Weiße Schuppen auf Haaren oder Kleidung können sehr unangenehm sein. Nicht selten entwickelt sich parallel ein Juckreiz auf der Kopfhaut. Dabei wird in trockene und fettige Schuppen unterteilt. Trockene resultieren unter anderem durch von Hitze oder Heizungsluft verursachter trockener Kopfhaut. Fettige Schuppen kommen meist von einer Talg-Überproduktion.
Doch was hilft, um sie langfristig loszuwerden? Am besten eignen sich spezielle Anti-Schuppen-Shampoos. Achte auf Produkte, die auf trockene oder fettige Schuppen abgestimmt sind, sowie auf einen pH-Wert von 5,5. Dieser ist wohltutend für die Haut und reizt diese nicht. Nach etwa 4 Wochen Anwendung solltest du erste Ergebnisse sehen.
Viele Menschen versuchen deshalb mit Anti-Schuppen-Shampoos die Beschwerden unter Kontrolle zu bringen. Anti-Schuppen-Shampoos sollen irritierte Kopfhaut von Schuppen befreien, ohne sie dabei zu reizen (Symbolbild). Anti-Schuppen-Shampoos versprechen Hilfe, wenn die Kopfhaut juckt und schuppt. Und die Regale von Supermärkten und Drogerien sind voll von entsprechenden Produkten, die Abhilfe verschaffen sollen.
Schuppen auf der Kopfhaut können verschiedene Ursachen haben. (Quelle: Öko-Test)
Eine aktuelle Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test von 50 Anti-Schuppen-Shampoos zeigt aber: Viele der dabei eingesetzten Inhaltsstoffe sind problematisch. Öko-Test hat in seiner neusten Ausgabe 50 Schuppen-Shampoos unter die Lupe genommen. Eigenmarken von Drogerien, (Bio-) Supermärkten und Discountern, Shampoos aus der Apotheke und von namhaften Kosmetikherstellern wurden auf umstrittene und bedenkliche Inhaltsstoffe getestet.
Die Preise der Produkte lagen zwischen 42 Cent und fast 25 Euro pro 250 Milliliter. Die Hälfte der getesteten Produkte bekam die Note 1 ("sehr gut") und Note 2 ("gut"). Zehn Produkte enttäuschten mit dem Ergebnis der Note 6 ("ungenügend").
Einige Anti-Schuppen-Mittel enthalten Wirkstoffe, die die Ursache der Schuppen, also das Pilzwachstum, eindämmen sollen. Einige Hersteller greifen dabei zu Piroctonolamin. Ein Wirkstoff, der auch aus Sicht der Tester eine gute Wahl ist, da er mild und relativ gut verträglich ist. In der Untersuchung fanden die Tester Piroctonolamin in 31 Anti-Schuppen-Shampoos.
Die Produkte enthalten sogenannte Antimykotika, Wirkstoffe, die bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. Deren Stoffwechselprodukte reizen die Haut und rufen Entzündungen hervor. Die Folgen sind Schuppen, manchmal auch Rötungen und Juckreiz.
Der Großteil der getesteten Shampoos enthält den Stoff Piroctonolamin, um das Pilzwachstum einzuschränken. Die konventionellen Anbieter verwenden dafür oft Piroctonolamin. Diesen Wirkstoff enthalten 31 Shampoos im Test. Aus unserer Sicht ist er die beste Wahl im konventionellen Bereich. Studien haben gezeigt, dass er das Pilzwachstum einschränkt. Zugleich ist er relativ mild und gut verträglich.
Zertifizierte Naturkosmetik-Produkte dürfen den synthetischen Wirkstoff dagegen nicht enthalten und arbeiten stattdessen mit Pflanzenextrakten und -ölen wie Rosmarin, Brennessel und Wacholder. Diese Pflanzenauszüge haben eine leicht antimikrobiell Wirkung, Brennnessel soll außerdem die Talgproduktion mindern.
Zertifizierte Naturkosmetikshampoos, die im Test untersucht wurden, arbeiten stattdessen mit Pflanzenextrakten und -ölen, wie Rosmarin, Wacholder und Brennnessel. Letzteres soll leicht antimikrobiell wirken und zudem die Talgproduktion reduzieren.
Für den Test wurden die Inhaltsstoffe der Shampoos analysiert. Synthetische Wirkstoffe wie Piroctonolamin sind mild und gut verträglich, können in Naturkosmetikpropdukten allerdings nicht verwendet werden. Dort werden stattdessen antimikrobielle Pflanzenextrakte und -öle im Kampf gegen die Schuppen eingesetzt. Darunter: Rosmarin, Brennnessel, Wacholder oder Weizenkeimöl.
Testsieger ist Naturkosmetik Alle getesteten Shampoos von zertifizierter Naturkosmetik haben die Bestnote "sehr gut" erhalten.
In anderen Anti-Schuppen-Shampoos stecken dagegen Stoffe, die die Tester kritisch sehen, darunter Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid. Climbazol wirkt zwar gegen Schuppen, gehört aber zur Gruppe der halogenorganischen Verbindungen, von denen einige als allergieauslösend, andere sogar als krebserregend gelten. Von Climbazol ist bekannt, dass es sich in Gewässern und Sedimenten anreichert.
Den Einsatz der Wirkstoffe Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid kritisieren die Tester. Sie sind zwar wirksam, aber Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an. Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend.
Zinkpyrithion und Selendisulfid können dagegen die Haut reizen und haben nach Ansicht der Verbraucherschützer nichts auf einer gereizten Kopfhaut verloren.
Im Veträglichkeitstest von „Öko-Test“ waren nur zwölf der 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos komplett frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Diese zwölf Produkte (darunter auch alle Naturkosmetik-Shampoos) haben die Bestnote „sehr gut“ erhalten.
Zudem fanden die Tester Formaldehyd/-abspalter und PEG-Verbindungen: Klare Kritik und entsprechend Punktabzug gab es für die Männershampoos von Head & Shoulders und Dercos von Vichy für geringe Mengen Formaldehyd/-abspalter. Formaldehyd kann die Schleimhäute reizen und ist deshalb in Kosmetik eigentlich verboten.
Seit Langem ist bekannt, dass Formaldehyd Schleimhäute reizen kann. Im Männershampoo von "Head & Shoulders" und im "Dercos" von Vichy hat das Labor geringe Mengen Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen.
Ein Großteil der Schuppenshampoos enthält PEG-Verbindungen. Als waschaktive Substanzen sorgen sie für einen schönen Schaum, können die Haut aber durchlässiger für Fremdstoffe machen.
Die Mehrzahl der konventionellen Shampoos enthält zudem PEG/PEG-Derivate. Diese dienen oft als waschaktive Substanzen und sorgen für einen schönen Schaum. Aber sie können die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe machen.
Auch Duftstoffe wie Lilial und künstlicher Moschusduft haben nach Ansicht der Tester nichts in Kosmetik für gereizte Kopfhaut zu suchen. Lilial zeigte in Tierversuchen eine fortpflanzungsschädigende Wirkung, künstliche Moschusdüfte können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern.
Immerhin 12 der getesteten Anti-Schuppen-Shampoos schneiden mit der Note „sehr gut“ ab und sind nach Meinung der Verbraucherschützer damit uneingeschränkt zu empfehlen. Wert legten die Tester dabei auch darauf, ob für die Kunststoffverpackungen recycelter Kunststoff, sogenannte Rezyklate, verwendet wurden.
Alle getesteten Shampoos von zertifizierter Naturkosmetik haben die Bestnote "sehr gut" erhalten.
Unter ihnen befinden sich die günstige Eigenmarke von dm Alverde Anti-Schuppen Shampoo Bio-Paranuss Bio-Rosmarin (2,44 Euro) sowie die etwas teurerem, aber hochwertigen Marken, wie Weleda Weizen Schuppen-Shampoo (6,26 Euro) oder Bioturm Shampoo Schuppen (7,44 Euro). Diese Shampoos enthalten unter anderem Rosmarin oder Weizenkeimöl, die gereizte Kopfhaut beruhigen und auch pur angewandt werden können.
Unter den konventionellen Produkten mit dem synthetischen Stoff Piroctonolamin befinden sich neben drei "sehr gut" bewerteten Shampoos auch viele für "gut" befundene Produkte.
Die Testsieger:
Weitere (Sehr) gut bewertete Shampoos:
Sehr gut im Test (saldo 16/2022):
Unter den Testverlierern finden sich dagegen viele bekannte Marken, wie „das“ Anti-Schuppen-Shampoo Head & Shoulders der Firma Procter & Gamble oder Produkte von Herstellern, die eigentlich mit besonderer Verträglichkeit werben, wie Vichy:
Die Shampoos sollten gründlich einmassiert werden.Wer zu Anti-Schuppen-Shampoos mit Antimykotika greift, muss beachten, dass diese direkt auf der Kopfhaut wirken. Deshalb müssen die Shampoos durch sanftes Einmassieren dorthin gelangen und hier etwa eine Minute verbleiben.
Nach dem Waschen die Haare nicht zu heiß föhnen, das strapaziert die Kopfhaut unnötig. Um nach dem Waschen die Haare rasch zu trocknen, benutzen viele Menschen einen Haartrockner. Achte darauf, deine Haare nicht klitschnass zu föhnen, sondern nach dem Waschen kurz in einem Handtuch zu trocknen. Nutzt du den Fön regelmäßig, empfiehlt sich ein Hitzeschutz, um die Haarstruktur vor zu hohen Temperaturen zu bewahren. Es legt sich wie ein schützender Film über jede Strähne und bewahrt die Feuchtigkeit im Inneren.
Zusätzliche Pflegeprodukte wie Kuren oder Spülungen sollten deshalb nicht direkt am Haaransatz aufgetragen werden, damit der Anti-Schuppen-Wirkstoff nicht gleich wieder weggespült wird. Darüber hinaus helfen auch frische Luft und Sonne unterstützend. Lassen die Schuppen nach, reicht es, das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis dreimal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen.
Sobald sich eine Besserung der Schuppen zeigt, empfiehlt Öko-Test, die Anti-Schuppen-Shampoos nur noch ein bis drei Mal die Woche anzuwenden und dazwischen auf milde Alternativen umzusteigen. Stellt sich trotz Anti-Schuppen-Mittel keine Besserung ein, sollten Betroffene dagegen Rat bei einer Dermatologin oder einem Dermatologen einholen, um auszuschließen, dass eine Neurodermitis oder Schuppenflechte hinter den Beschwerden steckt.
Wer zu trockenen Schuppen neigt, sollte milde Shampoos wählen und die Haare nicht zu häufig waschen. Auch auf Haarspülungen, fettige oder alkoholhaltige Produkte sollten Verbraucher mit Schuppen besser verzichten.
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