Das Zeichnen von Haaren oder die Darstellung einer Frisur in einer Porträtzeichnung ist nicht ganz einfach. Damit Du von Beginn an dieser besonderen Herausforderung, zumindest theoretisch, nicht völlig unvorbereitet gegenüberstehst, widmet sich die vorliegende Anleitung ganz speziell diesem Thema.
Heute zeige ich euch wie ich Haare zeichne. Gleich vorweg muss ich sagen: Manchmal liebe ich es, manchmal hasse ich es. Denn Haare können so viel mit dem Gesicht machen. Denn genau wie im realen Leben, stehen meiner Meinung nach manche Frisuren dem gezeichneten Charakter einfach nicht. Manchmal kann man damit ganz gut kleine Fehler verstecken, indem man einfach eine Strähne über den nicht gelungenen Bereich legt. Außerdem ist stilistisch soviel möglich, das es mich immer wieder umhaut. Ich selbst zeichne Haare gerne als eine große „Masse“, in Strähnen oder etwas Spaghettiartig. Also nicht sonderlich realistisch, trotzdem beachte ich ein paar allgemeine Details und davon und anderem werde ich euch hier berichten.
Meistens überlege ich mir während dem Zeichnen welche Frisur mein Charakter bekommen soll.
Für die möglichst natürliche Darstellung von Haaren bzw. einer bestimmten Frisur benötigst Du eine gute Beobachtungsgabe. Die größte Schwierigkeit beim Haare zeichnen liegt darin, dass die Darstellung auf den späteren Betrachter einen möglichst realistischen Eindruck machen sollte.
Ich beginne natürlich mit dem Gesicht, denn im Normalfall gibt es ohne Gesicht auch keine Haare.
Wenn das Gesicht fertig ist, geht es daran die richtige Frisur zu finden. Meistens weiß ich bereits welche Haare meine Figur in etwa bekommen soll. Dennoch probiere ich meistens etwas herum und lege die grobe Form fest.
Dann gehe ich ins Detail und an die wirkliche Frisur. Wie gesagt meistens weiß ich schon wie die Haare aussehen sollen.
Wie immer gilt für mich, das ich versuche meinen eigenen Stil zu finden oder zu folgen, ich versuche auf meine Art besser zu werden, aber ich stresse mich nicht (meistens jedenfalls).
Gehe beim Haare zeichnen systematisch vor. Als Beispiel sehen wir uns eine einzelne Haarsträhne an. Grundiere den Bereich mit einem harten Bleistift in einem einheitlichen Grauton. Lasse den Bereich frei, der das Licht reflektiert und daher heller aussieht.
Als nächstes verwende einen etwas weicheren Bleistift wie einen HB, um die Striche zu verdunkeln. Übe im Reflexionsbereich weniger Druck auf den Stift auf, um die Kontraste zwischen dunkleren und helleren Stellen zu verstärken.
Wiederhole diesen Prozess mit einem weichen Bleistift mit hohem Abrieb, um der Zeichnung das nötige Maß an Power zu verleihen. Die dunkleren Bereiche der Haarspitzen und des Haaransatzes werden verstärkt, die hellen Bereiche der Strähne mit wenig Druck angedeutet, nur um einen einheitlichen Übergang zu erhalten und die Textur der Haare anzudeuten.
Bei Bedarf kannst du den Reflexionsbereich der Haare auch mit dem Knetradiergummi aufhellen.
Als nächstes sehen wir uns an, wie du eine komplette Frisur zeichnen kannst. Wir möchten glatte Haare zeichnen, die in einem Dutt zusammengebunden sind. Beginne deine Zeichnung mit einer groben Vorzeichnung des Kopfes und der markantesten Stellen der Frisur.
Die Haare in dieser Frisur lassen sich in drei Flächen mit einem jeweils ähnlich Verlauf teilen. Der große Teil des Hinterkopfes sowie die zwei kleineren Flächen der zusammengebundenen Haare. Achte bei jeder der drei Flächen auf den Verlauf der Haare.
Nimm einen HB Bleistift und schraffiere die einzelnen Flächen. Lasse die Stellen frei, die aufgrund der Lichtreflexion heller erscheinen sollen.
Gehe nun mit einem Papierwischer, einem Wattestäbchen oder einem Pinsel über die einzelnen Pinselstriche, um sie ein wenig weicher zu zeichnen.
Nimm nun einen weichen Bleistift, um dunklere Stellen zu zeichnen. Gewöhnlicherweise sind der Haaransatz und die Stellen, an denen die Haaren zusammengebunden werden, am dunkelsten. Beachte beim Zeichnen des Haarverlaufs die Richtung der einzelnen Flächen.
Verstärke die Kontraste durch den Einsatz eines noch weicheren Bleistifts oder durch die Erhöhung des Drucks, mit dem du den Bleistift über das Papier führst.
Nun kannst du noch einmal die hellen Reflexionsbereiche mit einem Knetradiergummi hervorheben. Achte dabei auf einen behutsamen, punktuellen Einsatz dieses Hilfsmittels.
Verwende zu guter Letzt einen sehr spitzen Bleistift (oder einen Druckbleistift), um einzelne Haare anzudeuten. Das verleiht der Frisur das gewisse Etwas.
In dieser Schritt-für-Schritt Anleitung geht es darum, wie du wellige Haare zeichnen kannst. Suche dir eine Vorlage und zeichne dein Motiv vor.
Analysiere den Fall der Haare und den Verlauf einzelner Strähnen. Dann zeichne sie mit einem HB Bleistift vorsichtig ein.
Beginne nun mit der Schattierung, wie wir es in den vorherigen Anleitungen geübt haben. Die obenauf liegenden, der Lichtquelle zugewandten Haare sind heller als die Haare, die enger am Kopf liegen. Auch innerhalb einzelner Strähnen gibt es unterschiedliche Grauabstufungen, um die Textur zu betonen.
Um das Ergebnis abzurunden, kannst du du mit einem dunklen Bleistift die dunkelsten Bereiche der Haare noch einmal einzeichnen und mit dem Knetradiergummi die Highlights hervorheben.
Die größte Schwierigkeit beim Haare zeichnen liegt darin, dass die Darstellung auf den späteren Betrachter einen möglichst realistischen Eindruck machen sollte.
Eine Hauptschwierigkeit beim Zeichnen von Haaren ist der Detaillierungsgrad. Gemeint ist damit die Vielzahl der Haar, die wir (oder zumindest die meisten von uns :-) ) auf dem Kopf haben. Man kann zum Beispiel nur Haarsträhnen zeichnen oder man deutet einige einzelne Haare an, während man den Rest ungezeichnet belässt.
Wichtig bei der Darstellung von Haaren ist das Spiel von Licht und Schatten. Die Licht- und Schatteneffekte haben einen extrem großen Einfluss darauf, ob die Zeichnung gut oder schlecht aussieht. Das gilt vor allem bei Frisuren mit glatten Haaren.
Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten spielt für die Wirkung der Frisur eine ganz besonders wichtige Rolle. Die Hell-Dunkel-Effekte beim Haare zeichnen üben überhaupt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Gelingen des gesamten Kunstwerkes aus. Besonders bei glatten Haaren solltest Du aufpassen. An den Stellen, an der die Frisur besonders glatt ist, wird nämlich ein Teil des darauf fallenden Lichtes auf besondere Art und Weise reflektiert.
Bitte bedenke, dass die Haare ganz natürlich aus der Kopfhaut wachsen. Sie sind weder am Kopf angeklebt, noch hängen sie wie Stricke schurgerade nach unten. Ganz egal, ob die Frisur aus kurzen oder langen Haaren besteht: Immer wachsen sie zuerst als kleiner Bogen aus dem Kopf heraus, es entsteht ein sichtbarer Scheitel und der Haaransatz ist zumindest an einigen Stellen gut sichtbar.
Im folgenden Bild siehst Du die gelungene Darstellung eines Haaransatzes. Außerdem ist genau zu erkennen, welchen weiteren Weg die Haare dann nehmen. Sollte Deine Aufgabe darin bestehen, lange Haare zu zeichnen, dann achte darauf, dass sie immer in einer leichten Wellenform an der jeweiligen Person herabfließen und sich an das Gesicht und den Körper sozusagen anschmiegen.
Wenn du genau beobachtest, wirst Du schnell feststellen, dass kurze Haare oftmals sehr widerspenstig sind und nach allen möglichen Richtungen wegstehen. Aber auch die Haare einer sehr gepflegten Frisur hängen nicht einfach so herunter. Das ist nicht nur wegen Styling mit Haartrockner, Spray oder Haar-Gel so, sondern weil das Haar ein natürliches Volumen hat. Das nächste Bild zeigt eine besonders moderne Männerfrisur.
Neben den genannten Hinweisen und Tipps benötigst Du zum Haare zeichnen natürlich eine gute Zeichentechnik und jede Menge Übung. Doch nur Mut, schließlich ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen.
Dazu muss man wissen WIE und WO Haare eigentlich auf dem Kopf wachsen. Das Haar fällt nämlich nicht einfach platt vom oberen Kopf (Haaransatz) herab, es fließt entlang der Kopfform und hat in der Regel auch noch eine Eigenbewegung, welche oftmals an den Spitzen in kleine Locken bzw.
Die natürliche Fließbewegung des Haars um die Kopfform könnt Ihr anhand der oben stehenden Skizze erkennen (rote Pfeile). Generell lassen sich Haare an den Spitzen bzw. Pony in eine andere Richtung zwingen durch frisieren, als die natürliche Bewegung es vorgeben würde.
Im Regen verhält sich das Haar wieder anders als im trockenen Zustand. Vor allem verliert es an Volumen, da die Luftpolster zwischen den einzelnen Haaren vom einströmenden Wasser verdrängt werden und die einzelnen Haare zudem zusammen kleben. Ja nachdem wie nass die Haare sind, desto mehr Strähnen kleben aneinander.
Haare im Wind sind einer stetigen Bewegung und einem Zwang ausgesetzt. Dabei flattern die Haarsträhnen am Ende stärker, da der Halt am Haaransatz nach unten hin immer mehr nach lässt. Die Haare flattern meist wie wild hoch und runter, immer in die Richtung gezerrt in die der Wind bläst.
Und zu guter Letzt die Haarfarbe nicht zu vergessen. Je nach Thema gibt es da mittlerweile keine Einschränkungen mehr. So sind blaue oder violette Haare dank Manga und Comics nichts Ungewöhnliches mehr.
Dabei sind die Haare unten i.d.R. dunkler als die oben drauf, da dort hin weniger Sonnenlicht gelangt, welches das Haar üblicherweise aufhellt (Sommerhaarfarben sind daher auch heller, da mehr und intensiveres Sonnenlicht das Haar aufhellen kann). Je nachdem was für Haare (glatt, gelockt) die Figur haben soll, wirkt auch die Haarfarbe anders. Glatte, blonde Haare wirken entsprechend anders als gelockte, blonde Haare.
Sind die Haare nicht grade künstlich gefärbt, so verfügen sie über mehrere Farbabstufungen. Man kennt es z.B. Komplett einfarbige Haare sehen in der Regel unnatürlich und stumpf aus. Erst recht, wenn die Haare nicht einmal mehr über Glanz verfügen. Der Glanz ist also ein wesentlicher Bestandteil der Haarfarbe, wobei die Lichtreflexion unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.
Es gibt viele verschiedene Arten von Zöpfen. Man kann die Haare einfach zusammen binden; gerade nach hinten oder seitlich. Man kann die Haare aber auch kunstvoll flechten oder eine Steckfrisur machen.
Je nach Beschaffenheit der Haare lassen sie sich unterschiedlich zu einem Zopf zusammen binden. Feine, dünne Haare lösen sich schneller aus einem Zopf heraus, mit dem Ergebnis, dass viele Härchen und einzelne Strähnen heraus schauen. Dicke Haare lassen sich zu einem stabilen und kompakten Zopf zusammen binden. Und krause bzw.
Besonders mit Buntstift lassen sich Haare und Frisuren sehr schön malen und darstellen. Man kann entweder mit einer einzelnen Farbe eine große Varianz an Farbtönen bzw.
Im Beispiel der blonden Haare diente ein sehr heller Gelbton als Grundierung. Ein mittleres Gelb sowie ein helles Braun bzw. Lässt man dabei besonders viele helle Stellen bzw. Partien, wirken die Haare sehr glänzend.
Im Beispiel der dunkelbraunen Haare unten habe ich mit einem recht dunklen Braun vor skizziert und mit einem mittleren Braunton grundiert. Mit Schwarz habe ich dunkle Schattierungen bzw.
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