Frühe graue Haare: Ursachen, Mythen und was man dagegen tun kann

Es geht wohl vielen von uns so: Entdeckt man im Spiegel das erste graue Haar, zuckt man schon ein bisschen zusammen. Schließlich verbinden viele das Ergrauen mit dem Älterwerden. Doch wieso werden Haare grau und lässt sich dieser Prozess vielleicht aufhalten?

Wann man graue Haare bekommt, darüber entscheiden unter anderem die Gene - und gelegentlich unsere Psyche, zum Beispiel dann, wenn wir unter zu viel Stress leiden.

Was sind graue Haare?

Graue Haare verbinden wir zwangsläufig mit dem Älterwerden. Docr Medizin Canities genannt. Graue Haare entstehen meist im fortschreitenden Alter, wenn im Haar die Produktion des natürlichen Farbpigments Melanin abnimmt. Dies führt dazu, dass Haare grau werden.

Sicher ist Dir schon aufgefallen, dass manche Menschen graue Haare haben und andere wiederum weißes Haar. Hierzu gibt es eine Besonderheit: Graue Haare entstehen, wenn die in den Haarfollikeln enthaltenen Pigmentzellen (Melanozyten) weniger Melanin produzieren. Dieses Farbpigment ist für die Haarfarbe eines Menschen verantwortlich, ganz gleich, ob er blondes, rotes, braunes oder schwarzes Haar hat.

Lässt die Produktion dieses Pigments nach, erscheinen die Haare grau oder weiß. Weißes Haar ist das Resultat davon, dass die Melanozyten die Produktion des Farbpigments vollständig eingestellt haben. Übrigens: Weißes Haar gibt es so gesehen gar nicht. Es erscheint nur weiß, weil es durch den Mangel an Melanin das Licht reflektiert.

Um zu verstehen, warum Haare grau werden, ist es gut zu wissen, wie Haare zu ihrer natürlichen Farbe kommen. Spezielle Farbzellen in den Haarwurzeln geben Pigmente an die Haarzellen ab. Die Farbkörnchen lagern sich in die Hornschichten des Haarschaftes ein, der den sichtbaren Teil der Haare bildet. Diese Farbzellen heißen Melanozyten.

Sie stellen den Farbstoff Melanin her, der namensgebend ist. Die große Vielfalt an natürlichen Haarfarben verdanken wir zwei Sorten von Melanin-Farbkörnchen: dem schwarz-braunen Eumelanin und dem rot-gelben Phäomelanin. Das Mischungsverhältnis der beiden Stoffe sowie die Gesamtmenge an Pigmenten, die das einzelne Haar speichert, entscheiden über die Haarfarbe.

Mit zunehmendem Alter lässt die Funktion der Zellen nach, die das Melanin produzieren. Die Haare lagern weniger Farbstoff ein. Die Folge: sichtbar graues Haar. Das Grau ist allerdings eine optische Täuschung. Der Farbton entsteht, weil noch pigmentierte und bereits depigmentierte Haare nebeneinander liegen. Ein weiterer Effekt kommt dazu: Anstatt von Pigmenten lagern die Haare Sauerstoffbläschen ein. Brechen sie das Licht, erscheint das Haar weiß. Eigentlich sind die Haare farblos.

Wieso werden Haare grau?

Wieso werden Haare grau, und wann und warum bekommt man graue Haare? Die Ursachen für graue Haare sind genetischer, gesundheitlicher und altersbedingter Natur. Aber auch Lebensgewohnheiten spielen bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Was genau im Haar und den Melanozyten bei Stress geschieht, ist noch nicht ganz geklärt.

Unsere Veranlagung bestimmt, wann und wie ausgeprägt wir graue Haare bekommen. Aus einer Studie geht hervor, dass Rauchen tatsächlich das Risiko für graue Haare steigert. Fast jeder bekommt graue Haare, die übrigens nicht nur am Kopf auftreten. Die Brustbehaarung und der Bart bei Männern sowie die Augenbrauen-, Achsel- und Schambehaarung bei Männern und Frauen werden im Laufe der Jahre grau bzw. weiß.

Weitere Faktoren, die das Ergrauen der Haare beeinflussen können:

  • Hormonelle Veränderungen
  • Genetische Veranlagung
  • Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Stress
  • Mineralstoff- oder Vitaminmangel (zum Beispiel Eisenmangel)
  • Übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum

Insgesamt begünstigen alle genannten Faktoren das Ergrauen der Haare. Sie haben zudem Einfluss auf den Zeitpunkt, also ab wann man graue Haare bekommt.

Ab wann graue Haare auftreten, ist genetisch bedingt. Manche Menschen bekommen graue Haare bereits mit Anfang 20, was gar nicht mal so selten ist.

Bei den meisten Menschen erscheinen graue Haare zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr. Neben den Erbinformationen können wohl Luftverschmutzung, ultraviolette Strahlung, Rauchen und eine Mangelernährung das Ergrauen der Haare begünstigen. Vermutlich führen diese Faktoren dazu, dass sich freie Sauerstoffradikale (Reactive Oxygen Species, ROS) bilden. Sie schädigen die Zellen, die für den Farbnachschub sorgen.

Frühzeitiges Ergrauen

Beim Ergrauen in jüngeren Jahren spricht man vom frühzeitigen Ergrauen (canities praecox). Der Zeitpunkt unterscheidet sich: Bei hellhäutigen Menschen spricht man von vorzeitigem Ergrauen, wenn sie unter 20 Jahre alt sind, bei Asiaten vor dem 25. und bei Afrikanern vor dem 30. Lebensjahr.

Der genaue Mechanismus, der dahintersteckt, ist noch immer nicht gut verstanden. Neben der Genetik könnten bestimmte Medikamente dafür verantwortlich sein, etwa Mittel, die vor Malaria schützen. Außerdem Infektionen wie HIV (Humanes Immunschwächevirus) sowie einige seltene, genetische und immunologische Erkrankungen. Sie behindern die Melaninproduktion, sodass dem Körper die Farbpigmente fehlen.

Vorrangiges Therapieziel beim vorzeitigen Ergrauen: mögliche Auslöser erkennen und behandeln. Die grauen Haare selbst haben keinen Krankheitswert, sie gelten für manche eher als ästhetischer Makel.

Dass Stress und graue Haare zusammenhängen, vermutet man schon eine Weile. Lange Zeit fehlte jedoch der wissenschaftliche Nachweis, obwohl Forschende die biochemischen und molekularen Veränderungen im Haarfollikel immer besser verstehen. Mittlerweile gibt es einige Studien, die die Zusammenhänge bestätigen und erklären, welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen könnten.

Graue Haare zu früh? Ursachen verstehen und vorbeugen – Andrew Huberman

Große Aufmerksamkeit erregte etwa 2021 eine Publikation des Vagelos College of Physicians and Surgeons der US-amerikanischen Columbia University. Die Studie untersuchte zwar nur 14 Probanden. Allerdings etablierten die Autoren eine neue Methode, die das Ergrauen von Haaren auf präzise Weise messbar macht. Sie nahmen hochdetaillierte Bilder von winzigen Scheiben menschlichen Haars auf, um dann den Pigmentverlust zu messen. Jede Scheibe war ein Zwanzigstel Millimeter breit, was etwa einer Stunde Haarwachstum entspricht. Die Farbe der einzelnen Haarabschnitte verglichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den Stresstagebüchern der Teilnehmenden.

So wie die Wachstumsringe eines Baumes die Informationen der letzten Jahrzehnte im Leben des Baumes speichern, halten die Haare Informationen über unsere biologische Vergangenheit fest, so das Fazit der Autoren. Stress kann nicht nur grau, sondern sogar richtig krank machen. Das sind die gesundheitlichen Folgen von Dauerstress.

Wieso werden Haare durch Stress grau?

Der Grund: Solange sich Haare noch als Follikel in der Haut befinden, werden sie von Stresshormonen und zahlreichen anderen Prozessen beeinflusst, die sich in unserem Körper und Geist abspielen. Um zu verstehen, welche Prozesse ganz konkret dabei wirksam sind, haben die US-amerikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Tausende Eiweiße in den Haaren der Probanden bestimmt. Änderte sich die Haarfarbe, veränderten sich auch rund 300 Proteine, die teilweise den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien beeinflussen. Die Mitochondrien gelten als die Kraftwerke der Zellen, die die Energie für jegliche Prozesse im menschlichen Körper bereitstellen. Offenbar reagieren sie auch auf eine Reihe von Signalen, etwa auf psychischen Stress. Möglicherweise vermitteln sie über Veränderung bestimmter Proteine die entsprechenden Informationen an die Melanozyten in den Haarwurzeln.

Können Haare durch Stress plötzlich grau werden?

Dass Menschen bei großem Stress plötzlich über Nacht graue Haare bekommen, ist ein Mythos, befeuert von Legenden wie der um Marie-Antoinette. Das Haar der in Ungnade gefallenen französischen Königin soll 1791 über Nacht grau geworden sein, kurz bevor sie geköpft wurde. Gleiches soll Karl Marx passiert sein, weil er sich über den Tod seines achtjährigen Sohns Edgar grämte.

Die Biologie widerspricht der Erzählung: Haar, das einmal aus dem Follikel gewachsen ist, verändert seine Farbe nicht mehr. Sobald es aus dem Haarfollikel austritt und die Kopfhaut verlässt, bleibt es unverändert. Die Pigmente, die den Haaren ihre Farbe verleihen, können nicht herausfallen. Ergrauen ist vielmehr ein schleichender Prozess. Die Haare sprießen pro Monat rund einen Zentimeter, sodass die natürliche Haarfarbe langsam herauswächst.

Können graue Haare wieder verschwinden?

Graue Haare: Warum verschwinden sie nicht einfach? In der Regel ist die Entstehung grauer Haare ein fortschreitender Prozess. Sind sie jedoch durch Lebensstilfaktoren, Medikamente oder eine behandelte Erkrankung entstanden, können graue Haare wieder verschwinden.

Wenn Stress Haare grau werden lässt, kehrt dann durch Erholung und Entspannung die natürliche Haarfarbe zurück? Zumindest einem Teilnehmer der US-Studie wuchsen ein paar Haare in seiner ursprünglichen Farbe nach, während er im Urlaub war. „Unsere Daten zeigen, dass das Altern des Menschen kein linearer, festgelegter biologischer Prozess ist, sondern zumindest teilweise aufgehalten oder sogar vorübergehend rückgängig gemacht werden kann“, erklärte Martin Picard, Verhaltensmediziner und Hauptautor der Studie, in einer Pressemitteilung der Universität.

Allerdings dämpfte der Experte allzu große Hoffnungen: „Auf der Grundlage unserer mathematischen Modellierung gehen wir davon aus, dass das Haar einen Schwellenwert erreichen muss, bevor es grau wird“, so Picard. „In der Lebensmitte, wenn das Haar durch das biologische Alter und andere Faktoren sich dem Schwellenwert nähert, kann Stress es über diese Schwelle hinausschieben, sodass es grau wird.“ Es sei daher nicht davon auszugehen, dass ein 70-Jähriger, der seit Jahren grau ist, durch Entspannung wieder dunkle Haare bekommt, oder dass Megastress bei einem 10-Jährigen ausreicht, um sein Haar ergrauen zu lassen.

Einmal grau, immer grau? Die Forschung ist daran, das zu ändern. "Früher galt graues Haar als unumkehrbar. Doch heute wissen wir, dass es zumindest teilweise reversibel ist", so Dr. Ahlemann. Vielleicht kennen Sie das selbst: Manchmal taucht eine Haarsträhne auf, die an der Spitze gefärbt, in der Mitte grau und am Ansatz wieder gefärbt ist. Das zeigt, dass es eine zwischenzeitliche Phase des Ergrauens gab.

"Nach unserem heutigen Wissensstand scheint es erwiesen, dass das Ergrauen in Teilen, möglicherweise in der Zukunft sogar vollständig, umkehrbar ist. Durch welche konkreten Maßnahmen, wissen wir allerdings noch nicht". Laut der Ärztin fehlt es noch an Forschung, doch die Wissenschaft sei in diesem Bereich bereits sehr aktiv.

Inwieweit eine Umkehr der Ergrauung möglich wäre, scheint vor allem abhängig vom Auslöser zu sein: Ist das Ergrauen ein Zeichen des natürlichen Alterungsprozesses oder der Genetik, ist es höchstwahrscheinlich nicht reversibel. Ist aber der ungesunde oder stressige Lebensstil daran beteiligt, sieht das anders aus: Die Ergebnisse einer Studie der Columbia University deuten auf einen reversiblen Zusammenhang zwischen chronischem Stress und grauen Haaren hin.

Die Forscher:innen konnten anhand der Proband:innen zeigen, dass durch Reduktion von chronischem Stress einige zuvor ergraute Haare wieder in einen pigmentierten Zustand zurückgebracht werden konnten. In den Studienergebnissen sprechen Forscher:innen jedoch auch von einer sogenannten alterstechnischen Grauschwelle, die über den Erfolg entscheidet: Im mittleren Alter kann die Stressreduzierung zur Repigmentierung führen, im Alter von 70 wird die plötzliche Entspannung jedoch keinen Einfluss nehmen - zumindest nicht auf die grauen Haare.

Was kann man gegen graue Haare tun?

Leider (noch) nicht viel. Die gute Nachricht: Graue Haare sind in der Regel kein medizinisches Problem, manche empfinden sie jedoch ästhetisch als störend: Zumindest früh ergraute Haare werden vielfach immer noch als Anzeichen für vorzeitiges Altern und eine ungesunde Lebensweise wahrgenommen.

Wer graue Haare hat und dazu steht, kann dafür sorgen, dass der Schopf gesund, glänzend und kräftig aussieht. Neben der richtigen Pflege ist etwa ausreichend Schlaf ein Faktor, der bei der Haarpflege unterschätzt wird. Das Schlafhormon Melatonin (nicht zu verwechseln mit Melanin, das den Haaren ihre Farbe verleiht), das vor allem im Dunkeln gebildet wird, scheint das Haarwachstum anzukurbeln. Zudem ist eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Eiweiß ein Segen für gesunde Haare und Nägel.

Ironischerweise sind die aber nicht immer das Beste für Haut und Haare - sondern führen mitunter zu allergischen Reaktionen, Entzündungen und Haarausfall.

Methoden gegen graue Haare

  • Renaturieren
  • Färben
  • Tönen
  • Hausmittel
  • Tabletten
  • Vitamine, um Mängel auszugleichen

Graue Haare renaturieren - zurück zur alten Farbe

Durch das sogenannte Renaturieren können graue Haare wieder verschwinden. Mehr noch: Sie bekommen ihre alte Farbe zurück. Anders als beim Färben werden dabei keine körperfremden Farbstoffe genutzt, um die Haarfarbe zu überdecken. Stattdessen werden die Substanzen dort ins Haar eingelagert, wo die natürlichen Pigmente fehlen. Das geschieht auf zwei unterschiedlichen Wegen:

  • Eumelanin: Einige Mittel enthalten Eumelanin. Dabei handelt es sich um den dunklen Anteil des Melanins. Dementsprechend ist es nur für die Behandlung dunkler Haartypen geeignet. Das Mittel muss mehrmals angewendet werden, bis es sich in ausreichender Konzentration und Farbkraft an den pigmentfreien Stellen der Haare anreichert. So werden graue Haare tatsächlich wieder dunkel. Es repigmentiert aber nicht alle ursprünglichen Haarfarben, da es nur Eumelanin enthält. Blonde und rötliche Haartöne lassen sich nicht wiederherstellen, da es bislang noch kein künstliches Rotpigment gibt. Wer also einen rotbraunen Haarton hatte, bekommt nur das Braun zurück. Das gilt auch für blonde Haare.
  • Mittel mit Bleiacetat: Andere Produkte enthalten Bleiacetat, das mit den Schwefelteilchen der Haarsubstanz und dem Luftsauerstoff reagiert. Dabei bilden sich schwarze Bleisulfid-Pigmente. Im Lauf der mehrwöchigen Anwendung lagern sich diese immer dichter an jenen Stellen im ergrauten Haar ab, an denen sich die Lufteinschlüsse befinden. Sie fungieren als Ersatzpigment. Auf diese Weise ist es möglich, die ursprüngliche Haarfarbe zurückzubekommen. Experten warnen vor den gesundheitlichen Risiken des Bleiacetats. Toxikologen der Universität Kiel fanden heraus, dass das giftige Schwermetall Blei des Bleiacetats über die Kopfhaut in den Körper gelangt. Es kann sich in den Knochen ablagern und schwere Schäden an Nervensystem und dem blutbildenden Knochenmark verursachen.

Graue Haare färben und tönen

Alternativ zu den Methoden der sogenannten „Renaturierung“ können Sie graues Haar auch färben. Vor allem Frauen versuchen auf diese Weise, graue Haare zu überdecken.

Eine Tönung eignet sich nicht immer für graue Haare. Ob das Ergebnis zufriedenstellend ausfällt, hängt stark von dem Weißanteil der Haare ab: Bis zu einem Weißanteil von 30 Prozent deckt eine Tönung das pigmentlose Haar noch vollständig ab. Liegt der Anteil jedoch darüber, greifen Sie besser zur Haarfarbe.

Mit Hausmitteln gegen graue Haare

Manche Menschen schwören darauf, dass bestimmte Lebensmittel gegen graue Haare helfen - ganz ohne färben zu müssen. Ein Beispiel ist die Annahme, Apfelessig wirke gegen graue Haare. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür nicht. Fest steht nur: Apfelessig enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Davon profitiert möglicherweise auch die Kopfhaut. Anwender verdünnen vier Esslöffel Apfelessig mit kaltem Wasser und nutzen die Mischung als Spülung nach dem Haarewaschen.

Auch Reiswasser ist manchmal im Gespräch, wenn es darum geht, grauen Haaren Farbe zurück zu bringen. Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Reiswasser auf die Haare gibt es kaum. Bewiesen ist lediglich, dass Reiswasser viele Proteine enthält. Diese sind grundsätzlich gut für die Gesundheit der Haare.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Melanin-Tabletten gegen graue Haare

Die Pharmaindustrie wirbt mit Melanin-Tabletten als Alternative. Dabei handelt es sich um eine Art Nahrungsergänzungsmittel, das die Pigmentproduktion in den Haaren wieder ankurbeln soll. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, ist nicht Melanin, sondern Tyrosin in den Tabletten enthalten. Diese Aminosäure benötigt der Körper in ausreichender Menge, um Melanin zu produzieren.

Wie gut Melanin-Tabletten jedoch gegen graue Haare wirken, ist nicht eindeutig geklärt. Bislang gibt es nur wenig Forschung auf diesem Gebiet.

Vitamine gegen graue Haare

Manche Menschen versuchen mit Vitaminen, grauen Haaren entgegenzusteuern. Der Hintergrund: Wissenschaftlerinnen fanden in Studien heraus, dass in vielen Fällen ein Vitamin B12-Mangel Ursache für graues Haar ist. Wichtig sind auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen und Kupfer. Während Eisen für eine gute Durchblutung sorgt, ist Kupfer an der Bildung von Melanin beteiligt.

Die Ernährung ist wichtig für die Gesundheit. Diese sind nur dann sinnvoll, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht. Klären Sie dies vor einer Einnahme mit Ihrem Arzt ab.

Graue Haare richtig pflegen

Im Handel sind mittlerweile zahlreiche Haarpflegeprodukte speziell für graue Haare erhältlich. Sie enthalten Pflegesubstanzen, die dem Haar Feuchtigkeit und Elastizität zurückgeben sollen. Graue Haare an sich benötigen keine besondere Pflege. Jedoch wirkt sich das fortschreitende Alter auf die Struktur der Haare aus: Es wird mit den Jahren trockener und brüchiger.

Stellen Sie eine Veränderung fest, greifen Sie zu Produkten für strapaziertes Haar. Glanzsprays oder -cremes verleihen mattem Haar wieder einen schönen Schimmer. Dann gibt es vielleicht sogar gar keinen Grund mehr, die grau melierten Haare zu kaschieren. Wer aber trotz Alter weiterhin robuste Haare hat, muss die Pflege für graue Haare nicht verändern.

Gut zu wissen: Das Haarfarbpigment Melanin wirkt wie ein UV-Filter. Es schützt vor Schäden der Sonneneinstrahlung. Experten raten bei ergrautem Haar deshalb zu Pflegeprodukten mit UV-Filtern. Wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten, tragen Sie ein Tuch oder einen Hut.

Wie lassen sich graue Haare vorbeugen?

Zwar lassen sich die Zeichen der Zeit nicht gänzlich aufhalten, aber doch deutlich verlangsamen. Sicher fragst Du Dich: Kann man grauen Haaren vorbeugen? In der Tat! Während wir schlafen, regeneriert sich der gesamte Körper. Geschädigte Zellen im Gewebe werden repariert, und das Immunsystem wird gestärkt, indem es Zytokine und Proteine produziert, die Entzündungen bekämpfen. Dein gesamter Organismus nutzt die Schlafphase, um sich zu erholen und zu stärken. Das betrifft natürlich auch Dein Haar.

Stress beschleunigt den Alterungsprozess und zehrt uns aus. Dies kann auch die Haare grau werden lassen. Setze am besten auf viele Auszeiten, um Ruhe und Kraft zu tanken. Vitamine und Mineralstoffe sind nicht nur lebenswichtig, sondern fördern auch gesunde Haut und schönes Haar. Achte darauf, viele Antioxidantien zu Dir zu nehmen, die freie Radikale bekämpfen und vor oxidativem Stress schützen. Dunkle Beeren und Nüsse sind reich an antioxidativen Wirkstoffen, die dabei helfen können, dass Deine Haare länger ihre natürliche Farbe behalten.

Empfehlungen zur Vorbeugung grauer Haare:

  • Ausgewogene, mineralstoffreiche Ernährung
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin
  • Stressbewältigung
  • Schutz vor UV-Strahlung

Grauen Haaren vorzubeugen, gelingt nur begrenzt - zum Beispiel mit einer ausgewogenen, mineralstoffreichen Ernährung und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Auch bei Menschen, die Stress gut bewältigen, wird im Durchschnitt das Haar später grau. Dass graue Haare durch Stress entstehen, ist wissenschaftlich bewiesen.

Welche Vitamine gegen graue Haare können helfen?

Probiere zur Vorbeugung von grauem Haar die Einnahme folgender Nährstoffe einfach mal aus. Verzichte auf aggressive Reinigungsmittel, übermäßiges Föhnen und zu häufiges Haarefärben. Wenn du natürlich graues Haar pflegen oder ihm vorbeugen willst, verwendest Du am besten unsere Garnier Haarpflege Produkte, die Dein Haar nähren und geschmeidig halten.

Verwende deshalb Shampoos und Conditioner, die Deinem Haar einen gesund aussehenden Glanz verleihen. Wenn Du Dein graues Haar wieder richtig zum Strahlen bringen willst, entdecke unsere Nutrisse Silber Creme Perl-Grau - für natürlich schöne und gepflegte graue Haare!

Unsere Pflegetönung, angereichert mit kostbarem Camelia-Öl, verwöhnt Dein Haar mit reichhaltiger Pflege und einem zauberhaften silbernen Glanz. Dank der blauen und violetten Pigmente profitierst Du zugleich vom Anti-Gelbstich-Effekt: Sie umhüllen Dein Haar sanft und neutralisieren effektiv unerwünschte gelbe Nuancen, die oft bei weißem oder grauem Haar auftreten.

Gibt es Hausmittel gegen graue Haare?

Du liebst DIY-Haarpflege? Mit Hausmitteln lassen sich graue Haare zwar nicht rückgängig machen, aber vielleicht ein wenig kaschieren. Nutze hierfür Schwarzen Tee und eine Prise Salz. Koche etwa 2 Beutel schwarzen Tee auf, gib etwas Salz hinein und lass ihn abkühlen. Danach trägst Du den Tee auf das gewaschene, noch feuchte Haar auf und lässt ihn eine Stunde einwirken. Anschließend einfach gründlich ausspülen und wie gewohnt trocknen.

Mythen über graue Haare

Um die Ursachen für graue Haare ranken sich unzählige Mythen. Besteht ein Zusammenhang zwischen grauem Haar und Stress? Kann ein Schreck das Haar über Nacht weiß werden lassen? Ergrauen Raucher schneller? Früher oder später bekommen wir alle graue Haare. Oder? Wir räumen mit Mythen über die Ursachen für graue Haare auf und zeigen, wie Sie dafür sorgen können, dass Ihr Haar möglichst lange gesund und jung aussieht.

Mythos Fakt
Graues Haar ist unvermeidlich. Tatsache. Irgendwann holt es uns alle ein.
Die Ernährung beeinflusst das Einsetzen des Ergrauens. Tatsache. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Ernährung maßgeblich bestimmt, wann das Haar grau wird.
Schrecken lässt das Haar ergrauen. Mythos. Das gibt es nur in Filmen.
Stress lässt die Haare vorzeitig ergrauen. Tatsache. Es scheint einen Zusammenhang zwischen grauem Haar und Stress zu geben.
Übermäßiges Färben führt zu grauem Haar. Mythos. Die genetische Veranlagung bestimmt, ob Ihr Haar vorzeitig grau wird, nicht Färben, aggressive Shampoos, Stress oder Schrecken.
Zigaretten lassen das Haar grau werden. Tatsache. Das ist ein weiterer guter Grund, auf Zigaretten zu verzichten.
Haare können über Nacht weiß werden. Mythos. Keine Sorge: Sie werden nicht einfach eines Morgens mit weißem Haar aufwachen.

Der Trend: Granny Hair

Übrigens: Das sogenannte Granny Hair liegt im Trend. Die englische Bezeichnung steht dafür, dass man die Haare grau trägt, wie es oftmals Grannys tun - also Omas. Immer mehr Menschen lassen inzwischen bewusst ihre grauen Haare nicht mehr färben oder sogar ihre Naturfarbe in grau-silberne Haare umfärben.

tags: #frühe #graue #haare #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen