen

Nassrasur vs. Trockenrasur

Man unterscheidet zwischen der Nassrasur und der Trockenrasur. Je nach Hauttyp, Situation und Gewohnheit musst du die perfekte Rasierart für dich entdecken.

Nassrasur

Wie der Name schon sagt, führt man die Nassrasur bei nasser oder feuchter Haut durch. Du benötigst scharfe Rasierklingen. Vor der Prozedur sollte die Haut mit warmem Wasser abgeduscht werden. Bei Bedarf kann Rasierschaum oder Rasierseife verwendet werden. Beide machen die Haut geschmeidiger und die Haare weicher und lassen die Rasierklinge glatt über die Haut gleiten. Somit werden Verletzungen während der Rasur minimiert.

Wichtig ist es, die Rasierklinge regelmäßig zu wechseln, denn abgenutzte Rasierklingen erhöhen die Verletzungsgefahr und irritieren die Haut. Pickelchen, Schnitte und Juckreiz sind dann die Folgen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Rasierklingen ein Nassrasierer hat, desto besser. Die meisten Rasierer besitzen drei bis vier Klingen.

Die Nassrasur erzielt meist gründliche Ergebnisse. Die nassen, weichen Haare sind besser zu schneiden als trockene.

Trockenrasur

Für die Trockenrasur nimmt man am besten elektrische Geräte wie einen Rasierapparat oder ein Rasiermesser. Die Trockenrasur ist schonender für die Haut, eignet sich aber nicht für langzeitige Erfolge.

Die Trockenrasur ist einfacher als die Nassrasur, hat jedoch auch mehr Nachteile wie ein höheres Verletzungsrisiko und kürzere Effekte. Die Nassrasur erfordert eine Vorbereitung der Haut mit Peeling und warmen Wasser.

Tipps für die Trockenrasur:

  • Wähle einen guten Rasierer: Ein guter Rasierer sollte scharfe Klingen haben.
  • Die meisten Rasierer besitzen mehrere Klingen, wodurch Hautirritationen wie Rötungen oder Rasierpickel vermieden werden.

Vorbereitung der Haut

Führe die Rasur am besten unter einer warmen Dusche durch. Die Haut und Haare werden durch das warme Wasser weicher und lassen sich besser rasieren. Rasierschaum, Rasiergel oder Rasierseife: Alle drei bilden eine schützende Schicht auf der Haut, wodurch der Rasierkopf noch besser gleiten kann. Schnittwunden und Pickel gehören somit der Vergangenheit an.

Weitere Tipps zur Hautvorbereitung:

  • Reinige deine Gesichtshaut und den Bart zunächst mit warmem Wasser.
  • Wähle die richtigen Produkte für deinen Hauttyp: Gel ist aufgrund des geringen Fettanteils besonders für Mischhaut oder fettige Haut geeignet. Bei empfindlicher Haut wird Rasiercreme empfohlen. Diese sollte einmassiert und danach der Schaum aufgetragen werden.
  • Lass den Pinsel kurz in warmem Wasser einwirken, um deine Produkte optimal aufzuschäumen. Trage den Schaum in kreisenden Bewegungen auf deinen Bart.

Die richtige Rasurtechnik

Beine werden gegen die Haarwuchsrichtung rasiert, Achseln und Intimbereich sind etwas komplizierter. Halte bei der Beinrasur den Rasierer gut fest und führe ihn in einem geringen Winkel über die Haut.

Weitere Tipps zur Rasurtechnik:

  • Mach kurze Rasierzüge ohne Druck und in Wuchsrichtung. Der optimale Winkel zwischen Hautoberfläche und Gesichtsbehaarung liegt bei ca. 30 Grad. Um überall dran zu kommen, kannst du den Kopf in den Nacken legen.
  • Die Klinge solltest Du zudem in langsamen und gleichmässigen Zügen über die Haut führen und darauf achten dass immer genug Gleitmittel (Duschgel reicht aus) auf der Haut vorhanden ist. Die Klinge nur mit sanftem Druck führen.

Intimrasur

Die Intimzone gehört zu den sensibelsten Stellen unseres Körpers. Bei der Rasur solltest du deshalb sorgsam und umsichtig vorgehen - die richtige Technik ist hier wichtig.

Tipps für die Intimrasur:

  • Stutze dein Schamhaar vor der Rasur: Lange Haare verstopfen die Klingen und verhindern eine glatte Rasur.
  • Verwende Schaum oder Rasiergel: Beide weichen die Schamhaare auf und die Klinge kann diese leichter erfassen. Viele Produkte sind mit pflegenden Stoffen angereichert und verwöhnen die Haut.
  • Rasiere in Haarwuchsrichtung: Indem du mit wenig Druck in Haarwuchsrichtung rasierst, vermeidest du Entzündungen und schonst die Poren.
  • Rasiere nie über gereizte Haut: Wenn du Irritationen im Intimbereich hast, sollte mit der Rasur gewartet werden, bis die Symptome abklingen.
  • Trage Baumwollunterwäsche: Baumwollunterwäsche ist angenehm zu tragen, atmungsaktiv und saugt Schweiß auf.

Pflege nach der Rasur

Verwöhne deine Haut nach der Rasur mit reichhaltigen Produkten wie Öl oder Cremes oder trag feuchtigkeitsspendende Lotionen auf.

Weitere Tipps zur Pflege nach der Rasur:

  • Wasch dir das Gesicht mit kaltem Wasser ab und trag After Shave auf.
  • Trockne das Gesicht vorsichtig mit einem Handtuch ab und pflege die gereizte Haut mit beruhigenden Produkten.
  • Mit der richtigen Pflege lässt sich aber auch deine Bikinizone nach der Rasur gekonnt beruhigen und verwöhnen.

Verschiedene Rasierer für verschiedene Körperteile?

Definitiv Ja! Die gemeinsame Nutzung eines Rasierers ist unhygienisch. Zudem sollten Frauen einen anderen Rasierer als Männer verwenden, da Ihre Haut und Körperbehaarung andere Ansprüche an die Rasur stellt. Das Risiko einer Übertragung von Infektionen und Geschlechtskrankheiten wird durch die gemeinsame Nutzung eines Rasierers erhöht.

Haare wachsen an verschiedenen Körperregionen unterschiedlich stark. Deshalb solltest Du dafür verschiedene Klingen nehmen. So vermeidest Du auch Hautreizungen, unregelmässige Stoppeln oder schlimmstenfalls das einwachsen von Haaren was zu schlimmen Entzündungen führen kann.

Alternativen zur Rasur

Wer zu Rasurbrand neigt und auf die Haarentfernung nicht verzichten möchte, kann auch andere Methoden ausprobieren. Beliebt neben der Rasur mit Trocken- oder Nassrasierer sind spezielle Enthaarungscremes. Sie enthalten Stoffe, die über eine chemische Reaktion die Hornsubstanz der Haare über der Hautoberfläche aufweichen und dazu führen, dass sich die Haare leicht ablösen lassen.

Weitere Alternativen sind:

  • Epilation: Eine weitere Methode der Haarentfernung ist die sogenannte Epilation, bei der das Haar nicht gekürzt, sondern samt Wurzel ausgerissen wird. Das funktioniert entweder mit Wachs oder mit elektrischen Epiliergeräten.
  • Lasern: Wer Haare an bestimmten Körperstellen dauerhaft entfernen möchte, kann auf die Behandlung mit einem Lasergerät setzen. Dabei wird das Haar bis in die Wurzel zerstört, sodass es nicht mehr nachwachsen kann.
  • Enthaarungscremes: Enthaarungscremes oder „Depilationscremes“ werden verwendet, um Haare chemisch vom Ansatz her aufzulösen.

Tabelle: Vergleich der Haarentfernungsmethoden

Methode Vorteile Nachteile
Nassrasur Gründlich, schnell Hautirritationen, Schnitte
Trockenrasur Schonend, einfach Weniger gründlich
Epilation Langanhaltend Schmerzhaft
Lasern Dauerhaft Teuer, mehrere Sitzungen nötig
Enthaarungscreme Schmerzfrei Kann Hautreizungen verursachen, unangenehmer Geruch

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