Trockene, strapazierte und strohige Haare brauchen besondere Pflege. Haarkuren liefern dem Haar Feuchtigkeit und reparieren kleinere Schäden. Die Kuren versorgen das Haar mit wichtigen Wirkstoffen, verleihen ihm dadurch wieder ein gesundes Aussehen und frischen Glanz. Mit etwas Erfahrung lernen Sie, die Haarkur auf die speziellen Bedürfnisse Ihrer Haare anzupassen.
Alles, was Sie brauchen, um eine Haarkur selbst zu machen, finden Sie als Hausmittel in Ihrer Speisekammer! Der Vorteil ist, dass Sie genau wissen, was drinsteckt. Künstliche Konservierungsstoffe und Duftstoffe? Fehlanzeige!
Bevor Sie eine Haarmaske selber machen, bestimmen Sie am besten Ihren Haartyp. Je nachdem, ob Ihre Haare eher trocken oder fettig sind, dick oder fein, glatt oder lockig, sollte Ihre DIY-Haarkur unterschiedliche Zutaten beinhalten.
Wenn Sie für trockenes Haar eine Kur selber machen, achten Sie darauf, dass Sie ein Rezept mit ausreichend rückfettenden Stoffen verwenden. Arganöl, Olivenöl und Nachtkerzenöl eignet sich besonders gut. Auch eine Kur mit Jojoba- oder Kokosöl versorgt die Haare mit Feuchtigkeit.
Vermischen Sie einen Teelöffel Olivenöl (oder eines der anderen Öle) mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mit klarem Wasser aus.
Wenn Ihre Haare extrem trocken sind, massieren Sie pures Öl vor jeder dritten Haarwäsche in Haare und Kopfhaut ein. Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie das Öl 15 Minuten lang einwirken. Waschen Sie im Anschluss wie gewohnt die Haare und spülen Sie auch die letzten Reste des Öls gründlich aus.
Lockige Haare brauchen besonders viel Feuchtigkeit. Der Grund: Sie liegen nicht so nah am Kopf an wie glatte Haare - deshalb erreicht der natürliche Fettfilm meist nicht das ganze Haar und die Locken trocknen aus. Daher eignet sich eine mit Oliven- oder Kokosöl selber gemachte Haarkur nicht nur für trockene Haare und Spliss, sondern auch für Locken.
Eigelb ist ebenfalls ein gutes Hausmittel, um eine Haarkur selber zu machen, wenn Sie trockenes Haar oder sehr strapaziertes haben. Vermischen Sie dazu ein Eigelb, zwei Esslöffel Zitronensaft, einen Esslöffel Olivenöl und ein Schnapsglas Bier.
Mixen Sie alle Zutaten in einer Tasse zusammen und tragen Sie den Sud gleichmäßig auf die Haare auf. Nach fünf Minuten spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser und waschen sie anschließend mit Shampoo gründlich aus.
Die im Eigelb enthaltenen Wachstumsfaktoren sorgen dafür, dass sich die Haarwurzel regeneriert. Das verbessert den natürlichen Schutz des Haares. Außerdem legen sich die Proteine aus dem Eigelb und die Inhaltsstoffe des Öls um die Haare und machen sie geschmeidig.
Glanzloses Haar behandeln Sie ebenfalls mit Kuren, die hochwertige Öle, Proteine und Fette enthalten. Zum Beispiel lässt sich mit einer Avocado eine Haarmaske für glanzloses Haar selber machen.
Ähnlich wie beim Olivenöl wirken die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren der Avocado. Die Fette legen sich schützend um trockene Haare und verleihen ihnen neuen Glanz. Außerdem enthält die Avocado natürlicherweise viel Biotin.
Halbieren Sie für eine selbst gemachte Haarkur für glanzloses Haar die Avocado und entnehmen das Fruchtfleisch mit einem Löffel. Zerdrücken Sie das Fleisch in einer Schüssel und rühren Sie einen Teelöffel Olivenöl ein.
Massieren Sie die Kur in das gesamte Haar ein - auch in die Längen und Spitzen. Wickeln Sie die Haare anschließend in ein trockenes Handtuch. Spülen Sie die Avocado-Haarkur nach einer halben Stunde mit klarem Wasser und ihrem normalen Shampoo aus.
Möchten Sie diese Haarmaske zum Selbermachen für kaputtes Haar abwandeln, fügen Sie einen Esslöffel Sheabutter hinzu. Diese spendet dem geschädigten Haar Feuchtigkeit und mindert gespaltene Haarspitzen, den sogenannten Spliss.
Sie leben vegan und wollen trotzdem nicht auf geschmeidiges Haar verzichten? Dann sind tierisches Ei oder Gelatine zwar keine Mittel der Wahl für Sie, dennoch, gibt es Hausmittel, mit denen Sie ihre eigene vegane Haarkur herstellen können. Für feines Haar ist eine Kur aus Brennnessel- oder Birkenblättern besonders gut geeignet.
Lassen Sie 200 Gramm frische Brennnessel eine halbe Stunde lang in einem Liter Wasser kochen und sieben Sie die Pflanzen anschließend ab. Den abgekühlten Sud massieren Sie nach der Haarwäsche oder abends vor dem Schlafen sanft in die Kopfhaut ein. Das Haarwasser müssen Sie nicht ausspülen. Lassen Sie es über Nacht einwirken.
Statt Brennnessel können Sie die Haarkur mit Birkenblättern herstellen. Die Birke wirkt ähnlich und soll ebenfalls bei Haarausfall, dünnem Haar und Schuppen helfen.
Um für Ihr Haar diese Kur selber zu machen, vermischen Sie einen Teelöffel Basilikumöl mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mehrfach mit klarem Wasser aus.
Sie leiden an trockener Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz? Eine selbst gemachte Aloe-vera-Haarkur verschafft Linderung. Der Saft der Blätter ist seit mehr als 1000 Jahren für seine heilende Wirkung bekannt.
Aloe-vera-Blätter enthalten Zink, Magnesium, verschiedene Vitamine und Proteine. Die Inhaltsstoffe spenden der Kopfhaut Feuchtigkeit und halten die Hautoberfläche geschmeidig. Aloe vera lindert zudem den Juckreiz auf der Kopfhaut und reduziert Hautreizungen.
Mit diesem Gel lässt sich nun eine Aloe-vera-Haarkur selber machen, die juckende Kopfhaut lindert: Pürieren Sie das Gel eines Blattes mit einem bis zwei Esslöffeln Olivenöl in einem geeigneten Gefäß. Die Menge des Öls hängt von Ihrer Haarstruktur ab: Sehr trockene Haare profitieren von einer größeren Menge Öl in der Haarkur.
Sieben Sie die Masse bei Bedarf. Tragen Sie die Haarkur dann zunächst auf die trockene und gereizte Kopfhaut auf. Streichen Sie die Masse vorsichtig Strähne für Strähne in das gesamte Haar. Wickeln Sie ein Handtuch um die Haare und lassen Sie die Kur mehrere Minuten lang einwirken. Spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit Wasser aus und waschen Sie das Haar mit Shampoo wie gewohnt.
Sie können auch eine Aloe-vera- und Kokosöl-Haarkur selber machen. Das Kokosöl macht das Haar weicher, lässt es glänzen und weniger kraus erscheinen.
Sie haben keine Zeit für eine Kur? Ein selbst gemachtes Haarspray mit Aloe vera pflegt Haare und Kopfhaut sofort. Vermischen Sie 60 Milliliter abgekochtes Wasser mit 40 Milliliter Aloe-vera-Gel. Geben Sie, wenn gewünscht, etwa drei Tropfen ätherisches Öl Ihrer Wahl hinzu und füllen Sie die Mischung in eine leere Sprühflasche. Sprühen Sie diese Mischung nach dem Styling auf Kopfhaut und Haar.
Tipp für längere Haltbarkeit: Frieren Sie das überschüssige frische Aloe-vera-Gel in einer Eiswürfelform ein. Verarbeiten Sie die Würfel einfach zu einem späteren Zeitpunkt weiter.
Eine kleine Studie aus dem Jahr 2001 mit 30 Probanden zeigte, dass Honig bei einer trockenen und gereizten Kopfhaut sowie gegen Schuppen hilft.
Eine Haarkur mit Honig können Sie leicht selber machen: Vermischen Sie einen halben Liter Wasser mit fünf Esslöffeln Honig. Waschen Sie sich die Haare wie gewohnt und verteilen Sie die Mischung anschließend im feuchten Haar.
Drücken Sie die Haare kräftig aus und wickeln Sie ein Handtuch herum. Alternativ eignet sich auch eine Duschhaube über den Haaren. Lassen Sie die Honigkur eine halbe Stunde lang einwirken und spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit klarem Wasser aus.
Die Honig-Haarkur ist nicht nur bei trockener Kopfhaut geeignet, der Honig soll auch das Haarwachstum positiv stimulieren. Deshalb ist die Haarkur auch bei dünnem Haar empfehlenswert.
Wenn die Haare schnell fettig und strähnig werden, produzieren die Drüsen der Kopfhaut zu viel Talg. Das kann Veranlagung sein. Aber auch Stress, zu häufiges Haarewaschen oder nicht geeignete Haarpflegeprodukte können die Sekretproduktion ansteigen lassen. Eine Haarmaske für fettige Haare sollte daher entfettend wirken.
Eine Möglichkeit ist eine simple Haarmaske aus Wasser und Zitronensaft. Die enthaltene Säure kann helfen, Talg und Schuppen zu entfernen, aber auch die Haut reizen.
Für eine Haarkur geben Sie einen bis zwei Teebeutel in heißes Wasser und lassen diese fünf Minuten ziehen. Abkühlen lassen und den kalten Tee in die Kopfhaut einmassieren. Er kann dort verbleiben, Sie können ihn aber auch einige Minuten einwirken lassen und dann ausspülen.
Egal, ob strapaziertes oder trockenes Haar, Spliss oder ein schnell fettender Ansatz - mit der richtigen Haarmaske bekommen Sie diese Beauty-Probleme schnell wieder in den Griff! Massiere die Mixtur vom Ansatz bis in die Spitzen ein und lasse sie ca. Beachte beim Haarmaske selber machen: Eine DIY-Haarmaske oder Haarkur ist nur ca. einen Tag haltbar.
Die Kopfhaut ist sehr empfindlich! Müssen Sie Zutaten erhitzen? Trockenes Haar braucht besonders reichhaltige Pflegepackungen mit hohem Ölanteil.
Schuppen können aus verschiedenen Gründen auftreten. Eure Haarpflege spielt natürlich eine große Rolle. Denn durch zu häufiges Haarewaschen, zu heißes Föhnen oder auch aggressive Shampoos können Schuppen schneller entstehen. Aber auch Hormonschwankungen, Stress und eine falsche Ernährung begünstigen die Entstehung. Neben diesen äußerlichen Bedingungen können aber auch verschiedene Hautkrankheiten oder Vererbungen dazu führen, dass ihr häufiger Schuppen habt. Bei Schuppenflechte oder Neurodermitis ist es keine Seltenheit, wenn eure Kopfhaut juckt und trockene, schuppige Stellen entstehen.
Es lohnt sich zum einen, auf die Haarpflege-Routine zu achten. Benutzt schonende und feuchtigkeitsspendende Shampoos und verzichtet auf ein Styling mit Hitze. Lasst eure Haare so oft es geht an der Luft trocknen - eure Kopfhaut wird es euch danken. Aber auch eine Ernährung mit weniger Zucker, Weizenmehl, Alkohol oder auch fettigen Lebensmitteln hilft, Schuppen vorzubeugen.
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
Sie haben bereits versucht, mit Anti-Schuppen-Shampoos, einer angepassten Ernährung und verschiedenen Hausmitteln eure Schuppen in den Griff zu bekommen, aber nichts hat geholfen? Nach spätestens einem Monat lohnt es sich, einen Arzt aufsuchen und euch dort ein Feedback einzuholen. Bei starkem Juckreiz, Rötungen bis hin zu brennenden Entzündungen solltet ihr jedoch unbedingt einen Termin beim Hautarzt ausmachen, um Haarausfall zu vermeiden.
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