Reitfrisuren: Anleitungen zum stilvollen Einflechten von Mähne, Schopf und Schweif

Pferdeliebhaber wissen, dass nicht nur Menschen zum Friseur gehen. Auch das Styling des Pferdes spielt eine wichtige Rolle, besonders bei Turnieren oder besonderen Anlässen. Wer keinen Pferdefriseur bezahlen möchte, kann sich die Flecht-Techniken einfach selbst aneignen. Hier findest du Anleitungen und Inspirationen, um die Mähne, den Schopf und den Schweif deines Pferdes stilvoll zu frisieren.

Mähnennetz-Frisur (Fischernetz)

Die Mähnennetz-Frisur, auch bekannt als Fischernetz, ist ein echter Hingucker. Es handelt sich um eine relativ einfache Flechtfrisur, die bewundernde Blicke garantiert. Zudem ist sie recht robust, da sie mit Mähnengummis fixiert wird.

Vorbereitung:

  • Suche einen ruhigen, fliegenarmen Ort auf, damit das Pferd stillhält.
  • Kämme die Mähne auf eine Seite.
  • Teile die gesamte Pferdemähne oder einen Teil der oberen Mähnenschicht mit einem Mähnenkamm in gleich starke Strähnen und fixiere sie. Die Strähnen sollten nicht zu breit sein, abhängig von der Dicke der Mähne.
  • Fixiere die Strähnen am Ansatz der Pferdemähne mit Mähnengummis.

Flechtanleitung:

  1. Verbinde die benachbarten Strähnen mit Mähnengummis miteinander - die linke Hälfte der Strähne mit der rechten Hälfte der daneben liegenden Pferdesträhne.
  2. Achte darauf, dass die Gummis auf einer Höhe und mittig sitzen.
  3. So entstehen Stück für Stück die wunderschönen Rauten.

Pferdegummis sind nicht teuer; 500 Stück gibt es bereits ab wenigen Euros in verschiedenen Farben zu kaufen.

Weitere Tipps zum Einflechten der Mähne

Es macht Sinn, die Mähne auch im Alltag ab und zu einzuflechten, oder wenn du und dein Pferd einen längeren Ritt vor euch habt, um die Mähne aus dem Weg zu haben und das Pferd nicht so schwitzen zu lassen.

Wichtig: Ziehe die Zöpfe nicht zu fest an. Dein Pferd muss seinen Hals biegen und bewegen können, ohne dass der Zopf ziept.

Es gibt weitere Varianten, wie du die Mähne deines Pferdes verschönern kannst:

  • Einfache Zöpfchen: Unterteile die Mähne in gleich breite Strähnen, flechte sie zu Zöpfchen, rolle sie auf und knote sie mit Mähnengummis zu. Bei langer Mähne kannst du die Zöpfe auch falten.
  • Zöpfchen mit Schnur: Unterteile die Mähne in gleich breite Strähnen, rolle die Zöpfchen nach unten auf und ziehe die Schnur mit einer stumpfen Nadel von unten nach oben durch den aufgerollten Zopf.

Schopf und Schweif einflechten

Schopf und Schweif einzuflechten rundet die Frisur für einen besonderen Anlass oder dein Turnierpferd perfekt ab. Selbst die etwas voluminösere Haarpracht von Haflingern oder Friesen kannst du mit den richtigen Tricks elegant bändigen.

Schopf einflechten:

  1. Teile den Schopf in drei gleichmäßig dicke Strähnen auf.
  2. Füge zu den jeweils äußeren Strähnen die Haare von rechts und links hinzu, die bislang noch nicht in den Zopf integriert waren.
  3. Sind alle Haare in den Zopf aufgenommen, flichtst du ihn gleichmäßig nach unten weiter. Die Stränge sollten möglichst straff sein, sodass sie sich nicht lösen können.
  4. Biege den Zopf nach unten um, sodass sein Ende unter seinem Ansatz liegt, um einen Knoten zu bilden.

Mit einem eingeflochtenen Schopf lernst du das Gesicht deines Pferdes noch einmal neu kennen und nimmst vielleicht Details wahr, die ansonsten unter den Haaren verborgen bleiben.

Schweif einflechten:

  1. Verlies den Schweif sorgfältig und kämme ihn vorsichtig gut durch, um eventuelle Knötchen zu beseitigen.
  2. Verzichte auf Schweifsprays, da sie die Haare glatt machen und die Frisur nicht lange hält.
  3. Nimm eine Strähne aus der Schweifmitte hinzu.
  4. Füge zu den außen liegenden Strähnen jeweils eine neue Strähne des Schweifhaares von rechts und links hinzu und wiederhole diesen Flechtvorgang einige Male, bis du etwa ein Viertel des Schweifs eingeflochten hast.
  5. Achte darauf, die einzelnen Strähnen nicht zu straff zu ziehen.
  6. Um den Zopf zu beenden, nimmst du irgendwann keine neuen Haare mehr von den Seiten hinzu.
  7. Fixiere das Ende des Zopfs mit einem oder zwei Mähnengummis. Er liegt nun dekorativ auf den nicht eingeflochtenen Haaren auf.

Nicht nur die Mähne, auch Schopf und Schweif einflechten bietet wieder zahlreiche Möglichkeiten, kreativ zu gestalten und abzuwandeln.

Reitfrisuren für Reiter

Nicht nur das Pferd sollte gut aussehen, auch die Frisur des Reiters ist wichtig, besonders bei Turnieren. Hier sind ein paar einfache Frisuren, die gut unter den Helm passen:

  1. Geflochtener Zopf: Mache zuerst einen Zopf, sodass dieser noch gut unter deinen Helm passt. Trenne auf einer Seite deines Kopfes eine Strähne ab und teile diese in drei Teile. Lege die äußere linke Strähne über die Mittlere und halte diese gut zusammen fest. Danach legst Du die rechte Strähne über die mittlere Strähne - wiederhole dieses zwei Mal. Wenn keine Strähnen mehr über sind, flechtest Du den Zopf ganz normal zu Ende und fixierst ihn mit einem Zopfband. Nimm die Enden und stecke sie mit den Haarnadeln an dem anderen Zopf fest und nimm sie ggf.
  2. Gedrehter Dutt: Mache dir einen (tiefen) Zopf und drehe ihn in sich.
  3. Eingeflochtener Dutt: Mache dir einen tiefen Zopf, der gut unter deinen Helm passt. Teile diesen Zopf in 3 Teile, flechte ihn ganz normal bis zum Ende und fixiere ihn mit einem Zopfband. Wickle den geflochtenen Zopf um das Zopfgummi. Das Ende kannst Du mit einer Haarklammer befestigen und unter den anderen Haaren verstecken.

Nicht mehr wegzudenken, sind vor allem in der Dressur die Haarnetze. Diese kann man ganz einfach und schnell befestigen. Du machst dir einen Zopf und flechtest deine Haare ganz normal.

Viel Glück & Erfolg auf dem nächsten Turnier!

Zopfnetz selber Flechten - einfache Pferde-Frisuren (Tutorial)

tags: #frisuren #reiten #anleitung

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